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Bin ich dumm oder "nur" verpeilt?

Weltkind

Aktives Mitglied
Ich sehe das aus Sicht der Kollegen. Wenn jemand schon nicht weiß, nach der Erklärung, wo das Wasser anzudrehen ist, dann wundert man sich doch, ist doch logisch.

Und wenn man einfach das mit dem Kaffee anders macht, so dass er der Heimbewohnerin nicht schmeckt, weil das so nie gemacht wird, aber nicht nachgefragt wurde, soll man dann dafür Verständnis haben?

Ich sage ja nicht, dass deine Erklärung nicht schlüssig ist (anders im Hirn verzahnt, quasi), aber normal ist eben so ein Verhalten nicht. Hat auch nichts mit Dummheit zu tun.
Was ist "normal"?
Was die Mehrheit tut, denkt?

Andere Denkweisen eröffnen immer auch Möglichkeiten. Z. B. ungewöhnliche Ansätze, Lösungen zu finden. Das könnte durchaus in manchem Fall bereichernd sein, wäre da bei anderen ein offenes statt enges, wertendes Denken, eine offene Haltung.
Soll man denn dafür Verständnis haben?

Hast Du Verständnis dafür, dass ein Rollifahrer nicht laufen kann? Ein gehbehinderter Senior extrem langsam unterwegs ist? Zu langsam, nervt, Ungeduld?
Wer weiß, was beide bereicherndes zu bieten haben, andere von ihnen lernen können?
 

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Berdine

Aktives Mitglied
Weltkind, wir reden aneinander vorbei, oder du willst meinen Standpunkt nicht verstehen. Ich lasse mir auch von dir nichts unterstellen. Das ist mir echt zu doof, was du teilweise schreibst. Deine Wahrheit ist nicht die einzige .

Wenn mir gezeigt wird, wo der Wasserhahn ist und ich finde ihn trotzdem nicht, drehe mir Gewalt irgendein anderes Rad auf und es gibt eine mega- Überschwemmung, findest du das nicht ein bisschen merkwürdig?

Wenn nicht, dann ist dein Hirn anders verzahnt als meines und eine weitere Diskussion unsinnig.
 

Berdine

Aktives Mitglied
Ich sehe bei dir
Danke für die weiteren Antworten!

@ In Flow

Ja, es ist tatsächlich so, wie du geschrieben hast.
Manchmal ist eine Aussage für mich nicht so ganz exakt ausgedrückt, es gibt z.B. 2 Optionen, wie ich etwas ausführen kann. Wie in deinem Beispiel mit dem Brötchen und der Salami.
Ich überlege kurz, wie es wohl gemeint war, und entscheide mich dann leider manchmal für das falsche...
Mein Vater hat mir schon als Teenager oft gesagt, dass mir einfach das logische Denken fehlt. Wobei ich dann rätsele, ob solche Dinge immer etwas mit Logik zu tun haben.

Teilweise ist meine Aufnahmefähigkeit auch nicht gut, z.B. wenn ich schlecht geschlafen habe, Kummer habe, etc. Wenn ich dann noch zusätzlich unter Stress und Zeitdruck stehe, klappt gar nichts mehr und es kommt zu solchen Aktionen wie dem Kaffee mit der Milch oder dem Wasserhahn.

@ Weltkind

Stimmt, viele Menschen haben diese Erwartungshaltung, dass bestimmte Dinge doch klar sein müssen. Sie verstehen nicht, warum dies oder das jetzt ein Problem darstellt.

Früher habe ich bei Unsicherheiten oft zweimal nachgefragt bevor ich gemacht habe, aus Angst vor Fehlern. Das hat mein Umfeld extrem genervt und mir wurde vorgeworfen, dass ich total unselbständig und hilfsbedürftig bin. Seitdem unterlasse ich das Nachfragen, weil es nicht gewünscht ist und mache so, wie ich denke.

Im Übrigen ist mir vor einigen Tagen wieder etwas Katastrophales am Arbeitsplatz passiert!

Ich wollte für den Stuhlkreis in der Gymnastikrunde Platz schaffen und schob einen Tisch weg. Leider habe ich in dem Moment überhaupt nicht daran gedacht, dass 2 Tische zusammengeschoben worden waren, auf denen mittig eine Papierdecke mit Wasserflaschen, Gläsern und einem vollen Milchkännchen platziert waren. Als ich also den einen der beiden Tische wegzog, fielen die ganzen Sachen mit lautem Geklirr und Gepolter auf den Boden. 2 Gläser zerbrachen und die Scherben verteilten sich wunderschön in einem See aus Milch.
Ich stand fassungslos davor, während eine Pflegekraft herbeieilte und mir einen vernichtenden Blick zuwarf. Als ich unbeholfen versuchte, erst mal die ganzen Scherben mit einem Handfeger zusammenzukehren, kam mir die Tochter einer Bewohnerin zu Hilfe. Sie holte einen Besen und wischte den Milchsee mit Handtüchern weg.

