Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

BGE= links oder liberal

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich ordne es weder der einen noch der anderen Strömung zu. Die politische Einordnung ergibt sich meiner Meinung nach in der Praxis. Es gibt vielleicht Arbeitnehmer die sich gerne den Traum von der Selbstständigkeit erfüllen wollen, aber Angst vor den finanziellen Folgen haben. Oder aber der Familienvater der zusammen mit seiner Frau eine längere Auszeit für die Kinder haben möchte. Genauso gibt es e einen Prozentsatz, der dieses bedingungslose Grundeinkommen genauso sieht: Ich bekomme es ohne etwas arbeiten zu müssen.

In der Realität wird es sowieso nicht kommen, da es nicht bezahlbar ist.
 
Besser gebildete Menschen haben bekanntlich meistens weniger Kinder, einfach weil bei denen noch andere Dinge im Leben wichtig sind als die beschränkten drei K, die traditionell die "Welt" armer Leute (sprich Frauen/Mütter) darstellen.
Ja, da machst du es dir aber wirklich ziemlich "einfach". Schon mal darüber nachgedacht, dass besonders Frauen in hohen Positionen es sich gar nicht leisten können, ein Kind zu bekommen, weil die Arbeit ihnen zu viel abverlangt?
Mit Kindern bist du eben nicht mehr so flexibel bzw. immer verfügbar, wie das von den Unternehmen gefordert wird...
Dann bist du eben raus - der nächste steht schon bereit...

Und zum BGE:
Ich bin mir nicht sicher, was passieren würde, aber die Idee ist zumindest interessant und wird in Zukunft garantiert noch ein Thema werden.
Grundsätzlich würden mir zunächst allerdings noch viele andere Schritte einfallen, die garantiert möglich wären:
Gerechte Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmenserfolg, Hartz 4 abschaffen, Leiharbeit reformieren (mindestens gleicher Lohn),...etc.

Aber das wollen die meisten anscheinend nicht...sonst würden sie ja links wählen...
 
Zitat Nichtkonform:

Eine besteuerung maschineller Arbeit führt weiteren Fortschritt im Bezug auf automatisierte Abläufe ad absurdum - wäre aber Möglichkeit dem nicht aufzuhaltenden Trend zumindest etwas an Rasanz zu nehmen.
------------------------------------------------------------------------------------

Du hast bei meinen "Ausführungen" dazu, etwas wichtiges vergessen. Das Konzept sieht vor den Arbeitnehmer bei den Sozialkosten zu entlasten und etwa im selben Umfang auf die "Maschinen" umzusteuern. Sonst würde das freilich nicht funktionieren.
 
Welche Maschinen sollen denn da konkret besteuert werden? Der Traktor des Bauern oder die Kehrmaschine der Straßenreinigung? Der Computer, den der Buchhalter für seine Zahlen braucht, oder ein Laufband in einer Fabrik? Das alles sind Maschinen, bei deren Nichtvorhandensein man stattdessen mehr Leute bräuchte - in überwiegend schlecht bezahlten Stellen wohlgemerkt, denn Knechte auf dem Bauernhof haben nie viel verdient, Fabrikarbeiter in Akkordarbeit dito.
Maschinen haben von Anfang an hauptsächlich die schmutzigen, schweren, monotonen und schlecht bezahlten Arbeitsplätze ersetzt, also genau die, vor denen auch heute viele potentielle Arbeitnehmer zurückschrecken, weil man lieber hartzt und sich faul auf den Rücken legt statt sich denselben für irgendeinen mies bezahlten Schei*job zu brechen.
 
Ja, da machst du es dir aber wirklich ziemlich "einfach". Schon mal darüber nachgedacht, dass besonders Frauen in hohen Positionen es sich gar nicht leisten können, ein Kind zu bekommen, weil die Arbeit ihnen zu viel abverlangt?
Gilt das gleiche auch für Männer in hohen Positionen? Wenn nein, warum wohl? Weil die für ihre Kinder so gut wie nie da sind, und das Kind an der Frau hängenbleibt? Verringerte Arbeitszeit sollten sich doch gerade die Gutverdiener in den hohen Positionen leisten können, egal ob männlich oder weiblich, denn wenn die nicht, wer dann? Leistung ist ja nicht in jedem Beruf zwangsweise mit hohem Zeitaufwand verbunden. Vor allem nicht bei Leuten, die nach Belieben delegieren können.
 
Zitat Daoga:

Welche Maschinen sollen denn da konkret besteuert werden? Der Traktor des Bauern oder die Kehrmaschine der Straßenreinigung? Der Computer, den der Buchhalter für seine Zahlen braucht, oder ein Laufband in einer Fabrik? Das alles sind Maschinen, bei deren Nichtvorhandensein man stattdessen mehr Leute bräuchte - in überwiegend schlecht bezahlten Stellen wohlgemerkt, denn Knechte auf dem Bauernhof haben nie viel verdient, Fabrikarbeiter in Akkordarbeit dito.
Maschinen haben von Anfang an hauptsächlich die schmutzigen, schweren, monotonen und schlecht bezahlten Arbeitsplätze ersetzt, also genau die, vor denen auch heute viele potentielle Arbeitnehmer zurückschrecken, weil man lieber hartzt und sich faul auf den Rücken legt statt sich denselben für irgendeinen mies bezahlten Schei*job zu brechen.
-------------------------------------------------------------------------------------

Hättest Du Dir sparen können....
Das geht nur über Energie. Es ist doch eine Tatsache das Energie viel zu billig ist. ( nicht für den privaten Verbraucher, sondern für die Industrie - und da hauptsächlich in der Rohstoffgewinnung ) Es gibt dazu ganz hervorragende Modellrechnungen ( Wolf von Fabeck )
Es ist die einzisgte Schraube die man drehen kann - Lohnzusatzkosten runter, Energiepreise höher. Führt dazu, daß wieder Leute eingestellt werden.
 
