B
Baltimore
Gast
Hallo.
Als kleiner Junge schon habe ich meinen Eltern oft Ärger gemacht. Ich wollte nie hören, ich hatte geschrien, war faul und auch aggressiv. Ich hatte mich ganz oft mit anderen Jungs geschlagen. Sei es im Kindergarten, im Kinderhort, in der Schule, dann in Discos und auch mit Freunden beim Spielen. Auch in der Kirche mit anderen Messdienern.
Ich wurde sogar aus dem Kindergarten und dem Kinderhort geschmissen. Ich wundere mich nur, dass man mich wegen meinem Verhalten nie aus der Schule geschmissen hat. Aber mein Verhalten hat sich zumindest in den Noten wiedergespiegelt, das kann ich sagen. Diese waren mieserabel. Anstatt aufzupassen und mitzumachen, hatte ich mit anderen geschwätzt. Vor allem aber habe ich meine Mitschüler oft geärgert und abgelenkt. Ich konnte nicht ruhig sein. Ich hatte so oft Briefe nach Hause bekommen und der Elternabend war für meine Mutter stets eine Schmach. Ich frage mich heute oft, was mit mir nur los war.
Mein Vater hat meine Mutter und mich zu Hause oft geschlagen. Er hat sie stark unterdrückt und ganz oft, auch vor anderen Menschen, beleidigt und gedemütigt. Ich hatte manchmal Todesängste durchgemacht, wenn er mal wieder ausgeflippt ist. Dachte meine Mutter müsse sterben oder so. Konfliktlösung und insbesondere Reden sind ihm Fremdwörter gewesen. Nur zu anderen Menschen war er stets gut und großzügig.
Wenn mit mir irgendwas war, hatte ich und manchmal meine Mutter dafür auch Haue bekommen, aber zumindest war was los. Ein kleiner Fehler von mir, schlechte Noten oder irgendwie schlecht Verhalten, dann ging das Geschreie, die Beleidigungen und ggf. die Schläge los.
Mit Vierzehn etwa hatte ich mich mal gewährt, hatte es geschafft zwischen den auf mich einschlagenden Töpfen ihn wegzustumpen. Da war er wie aus dem Häuschen gefallen. Anschließend war ich nicht mehr sein Sohn und er hat mehr als sieben Jahre kein Wort mit mir gewechselt. Wir haben aber stets in unserer Wohnung alle unter einem Dach gewohnt. Meine Mutter stand immer zwischen uns. Sie hat mich dann alleine erzogen.
Heute ist meine Beziehung zu ihm distanziert. Eine Umarmung gab es glaube ich nicht wirklich jemals zwischen uns.
Als Jugendlicher hatte ich Freunde, wir waren eine Clique. Dann kam irgendwann mal ein neuer Kumpel hinzu, der etwa sechs Jahre älter war als wir. Aufbrausend wie ich war, hatte ich mich oft mit ihm angelegt, obwohl ich unterlegen war. Ich wollte ihn nicht so wirklich akzeptieren, er war nicht so mein Fall. Er hat auch Drogen mitgebracht. Es gab Gerede und Geläster usw. Sie hatten sich über mich lustig gemacht. Irgendwann hatte ich meine Freunde verloren. Anschluss hab ich bis heute nicht mehr wirklich bekommen.
Bin dann meinen eigenen Weg gegangen. Hab ne Ausbildung gemacht, die Abendschule besucht, und sogar studiert 🙂. Da bin ich sehr stolz drauf.
Ich hab mich entwickelt, dazu gelernt. Meine Mutter war mir immer eine Hilfe (Gott segne sie!!!), wenn ich Probleme hatte. Ich konnte ihr immer alles erzählen. Deshalb bin ich glaube ich heute auch so eine offene Person.
Aber ich bin depressiv geworden. Meine Mutter hielt zwar nichts davon, aber ich bin trotzdem zu einem Psychologen. Das war eine gute Erfahrung. Ich hatte die Gelegenheit bekommen, mit einem verständigem Menschen zu reden und Aufarbeit zu leisten. Das war sehr befriedigend. Seine Diagnose war, ich war/bin eine depressive und unsichere Persönlichkeit. Nach einundhalb Jahren etwa brach ich die Therapie ab, weil ich Angst bekam vor ihm, ihm nicht mehr vertraute.
