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Lieber Nordrheiner,
für macht es keinen Unterschied, ob Christen von Moslems oder Moslems von Christen bedroht werden.
Für beides gibt es genügend Beispiele. Aktuell und in der Vergangenheit.
Denk mal nach, welches Unheil Christen an Juden oder auch an sogenannten "Heiden" angerichtet haben.
Dem Bösen nicht nachgeben heißt für mich, weiterhin den Menschen Hilfe und Asyl anbieten, die es so dringend brauchen. Völlig unabhängig von ihrer Religion.
Diese Einzeltäter dürfen nicht die Macht bekommen, humanistisches Denken und Handeln zu zerstören.
Religionen schaffen leider mehr Gräben als Brücken zwischen den Menschen.
LG Rosafee
Liebe Rosafee,
die Frage "welche Religion ist die Bessere?" treibt mich nicht. Ich halte jede Religion für fehlerhaft. Bei einer Diskussion Christentum versus Islam wäre sicherlich auch ein Blick in die Geschichte zu werfen. Da stimme ich Dir zu. Aber das ist hier nicht das Thema.
Was ich bei Dir als falsch ansehe, ist die Reduzierung einer Tat auf einen Einzeltäter. Das halte ich in Anlehnung an den von IDEA zitierten Bericht sowie an die Ereignisse in Köln für nicht zutreffend. Es gibt muslimische Gruppen, die grundsätzlich Demokratie ablehnen und Andersdenkende bzw. Andersgläubige bekämpfen und dabei auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Die Pflege ihrer "religiösen Ehre" wiegt bei ihnen auch schwerer als eine Gefängnisstrafe oder im extremen Fall als das eigene Leben.
Es geht mir nicht darum, nur einen Einzeltäter zu bestrafen, sondern eine radikale Gruppe zu identifizieren und auszuschließen, die
grundsätzlich immer wieder Einzeltäter hervorbringt. Andersdenkende bzw. Andersgläubige, die Demokratie sind natürlich vor dem Einzeltäter zu schützen - aber doch genauso vor "dieser Gruppe" - oder? Auf ähnlicher Stufe sehe ich übrigens auch Neo-Nazis, bei denen auch wieder das grundsätzliche Verständnis immer wieder den Einzeltäter sowie die Gruppe zu kriminellen Aktionen führt. Der Unterschied beider Gruppen ist u.a. der: Neo-Nazis können wir nicht in ihr Land zurückschicken.
Jedoch ist es nach meiner Meinung blind, nur den bereits straffälligen Einzeltäter zu sehen und die Gruppe, die morgen mit Sicherheit wieder weitere Einzeltäter (oder Gruppen) zu Straftaten motiviert, zu ignorieren. Mal direkt gefragt, Rosafee:
Welche Hilfe soll den Menschen gewährt werden, die grundsätzlich von einer bestimmten Gruppe verfolgt werden?
Das Abwarten, bis aus der jeweiligen radikalen Gruppe ein Einzeltäter hervorgeht, halte ich für falsch. Das erscheint mir eher Begünstigung der zukünftigen Straftäter zu sein.
LG, Nordrheiner