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Bildungsaufsteiger = Akademisches Proletariat?

  • Starter*in Starter*in primavera7
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Und wenn man noch dazu als Frau unverheiratet bzw. alleinstehend und außerdem etwas zurückhaltend ist, lebt man selbst als hochqualifizierte Akademikerin am Rande der Gesellschaft und wird von gewissen Leuten bestenfalls mal aus Mitleid zum Nachmittagskaffee eingeladen, nicht aber, wenn die eigentlichen Renommier-Bekannten zum Abendessen oder zur mehr oder weniger festlichen "runden" Geburtstagsfeier mit Sektempfang, Buffet oder 6-Gänge-Menü, selbstdarstellerischen Tischreden in wohlgesetzten Worten, Musik und Tanz gebeten werden ....

auf sowas kann man doch auch gut verzichten, oder? 😉
ich gehöre auch zu diesen "emporkömmlingen", bin die erste in der familie mit abitur und abgeschlossenem studium. und es stimmt, man hat es in manchen bereichen etwas schwerer, weil man nicht von klein auf diesen akademischen bildungsanspruch vorgelebt bekam. dadurch hatte ich am gymnasium und auch im studium einige defizite, die ich dann eben nur durch fleiß und nachholarbeit ausgleichen konnte. und ich hab dabei furchtbar geflucht 😉
heute sehe ich es eher als vorteil, beide welten zu kennen, mich in beiden bewegen zu können, freunde und familie (mein mann kommt aus einem akademikerhaushalt) in beiden welten zu haben.
auf die akademiker-schickeria hab ich aber absolut keinen bock, da reicht mir dann manchmal schon die familie meines mannes. 😉 die sind aber alle eher harmlos, und man ist mir auch nie skeptisch gegenüber getreten, auch wenn ich aus so einfachen verhältnissen komme. wirkliche ablehnung habe ich ehrlich gesagt nie erfahren, weder im studium, noch im beruf. da hat es bis jetzt niemanden interessiert, aus welchem "stall" ich komme. und die akademiker-high-society interessiert mich einfach nicht.
 
Vermutlich fehlt Dir nur ein guter, passender Mann an Deiner Seite, der mit Dir alles teilt, Dir Kraft und das Gefühl gibt, gut zu sein, so wie Du bist.
Ich habe inzwischen einen netten Mann an meiner Seite, aber noch nicht allzu lange und nur als Fernbeziehung. Daher und weil ich in meinem Leben größtenteils Single war, fühle ich mich immer noch eher als alleinstehende Frau. Vielleicht hätte ich ihn 20 - 25 Jahre eher kennen lernen sollen. Andererseits denke ich, es kann doch für das Selbstwertgefühl nicht darauf ankommen, ob man einen Mann/Partner hat oder nicht. Warum steigert das eigentlich gleich das Ansehen in den Augen der meisten Menschen? Ich finde so eine Einstellung einfach spießig-kleinbürgerlich, aber sie ist auch in gebildeten Kreisen weit verbreitet. 🙄
 
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man hat es in manchen bereichen etwas schwerer, weil man nicht von klein auf diesen akademischen bildungsanspruch vorgelebt bekam. dadurch hatte ich am gymnasium und auch im studium einige defizite, die ich dann eben nur durch fleiß und nachholarbeit ausgleichen konnte.
Nur rein aus Interesse: Was für Defizite meinst du?

die akademiker-high-society interessiert mich einfach nicht.
Das ist wohl die beste Einstellung, die man sich, wenn man realistisch denkt, hierzu aneignen sollte. Dennoch ärgert es mich, dass diese Typen gesellschaftlich und beruflich den Ton angeben und immer im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen. :mad:
 
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Nur rein aus Interesse: Was für Defizite meinst du?

