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Die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen sind m.E. auch nicht faul, sondern haben schlicht den "Kontakt zur Welt" verloren.

Die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen ist kaum vermittelbar, da wahlweise null Ausbildung, mit irgendwelchen psychischen oder "sozialen" Problemen wie etwa Sucht behaftet, zu alt für die meisten verfügbaren Jobs und/oder behindert oder krank. Ich habe von Fällen gehört, wo das Jobcenter von Leuten mit deftigem Behinderungsgrad noch verlangt hat, unter Androhung von Sanktionen, sich für mindestens 3 Stunden am Tag eine Arbeit zu suchen (als ob sich etwas derartiges für einen Arbeitgeber lohnen täte, da kann die tägliche Anfahrt zur Arbeit länger dauern als die Arbeit selber). Sogar Leute die quasi schon den Kopf unterm Arm tragen fallen unter "Langzeitarbeitslos" statt "nicht vermittelbar", weil nämlich auch die Ämter gewisse Erfolgsquoten haben, die sie per Vorgabe erfüllen müssen, da ist blinder Aktionismus um der geschönten Statistiken willen dann vorprogrammiert. Die Bearbeiter in den Jobcentern hätten auch nix dagegen, wenn das bestehende Hartz-System massiv vereinfacht würde, denn die sind genauso die Leidtragenden wie die Arbeitslosen, die sie laut Vorgabe von oben bedrängen müssen.
 
Die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen ist kaum vermittelbar, da wahlweise null Ausbildung, mit irgendwelchen psychischen oder "sozialen" Problemen wie etwa Sucht behaftet, zu alt für die meisten verfügbaren Jobs und/oder behindert oder krank.

Im weitesten Sinne meinte ich das mit "Kontakt zur Welt verloren". Langzeitarbeitslosen fehlt oft Qualifikation. Damit meine ich Bildung aber auch wie du richtig sagst körperliche und psychische Fähigkeiten.

Manchen macht es wirklich zu schaffen, wenn sie keine Arbeit finden - nicht nur des Geldes wegen, sondern weil sie immer wieder das Gefühl vermittelt bekommen für nichts zu gebrauchen zu sein.
Für nicht wenige (mich eingeschlossen) ist Arbeit sozialer Kontaktpunkt. Ohne Arbeit sitzen zu zuhause rum, verlieren das Zeitgefühl, Einsamkeit stresst sie und der Sanktionsdruck hilft ihnen natürlich nicht weiter.

Ich habe von Fällen gehört, wo das Jobcenter von Leuten mit deftigem Behinderungsgrad noch verlangt hat, unter Androhung von Sanktionen, sich für mindestens 3 Stunden am Tag eine Arbeit zu suchen (als ob sich etwas derartiges für einen Arbeitgeber lohnen täte, da kann die tägliche Anfahrt zur Arbeit länger dauern als die Arbeit selber). Sogar Leute die quasi schon den Kopf unterm Arm tragen fallen unter "Langzeitarbeitslos" statt "nicht vermittelbar", weil nämlich auch die Ämter gewisse Erfolgsquoten haben, die sie per Vorgabe erfüllen müssen, da ist blinder Aktionismus um der geschönten Statistiken willen dann vorprogrammiert. Die Bearbeiter in den Jobcentern hätten auch nix dagegen, wenn das bestehende Hartz-System massiv vereinfacht würde, denn die sind genauso die Leidtragenden wie die Arbeitslosen, die sie laut Vorgabe von oben bedrängen müssen.

Das ist richtig.
Man muss sich schon fragen, was das System bringt. Wenn es nur schöne Zahlen sind, ist es Blödsinn.
Oft sind beide Seiten überfordert (Hilfesuchende und Jobcenter). Versuch einem 60 Jährigen Langzeitarbeitslosen doch mal eine moderne digitale Kasse zu erklären. Meine Mutter ist schon gefordert wenn sie einen PC hochfahren soll oder am Smartphone den An/Aus Knopf sucht... Dementsprechend laufen viele Qualifikationsmaßnahmen ins leere. Sie werden habherzig gestaltet und halbherzig wahrgenommen.
 
Die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen ist kaum vermittelbar, da wahlweise null Ausbildung, mit irgendwelchen psychischen oder "sozialen" Problemen wie etwa Sucht behaftet, zu alt für die meisten verfügbaren Jobs und/oder behindert oder krank.

Ich finde es merkwürdig das man erst ein BGE Testweise einführen muss um zu der Erkenntnis zu kommen, dass langzeitarbeitslose auch mit BGE langzeitarbeitslos bleiben. Wie der Test mit den 2.000 Leuten in Finnland zeigte.

Hat man wirklich angenommen, bei der Auszahlung von evtl. etwas mehr Geld und das auch noch sanktions- u. Beschwerdefrei - würden sich mehr Menschen von Arbeit angezogen fühlen als umgekehrt?

Da muss man sich schon fragen was da für Hobbypsychologen am Werk sind...

:kerzeanzuend:
 
Ich finde es merkwürdig das man erst ein BGE Testweise einführen muss um zu der Erkenntnis zu kommen, dass langzeitarbeitslose auch mit BGE langzeitarbeitslos bleiben. Wie der Test mit den 2.000 Leuten in Finnland zeigte.

Hat man wirklich angenommen, bei der Auszahlung von evtl. etwas mehr Geld und das auch noch sanktions- u. Beschwerdefrei - würden sich mehr Menschen von Arbeit angezogen fühlen als umgekehrt?

Da muss man sich schon fragen was da für Hobbypsychologen am Werk sind...

:kerzeanzuend:


Sie können aber andere Arbeit annehmen... Es muss ja keine Erwerbsarbeit sein. Wir brauchen nicht mehr so viele Menschen in Arbeit.
 
Was haben sie vorher auch schon gemacht? Sie zwingen doch die Leute im Niedriglohnsektor zu verweilen + irgendwelche Maßnahmen die nichts bringen.

Wie lange wollen wir den Wahnsinn eigentlich noch haben?

Ich muss aber mal PC Recht geben. Es gibt viele Langzeitarbeitslose, die ja nichts machen - auch keine Maßnahmen. Keine hält sie davon ab z.B. in einem Krankenhaus, Altenheim oder sonstwie ehrenamtlich zu helfen.

Wieso sollten Menschen eine andere Arbeit (die nicht entlohnt wird) machen, nur weil sie BGE bekommen?

Es gibt tolle Menschen, die sich heute schon (Arbeitslose und Arbeitnehmer) unentgeltlich engagieren. Das hat aber selten mit Einkommen, sondern mit persönlicher Einstellung zu tun.
 
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