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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Und es ist tatsächlich müßig, über den Kapitalismus zu diskutieren. Ein System, in dem Bankenschulden sozialisiert werden, kann man nämlich gar nicht als Kapitalismus bezeichnen.

Gut ist etwas OT , aber kannst Du mir das mal erklären wie das war ? Ich befürchte nämlich latent, dass Du sowas von keine Ahnung hast vom Bankgeschäft......

aber wie gesagt, ist ja OT
 
Zitat Mustang:

Warum sollten wir Fossile Brennstoffe aufgeben, wo die Alternativen doch hässliche Windräder und teure Solarpanels sind
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Solarpanels kosten heute nicht mehr viel Geld. Das war mal sicher so vor zwanzig Jahren. Jeder der heute mittelmäßig begabt ist und den Platz dafür hat, kann sich heute preiswert mit eigenem Strom versorgen. Wie ich z.B.

Verhakt dich bitte nicht in Details. Das war nicht das was ich damit Aussagen wollte. 😉 Es geht darum, dass der Mensch als einzelner, als Gruppe und als Staat höchstens dann für das größere ganze zu begeistern ist, wenn er selbst rundum versorgt ist. Und eigentlich nichtmal dann.
 
@Rhenus
Da bin ich anderer Meinung. Damals gab es den Keynesianismus doch noch gar nicht. Vergiß mal nicht, Bismarck war ein kluger und besonnener Politiker, aber er war auch hochkonservativ. Und als ein solcher würde er niemals ein soziales Sicherungssystem etablieren, nur um die Binnennachfrage zu stärken und damit Deutschland zu einer Weltwirtschaftsmacht aufzubauen. Bismarck war eben kein Freund des Imperialismus und hat sich seinerzeit für eine friedliche Lösung innereuropäischer Konflikte bemüht.

Sorry, ich möchte keinen Nebenkriegsschauplatz schaffen, doch ich halte Bismarck (für damalige Zeit!) nicht für erzkonservativ, sondern für einen Monarchisten.
Seine Ansichten waren eben wie bei einem Verwaltungsmenschen üblich, aber dennoch progressiv.
Konservativ waren Kirchen, Liberale und die Centrum-Partei (später CDU), die alle gegen Sozialreformen waren.

So waren auch Arbeitgeber durchaus auf der gleichen Welle und schafften individuelle Sozialleistungen. Bergbau, Krupp, Borsig, usw. Oder bei Großgrundbesitzern in Form von Deputaten.

Das war alles keine reine Menschenfreundlichkeit, eher wie bei einem Bauern, der sein Vieh gut füttert, um höhere Erträge zu bekommen, doch man muss es gerechterweise nennen.
Im Grunde genommen, waren das alles Vorläufer und Teile von Grundeinkommen, doch auch Herrschaft über die Familien.

Damit waren Menschen eben nicht frei, wie ein BGE das machen würde.
Daran erkennt man, dass es nicht alleine um eine Mindestversorgung geht, es geht um Freiheiten des Menschen, sich selbst zu verwirklichen.
Denn man muss bei den ganzen Betrachtungen auch die Ursprünge erkennen. Wie Reiche überreich wurden, wie Land genommen wurde, wie einzelne Familien ganze Länder (Kolonien in Afrika) sich rauben konnten und deutsche Soldaten die Selbstbestimmung der dortigen Menschen grausam und blutig niederschlugen...

Ich sprach auch nicht vom Keynesianismus, sondern von der Entwicklung von der Kleinstaaterei, die Bayern heute noch haben möchte, 🙂 zur Schaffung des Deutschen Reiches, welches keine Infrastruktur hatte.
Die folgende Frühindustrialisierung und Ablösung der Heimarbeit und Landwirtschaft hin zur Großindustrie.
Und da muss man eben sagen, da hat Bismarck viel geleistet, weil nach seinem Weltbild der Mensch eben kein reines Verbrauchsgut mehr sein sollte.

