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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Also wer sich das langweilige Gesülze aus deinem Link in voller Länge geben muss, ist selbst schuld. Und das alles nur um zu erklären, dass wir alle ein "Einkommen" erhalten Kraft Geburt? Anscheinend ist es doch nicht so simple, sonst wäre dies in 1 Satz gesagt, anstelle einer Reportage von 1:38 Stunden.

Ich frage mich nach wie vor, wie lustig das sein muss, wenn auch jeder reiche das BGE erhält. Schauspieler, Anwälte, Steuerberater. Eine ganze Menge Leute die nicht darauf angewiesen sind und bei denen dieses BGE dann auch nicht als Kaufkraft zurück in die Wirtschaft fließt. Sondern einfach in Fonds und Depots gehortet wird.

Der Staat jammert das kaum Geld da ist um Investitionen zu tätigen. Die Gesundheitskassen schlagen nächstes Jahr wieder auf. Die UST lässt sicherlich auch nicht mehr lange auf sich warten. Aber dann sind beim BGE plötzlich Gelder da, die zusätzlich ( ohne Gegenleistung und ohne das davon die Wirtschaft einen Vorteil hat ) herausgegeben werden können?

Nicht zu vergessen auch die ganzen Privatleute. Die müssen nichtmal reich gewesen sein und können das zusätzlich trotzdem in Form von teuren Urlauben im Ausland auf den Kopf hauen. Auch davon sieht unser BIP nichts.

1000x 80 Millionen, jeden Monat.
Davon hätte eine Menge Geld den gleichen Stellenwert, als würde man diesen Monat für Monat den Gulli runter kippen.

Und die Kluft zwischen Arm und Reich, beheben wir damit auch nicht.

Verstehe! Es besteht die Gefahr, es könnte sich jemand überzeugen lassen? 🙂

Also ist es deiner Meinung nach klüger, weiterhin den Missständen tatenlos zuzuschauen und mit "Hurra" und wehenden Fahnen dem Zusammenbruch des Sozialsystems Applaus zu spenden?

Neid ist wohl eine sehr ausgeprägte Form des Selbsthasses, wenn ich damit erreiche, dass ein anderer nichts bekommt.

Warum nimmst du und andere nicht zur Kenntnis, dass das meiste Kapital eh nicht erarbeitet sondern vererbt wird...
 
Okay, ich kann es nicht lassen und steige wohlwollend noch mal an anderer Stelle ein. So als wäre ich für ein BGE:

Rhenus erklärte doch auch mal, dass die Einführung des Mindestlohns gut war, aber ohne ein BGE nur halb so viel wert sei weil erst das BGE einem AN die Möglichkeit gäbe, Druck auf den AG und somit auf den Stundenlohn ausüben zu können.

Also wenn ich das richtig verstehe geht es beim BGE darum, Arbeit die man nicht gerne macht ( zb. WC Putzen, arbeiten mit gefährlichen Stoffen, etc. ) oder Arbeiten mit zu geringem Lohn ablehnen zu können. Zum einen erhält man keine Auflagen dies zu tun, und auch keine Sanktionen wenn abgelehnt wurde.

Wenn das arbeiten sind die trotzdem erledigt werden müssen, sich aber kaum Bewerber um diese Stelle reissen, ist der AG in der Zwickmühle über den deutlich angehobenen Stundenlohn diese Stelle wieder attraktiver zu machen.

Das heisst, mit einem BGE erwartet man auch den Anstieg der Löhne? Ist das korrekt?
Aber gilt das nicht ausschließlich für den Niedriglohnsektor?

Ja und nein. Absolut würden diverse Löhne sinken, was ja durchaus arbeitgeberfreundlich ist. (--> Nullsummenspiel)

Relativ wiederum wären die Personen im Niedriglohnsektor begünstigt. Tatsächlich gehen BGE und Mindestlohn Hand in Hand. Es ist jeweils keine Grenze nach oben, sondern eine Grenze nach unten. Und das kann, gesellschaftlich betrachtet, nur im Interesse aller sein.
 
