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Bedingungsloses Grundeinkommen

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Was zur Folge hat, dass viele Menschen sich ein gemütliches Plätzchen in der sozialen Hängematte suchen werden.
Und wer zahlt dann den Spaß?

Ach, ich sehe das vor meinem geistigen Auge - eine Nation voller Nichtstuer, angereichert durch unsere rumänischen, bulgarischen etc. Freunde, die schließlich auch ein recht auf "Grundversorgung" haben.

Kann man doch nicht vom Perso abhängig machen!

Du scheinst ein sehr schlechtes Bild vom Menschen zu haben. Du meinst, dass ein Mensch, wenn er nicht mehr arbeiten müsste, nicht mehr arbeiten würde, sich nur noch ausruht und der Gesellschaft Schaden zufügt?

Ein Mensch braucht Zucker und Peitsche, damit er funktioniert?
 
Bei dem Gedanken des Grundeinkommens geht es nicht darum, dass irgendjemand weniger hat, sondern darum, dass jeder ein Minimum hat, welches bedingungslos und lebenswürdig ist.

...und untrennbar damit verbunden ist die nicht ganz unwichtige Frage, wie das finanziert werden soll.

Ich finds bisher eigentlich ganz gut, dass jemand, der von der Gemeinschaft Geld haben und sein Leben finanziert sehen möchte, dafür auch ne gute Begründung vorbringen und Einschränkungen hinnehmen muß, wenn er sich dem nicht unterwerfen möchte. Im Regelfall stellen diese Bedingungen und Regeln auch niemanden vor unlösbare Probleme.
Ich hab selber mal von ergänzender Sozialhilfe gelebt, und ich war damals dankbar dafür, Geld zu erhalten, auch wenn ich dafür halt ein paar nicht so angenehme und manchmal unlogische Sachen mußte. Mir wär aber eher nicht die Idee gekommen, lauthals Schikane! Menschunwürdig! Ihr Fiesen! zu rufen.

Deviance
 
Ja.

Natürlich.

Genau die Menschen, die jetzt hartzen, weil sie "keine Lust auf Arbeit" haben, werden umgehend das Händchen aufhalten.

Es freut mich, dass deine Erfahrungen so anders sind.

Ich halte die Vorstellung, dass alle Menschen nach Selbsterfüllung durch Arbeit streben, für naiv.

Irgendwie schreien auch häufig die nach Kohle für alle, die nix einzahlen in den Pott.

Und ich hätte gerne die Frage beantwortet, wann Schluss ist mit der Spendierhose.

Bei den Rumänen? Ernst gemeint.

Ich garantiere dir, dass die Schüler aus "bildungsfernen Haushalten" in der Schule nichts mehr tun würden, da sie ja "grundversorgt" werden.

Wozu noch eine Ausbildung machen?

Und ich stelle mir vor, wie jeder jeden ins Land holt, in dem Milch und Honig fließen....

"Deutschland ist voll das geile Land, Alda! Machst du Grundsicherung! Muss keiner arbeiten da! Vooll geil!"

Nachtrag: Selbstverständlich ist es richtig, dass Arbeitsunfähigen geholfen wird. Das steht nicht zur Diskussion. mir geht es um Sozialschmarotzertum.
 
Der einzige Sinn eines bedingungsloses Grundeinkommens ist für mich die Sicherheit trotzdem existieren zu können, auch wenn man aus was für Gründen auch immer nicht arbeiten kann. Existieren setze ich nicht mit abgehobenem Luxus gleich, aber auch nicht mit einem monatlichen Kampf ums Überleben.

Diese kleine Sicherheit wünscht sich jeder. Jeder Arbeitende und jeder "Schmarotzer". Menschen sind schließlich alle. Und sie sollten auch so behandelt werden.

Allerdings halte ich das Ganze auch für utopisch. An den finanziellen Mittel würde es nicht zwangsläufig scheitern. Wenn die Mehrheit der Menschen mal etwas bewusster und weniger verschwenderisch leben würde, wäre das aber schon ein kleiner Anfang.
 
"...wenn wir dafür sorgen würden,"

Wir?
Wer ist "wir"?
Du auch?
Was zahlst du ein?
 
