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Brauche Hilfe - schwierige Trennung

Hallo Ignazius!

Aus meiner Sicht ist das mit der schwierigen Geburt nur ein Vorwand. Sie hat einen Grund gesucht, um dir die Schuld in die Schuhe zu schieben. Du hast Erfahrung mit Geburten, da du bereits Vater warst, als du sie kennen gelernt hast. Für sie dagegen war das Thema Schwangerschaften komplett neu und sie war schlichtweg überfordert. Überfordert darf man sein, aber nicht seinen Frust an anderen auslassen.

Du hattest im Kreißsaal keine Möglichkeit, einzugreifen. Und jetzt mal ernsthaft: sollst du die Hebamme etwa mit Gewalt von der Schwangeren fernhalten oder sie aus dem Raum tragen? Das geht doch nicht und wäre auch kein bisschen hilfreich. Außerdem hätte sie sich vorher schon eine Hebamme ihres Vertrauens suchen können, dann hätte es bei der Entbindung auch weniger Probleme gegeben.

Also, es war NICHT deine Schuld, sondern aus meiner Sicht wirklich nur ein Vorwand, um dir ab jetzt immer wieder den schwarzen Peter zuschieben zu können.

Auch das mit dem alleinigen Sorgerecht klingt für mich nach einem abgekarteten Spiel: du bist berufstätig, verdienst das ganze Geld, da versucht sie sich so halt abzusichern, dass sie später möglichst viel von dir bekommen kann...

Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich nun schon in einem Frauenhaus, und da habe ich viele Fälle wie deine erlebt, nur halt, dass die Gewalt immer vom Mann ausging. Wir raten hier jeder Frau, noch in dieser Minute ihre Sachen zu packen und zu uns zu kommen. Von der Schutzeinrichtung aus werden dann Anwalt und Jugendamt informiert, damit die Frau ihr Sorgerecht und finanzielle Unterstützung bekommt. Daher verstehe ich nicht, warum dir hier geraten wird, in der Wohnung zu bleiben. Die Umgebung ist toxisch, das macht dich und alle deine Kinder krank.

Du kannst es auch ganz einfach als Kindeswohlgefährdung gegenüber dem Jugendamt auslegen und angeben, dass du nur ausziehst, um dich und deine Kinder zu schützen. Wenn du krank bist, kannst du weder deine Kinder versorgen, noch arbeiten gehen. Deine Kinder bekommen alles mit und die Gewalt brennt sich tief in ihrem Unterbewusstsein ein. Sie werden einen dauerhaften Schaden davontragen, wenn du nicht sofort aus dieser Wohnung verschwindest.

Geh auch am besten noch einmal zu deinem Arzt, der schien ja sehr verständnisvoll zu sein. Sag ihm, dass sie seelische Gewalt ausübt, dich regelmäßig verprügelt und auch den Kindern das Leben zur Hölle macht. Dass die Kleinen alles mitbekommen und euer aller Gesundheit in dieser Umgebung stark gefährdet ist. Früher oder später wird euch das richtig krank machen; sowohl psychisch und körperlich.

Der Gedanke tut mir weh, dass du jetzt weiter ausharren und dich schlagen lässt.

Bitte geh dort weg, sie wird sich nicht ändern, und reden kann man mit solchen Leuten auch nicht.

Geh bitte noch heute, es wird sonst ein ganz böses Ende nehmen....
 
Daher meine Frage in die Runde: Wo gibt es vernünftige Unterstützung für Männer die unter häuslicher Gewalt leiden? psychisch und physischer Art. Wenn ich im Netz suche bekomme ich immer Angebote für Frauen angezeigt. An Männer richtet sich gar nichts. Wo bekomme ich Beratung?

Hilfetelefon Gewalt an Männern | Hilfetelefon gegen Gewalt ...

mögliche Suchbegriffe:
  • Hilfetelefon für Männer
  • Hilfe für Männer in Not
  • Männer Beratungsstelle
nur ein paar Beispiele für die Anlaufstellensuche speziell für Männer
 
Mein Tip scheint sicher nicht wirklich der beste zu sein, aber ich sehe es aus zwei Perspektiven

Die eine, dass man Männern weniger glaube, die andere einen Weg für dich UND die Kinder.

