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Bin verzweifelt- kennt jemand solche Probleme?

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Vielleicht würde dir, @Milessa , tatsächlich eine Therapie helfen zu ergründen, welche Leere in dir du mit den Schwärmereien zu füllen versuchst.

Hallo @Geißblatt67: Die klassische Psychologie saß jahrzehntelang dem Trugschluss auf, dass das Ergründen der "Ursachen" eines Problems zwangsläufig zu dessen Lösung führen würde. Paul Watzlawick hat dies in den 1960er-Jahren jedoch widerlegt und anhand von zahlreichen Fallstudien gezeigt, dass es stattdessen darum geht "einen Unterschied herbeizuführen, der einen Unterschied ausmacht". Und sein Psychotherapeuten-Kollege Steve de Shazer fand dann heraus, dass diese "lösungswirksamen Unterschiede" häufig bereits in der Biografie oder Erfahrung der Klient:innen vorhanden sind – als so genannte "Ausnahmen vom Problem".

@Milessa hat berichtet, dass ihr Problem lösbar war, so lange sie in einer guten Beziehung war. Das habe ich ernst genommen und mit meinen langjährigen Beobachtungen in diesem Bereich bestätigt gefunden. Die Lösung ist oft nicht genau da, wo das Problem sitzt, sondern eher dort, wo es schon einmal einen Lösungsansatz gab. Es wäre anders und dein Ansatz schiene mir dann auch passend, wenn das Problem durchgängig z. B. seit 15-20 Jahren ohne Ausnahme existieren würde.

Was Probleminhaber:innen oft nicht sehen (und weshalb sie Unterstützung bei einer neutralen Fachperson oder in einem Hilfeforum suchen) ist, wo ihr blinder Fleck ist, was sie übersehen, was sie ausblenden. So kann etwa eine ungut zu Ende gegangene Beziehung den Weg zu einer neuen versperren; weil die Erinnerung mit Schmerz verbunden ist.

Ich bin relativ zuversichtlich, dass du, Milessa, aus den unterschiedlichen Anregungen hier die für dich passenden aussuchen und umsetzen wirst!
 
Zitat @Werner
"Hallo @Geißblatt67: Die klassische Psychologie saß jahrzehntelang dem Trugschluss auf, dass das Ergründen der "Ursachen" eines Problems zwangsläufig zu dessen Lösung führen würde. Paul Watzlawick hat dies in den 1960er-Jahren jedoch widerlegt und anhand von zahlreichen Fallstudien gezeigt, dass es stattdessen darum geht "einen Unterschied herbeizuführen, der einen Unterschied ausmacht". Und sein Psychotherapeuten-Kollege Steve de Shazer fand dann heraus, dass diese "lösungswirksamen Unterschiede" häufig bereits in der Biografie oder Erfahrung der Klient:innen vorhanden sind – als so genannte "Ausnahmen vom Problem"."
Wie recht du hast........
Ich frage mich, warum hat mir das keiner je gesagt und musste ich das in vielen Jahren der Verzweiflung und Depression und Retraumatisierung selbst rausfinden? Ich war 28 Jahre lang in Therapie.

Es ist so bitter und es ist im Prinzip Betrug.
 
Eben, deshalb brauchst du aus meiner Sicht (also aus der Ferne beurteilt nach dem, was du hier schreibst) auch keine Psychotherapie, sondern (wieder) einen Partner. Triff doch mal bewusst 50 oder 100 Männer in deinem Alter, die auch Single und auf Partnerinnensuche sind – ich bin fast sicher, dass dann dein Problem früher oder später gelöst wird.

Gerade in deinem Alter kommen ja neben den normalen sozialen Wünschen nach Partnerschaft vermutlich noch biologische hinzu. Das kann dem Verstand schon mal zusetzen und ihn überfordern. Womöglich ist das Phänomen dann stärker, wenn du deine fruchtbaren Tage hast?

Ich bin praktisch seit Jahren auf Suche, aber es klappt nicht. Es ist einfach extrem schwierig heute, den passenden Partner zu finden. Und ich bin sehr viel im Online Dating unterwegs. Leider wollen sehr viele nur Spaß,sich nicht mehr festlegen oder eine richtige Beziehung eingehen. Das frustriert mich sehr. Das ist wohl auch der Grund, warum ich scheinbar auf jedes Lächeln emotional anspringe. Wenn dann noch Komplimente dazu kommen, wie von dem Spanier, triggert mich das noch mehr, weil ich das hierzulande von Männern kaum erlebe.

