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Bitte um Rat - Freundschaft aufrecht erhalten?

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unschubladisierbar

Aktives Mitglied
Es ist gut nachvollziehbar weshalb du dich verletzt fühlst. Es ist immer schwer wenn eine enge Freundin nicht mehr wie gewohnt verfügbar ist.

Dennoch denke ich das sie es dir gegenüber nicht böse meint oder dich absichtlich verletzt.

Der Umstand das sie weit weg gezogen ist, ist ein herber Verlust.
Und da sie Mann und Kind hat, hat sie nun ihre eigene kleine Welt.

Es ist immer schwierig auf Distanz eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Vor allem wenn sie noch mit der Kindererziehung beschäftigt ist und einen Partner hat, der mit ihr den Alltag gestaltet.

Da bleibt man schnell als Freundin auf der Strecke und fühlt sich vergessen.

Es ist sehr anstrengend wenn man mit Kind und Kegel jemanden besucht. Aufgrund der Distanz die zurückgelegt wird und die Tatsache das sie irgendwo eingeladen ist / Besuch vereinbart wurde, ist für mich gut nachvollziehbar wenn sie dir nicht bescheid gesagt hat. Sie kann sich auch nicht zerteilen.
Und du würdest sicherlich auch erwarten das sie für dich Zeit mitbringt und nicht nur kurz Hallo sagt und weiterhetzt. Das noch mit Kind, und der Mann ist auch dabei.

Sag deiner Freundin wie wichtig sie für dich ist und wie schmerzhaft der Umzug für dich ist.
Das du verstehst das sich die Umstände geändert haben und du hoffst das sie dich nicht vergisst.

Um die Freundschaft Aufrecht zu erhalten wirst du die Initiative ergreifen müssen und auch mehr Aufwand haben.
 
M

Misscoco

Gast
Es gibt das schöne Sprichwort „willst du gelten mach dich selten!“ Ich würde mich an deiner Stelle in erster Linie auf Kontakte in deiner Nähe konzentrieren und vielleicht auch darüber nachdenken ob du mit ihr nicht auch eine Partnerschaft ersetzt. Und ich schließe mich anderen Vortexten an, ist das eine einseitige Gebengeschichte oder hat sie auch viel gegeben? Für mich hat sich das auch sehr nach Ausnutzen angehört. Kompromisse finde ich gut und wichtig, aber zumindest im Text hört sich das sehr einseitig und nicht nach Freundschaft auf Augenhöhe an..

Es hört sich zwar schon auch so an, dass Sie Kontakt will, aber anscheinend auf eine andere Art und Weise.

mir würde das alles so nicht taugen und ich hätte wahrscheinlich schon abgebrochen bzw. esnur noch sehr sporadisch gepflegt..

Es hört sich auch so an, als wäre sie Familienersatz für dich. Du magst die Tochter etc.... überleg doch mal, was du für dich nach deiner Karriere gern noch erreichen willst. Das wäre mein erster Ratschlag..
 

cherrylily

Mitglied
Hallo Larissa und unschubladisierbar,

vielen Dank für eure Gedanken zu dem Thema.

@Larissa: Zu der Frage, ob sie vergleichbares auch für mich getan hätte: Nein, bisher nicht. Aber ich denke das liegt auch großteils daran, dass sich die Gelegenheit dazu nicht ergab. Ich rechne auch nicht gern auf in Freundschaften, nur habe ich hier durch o.g. Erlebnisse das Gefühl, dass sich möglicherweise der Stellenwert der Freundschaft für uns beide unterscheidet.

