Hallo zusammen.
Es ist nun eine ganze Weile vergangen und ich wollte mal den aktuellen Stand der Dinge los werden.
Ich habe bei den Beratungsstellen angerufen. Kurz: Es war eine Katastrophe!
Ich musste erstmal meinen ganzen Mut zusammen fassen um dort anzurufen. Aber was ich dort in dem Gespräch gehört habe lässt mich unterm Strich eigentlich sprachlos zurück.
Weil ich habe meine Situation geschildert, dass ich häusliche Gewalt also verbal und körperlich erfahre. Es wurde mir vorgeschlagen an meiner Kommunikation mit ihr zu arbeiten und mit ihr zu reden...
Ich fragte den Berater, ob er mir denn überhaupt zugehört hat... Ich würgte ihn dann ab und war fassungslos und war in dem Moment erstmal nicht in der Lage zu denken oder weiter zu handeln. Wenn mal mit solch einem Anliegen schlicht nicht ernst genommen wird.
Mein großer Sohn, der bei mir war (Ich erzählte ja schon...) hat es nach ca. 2 Monaten wieder zu seiner Mutter gezogen. Der Aufwand, weil seine Schule etwas weiter weg war und die schlechte Stimmung zuhause taten ihr übriges. Ich war der einzige, der eigentlich noch wollte, dass er bei mir wohnt.
Das hat mich alles sehr sehr entmutigt, überhaupt nochmal irgendwo anzurufen. Es lief als weiter....
Verbale Gewalt, nur dann beim nächsten Schlag habe ich es dann getan: Ich habe meine Sachen gepackt und bin gegangen.
Es gab natürlich übelste Beschimpfungen Vorwürfe mit allem was dazu gehört. Drohungen und leider hat sie ein Druckmittel: Meine zwei kleinsten.
Sie zerrte mich tatsächlich auch nochmal zu einem anderen Paartherapeuten. Anfangs haben wir nur unsere Geschichte erzählt, (die Zeit reichte kaum bei der Sitzung) Aber die 2. Sitzung war eine Katastrophe (Da war ich schon ausgezogen): Der Schlusssatz von Paartherapeuten war (zu ihr): "Wie Sie Ihn darstellen ist er das größte A******* auf der Welt, ein mieser Vater, ein ganz schlechter Partner und stinkend Faul"
Ich bin nach wie vor nicht da. Bin bei meiner Mutter untergekommen und vermisse meine beiden kleinen Jungs wirklich sehr.
Positiv ist: Es gibt Leute, die sind für mich da! Mein Bester Freund und seine Frau. Mit dem habe ich schon einige Abende nun verbracht. Es gibt mir Mut und seine Frau ermutigt mich mit positiven Worten, dass ich das alles auch durchhalte.
Bei meiner Mutter wohne ich eben.. Sie lässt mich weitestgehend in Ruhe. Ist auch ok.
Meine älteren Kinder sehe ich regelmäßig. Meine Tochter ist vor allem sehr glücklich. Sie hat sich selbst gefreut als ich mit ihr in der Notaufnahme saß, wo wir 5 Stunden warten mussten. (Sie hatte sich am Knie verletzt, konnte kaum laufen und ich wollte es abklären lassen, ob mehr verletzt ist) Sie genießt es sehr, dass sie mich wieder hat.
Selbst meine Ex-Frau (die Mutter der beiden großen) will mir helfen.
Finanziell ist leider eine Katastrophe und es detoniert leider eins nach dem anderen. Es war vorher schon eng, und durch die Ereignisse wird es noch schlechter. Da stehe ich mit dem Rücken zur Wand und vielleicht ist mein einziger Ausweg die Insolvenz. Mit einer Schuldnerberatung habe ich schon telefoniert.
Jedenfalls je mehr Zeit vergeht desto mehr vermisse ich meine zwei kleinen Jungs. Ich spüre, dass ich ihnen auch fehle. Denn als ich das letzte mal ein paar Tage weg war, war es für beide sehr schlimm.
Meine Partnerin versucht mich im jeden Preis aber wieder zurück zu locken oder ziehen. Sie ist auf einmal wieder nett zu mir, ich sollte helfen, denn die Spülmaschine hätte plötzlich einen defekt, ob ich danach mal schauen könnte...
Ich habe aber bisher geblockt... Sagte zu ihr, ich brauche Abstand. Es ist aber verdammt schwer für mich und das Loch in mir wird leider immer größer.