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Bitte um hilfe

Mauri

Neues Mitglied
Also, mein Bruder (11) und ich (16) haben vor längerer Zeit unseren Vater verloren. Er hat unsere Mutter verlassen und ist mit einer anderen in ein anderes Land gezogen. Ich hab das eigentlich gut hingenommen, aber mein Bruder leidet sehr darunter, was meine Mutter und ich merken. Wir haben zu unserem Vater keinen Kontakt mehr. Ich selbst hab schon eine Ausbildung begonnen. Mein Bruder geht noch in die Schule und ist nicht sehr gut, da ihn die ganze Sache sehr mitnimmt und er darunter leidet. Er tut mir leid und ich will nicht mitansehen müssen, wie er trauert und sich vielleicht sogar die ganze Zukunft verbaut. Allerdings weiß ich nicht, wie ich ihm helfen kann, da er jede Hilfe verweigert. Wisst Ihr etwas, was ich versuchen kann? Ich bitte um Antworten?
 
A

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Re: Bitte um hilfe
Hallo Mauri,

schau mal hier:
Bitte um hilfe. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Also, mein Bruder (11) und ich (16) haben vor längerer Zeit unseren Vater verloren. Er hat unsere Mutter verlassen und ist mit einer anderen in ein anderes Land gezogen. Ich hab das eigentlich gut hingenommen, aber mein Bruder leidet sehr darunter, was meine Mutter und ich merken. Wir haben zu unserem Vater keinen Kontakt mehr. Ich selbst hab schon eine Ausbildung begonnen. Mein Bruder geht noch in die Schule und ist nicht sehr gut, da ihn die ganze Sache sehr mitnimmt und er darunter leidet. Er tut mir leid und ich will nicht mitansehen müssen, wie er trauert und sich vielleicht sogar die ganze Zukunft verbaut. Allerdings weiß ich nicht, wie ich ihm helfen kann, da er jede Hilfe verweigert. Wisst Ihr etwas, was ich versuchen kann? Ich bitte um Antworten?

Lieber Mauri, das ist sicher sehr schlimm und ich finde es toll, dass Du deinem Bruder helfen willst. Aber kannst Du da? Du musst doch auch damit klar kommen und ich glaube, Du hast auch noch damit zu kämpfen. Es gibt aber Kinderpsychologen--Kann man z.B, beim Jugendamt erfragen-- und die haben gelernt Kindern in solchen Situationen zu helfen. Rede am besten mit deiner MAMA darüber, ihr wollt ja beide das beste für den kleinen Bruder,
Aber einen großen Gewinn hat er schon.Einen Bruder wie Dich, der sich Sorgen macht und helfen will.Das ist nicht selbstverständlich.Blume für Dich:blume:und alles Gute
Susen
 
Da kannst du wenig tun, da ist wohl mehr wie der Verlust vom Vater was eine Rolle spielt.
Verluste gibt es immer im Leben, damit muss man abschließen, sonst werden die zur ewigen Last und verbauen die Zukunft.
Was geschehen ist kann man nicht ändern, was andre tun ist deren Entscheidung, das können wir nur akzeptieren.
Wir können aber unsre Sicht auf die Dinge, unser denken darüber ändern, nur so geht das:
Derjenige, zu dem die Verbindung abgeschnitten wurde, bleibt ohne Klärung zurück und zermartert sich oft jahrzehntelang den Kopf über die Gründe des Abbruchs.
So machen wir uns selber zum Opfer, das liegt an uns; nicht an dem was andre tun oder auch nicht.
Das Problem ist: Die Betroffenen können nicht abschließen, weil es keinen Schlussstrich gab.
Es ist ein uneindeutiger Verlust, ein ambivalentes Sich verweigern – am Ende bleiben die Betroffenen auf unheilvolle Weise weiterhin miteinander verbunden.
Dein Bruder ist mit 11 Jahren nicht in der Lage das zu verstehen, selbst mit Unterstützung fehlt ihm wohl noch die Reife das zu begreifen.
Er hat sich in seinem Schwarz-Weiß-Denken eingerichtet, wen als Schuldigen für die Scheidung / Trennung anzusehen?
Man kann wohl nur etwas Neues beginnen, wenn es einen Abschluss gab.
Doch er hat nicht die Kraft oder den Mut sich zu erklären – und manchmal auch nicht den Willen.
Er will bestrafen, denn zuvor fühlte er sich ja durch den Anderen verletzt.
Wie es scheint, fehlte, drängte zuvor das Gefühl dafür, was konkret verletzt oder wie sehr etwas bedrängt.
Lebensbestimmende Erfahrungen können von sehr leiser Art sein.
Du kannst nur unterstützen, für ihn da sein, Vorbild sein, den Vater ersetzen kann niemand.
Jeder ist mit all seinen Erfahrungen einen anderen Weg gegangen, um das zu überwinden.
 