Zitat Rhenus:

Nach meinem Kenntnistand können zwar Steuerzahler Wahlberechtigte sein, doch nicht alle Steuerzahler sind wahlberechtigt.
Ich weiß also nicht, was du mit deiner seltsamen Formulierung ausdrücken willst.
Und wenn du zukünftig "Steuerzahler" zu Wahlberechtigten erklären möchtest... Das wird aus verschiedensten Gründen nicht gehen...

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Du hast´s halt mit der Wortklauberei.
Du weißt wer gemeint ist.

Nein, du fängst dich nur in eigenen Schlingen.
Und zudem nochmals nein und absolut nicht, denn es wird ja unrichtiger Weise bestritten, dass alle Menschen in Deutschland Steuern zahlen.
Und es kann nicht Wortklauberei sein auf gravierende Fehler aufmerksam zu machen.
Oder geht es nur darum, dir nicht zu widersprechen?


Für 1000 oder 1200 Euro im Monat ( netto ) arbeiten schon viele Leute. Die müssten das dann nicht mehr tun und könnten sich dem Künstlerischen hingeben, sozusagen. Ja, es wäre schön. Leider reine Traumgebilde. Die FDP ist tot.

Darf ich dich korrigieren?
Auch wenn du wieder von "Wortklauberei" sprechen wirst?

Die FDP will das "Bürgergeld", also mit Arbeitspflicht!
Zudem will sie nur Sozialleistungen einsparen und Unternehmer entlasten.
Das stellt also für die Menschen eine massive Verschlechterung dar!


OK, für den Unternehmer ist es gut. Er kann sich bereits Grundeinkommensbezieher anwerben und denen einen geringeren Zusatzlohn geben. Und er würde ( ich würde! ) sofort die Preise erhöhen, denn die Leute haben ja jetzt auch mehr Geld. Nennt sich glaube ich Marktwirtschaft oder so.

Nun, die Gefahr sehe ich nicht, weil dann würden sich die Unternehmer nicht so einen ruinösen Preiswettbewerb liefern.
Du kannst ja ruhig deine Preise erhöhen und einen Umsatzrückgang hinnehmen... Es heißt ja "freie" Marktwirtschaft.

Zudem würde dann mehr Steuereinahmen generiert, was wiederum für mehr Geld für eine steigende Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands spräche.

Dass deine These falsch ist, zeigt doch das gesamte Lohngefüge nach dem Krieg!
Der steigende Wohlstand und der Ausbau des Landes.
BGE reicht ja nur für eine Grundversorgung, weiterer Konsum muss man sich verdienen.

Steigende Sozialleistungen steigern das Bruttosozialprodukt und generieren Steuern!

Wobei ich jedoch die Steigerungen nicht überbewerten würde. Es wären hauptsächlich einige Millionen, die den Menschen eh zustehen, die jedoch (meist widerrechtlich) verweigert (also um die sie betrogen) werden.
In der Gegenfinanzierung würden die Kosten für Ausgaben der Prozesse und Verwaltung eingespart, was aber schon eine hohe Summe ausmacht, die unserer Volkswirtschaft zu Gute käme.

 
Ich habe mir jetzt nicht die ganzen 111 Seiten durchgelesen, also Verzeihung, wenn das hier schonmal erwähnt wurde.

Es gab schonmal ein Grundeinkommens- Experiment in der kanadischen Stadt Dauphin.

Die Befürchtungen der Gegner des Grundeinkommen bezüglich des Arbeitsmarktes sind nicht eingetreten, im Gegenteil. Zudem sind die Kosten des Gesundheitswesens gesunken, durch eine Reduzierung der Krankenhausaufenthalte.