damit meine ich dinge, die einem in einem akademiker-haushalt nebenbei schon von kindesbeinen an mitgegeben werden. das kann literatur, musik, kunst, sprachen, geschichte, politik (und sicher noch vieles mehr) betreffen. bei uns im haus gab es eben keine "hohe literatur", klassische musik war auch nie der fall meiner eltern, da kannte man halt n bißl mozart und beethoven und das war's 😉... ich hatte da einfach bildungslücken, die ich selbst füllen musste. statt ins theater oder in die oper sind meine eltern eben mit mir ins kino oder mal in ein musical gegangen (was nicht schlecht ist, im gegenteil).
kritisches und hinterfragendes denken hab ich mir auch erst in der oberstufe und im studium erarbeitet, während mitschüler aus akademiker-familien dies sozusagen von klein auf vorgelebt bekamen. auch was schon angesprochen wurde, der unbefangenere umgang mit autoritätspersonen wie lehrern und professoren, das dauerte bei mir eine weile, bis ich mir das von den anderen abegeguckt hatte...
das alles muss natürlich nicht so sein und ist nicht allgemeingültig, lediglich meine erfahrung. es gibt sicher auch nicht-akademiker(-familien), die auf diesen gebieten bewandert sind, und genauso gibt es sicher auch akademiker, die so gut wie keine allgemeinbildung haben.
 
Liebe Primavera!

Ich bin ein (Möchtegern-)Akademiker der ersten Generation - Möchtegern, weil noch Student. Vieles von dem, was du schreibst, würde ich glatt unterzeichnen. Gerade im Jurastudium bleibt einem bei so viel Hochwohlgeborenheit doch manchmal der Mund offen stehen.

Aber du schreibst:
Gesellschaftlich aber stehen sie kaum besser da als ihre Eltern, die auf vieles verzichtet haben, um ihren Kindern eine so gute Ausbildung bieten zu können. Gewisse Kreise bleiben eben nach wie vor am liebsten unter sich, heute vielleicht mehr denn je. Und wenn man noch dazu als Frau unverheiratet bzw. alleinstehend und außerdem etwas zurückhaltend ist, lebt man selbst als hochqualifizierte Akademikerin am Rande der Gesellschaft und wird von gewissen Leuten bestenfalls mal aus Mitleid zum Nachmittagskaffee eingeladen, nicht aber, wenn die eigentlichen Renommier-Bekannten zum Abendessen oder zur mehr oder weniger festlichen "runden" Geburtstagsfeier mit Sektempfang, Buffet oder 6-Gänge-Menü, selbstdarstellerischen Tischreden in wohlgesetzten Worten, Musik und Tanz gebeten werden .... die Leute nämlich, die der Gastgeber als ebenbürtig betrachtet, für voll nimmt, mit denen sich mehr Staat machen und die eigene Karriere pushen lässt. Selbstverständlich nur mit "adäquatem" Partner. :mad:

Ich nehm jetzt mal kein Blatt vor den Mund. Als Kind von Arbeitern kann ich das ja auf meine "Bodenständigkeit" *hust* schieben... Ich versteh nicht ganz, was dich daran stört. Ist das wirklich diese Gesellschaft, an die du Anbindung willst? Willst du mit denen befreundet sein, deren Anerkennung haben? Leute, bei denen du nicht weißt, ob du beim nächsten Stimmungswechsel nicht mega-out bist?
Ich hätte da keine Lust drauf, das wär mir zu anstrengend... 😀 Ich bin kein Mensch fürs Schaulaufen. Was soll ich mit nem Rock, der 500 € kostet? Was soll ich auf einem etepetete-Buffet, wenn ich viel lieber Pizza esse? Warum sollte ich mich in schicken Fummel zwängen, nur um mit belanglosen, verbildeten Idioten über noch belanglosere sterbenslangweilige Themen zu quatschen?

Mich interessiert viel mehr das Leben "hier unten". Hier ist doch das Leben. Ich hab "hier unten" in meinem Leben Dinge erlebt, die entsetzlich waren, aber sie haben mich gestärkt, meinen Mut auf die Probe gestellt, mich nachdenklich gemacht und meine Blickweise für so vieles geöffnet, das anderen verborgen geblieben ist. Ich habe erlebt, was es heißt, wenn der Rechtsstaat versagt, wenn der Sozialstaat versagt.
Hätte ich das nicht erlebt, wäre ich ein sehr dummer, kalter Mensch geworden - vielleicht gebildeter, vielleicht selbstbewusster und besser vernetzt in die Bereiche der Ach-so-Schönen und Reichen und Klugen. Klar, das Geld fehlt an allen Ecken und Enden - aber was ist das schon? Ich habe Leute in meinem Kurs, die reisen an Wochenenden nach Paris, nach Mailand, nach sonstwo. Und sie sind so unglücklich und ihrer selbst überdrüssig! Ihnen bedeutet das Leben gar nichts.
Ich sehe Mädchen in der Bib, die immer bemüht sind, nicht mehr Punkte zu schreiben als ihr "adäquaten" Juristen-Partner. Ist das das Leben, das du vermisst? Ich nicht.

