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Bestürzung über einen Flugzeugabsturz ?

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Natürlich werden immer und überall schlimme Dinge geschehen. Klar ist, dass bald andere Themen in den Medien durchgekaut werden.
Aber im Moment beschäftigt das viele Leute. Fliegen ist heute total alltäglich. Fast jeder saß mal in so einer Kiste oder Freunde/Angehörige sind mit dem Flugzeug in die Ferien geflogen. Da denkt man sich:" Was ist, wenn ich/meine Eltern/Freunde im Flugzeug sitzen und dann..." man wagt es nicht zu Ende zu denken. Genauso bei einem Zugunglück z.B. Auch wenn man nicht persönlich betroffen ist, wie schnell dann sowas passieren kann. Und ja, das ist näher an der eigenen Lebenswirklichkeit dran als ein Krieg oder andauernde Unruhen. Und ja klar haben auch diese Menschen es verdient, dass man mal innehält und natürlich ist Leid nicht qualifizierbar! Aber es ist auch wohlfeil die "woanders sterben auch Menschen"- Keule zu bringen und am Ende juckt einen selbst weder das Elend hüben wie drüben. Es ist okay, wenn einem das alles am A**** vorbei geht. Aber dann muss man auch "einstecken" können, das andere dasselbe über das selbst empfundene Leid sagen: "Selbst schuld, juckt mich nicht. Mir egal" Und ob man das auch einfach so cool und abgeklärt wegstecken kann. Es verlangt niemand zu trauern oder sich Gedanken zu machen. Und wenn einem die Berichterstattung ankotzt, kann man die Kiste mal ausmachen und nicht auf jeden Link oder Thread zu dem Thema klicken. würden die Medien nur oberflächlich darüber berichten, wäre es auch nicht recht. Und dabei will ich die Medien gar nicht übermäßig in Schutz nehmen, gerade was jetzt die Angehörigen angeht finde ich es ganz schlimm, wenn Journalisten sich auf sie stürzen um die beste Story zu bekommen. Das ist eklig und kritikwürdig.
 
Formulieren wir es doch so, wie es gefragt wurde: warum sind die Menschen jetzt so bestürzt und in einiger Zeit ist das Thema bei den meisten Menschen durch.

Ich habe dazu schon ein paar Seiten zuvor geschrieben ... mich bewegt es auch, wenn Menschen sinnlos in Kriegen getötet werden, hungern oder auf andere Weise ums Leben kommen ... egal wo auch immer auf der Welt, mich bewegen viele Dinge, in denen Menschen Gewalt angetan wird. Und da schließe ich mal den Kreis meiner Gedanken, ich habe mich letztens auch geäußert zum Thema, ob einen Gewalt und das Böse faszinieren ... mich fasziniert es nicht, mich macht es traurig, wenn Gewalt und das Böse die Menschen fasziniert, und ich spüre einen Hauch, als würde dies den Menschen in seinen Empfindungen und Gefühlen treffen und was in ihm ansprechen, nur so ein Gedanke von mir.
Und ich kann - sicherlich nur in geringem Grade - fühlen, wie so ein Flugabsturz das Leben vieler Menschen schlagartig verändert ... Dazu muss ich diese Menschen nicht persönlich kennen ...

Ja aber ganz ehrlich wie viele Sachen passieren in der Welt? Wieso sollte mich ausgerechnet das bewegen? Nur weil das in der Nähe ist? Wenn jemand sowieso sensibel veranlagt ist und wegen jeder schlechten Nachricht traurig ist, dann ist das so. Aber mich lässt das total kalt. Ich wüsste auch garnicht wieso mich das traurig machen sollte? Ich kann eh nichts dagegen machen.
 