Ich habe nicht viel Geld, bin zur Zeit arbeitslos. Ich kann also nur sehr wenig unternehmen.
Auf keinen der Stationen Ausbildungsbetrieb, Berufsschule, Abendschule, Studium, Jobs konnte ich mir wirklich Freunde machen. Ich habe mit keinem Kontakt. Irgendwie schaffe ich es immer, es mir mit anderen Menschen letzten Endes doch zu verspielen. Ich streite gerne mit anderen Menschen. Überall wo ich bin, kommt es über Früh oder Spät zu Konflikten. Ich glaube ich mochte mich nicht anpassen. War eifersüchtig auf andere. Hatte es immer schwer mit Meinungsführern. Aber ich muss dazu sagen, ich wurde auch manchmal irgendwie ausgelacht, es wurde über mich geredet, manchmal wurde ich geärgert. Ich hab dann die Tendenz auszuflippen. Kann beleidigend werden.
Wenn ich mit Freunden weggehe, habe ich oft Streit mit jemandem. Z.B. in der Disco. Ich schaffe es immer wieder. Obwohl ich nicht immer Schuld bin, aber scheinbar ziehe ich das magisch an. Ich glaube, dass ich einfach nicht aufpasse, ich weiß nicht so recht sich zu verhalten und was auf zwischenmenschlicher Basis so abläuft. Wahrscheinlich bin ich mir meiner Selbst zu wenig bewusst. Manchmal denke ich auch, ich bin einfach nur doof geboren. Einfach nicht intelligent.
In letzter Zeit beobachte ich die Menschen viel. Auf der letzten Privatparty auf der ich war, habe ich gesehen, wie aufmerksam manche andere sind. Es gibt welche die reden nicht mit jedem. Vielleicht um Ärger zu vermeiden. Sie achten darauf gut anzukommen, sich Freunde zu machen und nicht negativ aufzufallen. Kontakte zu knüpfen und natürlich auch Spaß zu haben.
Ich fühle mich oft wie das fünfte Rad am Wagen. Wenn ich mich ins Zeug lege, komme ich auch manchmal gut an. Manchmal und letzter Zeit öfter, machen mir Leute auch Komplimente.
Aber am Schluss hat mir dann doch wieder etwas nicht gepasst, ich hab ein Maul aufgemacht und bin auch etwas ernst, fast aggressiv geworden. Es gab Gerangel und Gezanke, dann bin ich gegangen. Ich habe sowieso kaum Menschen um mich. Jetzt wahrscheinlich noch weniger. Ich bin so entäuscht von mir. Ich war so gut drauf und alles ist gut gelaufen. Andere konnten auch ihre Klappe halten. Aber ich muss den Mund aufmachen.
In der Familie lief es auch nie gut. Zwischen meinen Eltern und ihren Geschwistern gab es auch so oft Streit. Und dann natürlich auch zu Hause. Was wir schon alles durchgemacht haben,... ujuj. Immer viel Gekämpfe. Sehr wenig schöne, zufriedene, erfüllende Zeit. Meine Mutter tut mir auch sehr leid.
Ich überlege jetzt, ob ich wieder zu einem Psychotherapeuten gehe und vielleicht das zu Ende führe, was ich angefangen hatte. Ich wünsche mir, dass mir jemand hilft mich selbst und meine Mitmenschen besser zu verstehen. Ich wünsche mir, dass ich kompetenter werde, weiß was richtig oder falsch ist, wie ich mich wann verhalten soll. Wie ich mein Leben auf die Reihe kriege (auf zwischenmenschlicher Ebene). Ich will auch Freunde und Bekannte. Ich will auch mal eine Familie gründen.
Kann mir jemand ein wenig helfen? Ich bin verzweifelt, weiß nicht mehr weiter. Und ich glaube eine Depression ist im Anflug.
Kennt jemand solche Menschen wie micht? Oder hat jemand ähnliches erlebt und/oder die gleichen Probleme? Und weiß jemand, ob und welche Therapien, Maßnahmen für mich die richtigen wären? Was soll ich am Besten machen in meiner Situation?
