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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Auch so eine Frage, die bisher nicht beantwortet wurde: Wer soll ein BGE kriegen. Nur Deutsche, Rücksack-Deutsche ( ein alter Ausdruck meiner Eltern, das mußte hier gesagt werden ) auch, eventuell EU-Ausländer oder gar Flüchtlinge? Wirds auch an Deutsche im Ausland gezahlt ? ( sehr wichtig )

Ja, ja... Du weißt den Begriff deiner Eltern aber nicht zu deuten... 🙂

Warum nicht wie in Alaska?
(Fast) ständiger Wohnsitz in Deutschland.
 
A

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
Übrigens soooo schlecht wie hier einige die USA darstellen sind die nicht. Das sind Myten....man kann dort innerhalb eine Jahrzehntes tatsächlich 200.000 Dollar verdienen was junge dort auch oft tun. Es gibt für alles freiwillige Versicherungen in den jeweiligen unternehmen.

Das ist das schöne ein junger Europäer unterliegt dem Zwang. Ein junger Amerikaner kann selbst entscheiden ob er wenn er krank ist dafür Geld möchte oder lieber nicht.
Wieso auch nicht? Wenn man jung gesund und munter ist brauch man keine KV. Es genügt eine Unfallversicherung die günstig zu haben ist.

Und wenn man erst mal alt und krank ist, kriegt man keine KV mehr oder nur zu irrsinnigen Beiträgen, weil keine KV freiwillig Leute mit bereits vorhandenen kostenträchtigen Vorerkrankungen aufnimmt. Darum gibt es sogar in Deutschland mit seiner Pflichtversicherung immer wieder Streit, etwa um krank und behindert Geborene, die immer Kosten für die KV bedeuten werden, in USA wo die Versicherungsunternehmen bedeutend freier sind, braucht man sich in diesem Fall gar nicht erst bemühen. In USA gibt es zigtausende Menschen, die Angst davor haben, auf der Straße umzukippen, weil sie sich weder den Rettungswagen noch die Notversorgung leisten können. Und die Krankenhäuser und Ärzte stellen durchaus die Frage, ob einer versichert ist oder nicht, denn aus dem eigenen Geldbeutel zahlen sie die Kosten auch nicht. Keine Versicherung --> bleib auf der Straße und krepier dort.
Das ist die Kehrseite der nichtvorhandenen Pflichtversicherung. Das vielgelobte "amerikanische System".
 
Solange nicht schwarz auf weiß klar ist, wie das BGE gesetzlich formuliert ist, kann über vor und Nachteil nicht diskutiert werden. Momentan ist das alles ein Sammelsurium an fiktiven Möglichkeiten. So schwammig, dass pro und contra ineinander übergehen.
 
Ganz ehrlich, ich sehe es in keinem Verhältnis, dem Anteil der Menschen, denen dieses System das einzige ist, das ihnen bleibt, ein Leben in Not und Angst und Sorge zuzumuten, nur weil es welche gibt, die es ausnutzen. Jene "Faulenzer" wie du sie beschreibst, gab es in jedem System und die stehen in keinem Verhältnis zu denen, die Sozialhilfe aus rechtmäßigen Gründen in Anspruch nehmen.

Deine Sichtweise ist nichts anderes als Inquisition. "In deinem Dorf lebt irgendwo eine Hexe, also brennen wir das ganze Dorf nieder".

Nenne es wie du möchtest.

Ein System bei welchem man nur noch die Hand heben muss und dann fließt zusätzliches Geld ( Thema Mehrbedarf ), wird es aber aus gutem Grund auch nicht mehr geben. Da solltest du einfach realistisch bleiben.
 
Hast doch auch gelesen was Rhenus schrieb. Es wurde bereits über ALLES gesprochen.

Interessanterweise stellt sich das in der Praxis dieses threads so dar, dass dir jeder etwas anderes erzählt.
Für den einen ist klar das JEDER das BGE ZUSÄTZLICH erhält, der nächste erklärt dann das es natürlich nicht an die Arbeitnehmerschaft gezahlt werden würde, während der Dritte erläutert das auch ein Vollzeitbeschäftigter das BGE bekommt, allerdings unterm Strich Netto nicht mehr besäße da dies in einer Verrechnung unter geht.