Also mich bestürzt das sehr! Jedes Unglück bestürzt mich sehr, denn ich weiß, es ist nur ein reiner Zufall, dass es nicht mich, oder einen Menschen der mir wichtig ist trifft.
Es ist nur eine Laune der Natur, dass es mir zufällig gut geht, während so viele Leute auf der Welt leiden müssen.
Mich macht das ziemlich fertig und ich kann es auch nicht vergessen. Weder ein Flugzeugunglück, noch einen Anschlag oder eine sonstige Katastrophe. Und der Gedanke an all die Greultaten, die Tag für Tag auf der Welt passieren zerreißt mir das Herz.
Natürlich wird so ein Unglück wie das Flugzeugunglück auch in meiner Wahrnehmung nach hinten rücken- einfach weil die Welt sich weiter dreht. Man kann ja nicht bis zum Ende seines Lebens an dieser einen Sache hängen (schlimm genug, dass all die Angehörigen dazu jetzt verdammt sind), aber das bedeutet nicht, dass mein Mitgefühl nicht echt ist. Und vor allem bedeutet das nicht, dass es sinnlos ist, mitzufühlen.
Es ist wichtig, dass wir mitfühlen- denn damit setzen wir ein Zeichen. Mitgefühl hat auch etwas mit Dankbarkeit zu tun: Wer mitfühlt sieht es nicht als selbstverständlich an, dass es ihm gut geht.
Wer mitfühlt, wird deshalb auch seine Energie daran setzen, so gut es geht zu einer "besseren Welt" beizutragen.
 
Stimmt schon, auf jedem Sender muss es nicht sein. Aber wissen will es eben doch. Sind zwei Themen, die mich interessieren, Luftfahrt und Suizid. Dazu habe ich Fragen. Und ich wiederhole mich, ich will vor allem wissen, welche Lehren jetzt daraus gezogen werden.
 
.... Aber mich lässt das total kalt ... Ich kann eh nichts dagegen machen.



Caritas: 10.000 Menschen sterben täglich durch verschmutztes Wasser - caritas-international.de


Es ist nicht ungewöhnlich, daß Piloten ihre Passion nutzen, um einen Suizid zu vollstrecken.

Wer weiß, wie sehr der Suizidant gelitten hat? Vielleicht war er in einem Zustand, der als unzurechnungsfähig beschrieben werden könnte. Er hat die anderen Menschen ja nicht aus Mordlust mitgetötet, er sah wahrscheinlich nur sich, ein Narzißt.



 
Als ich gestern von dem Unglueck gehoert habe, dann empfand ich das „natuerlich“ als traurig und tragisch. Doch leider, leider passieren Unfaelle... Da sich nun herausstellte, dass es sich um einen in Absicht herbeigefuehrten Absturz handelte, aendert sich die Sachlage natuerlich komplett. Und DAS bestuerzt mich sehr. Es bestuerzt mich, dass ein Mensch, in dessen Haende sich 150 Menschenleben geben, entscheidet, dass nun alle gehen muessen... weil ER moechte. Es bestuerzt mich, dass Menschen derart krank werden koennen, um zu soetwas faehig zu sein... Und ich hoffe wirklich, dass aufgedeckt wird, was er hatte, und was die Gesellschaft aus diesem furchtbaren Unglueck lernen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Huhu,

ich bin schon sehr bestürzt und traurig, da jemand in der Maschine gesessen hat den ich aus meinem Umfeld kannte. Wir waren zwar nicht befreundet, aber man kannte sich.. Dieser jemand hinterlässt einen 8 Monate alten Säugling und seine junge Mutter und Ehefrau.

Ich bin sehe bestürzt, dass jemand in der Lage ist so viele Menschen in den Tod zu reissen die für die eventuellen Probleme des Co-Piloten nichts dafür können.


Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
Natürlich werden immer und überall schlimme Dinge geschehen. Klar ist, dass bald andere Themen in den Medien durchgekaut werden.
Aber im Moment beschäftigt das viele Leute. Fliegen ist heute total alltäglich. Fast jeder saß mal in so einer Kiste oder Freunde/Angehörige sind mit dem Flugzeug in die Ferien geflogen. Da denkt man sich:" Was ist, wenn ich/meine Eltern/Freunde im Flugzeug sitzen und dann..." man wagt es nicht zu Ende zu denken. Genauso bei einem Zugunglück z.B. Auch wenn man nicht persönlich betroffen ist, wie schnell dann sowas passieren kann. Und ja, das ist näher an der eigenen Lebenswirklichkeit dran als ein Krieg oder andauernde Unruhen. Und ja klar haben auch diese Menschen es verdient, dass man mal innehält und natürlich ist Leid nicht qualifizierbar! Aber es ist auch wohlfeil die "woanders sterben auch Menschen"- Keule zu bringen und am Ende juckt einen selbst weder das Elend hüben wie drüben. Es ist okay, wenn einem das alles am A**** vorbei geht. Aber dann muss man auch "einstecken" können, das andere dasselbe über das selbst empfundene Leid sagen: "Selbst schuld, juckt mich nicht. Mir egal" Und ob man das auch einfach so cool und abgeklärt wegstecken kann. Es verlangt niemand zu trauern oder sich Gedanken zu machen. Und wenn einem die Berichterstattung ankotzt, kann man die Kiste mal ausmachen und nicht auf jeden Link oder Thread zu dem Thema klicken. würden die Medien nur oberflächlich darüber berichten, wäre es auch nicht recht. Und dabei will ich die Medien gar nicht übermäßig in Schutz nehmen, gerade was jetzt die Angehörigen angeht finde ich es ganz schlimm, wenn Journalisten sich auf sie stürzen um die beste Story zu bekommen. Das ist eklig und kritikwürdig.

Unterschreibe ich.

Mitgefühl empfinden bedeutet ja nicht nur zwangsläufig, dass man in eine persönliche Lebenskrise gestürzt wird. Sondern auch einfach, dass einen etwas bewegt, man sich berührt fühlt und es einen nicht kalt lässt und einfach beschäftigt. Und das ist menschlich. Genauso, wie Abstriche zu machen oder sich u. U. besser abgrenzen zu können oder einen anderen Fokus auf das Weltgeschehen zu haben oder sein eigenes Leben.

Es ist aber auch für mich ganz richtig: wenn jemand sagt, ihm ist das Leid oder die tragischen Ereignisse eines fremden Menschens egal, sollte dieser aber auch damit umgehen können, dass jemand das gleiche über sein Leid und seine Probleme sagt. Oder als Gegenfrage stellt, warum man sich dann mit seinen Problemen außeinandersetzen und diese wahrnehmen sollte.

Für mich gibt es auch nicht nur schwarz oder weiß. Wenn viele Menschen tragisch sterben, die mir nicht nahestanden, muss mich das nicht in genau die gleiche Depression und Krise stürzen, wie wenn meine Eltern oder enge Freunde gestorben wären. Aber dennoch kann mich das Thema beschäftigen und bewegen.

Mitgefühl kann viele Seiten, Schattierungen, Abstufungen und Formen haben. Und wer "nur" ein "schwarz oder weiß" draus macht ... schwierig.

Natürlich bin ich durch den Flugzeugabsturz nicht so bewegt und betroffen, als wenn mir jemand Nahestehendes gestorben wäre. Das ist eine ganz andere Ebene. Aber dennoch macht es mich traurig und fassungslos, weil das einfach zumindest für mich ganz mega krass ist, dass so viele Menschen "einfach so" sterben mussten, nur weil einer von ihnen nicht mehr leben wollte. Wirklich ganz schlimm.
 
Mitgefühl schadet nie. Im Gegenteil, selten fühlt man sich so einsam, wie in Momenten der Trauer. Da tut es gut, wenn es Menschen gibt, die Anteil daran nehmen. Und wenn es Fremde sind.

Ich kann aber auch verstehen, wenn einen so etwas nicht wirklich berührt. Denn es gibt Studien dazu, dass der individuelle Grad des Mitgefühls abnimmt, je weiter sich das Unheil vom eigenen Bekanntenkreis entfernt.

Letztlich kann man auch nicht den ganzen Tag trauernd durch die Gegend laufen, weil irgendwo, irgendwie auf der Welt gerade wieder ein Unglück geschehen ist.
 
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