Aber dennoch muss es doch irgendwas geben, um meine Situation auch als Single halbwegs erträglich zu machen. Es kann doch nicht sein, dass mich jede kurze Begegnung derart aus der Bahn wirft, dass mein ganzer Urlaub im Eimer ist, ich weine und unglücklich bin,
 
Denkst du wirklich, ein Kind zu bekommen ist die Lösung aller Probleme?
Viele meiner Probleme waren nicht mehr relevant, die meisten anderen Dinge gestrichen, als ich mein Baby im Arm hatte. Alles in der Natur ist darauf ausgerichtet, wir sind nun mal Teil dieser Natur. Ich kann bei mir sehen, dass ich einen großen Nesttrieb habe, gerne bemuttere, zu gerne versorge und nähre. Das ausleben dürfen ist mir wichtig. Anderen vielleicht nicht so.
 
Ich bin praktisch seit Jahren auf Suche, aber es klappt nicht. Es ist einfach extrem schwierig heute, den passenden Partner zu finden. (...)

Aber dennoch muss es doch irgendwas geben, um meine Situation auch als Single halbwegs erträglich zu machen.

Oh, das ist natürlich nicht schön. Ich habe auch viele Jahre gebraucht, auch dafür, mich selbst zu verstehen und was mir wirklich wichtig ist. Was mir wirklich geholfen hat war, mir eine genaue Vorstellung davon zu verschaffen, welche Art von Beziehung mir gut tut. Und dann mehr auf die Art der Beziehung zu achten und nicht mehr so viel auf mein Gegenüber. Also z. B. ob ich mich mit jemand eher gestresst fühle oder ob ich gelassen bin, wenn man zusammen war. Und dass ich die Partnersuche ab einem bestimmten Zeitpunkt (und nach diversen Enttäuschungen) "professionell" angegangen bin. Also wirklich aktiv geschaut, geschrieben, getroffen, mir Zeit genommen.

Vielleicht kannst du beides parallel machen: dein Single-Dasein erträglicher machen und nach einem Partner suchen? Für Ersteres habe ich dir keinen guten Tipp, weil es mir als Single auch nicht gut ging. Manche Menschen können das besser, andere weniger gut. Ich bin damals einfach viel unter fremde Menschen oder auch einfach ins Kino, um das Gefühl zu haben, nicht alleine zu sein.

Es kann doch nicht sein, dass mich jede kurze Begegnung derart aus der Bahn wirft, dass mein ganzer Urlaub im Eimer ist, ich weine und unglücklich bin, ...

Hier wäre vielleicht wirklich fachliche Unterstützung hilfreich. Vielleicht eine kognitive Verhaltenstherapie? Da lernst du, deine Gedanken und Vorstellungen aktiv zu steuern und ihnen nicht mehr so hilflos ausgeliefert zu sein. Ein bisschen kannst du das auch selbst trainieren – dich z. B. bewusst in solche Begegnungen zu begeben und zu üben, "in der Bahn" zu bleiben. Vielleicht eher im Alltag, damit du dann im nächsten Urlaub etwas stärker bist?
 
Wie wäre es eigentlich mit der Idee, dass man irgendwen aus so einem Portal anspricht, ob man sich nicht regelmässig treffen könnte, um sich gegenseitig zu coachen um miteinander offenenen Austausch zu pflegen, quasi als Übung für einen Ernstfall oder um mal komplett zu hinterfragen, worans scheitert.
 
Wie wäre es eigentlich mit der Idee, dass man irgendwen aus so einem Portal anspricht, ob man sich nicht regelmässig treffen könnte, um sich gegenseitig zu coachen um miteinander offenenen Austausch zu pflegen, quasi als Übung für einen Ernstfall oder um mal komplett zu hinterfragen, worans scheitert.
Ich find das die falsche angehensweise. Sie sollte eher eine Therapie machen und vielleicht währenddessen oder am besten danach ein Partner suchen.
Es ist nicht richtig, wenn man seine Identität durch jemand verliert...
 

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