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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Lichtenstein ist reich und winzig, dort kann es funktionieren, aber es ist kaum eine geeignete Vorlage für ein Flächenland mit ganz anderen Bedingungen wie Deutschland. Eher vergleichbar mit Saudi-Arabien, wo praktisch die ganze Bevölkerung aus dem Ölreichtum der Herrscherfamilie alimentiert wird. Das wäre, als würde man Äpfel mit Bananen vergleichen - ist einfach nicht aussagekräftig.
 
Das paßt doch, 82 Millionen Bundesbürger sind kein Naturgesetz, die Hälfte tut´s auch, wir schrumpfen uns gesund und Ausländer lassen wir nur noch ins Land, wenn sie für unsere Wirtschaft was taugen. Die heutigen Babyboomer sterben ja bis ca. 2050/60 weg, und danach gab es deutlich weniger Nachwuchs. Was da an Ressourcen eingespart wird, bei verringerter Bevölkerung, darf gern in verstärkte Bildung investiert werden, damit die weniger aber anspruchsvolleren Berufe ihre Arbeiter finden.
Lichtenstein ist reich und winzig, dort kann es funktionieren, aber es ist kaum eine geeignete Vorlage für ein Flächenland mit ganz anderen Bedingungen wie Deutschland. Eher vergleichbar mit Saudi-Arabien, wo praktisch die ganze Bevölkerung aus dem Ölreichtum der Herrscherfamilie alimentiert wird. Das wäre, als würde man Äpfel mit Bananen vergleichen - ist einfach nicht aussagekräftig.
Du siehst den Widerspruch Deiner beiden Beiträge? Einerseits ist Deutschland "überbevölkert", andererseits ein "Flächenland"? Das betreffende Naturgesetz sagt nur: jede überschießende Population bricht zusammen, nachdem sie ihre Ressourcen verbraucht hat. So wird es auch dem Menschen ergehen. Kommt der Zusammenbruch in Sichtweite, werden Kriege ausbrechen um die letzten Reste und vlt. wird auch Kannibalismus wieder an Bedeutung gewinnen. Der Mensch frißt die Erde kahl, egal ob er das nun gern hört oder nicht. Dieses Jahr wird die Menschheit bereits am 1.8.18 alle weltweit verfügbaren in Jahresfrist "erneuerbaren" Ressourcen verbraucht haben - kam in den Nachrichten. Wovon leben wir bis nächstes Jahr? Solange Gier die Menschen antreibt und Unvernunft die Bevölkerungsexplosion forciert, ist der Untergang letztendlich unausweichlich. -- Aber zum Thema: das bedingungslose Grundeinkommen - oder wie immer man es auch nennen wird - muß kommen. Im Gegensatz zu früheren industriellen "Revolutionen" schafft Industrie 4.0 bzw. die Digitalisierung nur marginal neue Arbeitsplätze/-felder. Das Konzept des Arbeitsmarktes wird unweigerlich zusammenbrechen und Milliarden Menschen in Existenznöte stürzen. Freiwillig werden sich diese ihrem Schicksal natürlich nicht ergeben. Entweder die Politik findet rechtzeitig alternative Lösungen oder es kommt eben zu Aufständen und Bürgerkriegen. Und ich befürchte, daß die dann (wirtschaftlich) Mächtigen (zur gezielten Dezimierung der Bevölkerung) Kriege favorisieren. Deswegen sehe ich die Vision der Digitalisierung als bedrohlich an. Man versucht dem Normalbürger das als Segen zu verkaufen. Solange es nur um das Spielzeug "smartphone" geht, jubeln ja auch alle weiter. Doch wenn der neue Roboterkollege den ehemaligen Arbeitnehmer freundlich aus der Firma hinaus komplimentiert, wird sich die Euphorie vmtl. ziemlich schnell legen. Und dann, spätestens dann werden Fragen laut werden, wovon man denn bitteschön leben soll. Dann jubelt mal - solange Ihr könnt.
 