Die leben doch heute auch größtensteils von Fonds, oder täusche ich mich da? Ich wüsste nicht, dass diese gestrichen werden würden und die 1000Euro kriegten die Kranken oder Arbeitsunfähigen auch.

Die betreffenden Bezirke bezahlen für die Menschen mit Behinderung. Auch die Jugendämter sind involviert, wenn die Betroffenen noch nicht ein gewisses Alter erreicht haben (ich glaube, bis 21 Jahre geht es). Der Grad der Behinderung und die Pflegebedürftigkeit machen die Höhe der Gelder abhängig. Dann bezahlt die Krankenkasse auch etwas, für Medikamente beispielsweise oder wenn man Anträge für unterstützende Dinge stellt.

Nicht zu vergessen, behinderte Menschen können auch arbeiten gehen, wenn sie dazu in der Lage sind. Entweder in Behindertenwerkstätten oder Betriebe, die sich auch dafür ausrichten.

Das Geld finde ich trotzdem oft für behinderte Menschen zu wenig. Übrigens ist es auch nicht so, dass bei hohem Einkommen der Eltern oder bei hohen Erbschaften die Bezirke weiterhin Geld bezahlen. Die stellen das dann ein, bzw. senken die Höhe.

Zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen": Ein schöner Grundgedanke, doch das System funktioniert nicht in meinen Augen. Abgesehen von den Gründen, die die anderen schon genannt haben, würde sich für viele studieren oder kompliziertere Ausbildungen nicht mehr lohnen, bzw. sie hätten weniger Antrieb dafür. Das ist kein persönlicher Angriff. Aber wenn ich sowieso gutes Gehalt verdiene, dann stellt sich sicherlich vielen die Frage: warum muss ich mich dann durch diese Ausbildung quälen/durch das Studium, wenn ich sowieso Geld zum Überleben bekomme? Nicht jeder ist so strebsam oder idealisiert, dass er das dann trotzdem durchzieht oder prinzipiell dennoch mehr Geld als andere möchte. Was ist mit hohen Erbschaften? Reichen Eltern? Wertgegenstände, die in Geld umgesetzt werden können?

Ich finde, hier in Deutschland herrscht eine gute soziale Absicherung. Bitte nicht schreien ... aber schaut euch doch mal andere Länder an. Wenn du da arbeitslos wirst, oder durch Krankheiten und Unfälle ausfällst oder langfristig arbeitslos wirst, dann hast du ein riesen Problem. Dann geht es nicht selten wirklich um deine Existenz.


Und ja, ich finde es legitim, dass Menschen prinzipiell für Arbeitslosengeld und Hartz 4 etwas tun müssen und es nicht "geschenkt" bekommen. Andere arbeiten ja schließlich dafür. Man kann sich darum streiten, ob jeder Mensch jede Arbeit annehmen muss und was vertretbare Gehälter sind. Ich finde es nicht gut, dass Zeitarbeitsfirmen immer mehr Leute abzocken können und ich finde es auch nicht gut, wenn sich jemand für Jobs bewerben muss, die absolut nichts mit seiner Ausbildung zu tun haben und wo sogar die Arbeitgeber fragend mit den Schultern zucken, warum die jetzt so jemanden angeboten bekommen.

Ich finde, wenn jemand sachlich und logisch ein paar Mal erklären kann, warum er die Stelle oder den Arbeitsbereich nicht will, sollte man das respektieren. Und man sollte auch im Auge behalten, wie lange derjenige schon Arbeit sucht, wie er Arbeit sucht und wie engagiert und bemüht er dabei ist. Bei mir war das z. B. damals der Fall. Ich war mal einen Monat arbeitslos und ich musste nicht jede Stelle annehmen. Das war zweimal der Fall. Ich hatte Gründe dafür, meine Betreuerin vom Arbeitsamt hat das verstanden und gut wars.

