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Bin so egoistisch

  • Starter*in Starter*in Egoistische Mutter
  • Datum Start Datum Start
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Re: Bin so egoistisch
Hallo Egoistische Mutter,

schau mal hier:
Bin so egoistisch. Hier findest du vielleicht was du suchst.
und Karriere machen, sodass ich meine Tochter mit 10 Monaten von 8 Uhr bis 16:30 Uhr in die Kita geben will. So wie ich mich kenne werde ich danach auch erstmal Zeit für mich haben wollen und keine Lust darauf haben mit ihr zu spielen.
aber wenn sie wach ist und nicht meckert mache ich den Haushalt, bin am Handy oder mache mich schick etc.
Warum bin ich so egoistisch? Ich will auch keinen Kontakt mehr zum Kindsvater und finde es nicht schlimm, wenn meine Tochter keinen Vater hat, da ich selber keinen hatte. Ich sage ihm oft, dass er einfach aus unserem Leben verschwinden und sich um seinen Kram kümmern soll. Ich kann mir nicht vorstellen zum Wohle des Kindes mit ihm zu kooperieren.
Die Schmerzen von der Narbe waren nicht schlimm und ich war 3 Tage später schon am Laufen und hatte 3 Wochen später wieder Sex (und ich habe keinen Freund) Ich denke mir, dass ich jung bin und nur einmal lebe und ich sie halt so nebenbei als Tochter haben kann,
Am liebsten wäre es mir, wenn meine Tochter andauernd woanders betreut wird
Ich kann irgendwie wenig mit ihr anfangen. Ich denke zuerst an mich und berücksichtige sie kaum,
Ganz ehrlich? Wende dich an das JA. Das Kind tut mir aufrichtig leid. Noch ist es klein und kann liebevolle Eltern bekommen.
 
Es gibt da ein paar Sachen, die ich gut finde aber auch Dinge, die ich kritisch sehe.
Allerdings kann ich mich nur daran halten, was Du selbst geschrieben hast.
Daher vielleicht der Reihe nach.
Wenn das Kind ungewollt war, hast Du jetzt sozusagen ein Lebenshindernis zu hause.
Zum Glück versuchst Du eine Balance zwischen eigenen Interessen und denen Deiner Tochter, die aber vielleicht etwas mehr ausgeklügelt sein könnten.
Die Sache mit dem Babysitten etc handhaben andere ebenso, die Babysitterin nennt sich dann "Oma".
Dass Du abends mal weg willst ist also lange schon ok. Wäre das nicht so, so bekommst Du Nachholbedarf und der schlägt irgendwann durch. Also alles in Maßen.
Dass Du keinen Kontakt zum Kindesvater willst, kann, wenn Du Dich durchsetzt, zu Entfremdung führen. Folgen etc lassen sich unter "PAS" nachlesen.

Das Sprechen mit dem Kind siehst Du falsch wenn Du meinst Du seist nicht sein Clown.
Du musst davon ausgehen, dass das Kind eine Grundintelligenz hat und versucht zu kommunizieren. Diese Kommunikationsfähigkeit muss aber erst mal hergestellt werden in den nächsten Jahren.
Nur wenn die Tochter sie beherrscht, bleibt sie ( auch in Sachen Bildung) nicht auf der Strecke.
Ich stell mit vor dass Du auf keinen Fall eine ungewünschte Tochter haben willst, die dazu doof ist. Also musst Du das Gegenteil von dem tun, was Du aktuell tust, und ununterbrochen reden. Das Kind wird sich Deine Aussprache und Worte merken und dadurch ist es viel eher in der Lage Dir mitzuteilen, was es braucht.
Und Du kannst ihr mitteilen, was sie Deiner Ansicht nach brauchen sollte..
Jetzt aktuell findet noch eher nonverbale Kommunikation statt.
Das Kind sieht Dich an . Beim Wickeln schaust Du weg. Wegsehen dürfte als etwas falsches verstanden werden. Windeln sauber machen ist also falsch.
Da das Kind seine Liebe Dir nur darüber zeigen kann, dass es Dir ein Häufchen macht, ist die Unbeschwertheit dahin. Das Kind lernt, sich exakt nach Dir zu richten, trifft keine eigenen Entscheidungen mehr. Auch gegen sein eigenes Körperwohl.
Also sitzt Du demnächst ständig beim Arzt und keiner weiss was los ist.

Die elektrische Wippe und ein Radio und alles mögliche, mit dem Du das Kind versorgt, bringt es nicht, wenn Du das wichtigste versagst: Anwesenheit.
Wie sonst soll ein Kind überhaupt lernen, was Glück bedeutet, Trauer, Zufriedenheit, Wohlsein und all solche schwierigen Begriffe, wenn im Inneren nur ein Chaos herrscht das nicht zu bewältigen ist und das man nicht sortieren und mitteilen kann?
Aktuell kannst Du mit dem Lebewesen nichts anfangen. Es "kann nichts". Ok, ich verstehe das und hatte damals mit meiner kleinen Tochter dasselbe Problem.
Mittlerweile hat sich bei mir durch Erfahrung allerdings etwas geändert.
Ich bin klüger geworden, weil ich einen Hund zuhause hab, der am Anfang jung war.
So konnte ich Verständnis dafür entwickeln, dass es an mir liegt, ihn gut zu erziehen, damit ich jetzt entlastet bin und keine Leine mehr brauche.
Es war anfangs schwierig - ja. Aber viele Jahre schon profitiere ich davon - und der Hund ebenso, weil er innerlich weiss, was er soll und daher tiefenentspannt ist.
 

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