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Ich sehe es anders ... von den Möglichkeiten, dass es neue Technologien, neue Arbeitsfelder, neue Berufe geben wird, davon hältst Du wohl gar nichts? Die Digitalisierung wird niemals völlig das Denken der Menschen ersetzen. Keine Maschine und kein Roboter werden jemals denken können ... Die menschliche Arbeit wird mehr denn je gefordert werden, mag sein, dass die Ansprüche an Bildung dann noch wichtiger werden, aber die menschliche Arbeit hat ihre Grenzen nicht erreicht, wenn das überhaupt möglich ist. Sich nur mit Skepsis dem Thema zu nähern, das ist sicher nicht produktiv. Auch nach den Jahren der Maschinenstürmerei und der Einführung der Maschinenweberei usw. ging es bis heute weiter. Stillstand in der Entwicklung gibt es eigentlich nicht und die Veränderung ist die einzige Konstante in der Entwicklung. Fortschritt und Entwicklung hat es immer schon gegeben und alte Berufe verschwanden, neue sind entstanden. Doch der Mensch ist in seiner Entwicklung nicht stehen geblieben, im Gegenteil - in der Zukunft werden die Anforderungen höher werden und dazu braucht es gut und besser ausgebildete Leute. Darin liegt der zukünftige Schwerpunkt.
So ein Quatsch! Jetzt überlege doch mal genau: wieviele Schnitter ersetzt ein Mähdrescher? - es sind um die achtzig. Die Digitalisierung ersetzt dann auch noch den Fahrer und lenkt das Fahrzeug autonom. Nebenbei: Schnitter waren früher Tagelöhner, die in der Erntezeit die Felder mit der Sense abmähten. Das Korn mußte dann noch in Puppen aufgestellt und später auf dem Dreschboden gedroschen werden. Du kannst also für einen Mähdrescher ganz beruhigt hundert Arbeitskräfte streichen - für eine einzige Maschine! Und ein Mähdrescher kann nicht "denken". Du kannst hernehmen, was Du willst, jede Rationalisierung hat(te) nur ein einziges Ziel: die Einsparung von Arbeitskräften. Arbeitskräfte kosten dem Kapitalisten Geld - okay Maschinen auch, aber nicht im Mindesten so viel. Arbeitskräfte brauchen Pausen, Urlaub, werden krank - Maschinen nicht. Arbeitskräfte verlangen Altersvorsorge, Maschinen landen einfach auf dem Schrottplatz oder - wie neuerdings üblich - der nächste Käufer wird mit rollendem Schrott beschissen. Der Kapitalist sorgt sich nicht um die Gesellschaft. Soweit er mehr Menschen als nur sich selbst im Blick hat, ist es seine Familie, seine "Dynastie"! Dann faselst Du was von neuen Chancen? Sorry. -- Ohne eine Grundversorgung wird die Gesellschaft zukünftig nicht auskommen, denn der Kapitalist will ja verdienen und dazu braucht er was?: richtig, solvente Kundschaft. Und woher nimmt die Kundschaft die Solvenz, wenn es keine Arbeit und damit auch keinen Arbeitslohn mehr gibt? Na? Dann muß man dem Kapitalisten Steuern abnehmen, aber ordentlich! -- Selbst wenn Du den Faktor Zeit anführst, um beim Beispiel zu bleiben: hundert Arbeitskräfte werden nicht ein Arbeitsleben lang einen einzigen Mähdrescher bauen und warten. So faul sind sie nun auch nicht. Und selbst der Bau der Maschinen wird zukünfitg vollautomatisch stattfinden - überwacht in den Werkshallen von einem automatischen System, das Störungen an ein Serviceunternehmen weiter gibt. Wer dann zur Reparatur erscheint, ob ein Mensch oder ein Roboter??? Auweia, seid Ihr verblendet...
 