Ich bin ehrlich. Ich mag meine Arbeit. Aber wenn ich mitbekommen würde, dass andere trotzdem gutes Geld bekommen, ohne etwas dafür zu tun, würde das meine Motivation doch irgendwie schmälern, jeden Tag um 6 Uhr Morgens aufzustehen und mir von Vorgesetzten sagen zu lassen, was ich tun soll oder sollte. Selbst wenn ich auch dieses Grundeinkommen bekommen würde, diese Gedanken kämen mir, wenn ich trotzdem arbeite.

Ich sage mal salopp: die meisten Leute würden zwischen "Nicht arbeiten, aber Geld zum Leben haben, ohne was dafür zu tun" und "Arbeiten und mehr Geld verdienen" immer die erste Wahl treffen. Nicht alle, aber meiner Meinung nach die meisten. Wir sind zwar eine Karrieregesellschaft geworden, in denen es oft ein Manko ist zuzugeben, dass Arbeit einem nicht so sehr wichtig ist und man lieber mehr Freizeit hat, aber dieses System baut darauf auf, dass man manchmal auch nach Ausbildung, Engagement und Können bezahlt wird. Natürlich gibt es auch Abzocke, Betrug und Ungerechtigkeiten, aber es geht um Leistung. Das kann sehr schlecht sein, aber auch sehr gut.

Die Mehrheit würde also aufhören zu arbeiten. Dann gäbe es weniger Dienstleister, weniger Bäcker, weniger Mechaniker, weniger Ärzte usw. Dann nützt dir dein ganzes Geld nix, wenn du immer weniger Stellen hast, wo du es ausgeben kannst.

Und irgendwo muss das Geld auch herkommen. Vom Staat? Ernsthaft?! Bei den Schulden? Obwohl das Geld "da" ist, ist es ja trotzdem nicht "da". Das ist oft das verheerende bei Schulden. Man kann sein Konto überziehen, sieht nur ein Minus, bekommt aber trotzdem zu einem gewissen Grad noch Geld.

Monarose hat auch nicht so unrecht mit dem Szenario, was sie zeichnet. Es ist ja auch jetzt schon so, dass Einwanderer Soziale Leistungen bekommen. Das finde ich gut, wenn jemand hier arbeiten und Fuß fassen möchte, es aber nicht auf Anhieb schafft. Ich finde es aber schlecht, wenn man Deutschland und seine sozialen Leistungen als ultimative Lösung für alles hernimmt. Das könnten wir gar nicht alles tragen. Vor allem nicht, wenn das Sozialsystem durch das Bedingungslose Grundeinkommen ausgehebelt und geändert wird. Von den Leuten, die mit Absicht betrügen, um Kohle abzukassieren und trotzdem nicht arbeiten zu müssen, will ich gar nicht mal reden. Es sind nicht viele, aber der Teil und die finanziellen Verluste dadurch reichen mir. Aber gut, so ist die Welt auch.

Unser System baut ja auch darauf auf: "Ich zahle was ein, damit andere etwas bekommen, ich aber auch, wenn ich mal nicht mehr so kann oder krank bin etc."

Wie soll das also funktionieren, wenn immer weniger etwas einzahlen? Geld aber trotzdem da sein soll, um alle zu unterstützen?

Wenn ich sage, dass das Bedignungslose Grundeinkommen so hoch sein soll, dass man knapp davon leben kann, bin ich schon bei den klassischen sozialen Leistungen und ihre Höhe. Dann wird zwar die Mehrheit deswegen aber gezwungen sein trotzdem zu arbeiten, das ist ein schöner Gedanke, aber wer legt eigentlich die Höhe fest? Jeder Mensch soll das gleiche bekommen? Die Alleinerziehende mit zwei Kindern hat dann das gleiche zur Verfügung, wie der Single? Warum soll sie dann gezwungen sein zu arbeiten, während der andere sich die Hände reiben kann, der mit dem Grundeinkommen auskommt? Dann kann ich hier aber weniger vom gleichen Recht für alle sprechen, wenn es um Lebenssicherung durch Geld geht, bzw. es hätte einen sehr ambivalenten Charakter.

