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Bildung

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https://www.jetzt.de/job/junge-lehrk...ien-arbeitslos

In dem von mir verlinkten Artikel wird es auch ganz gut beschrieben, wie das Einstellungssystem verläuft. da gibt es zwar von Bundeland zu Bundesland ein paar Unterschiede, aber im Großen und Ganzen ist es ähnlich. Was auf jeden Fall immer so ist, ist die TAtsache, dass Lehrer verteilt werden und sich NICHT selber auf Schulen bewerben, bzw Schulen nicht selber Lehrer einstellen.
Das geht nur bei Privaten Schulen.

ich habe übrgiens selber eine Weile an einer privaten Schule unterrichtet und natürlich waren dort die allermeisten Kollegen "normal" ausgebiltete Lehrkräfte (= Studium und Referendariat), die eigentlich lieber in den Staatsdienst wollten. Die meisten jungen Lehrer dort waren solche, die auf Wartelisten geparkt waren und auf eine Planstelle warteten. Freiwillig gehen die wenigsten auf eine Privatschule (es sei denn, es ist eine ganz besonders tolle), denn in der Regel zahlen die nicht gut, bzw sie zahlen das, was der Staat auch seinen angestellten (nicht verbeamteten) Lehrern zahlt.
Würden sich Lehrer ihre Stellen selber aussuchen, würden wohl die wenigsten sich bei Privatschulen bewerben, sondern lieber an staatlichen Schulen. Aber die Wartezeit muss eben auch überbrückt werden.
 

Hallo Violetta Valerie,

schau mal hier: Bildung. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Aber wenn Du nur nicht glauben willst, wie sehr die öffentlichen Schulen Deutschlands am Gängelband ihrer Kulturbehörden hängen: Willkommen in der bunten Welt der deutschen Bürokratie. 🙄

Die Schuldirektoren hätten garantiert nix dagegen, wenn sie sich ihre Lehrer selber aussuchen dürften.
Bloß, sie dürfen nicht so, wie sie gern wollen täten. 🙄
 
In dem Link steht nichts drin was behauptet, daß die Schulen die Lehrer von sich aus eingestellt hätten. Das lief alles übers Bildungsministerium, also von oben verordnet. Auch Uni-Austausch läuft nicht über die Schulen, die sind nur der Nutznießer.
 
Lehrer gibt es immer noch genug. Nur wollen die erstens nicht in dem stressigen Beruf für lau arbeiten, wollen zweitens sichere längerfristige Arbeitsverträge, mit denen man sich auch ein privates Leben aufbauen kann, und wollen drittens auch nicht unter Drohung und Zwang irgendwo in die brandenburgische oder sonstige Pampa versetzt werden, wenn sie da nicht von sich aus hin wollen.
Die Anforderungen sind klar und verständlich aufgestellt und keineswegs unverschämt, angesichts der Anforderungen, die arbeitgeberseits an die Lehrer gestellt werden.
 
Lehrer gibt es immer noch genug. Nur wollen die erstens nicht in dem stressigen Beruf für lau arbeiten, wollen zweitens sichere längerfristige Arbeitsverträge, mit denen man sich auch ein privates Leben aufbauen kann, und wollen drittens auch nicht unter Drohung und Zwang irgendwo in die brandenburgische oder sonstige Pampa versetzt werden, wenn sie da nicht von sich aus hin wollen.
Die Anforderungen sind klar und verständlich aufgestellt und keineswegs unverschämt, angesichts der Anforderungen, die arbeitgeberseits an die Lehrer gestellt werden.

Genau so ist es.
Ich habe übrigens selber Lehramt studiert und die Gründe, die Du aufführst sich genau die entscheidenden, warum ich mich dagegen entschieden habe, diesen Beruf auszuüben, bzw in den Staatsdienst zu gehen.
Der Job ist extrem stressig, die Arbeitsbedingungen schlecht, die Bezahlung mies, die Chance auf Verbeamtung nur ganz klein, die Gefahr, irgendwo in die Pampa versetzt zu werden ist zu groß, dazu kommen noch die immer anstrengender werdenden Kinder.
ich würde mal ganz stark vermuten, dass die meisten Lehramtsabsolventen, die sich im Nachhinein doch für etwas anderes entscheiden, oder die das Studium garnicht erst aufnehmen, die gleichen Gründe haben.
Von "Kollegen" (oder solchen ,die es hätten werden können) höre ich nichts anderes und wenn ich hin und wieder Aushilfe mache, bestätigt mich das nur noch mehr in meinem Entschluss.

Die meisten Gründe sind aber eben "systemimmanente" Gründe: Schlechte Chancen auf Verbeamtung, Willkürliches Versetztwerden, schlechte Ausstattung (also zB zu große Klassen, schlechtes Unterrichtsmaterial- was in meinem fach wichtig wäre-, keine Disziplinarischen Möglichkeiten usw), schlechte Bezahlung bei Anstellung...all das sind Gründe, die im System liegen: Die also der Staat, bzw das KuMi selber zu verantworten hat.

Die anstrengenden Schüler sind da eher die "zweite Liga" an Gründen, sich gegen das Lehramt zu entschieden. Damit würde man fertig werden, wenn die rahmenbedingungen stimmen würden.