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Zitat Kareena: Ich hoffe auf eine neue Partei in der Opposition bis 2021. ----------------------------------------------------- Ja, ja, wie wärs mit "die-keine-Lust-Partei"? Oder die Partei "die die Zahlenden grüßt"? Es ist schon unfaßbar - aber immerhin weiß man jetzt, warum es überhaupt nie ein BGE geben wird.
weil diejeinigen, die es brauchen werden, keine Lobby haben und die Lobbyisten es schon zu verhindern wissen werden. Schönen Untergang allerseits. Einziger Trost: es wird auch die Lobbyisten treffen.
 
Die Lockerung oder die komplette Streichung der Sankrionen hat aber mit einem BGE nichts zu tun. Ich lese daß gerade die Leute, die für ein BGE und gegen Hartz 4 sind, auf die SPD losgehen. Das ist aber schizophren, denn natürlich kann nur die SPD, zusammen mit starken Grünen und schwächelnden Linken den ganzen Mist zurücknehmen. Und es wundert mich, daß Leute gegen diese Regierung immer schelten, aber derselben Regierung vertrauen würden, wenn sie ein BGE machen würde, ( könnte ) Ja, hat Münte gesagt, als er noch was zu sagen hatte. Da ist er aber nicht der einzigste gewesen. Ändert aber an der Tatsache nichts, daß die SPD für jegliche Änderungen an den Hartz Gesetzen gebraucht wird.
Fiel mir erst heute auf, sorry: Du hast so ein derart verqueres Weltbild. Man braucht die SPD für die Rücknahme oder Änderungen von Gesetzen? Zwingend? Oh mann, Du Demokrat: wer verabschiedet Gesetze? Wer ändert sie? Wer nimmt sie zurück? - das Parlament, nur das Parlament! Oder wie es in Deutschland heißt: der Bundestag. Der Bundestag ist die SPD? - reines Wunschdenken. Die SPD wird hoffentlich bald ganz abserviert. Damit wäre der erste Demokratiefeind, der seine Wähler schändlich verraten hat, unter "ferner liefen". Es gibt noch weitere, also keine Aufregung.
 
Eben, ist es ja auch nicht, hab ich aber nun mehrfach schon geschrieben. Es gibt kein bedingungsloses Grundeinkommen, bis auf den Test in Finnland mal. Deshalb habe ich ja geschrieben, bisher hat kein Land dafür gestimmt = sich dafür entschieden. Und Italien hat jetzt das Bürgergeld beschlossen. Aber um es zu bekommen, müssen die Leute Jobs annehmen, sie dürfen nur jeden 3. Job ablehnen. Das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, dass man sein Geld für nix bekommt, das scheint sich mehr in den Köpfen derer abzuspielen, die darauf hoffen, dass es für sie dann irgendwann so sein wird, alle Tage seines Lebens das tun, was man will, nur eben ohne was dafür zu leisten, obwohl man eine Ausbildung absolvieren könnte, obwohl man arbeiten könnte (Menschen, denen das aus wichtigen Gründen nicht möglich ist, ausgeschlossen) ... in keinem Land bisher kann man es sich vorstellen, obwohl auch überall Wirtschaftsexperten da sind und jedes Land die Digitalisierung erreicht hat.
Hier kann ich natürlich nur von mir ausgehen, aber ich möchte nicht als unförmige, schwabbelige Fettmasse auf das Ende meines Lebens warten umsorgt vom BGE etc. Jeder Mensch braucht einen Sinn im Leben, auch eine "sinnstiftende" Beschäftigung. Und das BGE, so wie Du es hier ausmalst, befürworte ich auch nicht. Lies dazu mal meine anderen Beiträge
 
Zitat Einhorn:

Fiel mir erst heute auf, sorry: Du hast so ein derart verqueres Weltbild. Man braucht die SPD für die Rücknahme oder Änderungen von Gesetzen? Zwingend? Oh mann, Du Demokrat: wer verabschiedet Gesetze? Wer ändert sie? Wer nimmt sie zurück? - das Parlament, nur das Parlament! Oder wie es in Deutschland heißt: der Bundestag. Der Bundestag ist die SPD? - reines Wunschdenken. Die SPD wird hoffentlich bald ganz abserviert. Damit wäre der erste Demokratiefeind, der seine Wähler schändlich verraten hat, unter "ferner liefen". Es gibt noch weitere, also keine Aufregung.
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Die Regierung macht die Gesetze. Zweifelst Du daran? ( Entscheidend dafür ist doch die Regierungsmehrheit - die in der BRD gewöhlicherweise eine Regierung auch hat )
Ist Dir doch aufgefallen, daß eine SPD/Grünen-Regierung die Hartz Gesetze gemacht hat. Ist Dir Schröder ein Begriff?
Gut, zum nächsten Schritt ist es schwieriger.....
Glaubst Du, daß alle anderen an einer möglcihen Regierung beteiligte Parteien diese Gesetze zurücknehmen würden? ( CDU/CSU, FDP, mögliche AFD? Doch nicht im ernst oder?
Also bleibt doch nur eine linke Regierung. ( das schrieb ich bereits ) Und wo soll eine linke Regierung ohne die SPD herkommen?
Von den 10% der Linken und den 14% der Grünen? Wie soll das gehen?
Ich hoffe, ich konnte es so erklären, daß Du es mit Deinem Weltbild aufnehmen kannst.
 
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So ein Quatsch! Jetzt überlege doch mal genau: wieviele Schnitter ersetzt ein Mähdrescher? - es sind um die achtzig. Die Digitalisierung ersetzt dann auch noch den Fahrer und lenkt das Fahrzeug autonom. Nebenbei: Schnitter waren früher Tagelöhner, die in der Erntezeit die Felder mit der Sense abmähten. Das Korn mußte dann noch in Puppen aufgestellt und später auf dem Dreschboden gedroschen werden. Du kannst also für einen Mähdrescher ganz beruhigt hundert Arbeitskräfte streichen - für eine einzige Maschine! Und ein Mähdrescher kann nicht "denken". Du kannst hernehmen, was Du willst, jede Rationalisierung hat(te) nur ein einziges Ziel: die Einsparung von Arbeitskräften.

Und wo sind die ganzen Schnitter heute? Die gibt´s schon lange nicht mehr, denn Traktoren und andere Erntemaschinen wurden in großem Stil nach dem 2. Weltkrieg angeschafft, als man sich Maschinen wieder leisten konnte, weil nicht mehr jede Technik in die Militärmaschinerie floß und wegen des "Wirtschaftswunders" menschliche Arbeitskräfte, selbst mit null Ausbildung, kaum zu kriegen waren. Und wenn ein Arbeitsplatz erst mal gründlich wegrationalisiert ist, dann kommt er auch nicht wieder, ein Zurück ins Mittelalter (das für die "Schnitter", sprich Knechte und Mägde alles andere als ein Zuckerschlecken war!) gibt es weder in der Landwirtschaft noch anderswo.
 
Du siehst den Widerspruch Deiner beiden Beiträge? Einerseits ist Deutschland "überbevölkert", andererseits ein "Flächenland"?

Wo soll da ein Widerspruch sein? Lichtenstein hat (Wiki) 37877 Einwohner (2017) auf 160 km² Fläche macht 236 Personen pro km². Deutschland hat 82.521.653 Einwohner (Anfang 2017) bei einer Fläche von 357.385 km², macht
230 Personen, und damit sind beide Länder extrem dicht bevölkert, trotz der stark unterschiedlichen Größe.

Sie sind mit dieser Zahl zwar bei weitem nicht so dicht besiedelt wie Stadtstaaten wie Singapur oder Hongkong, wo sich auf wenigen Quadratkilometern Millionen Menschen drängen (und das Umland in weitem Umkreis rigoros ausbeuten, denn die Versorgung muß ja gesichert sein!),
aber bei weitem dichter als andere Länder wie Kanada (3,9 Einwohner), USA (33 Einwohner), das heutige Russland (8 im Landesdurchschnitt), Brasilien (24)...
 
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