Und wie soll der Vater bei der Alleinerziehenden Unterhalt zahlen, wenn er z. B. nur den Grundeinkommenssatz hat, der ihm knapp sein Überleben sichert und das für ihn okay so ist? Wie sollen Ämter Zuschüsse und Unterstützung geben, wenn das ganze Geld in das Grundeinkommen einfließt oder kaum noch Leute dort arbeiten, wenn das Grundeinkommen höher wäre als nur die Existenzsicherung? Woher soll überhaupt dann das Geld herkommen, wenn weniger Leute arbeiten und weniger einzahlen, weil das Grundeinkommen ja da ist, bezogen auf Krankenkassen z. B.? Oder soll man dann trotzdem für Versicherungen einzahlen? Was ist mit Steuern? Dann müsste das aber ein höheres Grundeinkommen sein, wenn trotzdem Versicherungen und Steuern anfallen. Damit würde der Staat sich aber auch selbst wieder Geld zuschießen, was er in das Grundeinkommen steckt, was unsinnig wäre. Steuern kommen ja von arbeitenden Leuten.

Wenn der Staat aber das Grundeinkommen bezahlt, hingegen aber keine Steuern mehr bekommt, oder wesentlich weniger (nur von den Leuten, die sich trotzdem dazu entschließen, arbeiten zu gehen) verschuldet er sich immer weiter. Es geht hier ja auch um einen Betrag, der monatlich jedem Bewohner bezahlt wird.

Dieses Grundeinkommen funktioniert meiner Meinung nach NUR, wenn alle Menschen so motiviert und strebsam sind, trotz dieses Einkommens zusätzlich noch arbeiten zu gehen. Und wenn es dann immer noch Leute gibt, die sich trotz dieses Grundeinkommens etwas sagen lassen würden von den Chefs oder sich herumschubbsen lassen, wenn sie z. B. schlecht ausgebildet sind oder gar nicht. Neid darf es in diesem Gebilde nicht geben, auch das Leistungsdenken müsste sich ändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
"...wenn wir dafür sorgen würden,"

Wir?
Wer ist "wir"?
Du auch?
Was zahlst du ein?

Keine Sorge.

Ich zahle nichts in die "Gemeinschaftskasse" ein, weil ich einfach zu viele Probleme mit mir selbst habe, aber da ich mir auserkoren habe, im Nebenberuf ein toller Finanzberater zu sein, wird das bald schon ganz anders aussehen.

Bin nämlich ein verwahrloster und dennoch findiger Robin Hood: Nehme von den Reichen und gebe den Armen.

Okay, noch ist das nur eine Projektion, aber ich arbeite daran.
 
Die betreffenden Bezirke bezahlen für die Menschen mit Behinderung. Auch die Jugendämter sind involviert, wenn die Betroffenen noch nicht ein gewisses Alter erreicht haben (ich glaube, bis 21 Jahre geht es). Der Grad der Behinderung und die Pflegebedürftigkeit machen die Höhe der Gelder abhängig. Dann bezahlt die Krankenkasse auch etwas, für Medikamente beispielsweise oder wenn man Anträge für unterstützende Dinge stellt.

Nicht zu vergessen, behinderte Menschen können auch arbeiten gehen, wenn sie dazu in der Lage sind. Entweder in Behindertenwerkstätten oder Betriebe, die sich auch dafür ausrichten.

Das Geld finde ich trotzdem oft für behinderte Menschen zu wenig. Übrigens ist es auch nicht so, dass bei hohem Einkommen der Eltern oder bei hohen Erbschaften die Bezirke weiterhin Geld bezahlen. Die stellen das dann ein, bzw. senken die Höhe.

Zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen": Ein schöner Grundgedanke, doch das System funktioniert nicht in meinen Augen. Abgesehen von den Gründen, die die anderen schon genannt haben, würde sich für viele studieren oder kompliziertere Ausbildungen nicht mehr lohnen, bzw. sie hätten weniger Antrieb dafür. Das ist kein persönlicher Angriff. Aber wenn ich sowieso gutes Gehalt verdiene, dann stellt sich sicherlich vielen die Frage: warum muss ich mich dann durch diese Ausbildung quälen/durch das Studium, wenn ich sowieso Geld zum Überleben bekomme? Nicht jeder ist so strebsam oder idealisiert, dass er das dann trotzdem durchzieht oder prinzipiell dennoch mehr Geld als andere möchte. Was ist mit hohen Erbschaften? Reichen Eltern? Wertgegenstände, die in Geld umgesetzt werden können?

