Rhenus
Sehr aktives Mitglied
Nee es ist einfach nur absolut klar und eindeutig, dass viele Jobs verschwinden werden. Dafür gibt es genug Belege und dem widerspricht auch Niemand. Dass neue Berufe entstehen werden ist auch sicher ein Fakt. Aber, dass auch nur ansatzweise so viele entstehen wie verschwinden ist eine reine Behauptung entgegen jeder Logik.
Es reicht völlig wenn die Hälfte keine Arbeit mehr hat um massive Probleme zu bekommen. Weil was willst du mit der Hälfte machen? Hartz 4 und Bewerbungen schreiben lassen für Jobs die es gar nicht mehr gibt? Drangsalieren, stigmatisieren und ausgrenzen kommt nicht so gut wenn es keine winzige Minderheit mehr ist.
Es ist ja auch eine Lüge, dass mehr Leute in Arbeit kamen, denn viele sind Aufstocker oder haben mehrere Jobs.
Früher waren auch die Arbeitgeber nicht sozialer... Dennoch wurden Löhne gezahlt die für eine Familie reichte.
Warum sind Gewerkschaften so schwach geworden?
Weil es mehr Arbeitsplätze gibt?
Die Löhne so gut, dass man sich nicht organisieren bräuchte?
Nein, die Leute haben kein Geld mehr, um Beiträge zu zahlen!
Der Mindestlohn musste eingeführt werden und diese Leute werden trotz harter Arbeit im Alter bettelarm sein.
Nur... Ich habe keine Angst vor wegfallenden Arbeitsplätzen. Das halte ich für einen unausweichlichen Wandel.
Doch genau das ist aber auch ein Argument für das BGE!
Viele Arbeitsplätze wurden in Staaten mit Billiglöhnen verlegt. Kapital ist flüchtig!
Zudem haben wir Arbeit in Deutschland, mehr als wir schaffen können. - Nur! Die potentielle Arbeit wird nicht bezahlt!
Mit einem BGE im Rücken, als Sicherheit, würde diese Arbeiten sich lohnen.
Zudem bewirken das BGE und damit der Umbau des Sozialsystems eine massive Lohnnebenkostensenkung!
Das wiederum bedeutet Wettbewerbserfolg auf internationalem Markt.
Wobei das bei Finnland der Fall wäre.
Hier im Strang wurde süffisant bemerkt, dass Finnland so unbedeutend wäre, dass kein Einfluss auf die Regierung in Finnland genommen würde.
Tja, gäbe es ein System in Europa, gäbe es rasch weitere!!!
Und weil das Kapital das weiß, könnte man doch theoretisch mit Investitionen protzen oder sie versagen. Je nach dem...
Wir stehen übrigens, was das Wohlstandsgefälle angeht, wieder beim Jahr 1918!
Ist das nicht ein Grund nachzudenken?
Oder sollte man das bejubeln und "weiter so!" rufen?