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Beim Fröhlich-Sein nicht ausgelassen und langweilig wirken

Danke für die vielen Antworten, ihr Lieben. Das hat mir wirklich was Bedeutet und auch zum Nachdenken gegeben und jetzt auch ein Stück weit weitergeholfen.

Das einzige, was mich jetzt noch runterzieht ist dieser "Knoten", den ich in meinem Gehirn habe. Irgendwie gestatte ich mir selbst gar keine Freude oder Ausgelassenheit mehr zu, weil mein Gehirn sich ständig denkt "Nein, Du kannst dich darüber jetzt nicht freuen. Es gibt noch eine viel heitere Art, die Du jetzt in dieser Form nicht erreicht. Wenn Du Dich jetzt darüber freust, hälst DU Dich selbst davon ab die wahre Freude zu finden" und das nervt mich gerade total.

Es ist so als wrüde mein Gehirn unbewusst Freude mit etwas Negativem gleichsetzen - so als wär es eine Strafe jetzt in dem Moment Freude zu empfinden, weil ich sonst die wahre Freude verpasse.

Ich hab jetzt mal im Netz bisschen gegoogelt. Cherophobie ist wohl die Angst vom Glücklich-Sein. Aber bei mir geht's ja darum daß ich meine Beigeisterung jetzt selber dämpfe, in dem ich mich davon abhalte glücklich zu sein - aus Angst dadurch nicht glücklich zu werden. Dieses Paradoxon macht mich gerade fertig.
 
Du beobachtest und analysierst dich gerade selber zu viel.

Ich hab mal irgendwo den Spruch gelesen "Glaube nicht alles, was du denkst".

Manchmal hat man Phasen wo man einfach zu viel grübelt oder negative (irratationale) Gedanken hat.
Mir tut dann Ruhe gut, mal keine Leute treffen, stattdessen zB ein Buch lesen, Haustier streicheln, entspannen.

Ich hoffe du wirst diese störenden Gedanken bald wieder los.
Sag dir bewusst, dass jede Freude positiv ist, auch die kleinste Freude.
Es ist gut wenn man sich über Kleinigkeiten im Alltag freuen kann und schöne Dinge bewusst wahrnimmt, zB der Duft des Morgenkaffees, ein nettes Lächeln , eine nette WhatsApp-Nachricht oder so.

Euphorische Freude ist eher selten, aber dadurch bleibt sie auch was besonderes.
 
Danke für die vielen Antworten,

Es ist leider nicht mehr weggegangen. Seit 3 Wochen verfolgt mich dieser scheußliche Gedanke schon und auch meine Familie und Freunde merken, wie sehr es mich runter zieht. (Heute wurde ich sogar random von einem Passant gefragt, was denn los seie, weil ich so niedergeschlagen aussehe).

Ich schaffe es einfach nicht mehr fröhlich, geschweige denn "gut" gelaunt zu sein. Ständig ist der Gedanke da, daß wenn ich mich jetzt so-oder-so verhalte eigentlich besser fühlen müsste und ich daher sämtliche Handlungen generell lasse. Ich wirke total passiv und merke auch, daß ich bei einfachen Denkvorgängen ziemlich lange brauche, weil ich überhaupt gar nicht mehr "in Schwung" komme.

Es ist sehr schade, weil mich scheußliche Gedanken in der Regel nach 1 - 2 Wochen loslassen, aber dieser Gedanke wird mich wohl leider noch eine gute Weile verfolgen, inklusive der Nachwirkungen.

Was ich mit diesem Posting bezwecke, weiß ich auch nicht so ganz. Eventuell wollte ich das einfach nur von der Seele schreiben. Ich habe auch schon über einen Freund eine Therapeutin konsoltiert, und bei der probatorischen Sitzung meinte sie, daß sie mein Leiden überhaupt nicht einordnen könnte ("Das ist keine Depression, das ist keine Schizophrenie, das ist keine Störung...ich weiß gar nicht in welche Box ich sie stecken soll") und sie wusste dann auch nicht was weiter los ist.

Ich werde wohl nie wieder richtig unbeschwert sein, so wie "vor 3 Wochen", aber das macht mir inzwischen fast nichts mehr aus. Ich will einfach nur diesen scheußlichen Gedanken loswerden, wieder "in Schwung" kommen und normal am Alltagsleben teilhaben.

Liebe Grüße,
 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Bestätigung für mein Glück gehalten habe. Dies war sehr authentisch weil ich emotional sehr abhängig war.
Hinterfrage warum du dies.und jenes tust.
Die Reise zu dir selbst wird eine Weile dauern.
Jeder hat ein anderes Glück, bloss die meisten hinterfragen, das gar nicht. Die meisten halten soziale Standards, wie Ehe und Geld, Schönheit für ihr Glück, ob das der individuelle Glück wirklich ist, ist jedem selbst überlassen. Es wird Krisenzeiten geben, weil du nichts mehr glauben kannst.

Setz dich nicht unter Druck, akzeptiere wie es gerade ist. Die Antworten findest du mit der zeit
 
Das klingt alles fürchterlich verkopft.

Zuallererst würde ich mal sagen, dass es fürs Glücklichsein völlig egal ist, ob du dann auch glücklich wirkst.

Vielleicht kann ich dich ein wenig verstehen. Du beschreibst Glück in sozialen Situationen. Ich kenn es, dass ich mich oberflächlich wohlfühle, auch unter vielen Menschen, dass ich aber tief in mir merke, dass diese Lachen nichts mit Glück zu tun hat. Dass ich mich amüsiere, dass das aber etwas ist, was noch nicht mal an der Oberfläche kratzt.

Wirkliches Glück erlebe ich in anderen Situationen, alleine, oder mit den wichtigsten Menschen, die ich habe.

Glück ist, nach einem harten Training barfuß in der Düssel zu stehen. Glück ist, über den Lack meines neuen Rennrads zu streichen. Glück ist, wenn meine Frau strahlt, weil ich ihr Lieblingsessen gekocht habe. Glück ist, an einem Wochenende bei meiner besten Freundin zu ihr ans Bett zu gehen und sie zu wecken und zu sehen, dass sie sich darüber freut.

Glück braucht selten viele Menschen, und schon gar nicht deren Bestätigung.
 
Es ist sehr schade, weil mich scheußliche Gedanken in der Regel nach 1 - 2 Wochen loslassen, aber dieser Gedanke wird mich wohl leider noch eine gute Weile verfolgen, inklusive der Nachwirkungen.

ja das kann sein dass dieser ungute Zustand noch einige Zeit bleiben wird.
Aber versuche es erstmal zu akzeptieren, "kämpf" nicht dagegen an.

Es gibt immer wieder Phasen im Leben, gute und schlechte.

Der Zustand wie es dir jetzt geht, bleibt nicht für immer.
 
Ich werde wohl nie wieder richtig unbeschwert sein, so wie "vor 3 Wochen"

Glück und Gefühlszustände sind nicht reproduzierbar.
Aber es werden andere gute Phasen und andere gute Gefühle kommen.

Versuche dich vielleicht mal ein paar Tage eher zurückzuziehen, zur Ruhe zu kommen.
Entweder zuhause sein, zB Musik hören, ein spannendes Buch lesen.

Sehr empfehlen kann ich persönlich auch abendliche Spaziergänge, wenn es schon dunkel ist mit Kopfhörern spazieren gehen.
Da fühlt man sich dann auch nicht so beobachtet, wenn es dunkel ist.
 

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