Hey Mauri 🙂

Du kannst stolz auf dich sein, dass du deinen Bruder helfen willst.
Nur denke daran, du musst auch nicht den starken spielen. Ich verstehe dich daher gut. Ich musste mit ca. 14 Jahren ähnliches durchmachen und auch stark für meine Schwester sein.

Dein Bruder muss aufpassen, dass er sich nicht eine Schutzschicht aufbaut und generell ein falsches Bild eines Vaterdaseins bildet. Oft lebt man die eigene Erziehung später bei den eigenen Kindern aus.

Dein kleiner Bruder darf sich nicht verschließen, nicht in Selbstmitleid geraten. Denn wenn man erst in einer Opferrolle ist kommt man da alleine sehr schwer raus.

Was also tun um deinen Bruder zu helfen…

Ich würde mit ihm ganz offen darüber reden. Frage wie es ihm dabei geht.

(Kommunikativ solltest du eines beachten: Wenn du ihm fragst: „Hey kleiner Bruder, wie geht’s dir den damit“ und er zögert, dann sag ihm erst wie es dir jetzt wirklich geht und wie es dir damals ging. Beantworte also erst mal deine eigene frage ehrlich, denn dann ist dein gegenüber eher bereit sich zu öffnen.)

Frage ihm, ob er selbst mal Kinder will. Wenn ja, frage ihm, ob er auch so sein will wie euer Vater. Er wird sicher nein sagen. In diesen fall, kannst du sagen: „Bruder, weißt du, was uns unser Vater gelehrt hat? Das wir nicht so sein wollen wie er.“

Dein Bruder hat noch eine Narbe. Die gehört aber wieder geöffnet um den schmerzhaften Splitter zu entfernen damit die Wunde richtig verheilen kann. Verstehst du was ich meine?

Oft muss man Sachen wieder neu aufarbeiten damit man es erst richtig verarbeiten kann.
Er muss verstehen, das im leben Menschen kommen und gehen. Egal ob Familie oder Freunde.

Darüber zu reden ist Medizin. Wirklich Mann! Lerne ihm über seine Gefühle und Ängste zu sprechen und zu zeigen, denn erst, wenn man darüber redet wird alles wieder aufgearbeitet. Erlaube ihm zu Weinen und du darfst auch Weinen. Stark ist der, der Gefühle zulässt.

Hat deine Mutter wieder einen Partner? Wenn nein.. hilft es vielleicht deinen Bruder mit der Zeit wieder ein Männliches Vorbild zu haben. Ist aber kein muss… Also falsch wäre, wenn deine Mutter nur wegen dir oder deinem Bruder extra einen Partner sucht.

Vielleicht bist du sogar sein Vorbild. Lebe ihm ein gutes Leben vor. Ein Leben mit höhen und tiefen. Zeige ihm wie du mit Rückschlägen umgehst und sage ihm er kann das auch.

Kinderpsychologe oder Kindermentaltrainer wäre sicher ein guter Ansatz aber du sagt ja, er will zu sowas nicht..
Wenn alle Stricke reißen muss er zu einem. Man darf auch nicht zu lange warten.

Ich hoffe, ich konnte euch bisschen helfen. Ich habe mit Kindern ehrlich gesagt wenig Erfahrung. Probiere es einfach aus… es kann nur besser werden J

LG Letscho
 

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