Wie peinlich! In dem Moment hätte ich am liebsten geheult wegen so einer Dummheit, aber das hätte wohl dämlich ausgesehen. Also tat ich ganz cool, als wenn es das Normalste der Welt wäre, das so etwas passiert.

Ich fühle mich oft wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. :rolleyes:
Ich sehe bei dir auch die Angst, was falsch zu machen.

Das mit den Tischen ist mir so aehnlich auch schon mal passiert, inklusive Glasbruch.

Bist du noch in der Probezeit?
 

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,
Das klingt doch eigentlich lustig und amüsant! Deine ganzen Pannen könnten ebenso mir passieren, ich bin ähnlich ungeschickt veranlagt!

Neulich ist mir ein echter Klassiker passiert: Wir waren Gäste zu einer Kaffeetafel. Da mir das Porzellan gut gefiel, drehte ich möglichst schnell und unauffällig die Kaffeetasse um, weil ich die Signatur des Herstellers sehen wollte! Das blöde war nur, dass die Tasse noch halb gefüllt war :LOL:

Das war vielleicht ein großer Spaß und noch dazu höchst peinlich!

Also nichts draus machen. Das passiert schon mal. Ach ja, wer es wissen will: Das Geschirr war von Villeroy & Boch

LG,
SFX
 

Berdine

Aktives Mitglied
Wie oft ist mir als Kind im Restaurant mein Getränk umgefallen! Meinen Eltern war es peinlich, Vorwürfe gab es nicht, die Sauerei war ja schon geschehen. War da einfach zu zappelig.
 
A

Aljona

Gast
@ Berdine

Deine Vermutung ist richtig. Ich habe ständig große Angst, etwas falsch zu machen.
Ich bin zwar schon über 40, bin aber wohl traumatisiert durch meine Erfahrungen in der Kindheit.
Wenn mir zuhause mal etwas runterfiel oder ich bei den Hausaufgaben Fehler machte, war das Geschrei immer groß. Ich wurde immer niedergemacht, wenn solche Dinge passierten.

In der Schule war es nicht besser. Ich wurde zwar nicht direkt gemobbt, aber ganz oft ausgelacht, wenn ich im Unterricht eine falsche Antwort gab. Manche sagten mir auch ganz offen, dass sie mich für dumm hielten.

Leider war ich in meiner Kindheit und im jungen Erwachsenenalter auch noch Epileptikerin.
Ich stand sehr unter Druck, weil meine Eltern mir einschärften, dass ja niemand davon erfahren durfte! Das Medikament, das mir verschrieben wurde, half zum Glück, Anfälle zu unterdrücken. Wenn doch mal etwas durchkam und ich plötzlich zusammensackte oder mal nichts mitbekam, sagte ich einfach, dass ich wieder Kreislaufprobleme habe.

Mit Mitte 20 durfte ich das Medikament absetzen und hatte seitdem nur noch einen Anfall in der Nacht.
Trotzdem ist eine gewisse Angst geblieben, dass die Epilepsie zurückkommen könnte, denn eine Heilung gibt es eigentlich nicht. Ich hoffe, dass meine Pannen nicht durch irgendwelche Abwesenheitszustände passieren, sondern nur eine einfache Konzentrationsschwäche vielleicht durch Überforderung und Stress sind.

Ich bin zum Glück nicht mehr in der Probezeit. Ich arbeite in diesem Job seit eineinhalb Jahren.
In der Rubrik "Beruf" habe ich vor kurzem einen Thread eröffnet, wo ich über meine Befürchtung schreibe, im Januar nicht in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis übernommen zu werden.
Eine Arbeitsprobe vor kurzem ist nicht gut ausgefallen und es gab vor 3 Wochen eine Wiederholung. Wieder gab es einige Kritikpunkte, so dass ich übernächste Woche erneut "geprüft" werde!
Für mich bedeutet das ein ganz schöner Druck.

@ SFX

Ja, manche Pannen sind schon peinlich, für andere vielleicht in dem Moment auch ein großer Spaß.
Es heißt doch: Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen. ;)
Manchmal kann ich über meine Ungeschicktheit auch lachen. Kommt ganz auf meine Tagesform an.
 

Berdine

Aktives Mitglied
Ich denke die Angst macht es mit Sicherheit noch schlimmer. Einige Sachen sind für mich "normale" Ungeschicklichkeit, gepaart mit allgemeiner eher unpraktischen Veranlagung. Leider ist in dem Bereich wohl nicht vorgesehen, dass man etwas langsam in Ruhe arbeitet, es muss wohl schnell schnell gehen?

Ich habe mal im Dienst nach einer Feier einen Wagen mit Geschirr befüllt, zu gut, denn es fiel dann ein Glas hinten wieder raus. Sowas passiert, passiert mir zuhause ja auch, dass mal was zu Bruch geht. Aber in der Häufung auf der Arbeit ist es halt schon peinlich.

Ich kann dir nur raten, irgendwie zur Ruhe zu kommen und lieber einmal zu viel nachfragen.
 

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