Das, was du schreibst, erinnert mich an meine Professorin, die verbittert war, dass sie - anders als die männlichen Kollegen - nicht mit Handschlag begrüßt worden war, als sie an die Uni kam.
Ich hab dich als eine scharf denkende und kämpferische Frau erlebt, die ich niemals bei einem Trödelö-Kaffeenachmittag unter Trudchen und Agathe vermutet hätte 😉
Menschen wie du sind sehr viel "wertvoller" für das Rechtssystem als gelangweilte "Oberschichtler", die in ihrem Leben noch nicht "hier unten" waren. Leute, die nicht mehr wissen, wie viel ein Brötchen kostet. Das sind nicht die, die uns und unser Land voranbringen. Die guttenbergen dann rum und sind dann noch erschüttert drüber, wenn sie abgesägt werden... lügen und betrügen.
Es sind Leute wie du, die wissen, wie man kämpft, die wissen, was echtes Leben ist, die etwas bewegen können.

Liebe Grüße,
Joey
 
Dennoch ärgert es mich, dass diese Typen gesellschaftlich und beruflich den Ton angeben und immer im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen. :mad:

hab ich bisher so noch nicht erlebt, aber das liegt vielleicht auch meinem berufsfeld. und daran, dass mich leute, die ihren standesdünkel raushängen lassen, einfach nicht interessieren 😉 da treffe ich doch lieber meine alten freunde, die auch ohne abitur und studium glückliche, zufriedene und interessante personen sind!
 
Gerade im Jurastudium bleibt einem bei so viel Hochwohlgeborenheit doch manchmal der Mund offen stehen.
:daumen:Loriot hätte gesagt: Das ist fein beobachtet! ! Genau davon spreche ich auch.😀 Bei Lehrern oder Ingenieurwissenschaftlern, die sich größtenteils aus Bildungsaufsteigern rekrutieren, mag es anders sein.

Anderereits: Gerade wenn man als Bildungsaufsteiger gleich ein Jurastudium schafft, trotz der Konkurrenz mit diesen Typen, kann man doch eigentlich stolz auf sich sein.

Vielleicht sollte ich mal einen Extrathread über Bildungsaufsteiger unter den Juristen eröffnen. 😉 😀
 
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damit meine ich dinge, die einem in einem akademiker-haushalt nebenbei schon von kindesbeinen an mitgegeben werden. das kann literatur, musik, kunst, sprachen, geschichte, politik (und sicher noch vieles mehr) betreffen. bei uns im haus gab es eben keine "hohe literatur", klassische musik war auch nie der fall meiner eltern, da kannte man halt n bißl mozart und beethoven und das war's

😉... ich hatte da einfach bildungslücken, die ich selbst füllen musste. statt ins theater oder in die oper sind meine eltern eben mit mir ins kino oder mal in ein musical gegangen (was nicht schlecht ist, im gegenteil).
In meiner Familie kannte sich die väterliche Linie atypischerweise recht gut mit klassischer Musik aus und hatte gute Notenkenntnisse, spielte auch Musikinstrumente (mein Glück!); meine Eltern haben sich sogar im Stadttheater kennen gelernt; beide hatten ein Abonnement. Dennoch musste ich mir natürlich vieles auf dem Gebiet selbst erarbeiten, und mein Lieblingsinstrument (das ganz überwiegend in der klassischen Musik eingesetzt wird) konnte ich erst im Erwachsenenalter erlernen.