Kann jetzt jeder denken was er will, ich würde warten bis es nochmal eskaliert und dann Handeln. Polizei rufen, Verletzungen dokumentieren lassen usw. Den Anruf während der Eskalation absenden, zuordnen können sie alleine.
 
hi.

deine geschichte klingt echt sehr anstrengend. du hast mein vollstes mitgefühl. ich werde auf einzelne aspekte kaum eingehen können, da sie nur teile aufgreifen würde und einer tieferen analyse bedürfte, die über die ferne so nicht möglich ist.

ich habe an der uni eine präsentation über über "männlichkeit" gemacht, dabei ging es auch oft um gewalt.

unter anderem habe ich auch beratungsstellen gherausgesucht. ich kopier die liste mal hier rein:

3.) Beratungsangebote für Männer

Bundesforum für Männer
• Interessenverband für Jungen, Männer und Väter in Berlin
• Vernetzung von Fachverbänden und Forschung zu Männlichkeiten und
Geschlechterverhältnissen
• Geschlechtergerechtigkeit als Grundprinzip ihrer gemeinsamen Arbeit
• Fokus: Alle Geschlechter sollen gleichberechtigt im Fokus politischer und gesellschaftlicher
Gestaltung stehen

Männerhaus Berlin
Bietet Zuflucht für:
• Männer, die Schutz vor psychischer und physischer Gewalt suchen
• Männer, die von sexueller Gewalt betroffen sind.
• Männer, deren Kinder von der Partnerin misshandelt werden
• Männer, die keinen Ausweg mehr für sich sehen

Weitere Beratungsstellen:
Echte Männer reden – Beraternetzwerk
Väter in der Corona-Krise – Info-Angebot
Männergesundheitsportal
Serviceportal Mann, was geht?
Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz

du kannst das alles googlen und dich da hinwenden. es ist ein wenig berlin-zentriert, aber eventuell können die dir dort auch weiterhelfen oder dir andere stellen in deiner umgebung zeigen.

konzentriere dich auf dich und deine kinder. halte abstand zu deiner frau, versuch nach ausßen hin eine verständnisvolle perspektive einzunehmen, auch wenn das oft schwer ist und nicht gelingt. versuch nicht zu eskalieren. das kann schwer sein und eine bürde. such dir hobbys, denen du alleine nachgehen kannst oder gruppen, die mit deinen problematiken nichts zu tun haben.

rede mit menschen über deine probleme, such dir gleichgesinnte, evtl in selbsthilfegruppen. es gibt viele männer wie uns, wir sind einfach nicht sichtbar.

ich glaub an dich. du bist stark, ein starker mensch, ein starker mann, ein starker vater und noch vieles mehr. bleib stark und gut und sei nicht teil dieses wahnsinns. erhebe dich von all dem. bleibe ruhig. solange du an dir selbst und deinen positiven idealen festhältsts und ihnen nachgehst, wird dich wenig umhauen können und wenn, dann wirst du immer wieder aufstehen können.
 
Warum hast du dich an solch ein Monster gebunden ?
Sie wirkt narzisstisch.
Ich denke das Problem ist, wie in jeder toxischen Beziehungen. Man weiß nie vorher, wie es sich entwickelt. Und auch wenn es die ersten Anzeichen gibt, ist man eh meist total verliebt und nimmt es ganz anders wahr. Man ist nicht darauf gefasst was da auf einem zurollt ...weil man selbst nie so mit einem Menschen, den man liebt, umgehen würde.

Meist kommt die Veränderung nicht von heute auf morgen, sondern schleichend. Zudem hat jeder mal eine Phase wo man etwas schwierig ist, bzw. es erstmal auf die Umstände zurückführt.
Hat man sich erstmal auf eine Beziehung eingelassen, ist man bereits emotional gebunden. Außerdem sind toxische Partner sehr gut darin, die Schuld auf den Partner zu übertragen.

Umso mehr versucht man als "Opfer" erstmal selbst an sich zu arbeiten. Erst nach einer gewissen Zeit wird einem, rückblickend bewusst, wie unglücklich man ist und wie sehr sich alles zum negativen geändert hat. Man versucht alles, um den Zustand, den man Anfangs hatte, wieder herzustellen. Man müht sich ab, sucht das Gespräch, schränkt sich selbst immer mehr ein, versucht Kompromisse und Lösungen zu finden.