@unschubladisierbar: Ja, ich stimme dir zu. Sie hat nun eine eigene kleine Welt. Das ist der Gang der Dinge und ich freue mich auch sehr für sie. Eine Sache habe ich aber glaube ich oben nicht deutlich genug beschrieben: Der Vorschlag, dass wir uns sehen können, wenn sie sowieso in der Gegend ist kam von ihr. Ich bin da ganz bei dir, dass ich mich nicht einmischen würde, wenn sie mit einer anderen Familie Besuchspläne ausgemacht hat - das stünde mir nicht zu. Es war der Umstand, dass sie den Vorschlag gemacht hat, und dann nicht dazu stand, der mich gepiekst hat. Es wäre dann immer noch so gewesen, dass ich in die Nachbarstadt gefahren wäre, um mich auf einen Kaffee mit ihr zu treffen, sodass sie nicht mit der ganzen Family zu mir fahren muss. Den Aufwand kann ich nachvollziehen, daher wäre es ja irgendwie nett gewesen, selbigen damit vermeiden zu können. Aber gut, vielleicht war es auch nur eine Überreaktion meinerseits auf eine sich entfremdende Freundschaft, die ich ungern verlieren würde. Ich denke dein Vorschlag, ihr zu sagen, wie wichtig sie mir ist, und sie zu bitten, mich nicht zu vergessen, ist ein sehr guter. Das werde ich machen :).
 

AppleSR

Mitglied
Zum Thema Hochzeit: Es gibt Menschen, die nur im engsten Familienkreis feiern. War das bei ihr der Fall? Wenn ja, dann solltest du die Nicht-Einladung nicht persönlich nehmen. Wenn sie aber sehr wohl auch Freunde eingeladen hat, ist das ein ganz klares Zeichen. Für mich wäre die Sache dann erledigt.

Dass sie dir so kurzfristig von ihren Umzugsplänen erzählt hat, finde ich auch merkwürdig. Sie ist damals aus beruflichen Gründen in deinen Wohnort gezogen, und nun gab es wieder einen Umzug wegen Job. Für Menschen, die immer mal wieder aus beruflichen Gründen ihre Wohnorte wechseln, hat die Arbeit eine höhere Priorität als irgendwelche Freundschaften. Ich kenne so einige Personen, die für keinen Job der Welt in ein anderes Bundesland oder ins Ausland ziehen und ihre sozialen Kontakte zurücklassen würden. Für diese Frau ist es etwas ganz Natürliches.

Das merkt man auch an dem Spruch mit den neuen Freunden für die nächsten 3 Jahre. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit am liebsten mit Personen, die schnell und leicht verfügbar sind... Nachbarn, Arbeitskollegen und anderen Menschen, die ganz in der Nähe wohnen.

Mich würde mal interessieren, wer die ganzen Kosten für die Fahrt, Übernachtung und Verpflegung übernommen hat, als du sie die beiden Male besucht hast. Ging das alles auf deine Rechnung? Früher bin ich manchmal durch halb Deutschland gefahren, um Freunde zu besuchen. Irgendwann war ich nur noch gefrustet, weil 1.) immer ich zu den anderen fahren und 2.) sämtliche Kosten selbst tragen musste, auch wenn die anderen besser verdienten als ich. Das solltest du nicht mitmachen. Die Besuche sollten entweder einigermaßen ausgeglichen sein oder deine Freundin einen Teil deiner Fahrtkosten übernehmen, wenn du fast immer zu ihr fahren musst. Sonst gerät das Ganze in eine Schieflage und du wirst immer unglücklicher.
 

cherrylily

Mitglied
Hallo AppleSR,

auch dir herzlichen Dank für deine Gedanken. Über Vieles davon habe ich auch bereits nachgedacht, im Einzelnen:

Zum Thema Hochzeit: Es gibt Menschen, die nur im engsten Familienkreis feiern. War das bei ihr der Fall? Wenn ja, dann solltest du die Nicht-Einladung nicht persönlich nehmen. Wenn sie aber sehr wohl auch Freunde eingeladen hat, ist das ein ganz klares Zeichen. Für mich wäre die Sache dann erledigt.
Sie hatte ursprünglich eine große Feier geplant, und war dann sehr enttäuscht, dass sie aufgrund der Coronabestimmungen ihre Gästeliste immer weiter verschmälern musste. Die "Ausladung" wurde jedoch bereits ausgesprochen, als es noch gar nicht sicher war, dass ihre Feier so nicht stattfinden können würde. Sie hat letztenendes auf der tatsächlichen Feier auch Freunde eingeladen, allerdings waren das länger bestehende Freundschaften, noch aus Unizeiten (wir haben nicht zusammen studiert) - damit habe ich mich getröstet.

