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Beruf verfehlt?

Jelly88

Neues Mitglied
Hallo zusammen

Ich habe ein kleines Problem, wobei das Problem immer größer wird.
Ich arbeite nun seit 6 Jahren inkl. der Ausbildung als Chemielaborantin und bin 25 Jahre jung. Ich gehörte zu den Landesbesten und mir flog irgendwie alles zu. Mittlerweile bin ich bei meinem dritten Arbeitgeber. Und was soll ich sagen.... Es gefällt mir nicht. Am Anfang dachte ich immer, es sei der Job. Nun bin ich beim 3. Arbeitgeber und es gefällt mir wieder nicht. Ich habe das Gefühl zu verblöden. Immer nur Dienst nach Vorschrift und nach Anweisungen. Ich muss meinen Kopf nicht mehr benutzen und das belastet mich sehr.
Ich gehe unmotiviert an die Arbeit und denke am Montag schon ans Wochenende oder wann ich endlich wieder Urlaub habe.
Ich wünsche mir einfach so sehr eine Tätigkeit, bei der ich selbst nachdenken muss. Im Labor wird einem alles per SOP vorgegeben. Ich muss alles so machen, wie es dort steht. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich merke selbst, wie ich langsam verblöde. Selbst wenn ich dann mal nachdenken könnte, mache ich es nicht mehr - Ich habe mittlerweile einfach abgeschaltet.
Ich habe überlegt, nebenberuflich zu studieren. Das Studienfach wäre auch wieder im Bereich Chemie. Alles andere geht leider nicht berufsbegleitend.
Nun habe ich Angst, dass ich jeden Monat 500€ für ein Studium ausgeben werde, nur um am Ende zu merken, dass die komplette Branche nichts für mich ist. Oder dass ich keinen passenden Job finde bzw gar keinen. Oder eben wieder feststellen muss, dass es die falsche Entscheidung war.
Was, wenn ich meinen Beruf vollkommen falsch gewählt habe?
Ich weiß einfach nicht, wie ich herausfinden soll, was das Richtige ist.
Ich bin einfach eine Theoretikerin. Ich liebe Statistik, das Nachdenken über Probleme. Die Abläufe bis zu einem Endprodukt. Nicht das Endprodukt selbst.
Doch wie bringt mich das weiter? Ich will nicht kündigen, weil ich so schon Angst vor der Altersarmut habe und mir denke, dass dieser Job, für meine Rente gesehen, immer noch besser ist, als gar kein Job. Obwohl ich mir dann ausreichend Zeit für mich selbst nehmen könnte.

Wie würdet ihr vorgehen?
Denn meine Interessen während der Schulzeit bzw die Fächer in denen ich gut war, haben mich anscheinend zu einer falschen Entscheidung leiten lassen
Eins steht fest. Ich werde als Chemielaborantin niemals glücklich werden. Das kann nicht alles gewesen sein
 
A

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Re: Beruf verfehlt?
Hallo Jelly88,

schau mal hier:
Beruf verfehlt?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Wenn du unterfordert bist bringt dich ein Studium auf jeden Fall weiter. Rein für die berufliche Perspektive wird es dir auch immer was bringen. Wie lange geht das denn berufsbegleitend?
Gibt es ausser ein Studium denn noch andere Aufstiegsmöglichkeiten? Trau dir ruhig ein bisschen was zu!😉
 
Wie würdet ihr vorgehen?
Denn meine Interessen während der Schulzeit bzw die Fächer in denen ich gut war, haben mich anscheinend zu einer falschen Entscheidung leiten lassen
Eins steht fest. Ich werde als Chemielaborantin niemals glücklich werden. Das kann nicht alles gewesen sein

Hallo,
ein Studium ist eine supergute Idee.
Mach Dir darüber nicht soviel Gedanken und setz Deine Idee um.

Du brauchst Herausforderungen.

alles Liebe
flower55
 
Das Ganze würde 3,5 Jahre dauern. Es wäre auch kein reines Chemiestudium, sondern Chemieingenieurswesen.
Die Jobaussichten geben mir natürlich zu bedenken.
Ich hätte nur einfach gerne einen Beruf mit mehr Verantwortung bzw etwas, wo ich mehr selbstständig Planen muss.
 
Ich gehörte zu den Landesbesten und mir flog irgendwie alles zu.

Dann nutze Deine Kapazitäten, studiere.

Am Anfang dachte ich immer, es sei der Job. Nun bin ich beim 3. Arbeitgeber und es gefällt mir wieder nicht. Ich habe das Gefühl zu verblöden.

Die engen Bedingungen sind das Problem.

Immer nur Dienst nach Vorschrift und nach Anweisungen. Ich muss meinen Kopf nicht mehr benutzen und das belastet mich sehr.

Permanente Unterforderung und Begrenzung frustriert und demotiviert ungemein.

Ich wünsche mir einfach so sehr eine Tätigkeit, bei der ich selbst nachdenken muss.

Eben. Deshalb brauchst Du etwas anderes als derart stumpfsinnige Jobs.

Selbst wenn ich dann mal nachdenken könnte, mache ich es nicht mehr - Ich habe mittlerweile einfach abgeschaltet.

"Normale" Entwicklung. Du musst da schnellstmöglich weg, niemand hält auf Dauer einen Job aus, der ihn derart unglücklich macht.

Nun habe ich Angst, dass ich jeden Monat 500€ für ein Studium ausgeben werde, nur um am Ende zu merken, dass die komplette Branche nichts für mich ist.

Die Studieninhalte machten Dir doch Spaß, nur das Denkverbot jetzt ist ein Problem.

Ich bin einfach eine Theoretikerin. Ich liebe Statistik, das Nachdenken über Probleme. Die Abläufe bis zu einem Endprodukt. Nicht das Endprodukt selbst.

Forschung, Entwicklung.
Studieren und versuchen das umzusetzen.

Eine Professur?

Eine Nische finden, ein Unternehmen gründen?

Doch wie bringt mich das weiter?

Viel. Du weißt, was Dir liegt:

Theoretikerin.
Statistik.
Nachdenken über Probleme.
Die Abläufe bis zu einem Endprodukt. Nicht das Endprodukt selbst.

Also weg vom faden Alltagsgeschäft!
 
Letzten Endes wird es wohl auf ein Studium hinaus laufen. In Deutschland ist es fast nicht möglich ohne "Bildung" aufzusteigen. Man muss immer irgendeinen Abschluss in der Hand haben, sonst steigt man selten auf.

Stellt sich nur die Frage in welchem Bereich. Chemie, Chemieingenieurwesen, Wirtschaftsingenieur. Ich selbst studiere Energieingenieurwesen und hatte Kontakt mit Anlagenplanung. Dort geht es unter anderem auch um das Planen ganzer Anlagen und so eine Anlage aufzubauen, von der Grundidee bis zum Betrieb, kann schon mal 5-7 Jahre dauern. Natürlich geht es da auch um chemische Anlagen wie Rektifikationen. Meine Aufgabe wäre in diesem Prozess zu schauen, wo man dort Energie einsparen kann. Aber natürlich ist auch Sicherheit ein Thema. Explosionsschutz, Emmissionsschutz, wo brauche ich welche Messstelle, usw usw
 
Hallo zusammen
Ich habe ein kleines Problem, wobei das Problem immer größer wird.
Ich merke selbst, wie ich langsam verblöde. Selbst wenn ich dann mal nachdenken könnte, mache ich es nicht mehr - Ich habe mittlerweile einfach abgeschaltet.
Wie würdet ihr vorgehen?
Ist das in deinem Privatleben auch so?
Was dir vorschwebt geht wohl Beruflich nur in der Forschung oder Entwicklung:
 
Naja. Was heißt genauso.
Ich bin auch im privaten ein sehr strukturierter Mensch,
der einfach gerne Dinge plant. Klar mache ich auch mal etwas spontan. Aber im großen und ganzen plane ich lieber. Ich liebe dazu die Sicherheit. Mit einer der Gründe, warum ich auch so am Studium zweifel. Ich habe Angst, dass es am Ende nichts für mich ist und keinen Job finde, der mir zusagt. Oder überhaupt keinen finde. Als Chemielaborantin wäre ich dann aber überqualifiziert.
Es muss nicht unbedingt die F&E sein. Dort habe ich als Laborantin bereits 2 Jahre gearbeitet und kenne den Ablauf.
Mein Hauptproblem, muss ich leider gestehen, ist, dass ich neben meiner Unterforderung einfach das Gefühl habe, die 23.000€ Studiengebühren sollte ich lieber anderweitig investieren, um im Alter auf der sicheren Seite zu sein. Fragt sich nur, ob es das wert ist.
 

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