Ich finde, hier in Deutschland herrscht eine gute soziale Absicherung. Bitte nicht schreien ... aber schaut euch doch mal andere Länder an. Wenn du da arbeitslos wirst, oder durch Krankheiten und Unfälle ausfällst oder langfristig arbeitslos wirst, dann hast du ein riesen Problem. Dann geht es nicht selten wirklich um deine Existenz.


Und ja, ich finde es legitim, dass Menschen prinzipiell für Arbeitslosengeld und Hartz 4 etwas tun müssen und es nicht "geschenkt" bekommen. Andere arbeiten ja schließlich dafür. Man kann sich darum streiten, ob jeder Mensch jede Arbeit annehmen muss und was vertretbare Gehälter sind. Ich finde es nicht gut, dass Zeitarbeitsfirmen immer mehr Leute abzocken können und ich finde es auch nicht gut, wenn sich jemand für Jobs bewerben muss, die absolut nichts mit seiner Ausbildung zu tun haben und wo sogar die Arbeitgeber fragend mit den Schultern zucken, warum die jetzt so jemanden angeboten bekommen.

Ich finde, wenn jemand sachlich und logisch ein paar Mal erklären kann, warum er die Stelle oder den Arbeitsbereich nicht will, sollte man das respektieren. Und man sollte auch im Auge behalten, wie lange derjenige schon Arbeit sucht, wie er Arbeit sucht und wie engagiert und bemüht er dabei ist. Bei mir war das z. B. damals der Fall. Ich war mal einen Monat arbeitslos und ich musste nicht jede Stelle annehmen. Das war zweimal der Fall. Ich hatte Gründe dafür, meine Betreuerin vom Arbeitsamt hat das verstanden und gut wars.

Ich bin ehrlich. Ich mag meine Arbeit. Aber wenn ich mitbekommen würde, dass andere trotzdem gutes Geld bekommen, ohne etwas dafür zu tun, würde das meine Motivation doch irgendwie schmälern, jeden Tag um 6 Uhr Morgens aufzustehen und mir von Vorgesetzten sagen zu lassen, was ich tun soll oder sollte. Selbst wenn ich auch dieses Grundeinkommen bekommen würde, diese Gedanken kämen mir, wenn ich trotzdem arbeite.

Ich sage mal salopp: die meisten Leute würden zwischen "Nicht arbeiten, aber Geld zum Leben haben, ohne was dafür zu tun" und "Arbeiten und mehr Geld verdienen" immer die erste Wahl treffen. Nicht alle, aber meiner Meinung nach die meisten. Wir sind zwar eine Karrieregesellschaft geworden, in denen es oft ein Manko ist zuzugeben, dass Arbeit einem nicht so sehr wichtig ist und man lieber mehr Freizeit hat, aber dieses System baut darauf auf, dass man manchmal auch nach Ausbildung, Engagement und Können bezahlt wird. Natürlich gibt es auch Abzocke, Betrug und Ungerechtigkeiten, aber es geht um Leistung. Das kann sehr schlecht sein, aber auch sehr gut.

Die Mehrheit würde also aufhören zu arbeiten. Dann gäbe es weniger Dienstleister, weniger Bäcker, weniger Mechaniker, weniger Ärzte usw. Dann nützt dir dein ganzes Geld nix, wenn du immer weniger Stellen hast, wo du es ausgeben kannst.

Und irgendwo muss das Geld auch herkommen. Vom Staat? Ernsthaft?! Bei den Schulden? Obwohl das Geld "da" ist, ist es ja trotzdem nicht "da". Das ist oft das verheerende bei Schulden. Man kann sein Konto überziehen, sieht nur ein Minus, bekommt aber trotzdem zu einem gewissen Grad noch Geld.