Dass sie dir so kurzfristig von ihren Umzugsplänen erzählt hat, finde ich auch merkwürdig. Sie ist damals aus beruflichen Gründen in deinen Wohnort gezogen, und nun gab es wieder einen Umzug wegen Job. Für Menschen, die immer mal wieder aus beruflichen Gründen ihre Wohnorte wechseln, hat die Arbeit eine höhere Priorität als irgendwelche Freundschaften. Ich kenne so einige Personen, die für keinen Job der Welt in ein anderes Bundesland oder ins Ausland ziehen und ihre sozialen Kontakte zurücklassen würden. Für diese Frau ist es etwas ganz Natürliches.
So betrachtet ergibt es schon Sinn: sie zog damals zum ersten Mal für den Job von ihrer Familie weg, da sie privat unglücklich gewesen sei. In der neuen Stadt war sie beruflich unglücklich und mochte auch die Stadt nicht. Nun habe sie aber privat und beruflich gefunden, was sie gesucht hat: einen Mann, ein Kind, und ein besseres Jobangebot. Es würde sie nichts mehr halten; das war noch so ein Zitat. Mir scheint es immer deutlicher, wohin es sich entwickelt, übrigens...

Mich würde mal interessieren, wer die ganzen Kosten für die Fahrt, Übernachtung und Verpflegung übernommen hat, als du sie die beiden Male besucht hast. Ging das alles auf deine Rechnung? Früher bin ich manchmal durch halb Deutschland gefahren, um Freunde zu besuchen. Irgendwann war ich nur noch gefrustet, weil 1.) immer ich zu den anderen fahren und 2.) sämtliche Kosten selbst tragen musste, auch wenn die anderen besser verdienten als ich. Das solltest du nicht mitmachen. Die Besuche sollten entweder einigermaßen ausgeglichen sein oder deine Freundin einen Teil deiner Fahrtkosten übernehmen, wenn du fast immer zu ihr fahren musst. Sonst gerät das Ganze in eine Schieflage und du wirst immer unglücklicher.
Auch hier hast du ins Schwarze getroffen: ich habe die Fahrtkosten übernommen, übernachtet habe ich bei ihr als Gast, aber für das Abendessen z.B. haben sie sich einladen lassen. Ich hätte das von mir aus niemals angesprochen, aber ich weiß genau, dass ich sie umgekehrt zumindest ohne wenn und aber zum Essen eingeladen hätte und alle Verpflegung übernommen hätte, wenn sie mein Gast gewesen wäre. Meine Freunde sind über ganz Deutschland und Europa verstreut, ich scheue Fahrten und Aufwand für Besuche nicht, im Gegenteil, aber wenn ich so darüber nachdenke, ticken meine anderen Freunde eher so wie ich: sie würden sich an den Fahrtkosten beteiligen, es fände ein Gegenbesuch statt oder sie würden den Aufwand des jeweils anderen zumindest teilkompensieren wollen - und das wohlgemerkt als stillschweigender Automatismus: es würde niemand einfordern, es würde einfach gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:

AppleSR

Mitglied
Auch hier hast du ins Schwarze getroffen: ich habe die Fahrtkosten übernommen, übernachtet habe ich bei ihr als Gast, aber für das Abendessen z.B. haben sie sich einladen lassen.
Jetzt würde mich mal interessieren, warum du das Essen bezahlt hast bzw. ob es dein Vorschlag war, die Beiden einzuladen. Und wenn ja, dann frage ich mich, warum du das gemacht hast. Du hast so viel Zeit in die lange Fahrerei gesteckt und die ganzen Fahrtkosten bezahlt. Wenn ich diese Frau wäre, hätte ich entweder selbst was Leckeres gekocht oder dich ins Restaurant eingeladen.