Als kleiner Junge schon habe ich meinen Eltern oft Ärger gemacht. Ich wollte nie hören, ich hatte geschrien, war faul und auch aggressiv. Ich hatte mich ganz oft mit anderen Jungs geschlagen. Sei es im Kindergarten, im Kinderhort, in der Schule, dann in Discos und auch mit Freunden beim Spielen. Auch in der Kirche mit anderen Messdienern.
Ich wurde sogar aus dem Kindergarten und dem Kinderhort geschmissen. Ich wundere mich nur, dass man mich wegen meinem Verhalten nie aus der Schule geschmissen hat. Aber mein Verhalten hat sich zumindest in den Noten wiedergespiegelt, das kann ich sagen. Diese waren mieserabel. Anstatt aufzupassen und mitzumachen, hatte ich mit anderen geschwätzt. Vor allem aber habe ich meine Mitschüler oft geärgert und abgelenkt. Ich konnte nicht ruhig sein. Ich hatte so oft Briefe nach Hause bekommen und der Elternabend war für meine Mutter stets eine Schmach. Ich frage mich heute oft, was mit mir nur los war.
Mein Vater hat meine Mutter und mich zu Hause oft geschlagen. Er hat sie stark unterdrückt und ganz oft, auch vor anderen Menschen, beleidigt und gedemütigt. Ich hatte manchmal Todesängste durchgemacht, wenn er mal wieder ausgeflippt ist. Dachte meine Mutter müsse sterben oder so. Konfliktlösung und insbesondere Reden sind ihm Fremdwörter gewesen. Nur zu anderen Menschen war er stets gut und großzügig.
Wenn mit mir irgendwas war, hatte ich und manchmal meine Mutter dafür auch Haue bekommen, aber zumindest war was los. Ein kleiner Fehler von mir, schlechte Noten oder irgendwie schlecht Verhalten, dann ging das Geschreie, die Beleidigungen und ggf. die Schläge los.
Mit Vierzehn etwa hatte ich mich mal gewährt, hatte es geschafft zwischen den auf mich einschlagenden Töpfen ihn wegzustumpen. Da war er wie aus dem Häuschen gefallen. Anschließend war ich nicht mehr sein Sohn und er hat mehr als sieben Jahre kein Wort mit mir gewechselt. Wir haben aber stets in unserer Wohnung alle unter einem Dach gewohnt. Meine Mutter stand immer zwischen uns. Sie hat mich dann alleine erzogen.
Heute ist meine Beziehung zu ihm distanziert. Eine Umarmung gab es glaube ich nicht wirklich jemals zwischen uns.
Als Jugendlicher hatte ich Freunde, wir waren eine Clique. Dann kam irgendwann mal ein neuer Kumpel hinzu, der etwa sechs Jahre älter war als wir. Aufbrausend wie ich war, hatte ich mich oft mit ihm angelegt, obwohl ich unterlegen war. Ich wollte ihn nicht so wirklich akzeptieren, er war nicht so mein Fall. Er hat auch Drogen mitgebracht. Es gab Gerede und Geläster usw. Sie hatten sich über mich lustig gemacht. Irgendwann hatte ich meine Freunde verloren. Anschluss hab ich bis heute nicht mehr wirklich bekommen.
Bin dann meinen eigenen Weg gegangen. Hab ne Ausbildung gemacht, die Abendschule besucht, und sogar studiert 🙂. Da bin ich sehr stolz drauf.
Ich hab mich entwickelt, dazu gelernt. Meine Mutter war mir immer eine Hilfe (Gott segne sie!!!), wenn ich Probleme hatte. Ich konnte ihr immer alles erzählen. Deshalb bin ich glaube ich heute auch so eine offene Person.
Aber ich bin depressiv geworden. Meine Mutter hielt zwar nichts davon, aber ich bin trotzdem zu einem Psychologen. Das war eine gute Erfahrung. Ich hatte die Gelegenheit bekommen, mit einem verständigem Menschen zu reden und Aufarbeit zu leisten. Das war sehr befriedigend. Seine Diagnose war, ich war/bin eine depressive und unsichere Persönlichkeit. Nach einundhalb Jahren etwa brach ich die Therapie ab, weil ich Angst bekam vor ihm, ihm nicht mehr vertraute.