Jetzt kannste dir halt was aussuchen. Aber es würde über ALLES gesprochen. 🙄

Dann sage doch einfach, welches Modell du besprochen haben möchtest.
Du bist es doch hier, der rhetorische Haken schlägt, wie ein Rammler.
Und man weiß es doch, dass mit Rechthaberei das tatsächliche Recht und die Wahrheit verlieren, bis schließlich Recht und Wahrheit kaum noch was gemein haben.

 
@Rhenus

Ich lehne das BGE nicht ab. Ganz und gar nicht. Es sind nur tausend offene Fragen, die sich mir stellen und die ich deshalb hier nach Aussen getragen habe. Beispielsweise ganz zuletzt in meinem Text die Frage, ob das BGE wirklich ein Leben in Würde und ohne Not sichern würde, oder aber im Grunde nur ein Hartz IV ohne Sanktionsdruck wäre (was ich mir, wie gesagt, bei der Natur des Menschen, jemanden zu brauchen, auf den man runterspucken kann, eher vorstellen kann). Das ist für mich eine ganz entscheidende Frage. Denn wenn es letztgenanntes wäre, dann hätten wir im Grunde keinerlei Veränderung, sondern es wäre, als wenn jetzt jeder Mensch mit Hartz IV (SGB II) rüberwechselt zur Grundsicherung (SGB XII). Geld ist das selbe, nur keine Sanktionen.

Du hast mit dem alten System wohl keine guten Erfahrungen gemacht, aber da gilt -wie heute eben auch-, dass das von Amt zu Amt unterschiedlich ist. Es gibt diese Sachbearbeiter, die rotzefrech und sadistisch sind und jene solche, die wirklich helfen. Die gibt es heute ebenso. Deshalb zu sagen, das alte System war schlimmer, halte ich für nicht gerechtfertigt. Kommt halt immer drauf an, wen man vor der Nase sitzen hat.

Mir geht es eben ganz besonders um die Kranken, die nicht können. Denn immer dort, wo argumentiert wird "Wenns nicht reicht, geh arbeiten", schließt das diese Kranken nicht mit ein und sie bleiben auf der Strecke. Dabei sind das genau diejenigen, die am meisten auf ein flächendeckendes Sozialsystem angewiesen sind, weil "geh arbeiten" eben nicht mehr möglich ist.

Ich bin grundsätzlich offen für jede Art von Umdenken und Reformationen. Deshalb setze ich mit damit auseinander und diskutiere. Und das BGE ist für mich eine Option, solange es in meinen Augen auch tatsächlich eine gesamtumfassende Verbesserung darstellt und nicht nur eine Umetikettierung bekannter Probleme ist.
 
Ja, vom Tellerwäscher zum Schuhputzer....Diese goldenen Zeiten sind dort auch vorbei.

Jemand hat hier mal gefragt, warum er vom (privaten) Tellerwäscher nicht zum Millionär wird ... aus zwei Gründen, einmal wird Arbeit für den eigenen Haushalt natürlich nicht bezahlt, da muß man schon für andere, in einem Lokal, den Tellerwäscher machen, und zweitens, die Leute die den Aufstieg schafften blieben halt nicht nur Tellerwäscher, sondern nutzten jede Gelegenheit um weiterzukommen, wurden Koch, Kellner, Kassierer, legten sich ein paar Ersparnisse zurück und wenn es eine Gelegenheit gab, in diesen Laden oder einen anderen als Teilhaber einzusteigen oder das Lokal als Nachmieter ganz zu übernehmen, dann taten sie das, weil sie zwischenzeitlich genug Erfahrungen mit dem Betrieb gesammelt hatten. Wer immer nur auf seinem Hintern sitzt und sich nicht weiterbewegen will, braucht sich auch nicht wundern warum er nie weiterkommt.
 
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