Revolutionäres Sozialexperiment: Dauphin war "die Stadt ohne Armut" - n-tv.de

Die verschiedensten Modelle sind hier gut zusammengefasst.

https://www.grundeinkommen.de/content/uploads/2012/08/12-06-modelle-tabelle.pdf

Theoretisch könnte man sogar ein Grundeinkommen (zumindest teilweile) mit Klimazielen verbinden, durch intelligente Ressourcen- und Energiebesteuerung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat Rhenus:

Nein, du fängst dich nur in eigenen Schlingen.
Und zudem nochmals nein und absolut nicht, denn es wird ja unrichtiger Weise bestritten, dass alle Menschen in Deutschland Steuern zahlen.
Und es kann nicht Wortklauberei sein auf gravierende Fehler aufmerksam zu machen.
Oder geht es nur darum, dir nicht zu widersprechen?

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Ich fange mich gar nirgends.
Selbsveständlich zahlt auch der BGE-Empfänger ( wenn es ihn gäbe ) oder der Hartz 4-Empfänger Steuern. Aber dies von Geld, daß ihm der Staat schenkt.
Selbst wenn Du anderem Glauben wärst - alles ist möglich - der Arbeiter der alles erarbeiten muß und der in Mehrheit darüber abstimmen muß, wird diesen Unsinn niemals wählen.
 
Zitat Rhenus:

Nein, du fängst dich nur in eigenen Schlingen.
Und zudem nochmals nein und absolut nicht, denn es wird ja unrichtiger Weise bestritten, dass alle Menschen in Deutschland Steuern zahlen.
Und es kann nicht Wortklauberei sein auf gravierende Fehler aufmerksam zu machen.
Oder geht es nur darum, dir nicht zu widersprechen?

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Ich fange mich gar nirgends.
Selbsveständlich zahlt auch der BGE-Empfänger ( wenn es ihn gäbe ) oder der Hartz 4-Empfänger Steuern. Aber dies von Geld, daß ihm der Staat schenkt.
Selbst wenn Du anderem Glauben wärst - alles ist möglich - der Arbeiter der alles erarbeiten muß und der in Mehrheit darüber abstimmen muß, wird diesen Unsinn niemals wählen.

Interessante These...
Sind an Geschenken Bedingungen gebunden?

Sind Versicherungsleistungen Geschenke?

Ist Anteil am Staatsvermögen (Sinn des Staates) ein Geschenk?

Ist die Zweckbindung der Mittel, als Pflichtaufgabe eines Staates, Geschenke?

Sind Subventionen an Industrie, Wirtschaft, Landwirtschaft, Forschung, Verbänden, Sport, Militär und Entwicklungshilfen usw. Geschenke?

Bekommen Staatsdiener, Politiker und Repräsentanten Geschenke?
Sind Staatsaufträge Geschenke?

Bomben auf Menschen? Luftangriffe?
Diese Geschenke könnte man doch zumindest ablehnen... 😕

Sind nicht vielmehr Sozialausgaben die Folge aus der grundgesetzlich definierten Sozialstaatlichkeit?
Und man hat bei Erfüllung von Kriterien Anspruch daraus?

Auf "Geschenke" hat man keinen Anspruch...

Selbst wenn Du anderem Glauben wärst - alles ist möglich - der Arbeiter der alles erarbeiten muß und der in Mehrheit darüber abstimmen muß, wird diesen Unsinn niemals wählen.

Weißt du... als "Unsinn" hat man schon vieles bezeichnet, was anschließend zur Normalität gehörte...
Und logische Anpassung an Fakten und notwendigen Veränderungen sind niemals "Unsinn" gewesen, denn sie sicherten den Fortbestand des Wohlstandes und des Staates.

Wir hätten diesen Wohlstand und diese Demokratien auf der Welt nicht, wenn es keinen solchen "Unsinn" gegeben hätte, der als unabänderliche Vernunft Einzug hielt.

