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Bin ich asozial?

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Ich habe eure Perspektiven wahr genommen und darüber nachgedacht. Und nachgefragt.
Fazit:
Fall 1: Ich fragte eine Dame sehr höflich, warum sie diesen Platz bevorzugt anstatt einen der vielen leeren Plätze zu nehmen?
Keine aufschlussreiche Antwort der Dame. Sie schaute sich kurz um, grummelte irgendwas unverständliches (das Wort unverschämt kam drin vor) vor sich hin und setzte sich wo anderst hin.
Fall 2: Wieder eine Frau. Ich schaue mich im Bus um auf die ganzen freien Plätze. Frage sie dann freundlich: "Es würde mich jetzt wirklich mal interessieren, warum die freien Plätze im Bus so unbeliebt sind. Vielleicht können Sie mir das mal so erklären dass ich es endlich verstehe".
Reaktion der Frau ähnlich wie Fall 1.
Fall 3: Wieder eine Frau. An dem Tag hatte ich eine Mischung aus guter Laune und "ist mir alles egal, nervt mich nicht"
Du wirkst nicht asozial, sondern nervig und nicht sonderlich sympathisch.
 
Aber 2-10 Plätze belege ich nicht. 🤷‍♀️
Einen halt. Reicht mir ja ..

Die Tasche braucht keinen extra Platz

Und Maske trage ich auch und wenn die Person neben mir sehr krank ist, gehe ich weg - aus Selbstschutz - würde aber nicht sagen -> Hau ab. Das wäre unverhältnismäßig, vorallem die Person ist ja nicht absichtlich krank .. fährt eventuell zum Arzt.
 
Ich jedenfalls würde nicht neben dem TE einen Platz wählen, auch nicht, wenn es der einzig freie Platz in Bus/Tram/U-Bahn/S-Bahn/Zug wäre, weil er mir bereits ohne Worte unsympathisch wäre. Da stehe ich lieber und habe meine Ruhe. Würde er mich von der Seite anquatschen, dann wäre mein Buch in dem Moment auch wichtiger und Fremden bin ich, nur weil sie es unbedingt von mir erwarten, keine Antwort schuldig und meine Lebenszeit auch nicht.
Dass ich weder Gespräch noch sonstwas suche, das zeige ich unmissverständlich dadurch, dass ich in ein Buch oder in Unterlagen vertieft bin und freie Plätze dürfen ohne Nachfrage im ÖPNV belegt werden solange man mich nicht distanzlos bedrängt oder anquatscht. So einfach ist das.

- Nur als Ergänzung zur ersten Antwort -
 
Unhöflich ist es, sich einfach neben jmd. zu setzen ohne demjenigen zumindest freundlich zuzunicken - oder besser zu fragen „ist hier noch frei“ oder „ kann ich mich hierhinsetzen?“. Zumindest eine kurze Verständigung durch Blicke fände ich angemessen. Und wenn ICH mich neben direkt neben jmd. setze muss ich - ausser viell. in der Kirche (und selbst da muss man beim Friedensgruss dem Sitznachbarn die Hand schütteln und ihn ansehen) - damit rechnen, dass derjenige mich anspricht🤷‍♀️. Dazu hat er jedes Recht.

Das ist aber im öpnv in der Großstadt absolut nicht üblich.
 
Unhöflich ist es, sich einfach neben jmd. zu setzen ohne demjenigen zumindest freundlich zuzunicken - oder besser zu fragen „ist hier noch frei“ oder „ kann ich mich hierhinsetzen?“. Zumindest eine kurze Verständigung durch Blicke fände ich angemessen. Und wenn ICH mich neben direkt neben jmd. setze muss ich - ausser viell. in der Kirche (und selbst da muss man beim Friedensgruss dem Sitznachbarn die Hand schütteln und ihn ansehen) - damit rechnen, dass derjenige mich anspricht🤷‍♀️. Dazu hat er jedes Recht.
Man muss in der Kirche einem Sitznachbarn die Hand schütteln??
Tja, mal wieder was dazu gelernt.