Ich finde: Das ist schon ein ganzer haufen Gründe, die gegen den lehrerberuf sprechen. Es gibt sicher noch mehr, aber das reicht auch schon, wie ich finde.
Der Staat könnte da viel tun, tut er aber nicht, also wird sich leider unsere Bildungssituation weiter verschlechtern: Die Leidtragenden sind die Schüler!
 
Bei Lehrern, die bei bestehendem Lehrermangel keine Arbeit haben, ist wichtig zu schauen, weshalb dem so ist.

Liegt es an der Fächerkombination? Liegt es daran, dass die zu besetzenden Stelle der Lehrkraft nicht zusprechen?

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei: Gründe dafür, dass Lehrer auf der Straße stehen, gibt es genug- da hab ich ja auch schon einige aufgezählt. Die Frage ist aber viel mehr: WARUM stehen Lehrer auf der Straße, OBWOHL es einen Lehrermangel gibt? DAS ist ja wohl die Sache, die einen wurmen kann.

Ausgangsfrage ist ja: Wie kann unser Bildungssystem besser werden? ich meine: Mehr Lehrer müssen her!
Das Gegenteil ist aber leider der Fall: es werden weniger eingestellt, obwohl eben Bedarf da wäre, bzw der bedarf immer größer wird.
Und der Grund hierfür lässt sich eben nicht in der Fächerkombination finden. Da krankt das System im Ganzen.

Es gäbe genug Möglichkeiten den Lehrermangel zu beheben, aber es wird nichts dafür getan und genau das ist doch die Frage: Warum nicht?

Und es gäbe auch genug Möglichkeiten, Schule für Schüler effektiver und für Lehrer angenehmer zu machen (zB kleinere Klassen. Auch das würde mehr Lehrerstellen bedeuten. Aber auch das wird nicht gemacht und da kann man doch wirklich nur den Kopf schütteln.
 
Welche Motivation sollte denn ein halbwegs vernünftiger Mensch unter den aktuellen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland haben, den Lehrerberuf (bei Minderjährigen) zu ergreifen?

Mehr Lehrer scheint mir übrigens auch nicht die Lösung zu sein.

Ich vermisse auch eine Wertschätzung der Schule an sich in unserem Land. Wenn ich mir da die motivierten Schüler in 3.Welt-Ländern so anschaue ...

Andererseits bin ich froh, dass ich nicht mehr zur Schule gehen muss. Die Rahmenbedingungen sind wohl in den letzten Jahrzehnten für Schüler und Lehrer schlechter geworden.

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob es nicht Alternativen zur Schule gibt. Schüler, die sich in Eigenregie bestimmten Stoff beibringen und prüfen lassen etc. Manche Schüler sind einfach nicht gut aufgehoben in diesem maroden Bildungssystem, das wohl auch den Tod vieler Schüler (aufgrund Mobbings) oder die Gewalt gegen Lehrer toleriert.

Ich kann das chronische Gelaber von den Politikern über Bildung nicht mehr hören. Das sind für mich Floskeln.

Wenn ich Kinder hätte, würde ich wohl erwägen, ob eine Art Privatschule nicht besser wäre. Sowas gibts glaubich auch für wenige hundert Euro pro Monat. Wäre mir immer noch lieber als ein unglückliches oder totes Kind.
 
Welche Motivation sollte denn ein halbwegs vernünftiger Mensch unter den aktuellen Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland haben, den Lehrerberuf (bei Minderjährigen) zu ergreifen?

Mehr Lehrer scheint mir übrigens auch nicht die Lösung zu sein.

Ich vermisse auch eine Wertschätzung der Schule an sich in unserem Land. Wenn ich mir da die motivierten Schüler in 3.Welt-Ländern so anschaue ...

Andererseits bin ich froh, dass ich nicht mehr zur Schule gehen muss. Die Rahmenbedingungen sind wohl in den letzten Jahrzehnten für Schüler und Lehrer schlechter geworden.

Vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob es nicht Alternativen zur Schule gibt. Schüler, die sich in Eigenregie bestimmten Stoff beibringen und prüfen lassen etc. Manche Schüler sind einfach nicht gut aufgehoben in diesem maroden Bildungssystem, das wohl auch den Tod vieler Schüler (aufgrund Mobbings) oder die Gewalt gegen Lehrer toleriert.

Ich kann das chronische Gelaber von den Politikern über Bildung nicht mehr hören. Das sind für mich Floskeln.

Wenn ich Kinder hätte, würde ich wohl erwägen, ob eine Art Privatschule nicht besser wäre. Sowas gibts glaubich auch für wenige hundert Euro pro Monat. Wäre mir immer noch lieber als ein unglückliches oder totes Kind.

Eine Privatschule ist vielleicht gar keine schlechte Idee, wenn man sich das leisten kann, wobei man da sein Kind auch leicht zu einem Snob erziehen und von der "normalen Welt" abkapseln kann. Erinnere einen Waldorfschüler, der zu mir meinte, dass er seinen Namen tanzen kann, wobei ich das gar nicht so schlecht fand.
 
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