Monarose hat auch nicht so unrecht mit dem Szenario, was sie zeichnet. Es ist ja auch jetzt schon so, dass Einwanderer Soziale Leistungen bekommen. Das finde ich gut, wenn jemand hier arbeiten und Fuß fassen möchte, es aber nicht auf Anhieb schafft. Ich finde es aber schlecht, wenn man Deutschland und seine sozialen Leistungen als ultimative Lösung für alles hernimmt. Das könnten wir gar nicht alles tragen. Vor allem nicht, wenn das Sozialsystem durch das Bedingungslose Grundeinkommen ausgehebelt und geändert wird. Von den Leuten, die mit Absicht betrügen, um Kohle abzukassieren und trotzdem nicht arbeiten zu müssen, will ich gar nicht mal reden. Es sind nicht viele, aber der Teil und die finanziellen Verluste dadurch reichen mir. Aber gut, so ist die Welt auch.

Unser System baut ja auch darauf auf: "Ich zahle was ein, damit andere etwas bekommen, ich aber auch, wenn ich mal nicht mehr so kann oder krank bin etc."

Wie soll das also funktionieren, wenn immer weniger etwas einzahlen? Geld aber trotzdem da sein soll, um alle zu unterstützen?

Wenn ich sage, dass das Bedignungslose Grundeinkommen so hoch sein soll, dass man knapp davon leben kann, bin ich schon bei den klassischen sozialen Leistungen und ihre Höhe. Dann wird zwar die Mehrheit deswegen aber gezwungen sein trotzdem zu arbeiten, das ist ein schöner Gedanke, aber wer legt eigentlich die Höhe fest? Jeder Mensch soll das gleiche bekommen? Die Alleinerziehende mit zwei Kindern hat dann das gleiche zur Verfügung, wie der Single? Warum soll sie dann gezwungen sein zu arbeiten, während der andere sich die Hände reiben kann, der mit dem Grundeinkommen auskommt? Dann kann ich hier aber weniger vom gleichen Recht für alle sprechen, wenn es um Lebenssicherung durch Geld geht, bzw. es hätte einen sehr ambivalenten Charakter.

Und wie soll der Vater bei der Alleinerziehenden Unterhalt zahlen, wenn er z. B. nur den Grundeinkommenssatz hat, der ihm knapp sein Überleben sichert und das für ihn okay so ist? Wie sollen Ämter Zuschüsse und Unterstützung geben, wenn das ganze Geld in das Grundeinkommen einfließt oder kaum noch Leute dort arbeiten, wenn das Grundeinkommen höher wäre als nur die Existenzsicherung? Woher soll überhaupt dann das Geld herkommen, wenn weniger Leute arbeiten und weniger einzahlen, weil das Grundeinkommen ja da ist, bezogen auf Krankenkassen z. B.? Oder soll man dann trotzdem für Versicherungen einzahlen? Was ist mit Steuern? Dann müsste das aber ein höheres Grundeinkommen sein, wenn trotzdem Versicherungen und Steuern anfallen. Damit würde der Staat sich aber auch selbst wieder Geld zuschießen, was er in das Grundeinkommen steckt, was unsinnig wäre. Steuern kommen ja von arbeitenden Leuten.

Wenn der Staat aber das Grundeinkommen bezahlt, hingegen aber keine Steuern mehr bekommt, oder wesentlich weniger (nur von den Leuten, die sich trotzdem dazu entschließen, arbeiten zu gehen) verschuldet er sich immer weiter. Es geht hier ja auch um einen Betrag, der monatlich jedem Bewohner bezahlt wird.

Dieses Grundeinkommen funktioniert meiner Meinung nach NUR, wenn alle Menschen so motiviert und strebsam sind, trotz dieses Einkommens zusätzlich noch arbeiten zu gehen. Und wenn es dann immer noch Leute gibt, die sich trotz dieses Grundeinkommens etwas sagen lassen würden von den Chefs oder sich herumschubbsen lassen, wenn sie z. B. schlecht ausgebildet sind oder gar nicht. Neid darf es in diesem Gebilde nicht geben, auch das Leistungsdenken müsste sich ändern.

ich persönlich habe auch eher gute Erfahrungen mit den Behörden gemacht. Aber ich bin auch jemand,der sich durchsetzen kann. Ich habe vor einem Jahr Fördergelder vom Staat bekommen. Dafür sollte ich einen Wisch unterschreiben, dass ich u.U. Jobs für zwei Euro die Stunde neben meiner Selbstständigkeit übernehmen soll. Das habe ich verweigert.
Im Grundgesetzt Artikel 12 ist festgehalten, dass jeder Mensch ein Recht auf freie Berufswahl hat. Das ist bei uns schon lange nicht mehr der Fall.

