Klassemacher
Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben,
ich lerne seit knapp einem Jahr eine Frau kennen und sie ist mir über die Zeit wahnsinnig teuer geworden. Bei ihr kann ich mich komplett fallenlassen, verliere keine Energie, fühle mich so vollständig gesehen und angenommen, es fühlt sich echt besonders an. Aktuell bin ich allerdings sehr unsicher, ob mir das Ganze gerade und perspektivisch gut tut.
Am Anfang war es rein freundschaftlich. Wir mochten uns recht schnell, haben viel Zeit miteinander verbracht und irgendwann gemerkt, dass da mehr Gefühle sind. Nachdem ich relativ früh meine Gefühle geteilt habe, ist sie einige Zeit später nachgezogen und wir haben trotz unserer Unsicherheiten, das Thema Bindung betreffend, beschlossen uns langsam und exklusiv kennenzulernen. Die Semesterferien kamen dann leider zu Unzeit und wir haben uns mehr und mehr distanziert, bis sie dann auf mich zukam und meinte, sie kann aktuell einfach keine feste Bindung eingehen, aber sie möchte so gerne mit mir befreundet bleiben. Das war erst sehr hart für mich, aber ich hab mich super schnell damit arrangieren können und wir waren enger denn je. Haben weiterhin gekuschelt, es wurde körperlich intensiver und ich habe mich so frei gefühlt dabei. Das habe ich ihr dann auch so gesagt und das fand sie gar nicht gut. Sie meinte dann, dass es für sie nicht nur freundschaftlich ist, sie zwar große Angst davor hat, aber mich ernsthaft verbindlich kennenlernen möchte. Im Sommer war das durch die Semesterferien nicht richtig möglich und es war viel weniger konkret und intensiv.
Der Dezember und Januar waren sooo schön: Wir haben super viel Zeit miteinander verbracht, ohne ständig aufeinander zu setzen, uns stärker in unsere Leben integriert, unserem sozialen Umfeld davon erzählt, Geschwister kennengelernt und auch über Beziehung und Zukunft gesprochen. Wir haben schon auch immer unsere Ängste geteilt und offen darüber gesprochen, wenn es uns punktuell in dem Moment zu ernst wurde, aber es fühlte sich so verbindlich an, wir haben ganz offen gezeigt, wie sehr wie uns mögen und es war einfach nur schön
Seit Februar hat sich die Dynamik allerdings verändert. Einerseits integriert sie mich weiterhin in ihr Umfeld und erzählt Menschen von mir. Andererseits nimmt sie verbal wieder Verbindlichkeit raus, körperliche Nähe wurde weniger und Zukunftspläne werden vorsichtiger. In unserem letzten Gespräch meinte sie schließlich, dass sie merkt, wie sie sich aktuell wieder unsicherer fühlt und nicht genau sagen kann, wie weit sie gehen kann und sie auch nicht weiß woher das kommt. Für sie ist es nicht vorbei, aber sie braucht Zeit. Gleichzeitig hat sie momentan auch extrem viel Stress.
Ich habe ihr gesagt, dass Zeit für mich grundsätzlich kein Problem ist, ich aber trotzdem eine Richtung brauche, weil dauerhafte Unsicherheit für mich schwer auszuhalten ist. Beim Abschied gab es dann noch einmal einen sehr intensiven Moment zwischen uns, der sich wieder so vertraut angefühlt hat wie noch im Dezember und Januar. Ich glaube beide habe gemerkt, dass es zumindest ein Abschied im Kleinen ist. Zumindest für eine gewisse Zeit. Sie ist jetzt in der Heimat und ich benötige Raum, um für mich herauszufinden, was mir gut tut. Ich habe so lange Zeit meine Bedürfnisse nicht offen kommuniziert, um sie nicht in ihren Bedürfnissen einzuschränken. Nicht, weil es tatsächlich so war, dass sie keine Ohr dafür gehabt hätte, sondern weil ich mir eingebildet habe, dann zu viel zu sein und ihre Bindungsangst zu triggern. Jetzt kümmere ich mich erst einmal um mich selbst, nehme mir Raum, um für mich herauszufinden, ob ich unter den Umständen weitermachen kann. Ich bin so verliebt in sie, aber es fühlt sich aktuell einfach so an, als sollte es nicht sein. Als würden unsere Bedürfnisse aneinander stoßen. Es ist so schwer, weil sie so ein besonderes Mensch ist. Wie sie große Gespräche führen kann und wie empathisch sie ist, das ist einfach nur wow.
Klar, es kann sein, dass das im Februar nur eine stressbedingte Phase war, es war so viel bei ihr los...es ist mir ein Rätsel, wie ein Mensch all das tragen und leisten kann, aber ich muss dennoch auf meine Bedürfnisse und Grenzen Rücksicht nehmen, sonst verliere ich mich, wieder einmal. Dafür habe ich mich zu gerne. Wie würdet ihr so eine Situation einschätzen? Soll ich uns den Raum geben die nächsten Wochen und vielleicht Monate, um jeweils herauszufinden, was wir brauchen und geben können? Oder machen wir uns etwas vor und eigentlich bleiben wir nur verbunden, weil wir Gefühle haben, aber dabei die Realität ausblenden. Es ist halt super schwer für mich damit umzugehen, dass das eine Treffen super intensiv ist, man sich so Verbunden fühlt und das nächste Treffen so wirkt, als wären wir gute Freunde, aber ohne Aussicht auf mehr.
ich lerne seit knapp einem Jahr eine Frau kennen und sie ist mir über die Zeit wahnsinnig teuer geworden. Bei ihr kann ich mich komplett fallenlassen, verliere keine Energie, fühle mich so vollständig gesehen und angenommen, es fühlt sich echt besonders an. Aktuell bin ich allerdings sehr unsicher, ob mir das Ganze gerade und perspektivisch gut tut.