Ich habe nicht viel Geld, bin zur Zeit arbeitslos. Ich kann also nur sehr wenig unternehmen.
Auf keinen der Stationen Ausbildungsbetrieb, Berufsschule, Abendschule, Studium, Jobs konnte ich mir wirklich Freunde machen. Ich habe mit keinem Kontakt. Irgendwie schaffe ich es immer, es mir mit anderen Menschen letzten Endes doch zu verspielen. Ich streite gerne mit anderen Menschen. Überall wo ich bin, kommt es über Früh oder Spät zu Konflikten. Ich glaube ich mochte mich nicht anpassen. War eifersüchtig auf andere. Hatte es immer schwer mit Meinungsführern. Aber ich muss dazu sagen, ich wurde auch manchmal irgendwie ausgelacht, es wurde über mich geredet, manchmal wurde ich geärgert. Ich hab dann die Tendenz auszuflippen. Kann beleidigend werden.
Wenn ich mit Freunden weggehe, habe ich oft Streit mit jemandem. Z.B. in der Disco. Ich schaffe es immer wieder. Obwohl ich nicht immer Schuld bin, aber scheinbar ziehe ich das magisch an. Ich glaube, dass ich einfach nicht aufpasse, ich weiß nicht so recht sich zu verhalten und was auf zwischenmenschlicher Basis so abläuft. Wahrscheinlich bin ich mir meiner Selbst zu wenig bewusst. Manchmal denke ich auch, ich bin einfach nur doof geboren. Einfach nicht intelligent.
In letzter Zeit beobachte ich die Menschen viel. Auf der letzten Privatparty auf der ich war, habe ich gesehen, wie aufmerksam manche andere sind. Es gibt welche die reden nicht mit jedem. Vielleicht um Ärger zu vermeiden. Sie achten darauf gut anzukommen, sich Freunde zu machen und nicht negativ aufzufallen. Kontakte zu knüpfen und natürlich auch Spaß zu haben.
Ich fühle mich oft wie das fünfte Rad am Wagen. Wenn ich mich ins Zeug lege, komme ich auch manchmal gut an. Manchmal und letzter Zeit öfter, machen mir Leute auch Komplimente.
Aber am Schluss hat mir dann doch wieder etwas nicht gepasst, ich hab ein Maul aufgemacht und bin auch etwas ernst, fast aggressiv geworden. Es gab Gerangel und Gezanke, dann bin ich gegangen. Ich habe sowieso kaum Menschen um mich. Jetzt wahrscheinlich noch weniger. Ich bin so entäuscht von mir. Ich war so gut drauf und alles ist gut gelaufen. Andere konnten auch ihre Klappe halten. Aber ich muss den Mund aufmachen.
In der Familie lief es auch nie gut. Zwischen meinen Eltern und ihren Geschwistern gab es auch so oft Streit. Und dann natürlich auch zu Hause. Was wir schon alles durchgemacht haben,... ujuj. Immer viel Gekämpfe. Sehr wenig schöne, zufriedene, erfüllende Zeit. Meine Mutter tut mir auch sehr leid.
Ich überlege jetzt, ob ich wieder zu einem Psychotherapeuten gehe und vielleicht das zu Ende führe, was ich angefangen hatte. Ich wünsche mir, dass mir jemand hilft mich selbst und meine Mitmenschen besser zu verstehen. Ich wünsche mir, dass ich kompetenter werde, weiß was richtig oder falsch ist, wie ich mich wann verhalten soll. Wie ich mein Leben auf die Reihe kriege (auf zwischenmenschlicher Ebene). Ich will auch Freunde und Bekannte. Ich will auch mal eine Familie gründen.
Kann mir jemand ein wenig helfen? Ich bin verzweifelt, weiß nicht mehr weiter. Und ich glaube eine Depression ist im Anflug.
Kennt jemand solche Menschen wie micht? Oder hat jemand ähnliches erlebt und/oder die gleichen Probleme? Und weiß jemand, ob und welche Therapien, Maßnahmen für mich die richtigen wären? Was soll ich am Besten machen in meiner Situation?