Ich mache meinen Job gerne und sehe einen tieferen Sinn dahinter. Das ist für mich eine unglaubliche Motivation, auch für diverse Überstunden. Sowas ist sehr wichtig für mich. Ich habe auch eine sehr gute Chefin, die Ehrlichkeit verträgt und mir auf Augenhöhe begegnet. Ich mag meine direkten Kollegen auch sehr. Der Umgang ist sehr freundschaftlich miteinander und man hat sich mehr zu erzählen, als nur arbeitstechnische Themen. Ich habe auch absolut nichts dagegen, mit denen auch immer wieder etwas privat zu machen.
Aber wenn ich die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit habe: Freizeit. Ich bin jetzt auch nicht jeden Abend voller Vorfreude darüber, wieder einen Arbeitstag vor mir zu haben. Wenn ich für meine Hobbies und Leidenschaften bezahlt werden würde, würde das komplett anders aussehen. 😉
So ist das Leben eben, denke ich. Wer sagen kann, dass sein absolutes Hobby seine Arbeit ist, der hat einen sehr, sehr, sehr glücklichen Umstand. Und wie ich schon mehrmals geschrieben habe: wenn man Menschen vor die Wahl stellt, überhaupt nicht arbeiten zu müssen und abgesichert zu sein, würden eben sehr viele, wenn nicht sogar die meisten nichts mehr arbeiten. Kommt denke ich auch auf die Berufssparte an. Jemand im sozialen Bereich würde vielleicht mehr moralische Aspekte in seiner Arbeit sehen und dahinter stehen, als ein Verkäufer. Dann wären auch extrem viele Möglichkeiten zum Geldausgeben versiegt, weil schlichtweg eine Menge Bäcker, Geschäfte und was weiß ich wegfallen würden. Da nützt dir die ganze gesicherte Kohle weniger.
Die Hauptmotivation zum Arbeiten ist neben diversen moralischen und sinntechnischen Aspekten eben eines: Geldverdienen und Existenzsicherung.
Es gibt aber einen bedeutenden Unterschied zwischen "gerne in die Arbeit gehen" und "seine Arbeit eben machen, weil man Geld braucht", genauso wie einen größeren Sinn darin zu sehen, oder das Gefühl zu haben, irgendwas zu machen. Diese Wahlmöglichkeiten haben viele. Mehr, als manche denken.