Das was du befürchtest und zugegeben viele andere auch noch, ist lediglich die Scheu vor der Verantwortung, Menschen in Freiheit zu entlassen und das ist ein wenig der Krankheit unserer Zeit geschuldet.
Wir haben Ängste vor dem morgen und trauen anderen nicht zu, mutiger und freier zu sein im Leben, als man selbst.

Alle Menschen zahlen Steuern, folglich sind es keine Geschenke, denn es dient dem Staatserhalt.

Ach ja! Stimmt!
Du meinst ja, wer nicht arbeitet, wobei du "Arbeit" unzulässig eng definierst, bekäme mit seinem Sozialgeld ein Geschenk...
Wäre das nicht Kastendenken? Moderne Sklaverei?

Wäre das nicht vielmehr wie bei einem Aktionär, als Dividende zu betrachten?
Denn was war denn zuerst da? Der Staat oder der Mensch, der in den Staat investierte?
Der nicht selten sein Leben und seine Gesundheit dafür gab.

Und übrigens, Geschenke, darf ein Staat nur im begrenzten Umfang vergeben.
Wir sprechen aber hier von gesetzlichen Leistungen und Pflichtaufgaben des Staates.
Aber das wird vielleicht in deinen Augen wieder Wortklauberei darstellen... 🙂
Kann ich leider nicht ändern. 😉
 
Das was du befürchtest und zugegeben viele andere auch noch, ist lediglich die Scheu vor der Verantwortung, Menschen in Freiheit zu entlassen und das ist ein wenig der Krankheit unserer Zeit geschuldet.
Wir haben Ängste vor dem morgen und trauen anderen nicht zu, mutiger und freier zu sein im Leben, als man selbst.

"Als man selbst" war schon mal gut. 🙂
Morgen wache ich auf und traue nicht nur allen anderen mehr Freiheit zu, sondern besonders mir selbst. Und dann fröhnen wir alle einer neuen Lebenskultur ohne den schnöden Mammon.
Aber lebt dein BGE am Ende nicht von den Leuten die sich nicht frei fühlen? 😉

Du meinst ja, wer nicht arbeitet, wobei du "Arbeit" unzulässig eng definierst, bekäme mit seinem Sozialgeld ein Geschenk...

Wenn ich für meine Oma einkaufen gehe und an der Kassse bezahle kann ich auch behaupten, ich würde ihr den Einkauf finanzieren wenn ich gleichzeitig unter den Tisch fallen lasse, dass sie mir zuvor das Geld für den Einkauf mitgab. 😀
 
Mich würde nur mal interessieren warum die überwältigende Mehrheit der Kritiker ( nicht der Gegner, denn schön wär´s ja ) sich diesen am Ende nichtssagenden "Wortschwall" anlesen muß. Wir sollten froh sein, daß die Neoliberalen auf dem breiten Rückzug sind. Die Bismarckschen Sozialerungenschaften ( und die, die danach kamen ) sind gut und haben die BRD an die Spitze der Welt geführt. Wirtschaftlich und sozial. Keine Frage, sie müßten wieder und weiter ausgebaut werden. Und wer gerade Nachrichten hört, der weiß auch, daß erste Ansätze dazu gemacht werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir auch nicht alles durchgelesen.

Aber ich finde es schon spannend, das es ein Land ausprobiert. Mal sehen, wie es klappt.

Was ich mich nur immer frage, wer dann noch die ganz fiesen Jobs macht. Klar, es gibt bestimmt Leute die gerne Toiletten putzen oder Regal im Discounter im Akkord für ein paar Euro einräumen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das die schwerer zu finden sein werden.

Wir (also ich und mein Partner) würden dann früher in Rente gehen. Grundeinkommen + Erspartes= früher aufhören zu arbeiten. Das kann ich ganz ehrlich sagen. Aber vielleicht wäre das auch gar nicht so schlecht. Dann hätten junge Leute Aussicht auf unsere Jobs.
 
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