Und was das Ansprechen von Leuten betrifft die sich neben einen setzen betrifft, es kommt immer darauf an, wie das geschieht.
So wie hier der TE das macht, ist das absolut nicht angemessen, finde ich.
 
Ich jedenfalls würde nicht neben dem TE einen Platz wählen, auch nicht, wenn es der einzig freie Platz in Bus/Tram/U-Bahn/S-Bahn/Zug wäre, weil er mir bereits ohne Worte unsympathisch wäre. Da stehe ich lieber und habe meine Ruhe. Würde er mich von der Seite anquatschen, dann wäre mein Buch in dem Moment auch wichtiger und Fremden bin ich, nur weil sie es unbedingt von mir erwarten, keine Antwort schuldig und meine Lebenszeit auch nicht.
Dass ich weder Gespräch noch sonstwas suche, das zeige ich unmissverständlich dadurch, dass ich in ein Buch oder in Unterlagen vertieft bin und freie Plätze dürfen ohne Nachfrage im ÖPNV belegt werden solange man mich nicht distanzlos bedrängt oder anquatscht. So einfach ist das.

- Nur als Ergänzung zur ersten Antwort -

Persönlich würde ich auch nicht auf die Idee kommen - Leute anzusprechen- Energie Verschwendung -
Korrekt

Die Mühe nicht wert. Außerdem ja es herrscht freie Sitzplatzwahl.
 
Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich ÖPNV ist.
In D meide ich/meiden wir es zu nahezu zu 100%, innerhalb der Stadt sowieso und ansonsten vielleicht 3-4x Bahn im Jahr wo weder Auto noch Flieger sich zeitlich lohnen. In der Bahn kann man es ja noch relativ gut steuern, wir reisen nur 1. Klasse, nur ICE und mit reservierten Einzelsitzen, da bleiben unangenehme Begegnungen erspart.
An unserem Zweitwohnsitz im Süden verhält sich das vollkommen anders. Zwar haben wir auch dort ein Auto, aber innerhalb unserer Stadt (immerhin knapp 400.000 Einwohner und das auf einer Insel) nutzen wir den ÖPNV sehr gerne, zuverlässig, saugut ausgebaut und man kommt wirklich an jeden erdenklichen Fleck. Die Busse sind voll, aber es wird zusammengerückt, da teilen sich auch mal 3 schlanke Menschen zwei Sitzplätze, es wird geplaudert, gelacht. Die Menschen kennen sich auch ganz anders, Nachbarschaft ist wirklich Nachbarschaft, man begegnet sich a den Haltestellen und plaudert, weiß auch wo die Menschen leben, hat vielleicht mal Einkaufstaschen vor die Tür getragen. Einzig die Touristen erkennt man sofort an der vollkommen anderen Haltung, stumm, steif, irgendwie wie mit einer Jalousie vorm Gesicht. Touristen bleiben stur sitzen (“Mein Platz”), Einheimische stehen sofort auf, ob Kind oder Senior, wer augenscheinlich noch älter ist, muss sitzen! Niemand muss um Hilfe bitten, ist da ein Kinderwagen, dann sind da mindestens 5 Helfer beim Ein-/Ausstieg,….

Es ist ein Lebensgefühl, das es in D nicht gibt und nie geben wird, eine Mentalität, die so herzlich ist, das können die Deutschen nicht, das können viele Mitteleuropäer nicht, schade, sehr schade und wo und wann es in der Gesellschaftsentwicklung verloren ging, das wird man nicht mehr herausfinden, zu lange ist es schon so, kein Phänomen der Neuzeit.
Der TE ist ein Paradebeispiel dessen, wie man sich nicht verhalten sollte und es gibt nur die Hoffnung, dass es immer weniger Menschen dieser Couleur gibt, damit die Gesellschaft wieder zugewandter wird als noch isolierter.
 
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