Am Anfang war es rein freundschaftlich. Wir mochten uns recht schnell, haben viel Zeit miteinander verbracht und irgendwann gemerkt, dass da mehr Gefühle sind. Nachdem ich relativ früh meine Gefühle geteilt habe, ist sie einige Zeit später nachgezogen und wir haben trotz unserer Unsicherheiten, das Thema Bindung betreffend, beschlossen uns langsam und exklusiv kennenzulernen. Die Semesterferien kamen dann leider zu Unzeit und wir haben uns mehr und mehr distanziert, bis sie dann auf mich zukam und meinte, sie kann aktuell einfach keine feste Bindung eingehen, aber sie möchte so gerne mit mir befreundet bleiben. Das war erst sehr hart für mich, aber ich hab mich super schnell damit arrangieren können und wir waren enger denn je. Haben weiterhin gekuschelt, es wurde körperlich intensiver und ich habe mich so frei gefühlt dabei. Das habe ich ihr dann auch so gesagt und das fand sie gar nicht gut. Sie meinte dann, dass es für sie nicht nur freundschaftlich ist, sie zwar große Angst davor hat, aber mich ernsthaft verbindlich kennenlernen möchte. Im Sommer war das durch die Semesterferien nicht richtig möglich und es war viel weniger konkret und intensiv.
Der Dezember und Januar waren sooo schön: Wir haben super viel Zeit miteinander verbracht, ohne ständig aufeinander zu setzen, uns stärker in unsere Leben integriert, unserem sozialen Umfeld davon erzählt, Geschwister kennengelernt und auch über Beziehung und Zukunft gesprochen. Wir haben schon auch immer unsere Ängste geteilt und offen darüber gesprochen, wenn es uns punktuell in dem Moment zu ernst wurde, aber es fühlte sich so verbindlich an, wir haben ganz offen gezeigt, wie sehr wie uns mögen und es war einfach nur schön
Seit Februar hat sich die Dynamik allerdings verändert. Einerseits integriert sie mich weiterhin in ihr Umfeld und erzählt Menschen von mir. Andererseits nimmt sie verbal wieder Verbindlichkeit raus, körperliche Nähe wurde weniger und Zukunftspläne werden vorsichtiger. In unserem letzten Gespräch meinte sie schließlich, dass sie merkt, wie sie sich aktuell wieder unsicherer fühlt und nicht genau sagen kann, wie weit sie gehen kann und sie auch nicht weiß woher das kommt. Für sie ist es nicht vorbei, aber sie braucht Zeit. Gleichzeitig hat sie momentan auch extrem viel Stress.
Ich habe ihr gesagt, dass Zeit für mich grundsätzlich kein Problem ist, ich aber trotzdem eine Richtung brauche, weil dauerhafte Unsicherheit für mich schwer auszuhalten ist. Beim Abschied gab es dann noch einmal einen sehr intensiven Moment zwischen uns, der sich wieder so vertraut angefühlt hat wie noch im Dezember und Januar. Ich glaube beide habe gemerkt, dass es zumindest ein Abschied im Kleinen ist. Zumindest für eine gewisse Zeit. Sie ist jetzt in der Heimat und ich benötige Raum, um für mich herauszufinden, was mir gut tut. Ich habe so lange Zeit meine Bedürfnisse nicht offen kommuniziert, um sie nicht in ihren Bedürfnissen einzuschränken. Nicht, weil es tatsächlich so war, dass sie keine Ohr dafür gehabt hätte, sondern weil ich mir eingebildet habe, dann zu viel zu sein und ihre Bindungsangst zu triggern. Jetzt kümmere ich mich erst einmal um mich selbst, nehme mir Raum, um für mich herauszufinden, ob ich unter den Umständen weitermachen kann. Ich bin so verliebt in sie, aber es fühlt sich aktuell einfach so an, als sollte es nicht sein. Als würden unsere Bedürfnisse aneinander stoßen. Es ist so schwer, weil sie so ein besonderes Mensch ist. Wie sie große Gespräche führen kann und wie empathisch sie ist, das ist einfach nur wow.
Klar, es kann sein, dass das im Februar nur eine stressbedingte Phase war, es war so viel bei ihr los...es ist mir ein Rätsel, wie ein Mensch all das tragen und leisten kann, aber ich muss dennoch auf meine Bedürfnisse und Grenzen Rücksicht nehmen, sonst verliere ich mich, wieder einmal. Dafür habe ich mich zu gerne. Wie würdet ihr so eine Situation einschätzen? Soll ich uns den Raum geben die nächsten Wochen und vielleicht Monate, um jeweils herauszufinden, was wir brauchen und geben können? Oder machen wir uns etwas vor und eigentlich bleiben wir nur verbunden, weil wir Gefühle haben, aber dabei die Realität ausblenden. Es ist halt super schwer für mich damit umzugehen, dass das eine Treffen super intensiv ist, man sich so Verbunden fühlt und das nächste Treffen so wirkt, als wären wir gute Freunde, aber ohne Aussicht auf mehr.
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