Bis man sich irgendwann bewusst wird, es liegt nicht an einem selbst, sondern der Partner schießt ständig quer. Und dieser ist natürlich damit beschäftigt, dir teilweise sehr aggressiv, die Schuld zuzuschieben, dich zu bemängeln und dir deine "Fehler" vorzuhalten. Und das immer und immer wieder. Oft endet es damit, dass man sich gar nicht mehr dagegen wehrt und sich zurückzieht, weil man nicht ständig streiten will. Man lässt es einfach so stehen und fügt sich.
 
Du solltest als allererstes beim Familiengericht einen Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge stellen. Das Familiengericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts am Wohnort der Kinder. Die einschlägige Vorschrift besagt, dass diese gemeinsame Sorge eingerichtet wird, wenn die Mutter nicht binnen 4 Wochen bei Gericht widerspricht. Es wird also vermutet, dass diese Regelung dem Wohl des Kindes dient.

Wenn die Mutter widerspricht, gibt es eine Verhandlung. Auch da hast du beste Karten, diese gemeinsame Sorge zu erhalten. Du lebst bei und mit den Kindern, arbeitest und finanzierst diese Wohnung.

Parallel solltest du auch einen Antrag auf Regelung des Umgangs stellen. Du verlangst natürlich ein paritätisches Wechselmodell. Über diesen Antrag wird aber nur entschieden, wenn ihr bereits getrennt seid. Ist ja logisch. Du benötigst also einen Zufluchtsort,

Wenn es auf Grund der Kreditbelastung eng ist mit Geld, bekommt du Verfahrenskostenhilfe. Diesen Antrag gibt dir der Anwalt, bei dem du wegen des Sorgerechts vorstellig wirst. Es herrscht kein Anwaltszwang in der ersten Instanz, ich kann dir aber nur dringen raten, einen zu nehmen. Du wirst ihn brauchen. Deine monströse Freundin wird sich nämlich auch in jedem Fall einen nehmen.

Über diese Eigentumswohnung und auch den Unterhalt für die Kinder brauchst du jetzt nicht nachdenken. Diese Kämpfe werden später geführt. Sobald du ausgezogen bist, stellst du dir Zahlungen fürs Haus ein. Schon ist Geld da. Wenn sie dann weiter dort wohnen will, muss sie das selbst zahlen. Andernfalls wird die Bude von der Bank versteigert, was durchaus in deinem Interesse wäre.

Du kannst dich auch mit einer PN an mich wenden. Deine Lage ist komplex und sehr schwierig.
 
Geh bitte noch heute, es wird sonst ein ganz böses Ende nehmen....
Die Statistik besagt, dass Männer von ihren Frauen genauso oft geschlagen und misshandelt werden wie umgekehrt. Allerdings haben Männer ein weitaus geringeres Risiko für schwere oder tödliche Verletzungen.

Dem steht gegenüber, dass ein Mann nach wie vor -und auch beim Jugendamt- erklären muss, dass er sich vor seiner Frau fürchtet. Es wird zunächst angenommen, es wäre umgekehrt. Viele Männer sind nicht in der Lage, dieser Beweislastumkehr standzuhalten. Vielleicht werden sie laut im Gespräch oder schimpfen. Und schon ist der Beweis erbracht, dass der wahre Täter der Mann ist.

Ich würde darum auch den Rat geben, wenn möglich in der gemeinsamen Wohnung zu bleiben. Natürlich nur so lange, bis eine erste gerichtliche Regelung erreicht ist
 
Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag: es gibt ja auch das Gewaltschutzgesetz. Das bedeutet: wenn sie dich wieder schlägt, dann kannst du die Polizei rufen. Dann wird sie für 1-2 Wochen aus der Wohnung verwiesen,
Die Wegweisung erfolgt nach den jeweiligen Polizeigesetzen der Länder. Ein Näherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz kann nur durch Beschluss des Familiengerichts ausgesprochen werden. Und eine Wegweisung einer allein sorgeberechtigten Mutter mit 2 Kleinkindern ist praktisch ausgeschlossen. Da müsste die schon mit der Kettensäge in der Tür stehen, so ungefähr.
 

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