Liebe Lotti, 😱
ich kenne das ganze Leid aus beiden Perspektiven! Einmal war ich die Mutter die mit Sohn alleine gelassen wurde - ähnlicher Fall. Dann kenne ich die Sache aus der anderen Perspektive - als "Freundin" eines verheiratenden Mannes.
Ich weiß warum Dein NM sich so verhält. Ich habe meinen jetzigen Ehemann so in Erinnerung, dass er stets ein treusorgender Familienvater in seiner ersten Ehe war. Die Ehe lief mehr recht als schlecht und gesprochen wurde über Probleme nicht mehr. Es gab auch keine körperliche Zuwendung - von Sex seit 2 Jahren keine Spur - nur noch Familie und Arbeit. Seine Frau trieb ihn an und er musste ackern und zuhause war ihr auch nichts Recht zu machen. Er war schon lange bevor wir uns kennenlernten - aus der Beziehung (Ehe) ausgestiegen. Sein Sohn tat ihm leid, aber er hat das auch alles durchgezogen und war mehr bei mir als bei seinem Sohn. Mir hat das unheimlich weh getan, weil ich ja auch die andere Seite (da es mir ja damals selbst so ergangen war) kannte. Jetzt stand ich auf der anderen Seite (mit meinem Sohn aus 1. Ehe) und mit einem verheirateten Mann der unglücklich, verzweifelt und traurig war. Er hat mir gesagt, entweder ziehe ich das jetzt "knallhart" durch oder mein Leben verläuft weiter so traurig und lustlos wie bisher! Er hat sich damals wohl absichtlich seinem Sohn gegenüber nicht nett verhalten, abweisend und schroff, damit der Junge ihn nicht mehr mag - so habe ich das damals verstanden. Die zeiten um seinen Geburtstag und die zeiten wie Weihnachten usw. waren für unsere "neue bezeihung sehr schwer. manchmal verschwand er auch einfach oder zankte mit mir "aus heiterem Himmel" herum. Es ist immer eine sehr schwere Belastung für die "neue Beziehung" und viele zerbrechen daran. Später, wenn die Männer wieder zu sich selbst gefunden haben, dann suchen sie den Kontakt zu ihren Kindern wieder. Man darf nichts erzwingen in dieser Zeit. man muss Geduld haben und den Kindern vermitteln, dass sie keinerlei Schuld daran haben. Es ist alles unglaublich schwer und man kann nur versuchen, es den Kindern so schonend wie möglich beizubringen. Mein großer Sohn aus 1. Ehe hat das alles ganz gut verkraftet. Wir haben viel gereder und ich hab ihn immer spüren lassen, wie lieb ich ihn hab und das er für mich etwas ganz besonderes ist. Er wollte keinen Kontakt mehr zu seinem Vater - vor ein paar Wochen hat er seinen Dipolom-Ingenieur gemacht. Das hat er alles alleine erreicht. Also, es werden nicht alles verkorkste Kinder aus diesen Beziehungen - wenn die Mütter stark sind!