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Bin so egoistisch

  • Starter*in Starter*in Egoistische Mutter
  • Datum Start Datum Start
Ich muss mich über die ganzen Supermütter und Superväter wundern, dabei wird nirgends so viel geheuchelt wie in der Familie.

Kein Kind wird um seiner selbst Willen gezeugt. Entweder waren es die Hormone oder weil man schon einen Lebenslauf für das Kind geplant hat. (Diese Job muss es ausführen, dann und dann den Partner mit diesen Beruf heiraten und spätestens mit 30 die ersten Enkelkinder abliefern).

Alle behaupten auch ihr Kind bedingungslos zu lieben... bis das Kind doch nicht mehr mitspielt und was anderes will... dann ist vorbei mit der großen Kinderliebe und Vorwürfe und Dramen ohne Ende folgen.

Damit ist die TE nicht außergewöhnlich, aber im Gegensatz zu vielen Menschen ehrlich zu sich selbst und macht sich viele Gedanken ums Kind.
 
A

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Re: Bin so egoistisch
Hallo Egoistische Mutter,

schau mal hier:
Bin so egoistisch. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Ich sehe hier zum einen eine liebevolle Mutter, die sich gut um ihr Kind kümmert und das beste möchte.
Zum anderen sehe ich aber auch eine Mutter, die noch nicht ganz mit dem Kind anzufangen weiß und vllt. Hilfe dabei braucht, mehr Bindung aufzubauen. Vllt. wäre hier der Ansatzpunkt?
Ich habe auch das Gefühl, dass du liebe TE, etwas überfordert mit der Situation bist, plötzlich ein Kind zu haben und dieses nun mit in dein kompletten Alltag einzubauen. Ein Kind kostet Zeit, braucht viel Zuwendung und Beschäftigung. Du warst dazu eigentlich noch nicht bereit, wolltest noch ein bisschen deine jungen Jahre genießen, wo du einfach frei und unabhängig sein kannst. Kann das sein?
Nun hast du aber dieses Kind, dein Kind und plötzlich ist dein Leben auf den Kopf gestellt. Durch deine teilweise liebevollen Beschreibungen, glaube ich nicht, dass es eine Lösung wäre das Kind abzugeben. Ich glaube das würdest du im Nachhinein unglaublich bereuen...
 
Ich halte dich nicht für egoistisch - in keinster Weise! Du würdest dir ja sonst auch keine Gedanken machen!
Du machst dir absolut Gedanken, kümmerst dich wirklich ständig und ich muss auch offen sagen: du scheinst dir mehr Gedanken zu machen als die "Supermamas", die 6 Wochen nach der Geburt wieder im Büro stehen....

Die Schwierigkeit ist natürlich auch hier, dass du keinen Vater zur Verfügung hast, der dich unterstützt. Helfen dir deine Eltern? Oma und Opa?

Es ist recht einfach: das Kind passt nicht in dein Leben.
Mit Anfang 20 hat man schlicht andere Interessen, hat sein ganzes Leben noch vor sich - und muss auch irgendwo seinen Lebensweg gehen (Studium etc.). Ich kann es mir auch offen gesagt nicht vorstellen, Kind und Studium unter einen Hut zu bringen.

Ich sehe es aber auch so, dass du wohl eher damit nicht glücklich wirst, wenn du deine Tochter weg gibst. Pauschal halte ich nichts davon, das Kind mit 10 Monaten den ganzen Tag in die Kita zu stecken.... da braucht man kein Kind, wenn man es eh nicht sieht bzw. am Abend eben seinen Frieden möchte. Ggf. kannst du da mit deiner Familie einen Plan ausarbeiten, wie es geht.
 
Liebe TE, und wenn Du das Kind dem Kindesvater gibst? Ja, Du möchtest ihn eigentlich nicht in deinem Leben haben, aber Du hast auch in dem anderen Thread geschrieben, dass er zumindest Verantwortung für das Kind übernimmt. Also er hat sich nicht aus dem Staub gemacht und ineterssiert sich für seine Tochter.
Vielleicht wäre es so am besten. Er nimmt die Tochter und Du kannst dein Leben so leben, wie Du es für richtig hältst.
Gut, die finanzielle Unterstützung durch den Kindesvater fällt dann natürlich weg und du musst selber zusehen.
Aber beides wirst du nicht haben können - das easypeasy Studentenleben welches Du Dir wünschst und gleichzeitig die schöne, fremdbezahlte Wohnung und die finanzielle Unterstützung - weil das wird es nur weiterhin geben, wenn du deine Tochter behältst.
Willst du dein Kind denn wirklich oder weißt du tief in dir drin, dass das einfach nichts für dich ist?
Da solltest du erst mal ansetzten. Wenn Du dein Kind doch willst, aber nur überfordert bist oder dich die Situation langweilt, gibt es bestimmt Möglichkeiten, dass Du die Bindung zu ihr intensivierst. Würde da dann wirklich mal mit dem Jugendamt sprechen ob es irgendwelche Kurse gibt oder so.
Wenn Du aber tief in dir drin weißt, nee, das wird nix mehr - dann solltest du wissen, was zu tun ist, dann solltest du deine Tochter woanders aufwachsen lassen.
 