..
Das geht nur über Energie. Es ist doch eine Tatsache das Energie viel zu billig ist. ( nicht für den privaten Verbraucher, sondern für die Industrie - und da hauptsächlich in der Rohstoffgewinnung ) Es gibt dazu ganz hervorragende Modellrechnungen ( Wolf von Fabeck )
Es ist die einzisgte Schraube die man drehen kann - Lohnzusatzkosten runter, Energiepreise höher. Führt dazu, daß wieder Leute eingestellt werden.

Energie ist nur ein Teil des Puzzles. Die ersten Schritte der Automatisierung brauchten viel Energie: Autos, Baumaschinen, Schweißroboter....

Die nächsten, "intelligenteren" Schritte kommen mit sehr wenig Energie aus:
* Direktbanken
* Automatische Bonitätsprüfung bei Kreditvergabe
* Das automatische Bestellsystem bei McDonalds
* Vollautomatische Tankstellen
* Automatische Paketaufgabe / Abholung bei der Post
 
Da wird sich auch nichts ändern. Es geht ja darum, daß menschliche Arbeit immer teuerer wird, aber industrielle immer billiger. Wenn man aber mehr Menschen in Arbeit bringen will, muß man dieses Verhältnis ändern. Natürlich nicht mit dem Rasenmäher, sondern mit Augenmaß.
 
[...]
vor denen auch heute viele potentielle Arbeitnehmer zurückschrecken, weil man lieber hartzt und sich faul auf den Rücken legt statt sich denselben für irgendeinen mies bezahlten Schei*job zu brechen.

Wenn ich mir vorstelle Das meinen Mann auch mal das Schicksal Hartz IV ereilen kann und das er seit seinem 16-zehnten Lebensjahr bis auf ganz wenige und kurze Unterbrechungen nach der Wende immer Berufstätig war und lese wie du über Menschen welche du gar nicht kennst urteilst, dann stellen sich mir nur noch die Haare hoch.

Keine Ahnung welchen Job du hast, vllt. Sesselpuper in irgend einer Behörde. Tschuldigung aber die Pauschalisierung musste jetzt auch mal sein.
🙄😉
 
Wenn es beim BGE "nur" um Bedürftige ginge, bräuchte man es gar nicht, da würde eine simple Aufstockung der momentanen Hartz/Sozialhilfe oder mehr Großzügigkeit bei aufstockenden Geringverdienern völlig ausreichen.
Würde es nicht. Man braucht keine Sanktionen und wird dadurch nicht gezwungen jede Arbeit anzunehmen. Das BGE fängt in diesen besagten Ländern mit den Bedürftigen an, um es einfach auszutesten. Sie wollen wissen wie es funktionieren wird. Es ist eine Art Testverfahren.
Und wenn ausgerechnet die Schweizer, die keine Angst haben müßten, bei Einführung eines BGE zum Beispiel von Wirtschaftsflüchtlingen überrannt zu werden (denn diese Forderung käme so sicher wie das Amen in der Kirche, BGE auch für Asylanten und Flüchtlinge, sprich die halbe Welt stünde plötzlich vor der Tür!),
es abgelehnt haben, dann läßt das durchaus tief blicken.
Ich denke es liegt daran, dass die Schweiz ein ziemlich reiches Land ist und es vielleicht zurzeit gar nicht nötig haben. Die deutschen Umfragewerte sehen diesbezüglich anders aus. Die Mehrheit (nicht alle) möchten das BGE haben und sie wollen auch weiterhin arbeiten. Es soll für die meisten nur eine Erleichterung sein. Sie können dann z.B eher kündigen und die Stelle wechseln. Jetzt ist man von dem Arbeitgeber abhängig.

Aber um die tatsächlich Bedürftigen geht es in der Diskussion ums BGE imho in Wahrheit gar nicht, die werden (nach meinem Empfinden) nur als Alibi vorgeschoben, denn in Wahrheit geht es ja, wie wörtlich angemerkt, um "Selbstverwirklichung", von Leuten, die diese anscheinend mit regelmäßiger Arbeit nicht finden können oder wollen. Nicht um Hilfe für die, die Hilfe tatsächlich brauchen, sondern um Geschenke für Leute, die nicht allzuviel davon halten, sich ihre "Selbstverwirklichung" mit eigener Leistung erst mal zu verdienen.
- Sorry, mein Empfinden. -

Ja das hauptsächliche Argument ist auch die Selbstverwirklichung. Deshalb sind sogar einige linke Politiker dagegen. Weil die sich mehr für ärmere Leute stark machen. Wenn man sich selber verwirklicht, dann leistet man doch was?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben