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Bedingungsloses Grundeinkommen

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was ist passiert? 😕

Cloudy, Geld auf Bedarf drucken geht doch wegen der Inflation nicht. Sonst könnte dies ja jeder verschuldete Staat nach belieben tun. Die Geldmenge im Umlauf darf nicht vergrössert werden.
 
Das habe ich natürlich auch überlegt, aber wenn es nur für das BGE gedruckt werden würde, gäbe es doch keine Inflation deswegen.

Die Leute geben das Geld ja aus, dadurch kommt es ganz normal in den Umlauf.


Rapide Preiserhöhung müsste natürlich auch gleich verboten werden.

Dann ist aber die Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild nicht mehr weit, oder?
 
Naja, wenn man als normaler Bürger überlegt. Warum hat es Kinder- und Altersarmut überhaupt geben können in D.

Jetzt sind auf einmal Milliarden da für die Flüchtlinge (nicht falsch verstehen, ist null gegen diese).

Warum aber war dieses Geld vorher nicht da? Damit hätte man allen Armen in D helfen können.
 
Und sorry wenn ich jetzt nicht alles nachlese.

Hat irgendjemand hier schon mal gesagt, wo das ganze Geld fürs BGE herkommen sollte?

Außer dass es frisch gedruckt werden würde🙂
 
Hat irgendjemand hier schon mal gesagt, wo das ganze Geld fürs BGE herkommen sollte?

Außer dass es frisch gedruckt werden würde🙂

Über einen Mehrwertsteuersatz von 35-50%. Wenn du jeden Monat ~100 Mrd € Nennwert auf den Markt wirfst haben wir hier simbabwische Zustände.


Die 1500€/900€ BGE Berechnung liegt im übrigen öffentlich zugänglich auf der Cloud in meinem Beitrag (könnte mir mal jemand ein Feedback geben, ob die Exceldatei da fehlerfrei runterladbar ist?). Die Geldbeträge sind alle per Formel verknüpft, es steht jedem frei seine ganz eigenen Zahlen dort einzutippen und hier zu präsentieren.
 
QUOTE=Portion Control;3089308]Anstatt diesen Beitrag zu formulieren hätten wir sicherlich alle gerne deine konkrete Finanzierung gelesen. Und zwar so ausführlich wie im Stil von Mustang, sodass man damit sogar ausnahmsweise mal hätte etwas anfangen können. Zumal seine ja laut deiner Aussage fehlerhaft ist.[/QUOTE]

Das wäre jedoch unsinnig gewesen, wozu ich mich nicht hergebe.
Ich habe das bereits in Vorpostings beschrieben und begründet, musst du wohl geflissentlich bei deiner Kreativität für flapsige Antworten, ignoriert oder überlesen haben. 🙂
Ich wiederhole jedoch gerne für dich die Kernpunkte.

Um ein Sozialsystem so weitreichend zu verändern, bedarf es einer längeren Zeit und Diskussion, welches Ziel man erreichen will.
Dieser Diskussion entzieht sich die Politik jedoch in unverantwortlicher Weise.

Beispiel: Das Statement des Herrn Schneider am Althaus Modell.
Oder die Aussagen des hochverehrten Herrn Prof. Butterwegge, obwohl er an anderer Stelle genau dieses Konzept indirekt fordert, indem er die soziale Begründung aufzeigt.

Bei Schneider sind es allerdings nur rhetorische Floskeln, wo ich denke, dass er das System gar nicht versteht und einfach nur nach dem Wahlschock der SPD, nach der Agenda 2010, Reformen scheut.

So ging es ja schon einmal in der SPD aber nur umgekehrt. Kaum ein Abgeordneter hat damals verstanden oder gewusst, was er da in Wirklichkeit abstimmt...
Danach heißt es immer, seinen begangenen Fehler mit Zähnen und Klauen verteidigen, Widersacher isolieren und mundtot machen.
Zuletzt bleibt dann: „Es musste ja etwas getan werden!“ Auch dann, wenn es noch so ein großer Unsinn war.

So ist übrigens auch das widerliche Anschmiegen der SPD an die CDU zu verstehen. Schwäche!
Man traut sich nicht zu, sinnvolle Opposition zu betreiben.

Man scheut, selbst die Regierungsverantwortung zu übernehmen und geht lieber als Juniorpartner vorgeführt, an die wohlgefüllten Fleischtöpfe, um sich zu laben.
Man nimmt es hin, Massenaustritte hinzunehmen, kontinuierlich Wähler zu verlieren.
Aber das kennen wir aus der 150 jährigen Zeit der SPD leider zur Genüge.

Aber was war denn bei der von der SPD geforderten Einführung des Mindestlohnes anders?
Es war das schamhafte Eingeständnis, dass man zuvor den Weg zur Ausbeutung weiter Bevölkerungsschichten beschloss.
Selbst eine minimale Rücknahme dieser staatlichen Zuhälterei wird von SPD-Altbonzen heftig kritisiert, die selbst den Staat massiv persönlich abzocken.

Ich bin, wohlgemerkt unter diesen Umständen, für den Mindestlohn, doch diese Notmaßnahme führt absolut in die Altersarmut und drückt andere Löhne gleich mit!
Zudem entzieht sie sich der Verhandlungen durch Gewerkschaften, die auch mit der Agenda 2010 geschwächt wurden.

So, nun fragst du, warum ich kein Modell berechne und Vorstelle... 😀
Das hat den simplen Grund, dass man wissen muss, was alles im BGE enthalten sein soll.
Welche Sozialkassen ersetzt werden sollen.
Welche staatlichen Leistungen ersetzt oder nicht ersetzt werden sollen.
Welche Budgets, Ämter, Ministerien aufgelöst oder reduziert werden sollen.
Dazu muss jede staatliche Leistung und Subventionen hinterfragt werden, vom Wohngeld bis zum Ehegattensplitting.

Erst dadurch wird der notwendige Finanzaufwand gegenüber den Einsparungen darstellbar.
Weiter muss entschieden werden, welches Gesundheitssystem man haben will, ob man das Rentensystem aufrechterhält. Denn Rente ist sehr ungerecht definiert.

200 € Kassenbeitrag mit Pflegeversicherung reicht bei weitem nicht! (Althausmodell) Weil dann wieder über die eingeschränkte Solidargemeinschaft (es fehlen Freiberufler, Beamte und Leute über der Beitragsbemessungsgrenze) Unterdeckung oder ungerechte Verteilung generiert und beibehalten wird.

Da kann zudem jemand ins System „zuwandern“ und bekommt, obwohl er kaum eingezahlt hat, eine gute Rente oder gleiche Krankenversicherungsleistung.

Dann muss die Versicherungspflicht KV gesichert werden, das könnte das BGE leisten.
Alles das muss feststehen und dann erst kann man ein Paket definieren und finanzieren.

Ich amüsiere mich köstlich wie hier und anderswo jeder für sich definiert, was er will oder nicht...
So sind wir schon bei sagenhaften 1500 € angelangt.
Das wären bei einem Paar 3000€ und bei sagen wir zwei Kindern 1800€, also satte 4800€ Familieneinkommen!!!

Weiterhin muss feststehen, weil Arbeitgeber auch sehr stark entlastet werden, dass sie sich daran auch beteiligen müssen.

Zudem werden hier im Strang völlig falsche Argumente als vermeintliche Regeln und „Wahrheiten“ behauptet. Dazu muss man jedoch einen Haushaltsplan und seine Kassenwirksamkeit kennen.

Die Jahresbudgets werden ja nicht an einem Tag abgerufen oder getilgt, sie werden zudem nur dann „wahr“ wenn die Haushaltsrechnung erfolgt.
Darin fließen eben auch Haushaltsüberschüsse, Minderdeckungen und Haushaltsüberschüsse ein.
Damit wird ein Haushalt erst „wahr“.

So ist die Rente (privat und gesetzlich) in ihrer Höhe massiv gefährdet, weil die Regierungen eine Niedrigzinspolitik fahren, um Banken reicher zu machen und sich selbst genehmigen, über die immensen Staatsschulden hinwegzutäuschen.
Warum ich das ausführe? Die Rentenversicherung legt ihr Geld auch an und wird eben bei diese niedrigen Zinssätzen keine nennenswerten Erträge anhäufen können.
Dazu kommt, dass sie durch Privatvorsorge ausgetrocknet wird.

Warum also nicht den graden Weg gehen und das BGE einführen?
Das Rentensystem unterliegt der Weisung der Politik, die sich an den Beiträgen bedienen kann, warum also sich nicht direkt durch die Politik alimentieren lassen, wie Abgeordnete, Richter oder Beamte, auch?

Also werden kontinuierlich Steuern bzw. Einnahmen erwartete werden können, weil das BGE zwangsläufig für Lebenshaltung ausgegeben wird.
Arbeitende Menschen zahlen eben vermehrt in Konsumgütern diese Steuern. Daraus resultieren eben auch Gewerbesteuern, Einkommensteuer, Unternehmensbesteuerung.
Man wird also das BGE aufbringen können und wird es finanzieren können, ohne gleich exorbitante Zahlungen leisten zu müssen oder gar 50% Mehrwertsteuer.
 
Und sorry wenn ich jetzt nicht alles nachlese.

Hat irgendjemand hier schon mal gesagt, wo das ganze Geld fürs BGE herkommen sollte?

Außer dass es frisch gedruckt werden würde🙂

Hallo Cloudy,
es rechnet sich!

Wie ich schon zuvor schrieb, stehen ja einige Modelle zur Auswahl.
Daher ist es nicht einfach, die Höhe und die Modalitäten, als alleinig gültige, darzustellen.

Ich denke auch, dass man sich mal von den gängigen Denkweisen lösen muss.
Es würde nicht die momentane Bedürftigkeit im Raum stehen, sondern auch der Vorsorgegedanke.
So ließe sich ja auch Geld für Schulen, Ausbildungen, Universitäten ansparen, bzw. man dafür den Unterhalt haben.

Bis zum 18. Lebensjahr verwalten natürlich die Eltern das Geld.
Danach müsste sich nach privaten Regeln das Kind anhand seiner Finanzkraft natürlich kleiden und für seinen Lebensunterhalt, den Eltern was abgeben. (Sofern es in der Familie bleibt)
Zieht es aus, muss eben von "seinem" Satz den Gesamtunterhalt bestreiten.

Allgemein denke ich, man sollte sich nicht in Klein-Klein-Gedanken verlieren und sich vielmehr in der Welt orientieren, wo Schulen eben auch Geld kosten.
Ob wir wollen oder nicht, Deutschland ist nicht der Nabel der Welt und es droht eine Anpassung durch drohende Sozialpleite zu verschlafen.
Die Wirtschaftswende zeichnet sich ab und wenn unser Sozialsystem nicht reformiert wird und damit auch Kaufkraft und Wirtschaft gestärkt werden,
wenn nicht erkannt wird, dass Renten nicht mehr reichen werden,
dass es keine Arbeit für alle geben wird, die zum Leben und zur Vorsorge reicht,
dann wird es eben sehr kalt in Deutschland werden.

Ich bewundere immer die Kritiker am BGE in diesem Strang, ist doch kein Fusel zu klein um nicht bemerkt zu werden...
Das Ziel verliert man aus den Augen.

Geld wird übrigens fleißig gedruckt, nicht vom Staat, wie man annehmen könnte, sondern von den Banken.
Für das BGE müsste keines gedruckt werden, im Gegenteil! Es würde wie eine Sicherung dagegen funktionieren.
Wenn Reiche immer mehr Geld aus unserem deutschen Wirtschaftskreislauf (unsozial) zudem steuerfrei entnehmen, so muss man den Wirtschaftskreislauf durch ein BGE stützen.

 
So schwer ist es sicher nicht seine eigene Version darzustellen. Wenn man das will.

Zitat Rhenus:

Ich bewundere immer die Kritiker am BGE in diesem Strang, ist doch kein Fusel zu klein um nicht bemerkt zu werden...
Das Ziel verliert man aus den Augen.
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Da bewunderst Du aber gar nichts. Denn es stimmt nciht. Hier sind - einschließlich mir - jeden Menge Anhänger eines BGE. Jedenfalls mehr als Du wahrnehmen willst oder kannst. Ein BGE wäre toll, eine Art Schlaraffenland. Die einzigste Kritik richtet sich daran aus, daß man nicht glauben kann, wie sowas finanziert werden soll. Allein die Aussage: Wir schaffen das schon - reicht eben nicht.
Und genau an diesem Punkt wird sich auch die Politik ausrichten.
 
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