Man hat eine Untersuchung gemacht, die feststellte, dass in jeder Epoche 20% der Bevölkerung sozial schwach sind. Das sind die jenigen, die wir heute Asis nennen und die nicht arbeiten wollen. Alle von ihnen durch die Bank weg, haben Leid erlebt und haben es nicht geschafft, dies zu verarbeiten.

Ich war auch lange der Meinung, dass wenn das Grundeinkommen käme, Niemand ausser mir noch arbeiten gehen würde. Mittlerweile weiß ich einfach, dass wenn jemand seine Berufung gefunden hat, er dieser auch freiwillig nachgeht. Diese Bevölkerungsgruppe würde dann eben in die Staatskassen einzahlen.

Gleich schreien wieder alle: "Warum sollen denn die Arbeitenden die Faulen finanzieren?" Warum nicht? Sie sind doch dazu in der Lage und können stolz auf sich sein, dass sie so einen wichtigen gesellschaftliche Beitrag leisten.

Ich finde bislang alle Argumente gegen das Grundeinkommen sind eher materialistischer, kokurrierender, kapitalistischer Natur. Kann es mir nicht egal sein, wer wieviel Geld hat, wenn ich selbst genug habe? Warum würde es deine Motivation schmälern? Du schreibst doch, dass du gerne deine Arbeit machst, also nicht wegen dem Geld, sondern wegen der Freude an der Arbeit.

Sicherlich haben nicht alle ihre Berufung gefunden, aber das bedingungslose Grundeinkommen würde dafür Vorasusetzungen schaffen. Es wäre doch nur die ersten Jahre so, dass viele nicht arbeiten wollen. Nach Jahrzehnten würde sich diese Haltung automatisch ändern. Weil jemand ohne eine Aufgabe unzufrieden wird, ausser der gehört zu den 20%, die ich schon erwähnt habe.

Diese Info habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt. "Der starke Bürger" und "Denkanstöße 2012/ 2013" behandeln diese Themen.

LG,
KoreFe
 
Zuletzt bearbeitet:
ich persönlich habe auch eher gute Erfahrungen mit den Behörden gemacht. Aber ich bin auch jemand,der sich durchsetzen kann. Ich habe vor einem Jahr Fördergelder vom Staat bekommen. Dafür sollte ich einen Wisch unterschreiben, dass ich u.U. Jobs für zwei Euro die Stunde neben meiner Selbstständigkeit übernehmen soll. Das habe ich verweigert.
Im Grundgesetzt Artikel 12 ist festgehalten, dass jeder Mensch ein Recht auf freie Berufswahl hat. Das ist bei uns schon lange nicht mehr der Fall.

Man hat eine Untersuchung gemacht, die feststellte, dass in jeder Epoche 20% der Bevölkerung sozial schwach sind. Das sind die jenigen, die wir heute Asis nennen und die nicht arbeiten wollen. Alle von ihnen durch die Bank weg, haben Leid erlebt und haben es nicht geschafft, dies zu verareiten.

Ich war auch lange der Meinung, dass wenn das Grundeinkommen käme, Niemand ausser mir noch arbeiten gehen würde. Mittlerweile weiß ich einfach, dass wenn jemand seine Berufung gefunden hat, er dieser auch freiwillig nachgeht. Diese bevölkerungsgruppe würde dann eben in die Staatskassen einzahlen.

Gleich schreien wieder alle: "Warum sollen denn die Arbeitenden die Faulen finanzieren? Warum nicht? Sie sind doch dazu in der Lage und können stolz auf sich sein, dass sie so einen wichtigen gesellschaftliche Betrag leisten.