Ansonsten habe ich aber auch die Erfahrung gemacht, dass Mitschüler aus dem Bildungsbürgertum sich natürlich schon vom Elternhaus aus mit "hoher" Literatur, Kunst und klassischer Musik besser auskannten, während ich mir dies -genau wie du - auch erst später gründlich angeeignet habe. Habe auch viel Knigge gelesen.😉 Die Schriftstellerin Ulla Hahn, heute mit Klaus von Dohnanyi verheiratet, die aus einer ganz einfachen rheinländischen Arbeiterfamilie stammt, offenbart dies in ihren beiden autobiografisch angehauchten Romanen "Das verborgene Wort" und "Aufbruch" übrigens auch.😀

Ich werde außerdem nie vergessen, wie ein Geschichtslehrer Mitte der 1970er Jahre meinte, dass viele unserer Eltern doch sicher den damaligen Bestseller "Götter, Gräber und Gelehrte" von Ceram besäßen. Meine Eltern gehörten natürlich nicht dazu, aber sie schafften das Buch meinetwegen sogar an, nachdem ich ihnen dies erzählt hatte. Ich frage mich wirklich, was solche Bemerkungen, die in Richtung Selektion nach sozialer Herkunft gehen, auf dem Gymnasium zu suchen haben.

Gewisse Mitschüler hatten natürlich schon zur Schulzeit die "richtigen" (damaligen) Upper-Class-Hobbys (wie etwa Segeln, Tennis, Skifahren), -Musikinstrumente (Klavier, Violine, Cello, Querflöte) etc. und heimsten in der Schulöffentlichkeit dementsprechendes Lob ein, während ebenso begabte Kinder/Jugendliche aus einfacheren Verhältnissen, deren Eltern ihnen so etwas nicht bieten konnten, nur andächtig lauschen und brav applaudieren durften. Ich weiß noch, wie ein Upper-Class-Mitschüler in der Oberstufe bei der Französischlehrerin mal so "by the way" anbrachte, dass er sich im Elternhaus zur Entspannung schon mal "ans Klavier setzen" würde, was er mit einer Lässigkeit und Selbstverständlichkeit vorbrachte, als handele es sich bei dem Instrument um die schon damals wohl in jedem Haushalt vorhandene Waschmaschine. So war die Lehrerin im Interesse wohlwollender Notengebung gleich darüber im Bilde, mit was für einem höheren Söhnchen sie es zu tun hatte. Das war auch so ein Typ, der durch jeden hindurchsah, der nicht aus ähnlichen Verhältnissen stammte wie er.🙄 Dieses widerliche Verhalten hat der Schnösel, heute Professor an einer Universität im südeuropäischen Ausland, bis heute nicht abgelegt, wie ich auf einem Abijubiläumstreffen Jahrzehnte später feststellen konnte.
 
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Hallo Ihr Lieben,

bin gerade mit Interesse auf diesen Beitrag gestoßen.

So, ich bin ein Bildungsaufsteiger 1. Generation. 😀 Punkt. Und stolz drauf. 🙂 Ich kann das, was du, Primavera, beschreibst, z.T. nachvollziehen; aber das hängt eben auch davon ab, mit welchen Leuten man sich an der Uni umgibt. Nicht jeder Kommilitone hat mich bisher gefragt: "Na, aus welchem Elternhaus stammst du denn?", "Über wie viel ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital verfügt Ihr denn bei euch zu Hause?", "Wie viel Geld hast du eigentlich im Monat?"
Das kommt doch eigentlich nur ganz selten wirklich zur Sprache. Um das so exakt zu wissen, muss man doch schon über den Grad der normalen Bekanntschaft mit den Leuten hinauswachsen und das sehe ich jetzt bei den meisten nicht als gegeben an.

Ich arbeite neben dem Studium. Muss mir sogar jetzt den Rest des Studiums selbst finanzieren, da ich keine Fördergelder von Seiten des Staates mehr bekomme. Bin aus gesundheitlichen Gründen und wegen des Auslands halt 3 Semester über RS, wenn ich das Studium abschließe. 😉
Dennoch habe ich mir auch einen Auslandsaufenthalt komplett selbst finanziert --- dort dann zwar Gehalt bekommen; aber es fielen ja auch so genug Kosten an. Und ich habe das auch die ganze Zeit durchgezogen, selbst wenn es Probleme gab.

Wobei ich sagen muss, dass es mir bei meinem Auslandsaufenthalt in Frankreich das erste Mal eigentlich so richtig bewusst geworden ist, dass ich nicht aus den besten Verhältnissen in finanzieller Hinsicht stamme. Viele dort konnten ständig reisen, Ausflüge unternehmen, teure Unternehmungen veranstalten usw. Ich blieb da mitunter schon außen vor, da das bei mir mit dem mickrigen Gehalt und den irgendwann nicht mehr ganz so üppigen Ersparnissen einfach nicht mehr ging.