Warum lässt du das mit dir machen?
 

cherrylily

Mitglied
Jetzt würde mich mal interessieren, warum du das Essen bezahlt hast bzw. ob es dein Vorschlag war, die Beiden einzuladen. Und wenn ja, dann frage ich mich, warum du das gemacht hast. Du hast so viel Zeit in die lange Fahrerei gesteckt und die ganzen Fahrtkosten bezahlt. Wenn ich diese Frau wäre, hätte ich entweder selbst was Leckeres gekocht oder dich ins Restaurant eingeladen.

Warum lässt du das mit dir machen?
Ich weiß die genaue Situation nicht mehr, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich es angeboten habe. Ich hatte mich einfach gefreut, dass wir uns wiedergesehen haben und die beiden hatten gerade einen Umzug hinter sich, der sicher auch Geld gekostet hat (wir verdienen alle in etwa gleich viel).

Aber ja, man kann es durchaus auch anders sehen. Und ich denke das ist auch einer der Knackpunkte: dass ich es mit mir machen lasse, und eigentlich gar nicht so genau weiß, warum eigentlich...
 

cherrylily

Mitglied
Hallo Misscoco,

sorry, ich hatte deinen Beitrag bisher noch nicht gesehen. Danke auch dir für deine Perspektive und die eingebrachten Aspekte.

In puncto "sich-rar-machen": ja, das habe ich jetzt mal begonnen. Dabei denke ich, u.a. auch durch das, was unschubladisierbar geschrieben hat, dass es sich daraufhin erledigt, da von ihr derzeit nur sehr wenig bis nichts kommt. Wahrscheinlich gilt hier dann "Reisende soll man nicht aufhalten", so schmerzlich das auch ist.

Bzgl.: Partnerersatz: das ist ein interessanter Gedanke, den ich bisher ehrlich gesagt noch nicht hatte, aber ich würde das zumindest aus meiner Sicht verneinen. Ich finde das aber vor allem interessant, weil ich das möglicherweise zu Beginn für sie gewesen sein könnte: wir haben wirklich viel gemeinsam unternommen und es war - bevor sie ihren Mann kennengelernt hat - auch die Rede davon, dass wir uns gemeinsam als WG eine Wohnung suchen könnten (ich wohne selbst in einer solchen, war aber zu der Zeit eher unzufrieden mit der Konstellation). Mir war das aber damals zu eng und zu viel, und als sie ihn dann wenig später kennen gelernt hatte, hatte sich das Thema auch erledigt und sie war mit ihm zusammengezogen. Vielleicht habe ich das damals nicht gecheckt, und habe unbewusst als Reaktion auf ihre Bedürfnisse eine engere Bindung zu ihr aufgebaut, als ich das eigentlich normalerweise getan hätte. Immerhin habe ich ja zumindest gemerkt, dass sie sehr auf der Suche nach einem Partner war. Ich weiß, dass ich die Bedürfnisse anderer sehr gut wahrnehmen kann, und diese teilweise (ja, schlecht, ich weiß) auch über meine eigenen stelle. Und dann ist es natürlich so, dass man ein engeres Verhältnis aufbaut, wenn man auch durch die andere Person so in ihr Leben integriert wird. Ich fand das ja zweifelsohne gut, habe aber womöglich mich darüber vernachlässigt. Vielleicht spielt das auch mitunter eine Rolle, weshalb ich jetzt an ihrem Weggang so zu knabbern habe. Es ist in jedem Fall ein guter Rat, mich wieder mehr auf mich selbst und mein eigenes Leben zu besinnen - danke.
 

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