Ich fasse zusammen:

- Du hast dein Kind bekommen, weil es für die Abtreibung zu spät war
- Du hast sie nicht zur Adoption freigegeben, weil deine Familie dir Druck gemacht hat
- Der Kindsvater zahlt, ist aber vermutlich verheiratet und wird sich nicht einbringen
- Du hattest keine Lust auf eine Geburt
- Du hattest keine Lust aufs Stillen
- Du kannst deinem Kind nicht in die Augen sehen
- Du sprichst wenig mit ihr
- Du findest Haushaltsaktivitäten spannender, als dich mit deinem Kind zu beschäftigen
- Du möchtest dein Kind abgeben und sie nur für spaßige Wochenendaktivitäten haben
- Du willst die Verantwortung nicht tragen
- Du willst dein Leben leben und Spaß haben

Die Schlussfolgerung kann nun jeder ziehen.
 
Ich bin Mama einer 3 Monate alten Tochter und 20 Jahre alt. Meine Tochter war nicht geplant. Nun möchte ich unbedingt studieren und Karriere machen, sodass ich meine Tochter mit 10 Monaten von 8 Uhr bis 16:30 Uhr in die Kita geben will. So wie ich mich kenne werde ich danach auch erstmal Zeit für mich haben wollen und keine Lust darauf haben mit ihr zu spielen. Ich tröste meine Tochter immer wenn sie weint und kuschele viel mit ihr, aber wenn sie wach ist und nicht meckert mache ich den Haushalt, bin am Handy oder mache mich schick etc. Da ich Single bin habe ich letztens einen guten Kumpel eingeladen, mit dem ich eine Serie geschaut und Wein getrunken habe, wir hatten auch Sex. Meine Tochter hat währenddessen geschlafen. Da ich finanziell nicht schlecht dastehe kann ich mir auch gut vorstellen nach Corona eine Babysitterin zu engagieren, die abends auf mein Kind aufpasst, sodass ich abends weggehen kann. Warum bin ich so egoistisch? Ich will auch keinen Kontakt mehr zum Kindsvater und finde es nicht schlimm, wenn meine Tochter keinen Vater hat, da ich selber keinen hatte. Ich sage ihm oft, dass er einfach aus unserem Leben verschwinden und sich um seinen Kram kümmern soll. Ich kann mir nicht vorstellen zum Wohle des Kindes mit ihm zu kooperieren. Ich habe zudem kein Problem damit meine Tochter zeitweise an die Oma abzugeben und will auch nicht unbedingt Mutter sein.
Meine Tochter ist bei mir jedoch nicht gefährdet etc. Sie bekommt ihre Milch, wird regelmäßig gewickelt, umgezogen, gebadet, hat viele Spielsachen, Klamotten und eine elektrische Wippe, ich gehe mit ihr spazieren etc. Sie darf mit mir im Bett schlafen und liegt tagsüber neben mir auf dem Sofa, bei jedem Pups (auch bei leichtem Gemeckere) wird sie getröstet. Wenn ich koche renne ich manchmal alle 10 Sekunden zu ihr. Ich rede auch mit ihr und Kuschel mit ihr. Aber ich mache auch viel für mich und richte meinen Alltag nicht nach ihr. Ich habe einen Plan was ich alles machen muss (z.B Wäsche waschen) und ziehe das durch. Wenn meine Tochter einen schlechten Tag hat tröste ich sie eben 100 mal und mache trotzdem parallel die Wäsche. Manchmal finde ich es spannender den Haushalt zu machen als sich mit ihr zu beschäftigen. Generell rede ich nicht soo viel mit ihr, da ich mir dabei komisch vorkomme und es einfach nicht mache. Beim Wickeln muss ich mich dazu zwingen ihr in die Augen zu gucken und rede meist nicht mit ihr, sondern versuche sie einfach vernünftig zu wickeln. Meine Tochter hat anfangs nicht an der Brust getrunken (war zu schwach) und ich hatte keine Lust Muttermilch abzupumpen, sodass ich einfach abgestillt habe. Ich fand mich auch eklig mit Milch in den Brüsten, absolut unattraktiv. Ich wollte sie erst im eigenen Bett schlafen lassen, da sie aber jede halbe Stunde aufgewacht ist hab ich sie dann zu mir ins Bett genommen, sie schläft so durch. Ich hatte auch einen Kaiserschnitt, weil ich keine Lust auf die Schmerzen hatte. Die Schmerzen von der Narbe waren nicht schlimm und ich war 3 Tage später schon am Laufen und hatte 3 Wochen später wieder Sex (und ich habe keinen Freund) Ich denke mir, dass ich jung bin und nur einmal lebe und ich sie halt so nebenbei als Tochter haben kann, sie aber nicht zur Priorität machen will. So wurde ich auch erzogen, dass die Kinder halt einfach dabei sind, aber sich nicht alles um die Kinder dreht. Wichtig ist mir, dass meine Tochter gute Bildung genießt und viele Möglichkeiten hat, das lasse ich mir auch kosten, ich will aber möglichst wenig selber machen. Am liebsten wäre es mir, wenn meine Tochter andauernd woanders betreut wird und ich sie eben am Wochenende etc. nehme für die spaßigen Aktivitäten. Ihren Vater sieht sie auch nur 1-2 mal im Monat für ne halbe Stunde. Ich wäre also für die komplette Erziehung zuständig, habe aber nicht so Lust darauf.
Warum bin ich so egoistisch und kann man da überhaupt noch was machen? Ich hatte eine schlechte Kindheit und keine Jugend, möchte erstmal einfach entspannen und nicht so ne Verantwortung tragen. Ich wollte damals abtreiben, war aber psychisch am Ende, sodass ich das Haus nicht verlassen habe. Es war dann zu spät für eine Abtreibung und eine Adoption kam nicht in Frage, da ich von meiner gesamten Familie extrem unter Druck gesetzt wurde („Wenn du sie zur Adoption freigibst, brechen wir den Kontakt zu dir für immer ab und erzählen in der Stadt herum was du für eine bist“). Dementsprechend musste ich sie behalten und habe alles dafür getan eine Bindung zu ihr aufzubauen. Meiner Meinung nach habe ich sie auch lieb. Wenn sie mich süß anlächelt vergieße ich eine Träne, ich finde sie total schön, süß usw. Aber mir graut es davor für sie verantwortlich zu sein. Ich kann irgendwie wenig mit ihr anfangen. Ich denke zuerst an mich und berücksichtige sie kaum, möchte dass sie sich an mich anpasst. Wenn sie lieb ist und süß lächelt finde ich sie toll, aber sobald sie mal einen schlechten Tag hat..Wenn sie beschäftigt werden will sag ich ihr dass ich nicht ihr Clown bin und sie mal warten soll. Oder dass sie ins Heim kommt wenn sie nervt. Das sollte man zu einem Baby nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, dass ich später wenn sie einen Wutanfall hat etc. ihr sage dass ich sie eigentlich nicht wollte.
Kann man das mit einer Therapie wieder richten?? Oder was soll ich tun?
Zum Karriere machen, vielleicht ein Fernstudium mit freien Zeiteinteilung.

nur mal so in die Runde geworfen.
 
Ich bin selbst keine Mutter, und dafür ist es bei mir vermutlich auch ein bisschen spät für.
Ich glaube man kann das nur wirklich beurteilen, wenn man Kinder hat.

Du bist noch so jung, es war ein gewaltiger Lebensabschnitt, aber bitte gib nicht so schnell auf.
Hole dir Unterstützung von deiner Familie oder es gibt doch soviele Unterstützung für junge Mütter heutzutage.

Im schlimmsten Fall wird es dir das Herz brechen, wenn du dein Kind einfach weg gibst.

Ich glaube viele junge Mütter machen sich sehr viele Gedanken, ob sie alles richtig ist machen.

Lass den Haushalt mal ruhen, leg dich zu deinem Kind, schau es an, beobachte es und denk über die Situation nach.
Nicht 2 Minuten, sondern lange.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du nicht in der Lage bist, dem Kind Liebe, Aufmerksamkeit, Fürsorge und Zeit zu schenken, dann suche eine andere Lösung. Es gibt zu viele ungeliebte Kinder von überforderten oder unfähigen Eltern, bitte lass nicht zu, dass Dein Kind so ein Kind wird.

Du machst Dir Gedanken, sonst hättest Du Dir hier keine Hilfe gesucht. Lass Dich beraten, denke lange darüber nach, was Du willst und was Du Deinem Kind für ein Leben wünscht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo liebe TE. Ich finde die Ehrlickeit, die du hier einbringst, super. Und ich halte dich bis jetzt nicht für eine schlechte Mutter. Du wirst dein Leben und das Mutter sein meistern. Lass dir bitte nichts einreden. Natürlich darfst du deinem Kind nie mit Kinderheim oder so drohen. Du darfst es natürlich denken, aber nie dein Kind damit verletzten. Es ist ganz klar, dass du, gerade weil du keine schöne Kindheit hattest, dein Leben geniessen möchtest. Du dies ruhig, nur nicht auf Kosten des Kindes. Wenn das Kind bei der Oma ist, ist das doch super. Solange es von Dir Liebe und Geborgenheit bekommt, ist alles gut.
 

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