Und so haben sich zwar Produktionsprozesse für den Menschen verbessert, doch die reine Existenz ist genauso fremdbestimmt, wie im 19. Jahrhundert.
Mehr noch, durch die Agenda 2010 wurden Verbesserungen rückgängig gemacht und z. B. die Parität bei der Krankenversicherung aufgekündigt oder Beerdigungsgeld gestrichen und wieder der Familie oder dem Staat aufgebürdet.

Und wenn man eben den Keynesianismus hat, denn die soziale Marktwirtschaft gibt es ja in weiten Teilen durch die Globalisierung nicht mehr, dann muss man eben ein BGE haben, weil diese Wirtschaftslehre davon ausgeht, dass es weitgehend keine Vollbeschäftigung gibt.
Der Mensch ist darin ein beliebiger (und kostenintensiver) Faktor zur Produktion.

Und nach meiner Meinung muss eine Wirtschaft nicht einzelnen dienen sondern der Volkswirtschaft, sprich allen Menschen.
Wirtschaft als Selbstzweck über den Menschen gestellt, ist nicht nur Unsinn, sondern eine Perversion.
Im modernen Kapitalismus dienen Volkswirtschaften längst nicht mehr der Volksgemeinschaft, sondern etwa 100 Menschen auf der Welt!

Also weitaus schlimmer, als 1800 soundso.
 
Es scheitert denke ich nicht an Lösungskonzepten sondern an der Natur des Menschen. Warum sollte er eine bequeme Position aufgeben?

Wenn das so wäre würden wir immer noch in der Steinzeit hausen.

Die Menschen möchten sich schon weiterentwickeln. Wenn allerdings nicht klar ist, dass ein BGE dem Staat nützt, wird so etwas auch nicht eingeführt. Ganz simples Rechenbeispiel eigentlich.
 
Das BGE würde selbstverständlich dem Staat ( und zwar der Regierung die es einführt ) nützen. Keine Arbeitslosenzahlen mehr und die Aussicht auf ewige Wahlerfolge, je nach Höhe des BGE.
 
Nö, Finanzen interessieren ernsthaft niemand. ( und schon mal gar nicht Politiker, die das ja nie bezahlen müßten ) Es geht um Wählerstimmen und das heißt am Ende um nichts weiter als Stühle, Posten. Die will man auf jeden Fall - entweder behalten oder kriegen.
 
Wenn das so wäre würden wir immer noch in der Steinzeit hausen.

Die Menschen möchten sich schon weiterentwickeln. Wenn allerdings nicht klar ist, dass ein BGE dem Staat nützt, wird so etwas auch nicht eingeführt. Ganz simples Rechenbeispiel eigentlich.

Wir haben uns über das Leistungsprinzip aus der Steinzeit entwickelt.

-Du willst ein Haus bauen? Ich baue mit und du lässt mich dafür mit darin wohnen.
-Oder du kommst nicht damit klar, einen Hirsch zu jagen? Ich helfe dir ihn einzukesseln und die Beute wird geteilt.

Leistung und Gegenleistung, selbst das Gastrecht des Mittelalters basiert darauf. Denn erst dadurch konnte man vernünftig reisen ohne viel Geld (was extrem gefährlich war) oder kiloweise Essen mit sich rumzuschleppen. Und als die Wirtshäuser anfang des 19. Jh flächendeckend wurden, hat sich das mit dem Gastrecht wieder erledigt.

Der Kommunismus hatte versucht, das Leistungsprinzip flächendeckend auszuhebeln, indem jeder seinen "gerechten" Anteil an allem haben sollte. Real hatte jedoch der Schwarzmarkt schlicht die Leistung erbracht während der Markt dahinrottete. Es gab ja keine Motivation mehr zu Leisten als der Plan vorgab, man durfte es ja eh nicht behalten.

So, und jetzt haben wir Menschen die in Hartz4 feststecken und Flüchtlinge. Also Leute die uns als Staat nichts zu bieten haben und an denen Leute mit Arbeit kurz- bis mittelfristig nur verlieren können.

Im Umgang mit denen trennen sich eben die Idealisten von den Menschen, die nach dem reinen Leistungsprinzip leben. Und auch das BGE benötigt Idealisten, denn reiche Menschen haben nichts zu gewinnen und ausschließlich zu verlieren.
 
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