Das Studium habe ich mir weitestgehend mit Nachhilfe, sozialpäd. Assistenzen und einem administrativen Job beim Allgemeinmediziner verdingt. Seit dem letzten Jahr arbeite ich als Förderlehrer in Schulen. Jetzt habe ich eine Anstellung bei einem Nachhilfeinstitut und bei einem Discounter. (werde ab September wohl wieder in mehreren Schulen als Förderkraft oder eben auch mit einem Lehrauftrag einsteigen. Genau raus ist das momentan noch nicht).

Ich sage es mal so: man kann sich das Studium auch selbst finanzieren oder eben kleine Kredite in Anspruch nehmen. Man muss sich dabei ja nicht zwingend direkt 600-800 Euro aufnehmen, sondern kann z.B. auch den Kredit bei 100-300 Euro belassen und verdient den Rest zu. Speziell beim Förderunterricht in der Schule ist das absolut möglich. 😉

Es bricht keinem ein Zacken aus der Krone, wenn er neben dem Studium auch mal arbeitet. Vor allem war das vor 15-20 Jahren noch viel geläufiger als heute, dass die Studenten mehr arbeiten. Das habe ich gerade bei einer Internetrecherche irgendwo gesehen. Es hat früher sogar mehr Leute gegeben, die nebenher arbeiten als heute. 😉 Vielleicht entscheiden sich heute wirklich eher die Akademikerkinder für ein Studium, weil es für die leichter zu wuppen ist; wobei ich das selbst nicht einmal unbedingt so sehe.
Es gibt ja BAföG, Stipendien, Kredite und auch die Möglichkeit, Auslands-BAföG zu bekommen. 😉 Darüber hinaus gibt es auch für ein Studium im Ausland noch weitere Fördermöglichkeiten wie Sokrates und Erasmus... oder man organisiert es direkt über den DAAD oder PAD. No problem. Des Weiteren kann man für eine Auslandsaufenthalt auch ein Au Pair, Work&Travel o.ä. in Betracht ziehen.
Es ist nicht so, dass da die Akadamiker-Kinder völlig bei untergehen.

Praktika im Ausland gibt es dann auch noch und für die gibt es auch wiederum Förderprogramme - meine ich... 😉

Als Akademiker einen Partner zu finden, sollte auch möglich sein. Dass da die Leute jetzt so extrem auf die soziale Herkunft achten, ist mir nicht bekannt. Im Übrigen haben bei mir viele Männer, die ich gedatet habe oder mit denen auch mal was lief, keinen Studienabschluss bei mir gehabt. 🙂🙄

Bei mir im Wohnheim gibt es so viele Leute, die definitiv nicht hoch begütert sind, Primavera. Wo sich auch viele mit Jobs verdingen, wo man gerade mal 6,50 die Stunde bekommt und das immerhin in einer Weltmetropole wie HH. Dann kenne ich so einige, die auch lediglich von 400-600 Euro im Monat leben. Also die, von denen ich das so exakt weiß, waren auch mal entweder meine "Affären" oder eben so was wie bessere Bekannte oder Freunde.

Ich hatte bisher keine Probleme, an irgendwelche Jobs, Auslandsaufenthalte usw. heranzukommen und meine Professoren haben mit mir auch selten ein Problem. Die meisten wissen das doch auch gar nicht, was für einen soziokulturellen Hintergrund ich habe. Man gibt ja im CV auch den Beruf der Eltern nicht mehr an. Zumindest nicht im Tabellarischen! 😀
Für meine Profs bin ich überwiegend eine, die gute Leistungen erbringt.

Was das Finanzielle bei mir angeht. Nun ich konnte mich mit BAföG und Nebenjobs hervorragend finanzieren. Jetzt sieht es natürlich etwas anders aus, wo BAföG weg fällt. Aber ich habe kein Problem damit, mit 650 Euro im Monat hinzukommen, da ich sowieso kein Weggeh-Fetisch bin...

LG
LVchen
 
Das was du beschreibst liebe primavera7, ist ganz normale Vetternwirtschaft und ich bin ziemlich überzeugt, dass du bei deinen Kindern nicht anders verfahren wirst, selbst wenn sie geistig etwas hängen sollten. Das menschliche Ego kann es halt nicht verkraften, wenn das eigene Kind eigentlich zum Pöbel gehört.
 
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