Ich finde bis Lang alle Argumente gegen das Grundeinkommen sind eher materialistischer, kokurrierender, kapitalistischer Natur. Kann es mir nicht egal sein, wer wieviel Geld hat, wenn ich selbst genug habe? Warum würde es deine Motivation schmälern? Du schriebst doch, dass du gerne deine Arbeit machst, also nicht wegen dem Geld, sondern der Freude an der Arbeit.

Sicherlich haben nicht alle ihre Berufung gefunden, aber das bedingungslose Grundeinkommen würde dafür Vorasusetzungen schaffen. Es wäre doch nur die ersten Jahre so, dass viele nicht arbeiten wollen. Nach Jahrzehnten würde sich diese Haltung automatisch ändern. Weil jemand ohne eine Aufgabe unzufrieden wird, ausser der gehört zu den 20%, die ich schon erwähnt habe.

Diese Info habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt. "Der starke Bürger" und "Denkanstöße 2012/ 2013" behandeln diese Themen.

LG,
KoreFe

Ich plaudere mal etwas aus dem Nähkästchen. Ich kenne Leute, die offen zugegeben haben, nicht arbeiten zu wollen und deswegen Gründe für Krankschreibungen zu suchen, bzw. dass sie sich prinzipiell bei jeder Bewerbung dumm anstellen, weil sie nicht arbeiten wollen, egal welcher Job.

Faulheit ist kein Leid. Ich gebe dir recht, dass man schnell abgestempelt wird, wenn man nicht oder längere Zeit nicht arbeiten kann und diese Leute will ich gar nicht in diese Argumentation reinziehen, die meine ich auch nicht.

Es ist auch erwiesen, dass manche Einwanderer sich absichtlich selbständig melden, ohne wirklich was zu arbeiten, um dann Anspruch auf soziale Leistungen zu haben.

Warum wäre meine Motivation geschmälert? Weil ich einfach nicht so idealisiert und weltoffen bin, dass ich einsehe, mich mehr anstrengen zu müssen, zu arbeiten und meine Lebenszeit zu verkaufen (etwas anderes tut man ja mit Arbeit nicht), während man eigentlich Geld bekommt, ohne etwas tun zu müssen.

Wie gesagt, ich mag meine Arbeit, die Kollegen und sehe auch einen Sinn darin. Aber nicht den größten Sinn meines Lebens oder einen der größten Sinne. Und diese Leute bräuchtest du überwiegend, damit dieses Grundeinkommen funktioniert und fruchtet.

Es würde trotzdem die geben bei diesem Konzept, die nicht arbeiten wollen, sich aushalten haben lassen und sich jetzt freuen, dass sie nichts tun müssen und trotzdem Geld bekommen. Ohne Auflagen und Sanktionen.

Ich gönne aber jedem vom Herzen eine Lebenssicherung, der Arbeit will und sucht, ich wünschte, dass Kranke und Behinderte mehr Unterstützung bekommen könnten und ich will auch nicht, dass jeder gezwungen ist, jede Art von Arbeit anzunehmen, bzw. sich extrem schlecht bezahlen zu lassen.

Das Konzept funktioniert in meinen Augen einfach nicht. Wegen der Tatsache, dass extrem wenige, wenn sogar die meisten nicht mehr arbeiten würden. Wegen Versicherungen, Steuern und Unterstützungen. Und dass man am Ende kaum Stellen mehr hätte, wo man sein schönes Geld ausgeben kann, weil die leergefegt sind. Ganz abgesehen von der großen Frage, wo das Geld herkommen soll, wenn unser Staat hochverschuldet ist und JEDER das Grundeinkommen bekommen würde.

Ich bin auch der Meinung, dass jemand, der z. B. Chirurg ist, mehr Geld verdienen sollte, als jemand, der z. B. nur Sachen verpackt. Und da fängt das Leistungsdenken schon an. Es ist nicht immer fair, ich finde es oft unsinnig und weiß auch, dass damit Leuten viel verbaut wird, die eigentlich mehr können. Aber ich finde schon, dass es Abstriche geben muss. Ich finde z. B. aber auch, dass Menschen im pflegerischen und sozialen Bereich mehr verdienen sollten. Ich bin auch dafür, den Beamtenstatus für Lehrer und Sachbearbeiter abzuschaffen.
 
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