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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
Ihr tut immer so, als wenn Hartz für den Staat billig und das BGE zu teuer wäre...
Doch es ist genau umgekehrt.

Wer ist der Staat? Wenn unsere Politiker die Entscheidungsträger sind, weshalb gibt es dann kein BGE? Wenn dies doch für alle so super toll ist und 82.000.000.000,00 Mäuse jeden Monat ja auch kein Problem sind?
 
Nicht nur, wir schaffen Bürokratie ab - und mit dem Geld der entlassenen Arbeitsvermittler wirds bezahlt. Die Welt ist ganz einfach.
 
Des weiteren müssen wir die AFD beauftragen die Grenzen zu sichern. Notfalls mit Waffengewalt.
Sonst werden aus den 1,3 Billionen im darauffolgenden Jahr 2 Billionen! ^^
 
Auch so eine Frage, die bisher nicht beantwortet wurde: Wer soll ein BGE kriegen. Nur Deutsche, Rücksack-Deutsche ( ein alter Ausdruck meiner Eltern, das mußte hier gesagt werden ) auch, eventuell EU-Ausländer oder gar Flüchtlinge? Wirds auch an Deutsche im Ausland gezahlt ? ( sehr wichtig )
 
Hast doch auch gelesen was Rhenus schrieb. Es wurde bereits über ALLES gesprochen.

Interessanterweise stellt sich das in der Praxis dieses threads so dar, dass dir jeder etwas anderes erzählt.
Für den einen ist klar das JEDER das BGE ZUSÄTZLICH erhält, der nächste erklärt dann das es natürlich nicht an die Arbeitnehmerschaft gezahlt werden würde, während der Dritte erläutert das auch ein Vollzeitbeschäftigter das BGE bekommt, allerdings unterm Strich Netto nicht mehr besäße da dies in einer Verrechnung unter geht.

Jetzt kannste dir halt was aussuchen. Aber es würde über ALLES gesprochen. 🙄
 
Portion Control meinte:
Ich persönlich sehe das ehrlich gesagt anders als du. Die frühere Sozialhilfe war mir ein Dorn im Auge weil genug Schindluder damit getrieben wurde. Dieses System unterstütze jeden Faulenzer.

Ganz ehrlich, ich sehe es in keinem Verhältnis, dem Anteil der Menschen, denen dieses System das einzige ist, das ihnen bleibt, ein Leben in Not und Angst und Sorge zuzumuten, nur weil es welche gibt, die es ausnutzen. Jene "Faulenzer" wie du sie beschreibst, gab es in jedem System und die stehen in keinem Verhältnis zu denen, die Sozialhilfe aus rechtmäßigen Gründen in Anspruch nehmen.

Deine Sichtweise ist nichts anderes als Inquisition. "In deinem Dorf lebt irgendwo eine Hexe, also brennen wir das ganze Dorf nieder".
 
Ohne jetzt die tausend Seiten vorher gelesen zu haben, senfe ich einfach mal dazu:

Das, was mir am BGE nicht aufgeht, ist, wo die Armen wirklich entlastet werden, ausser bei der Sanktionsfreiheit und dem Jobsuchdruck. Ich erinnere mich an eine Zeit vor Hartz IV (ja, ich bin schon so alt), wo es eine Sozialhilfe gab, die tatsächlich auf den Bedarfsfall ausgelegt war. Sprich: Wenn einem die Waschmaschine kaputt ging, hat man einen Antrag gestellt und bekam das nötige Kleingeld dafür dann vom Sozialamt. Ebenso beim Kleidergeld, Renovierungsgeld, etc. Dinge, die mit Hartz IV komplett weggefallen sind. Genau DAS ist es, was ich finde, was lebensrettend ist und den Beziehern die größten Existenzsorgen (und somit auch Auslöser von mannigfaltigen psychischen Erkrankungen) lösen würden. Nicht mehr die ständige Angst im Nacken zu haben, dass mal etwas größeres kaputt geht, was man sich dann nicht leisten kann, oder per Darlehen von seinem eh schon zu wenigen Geld dann über Monate abstottern muss. Hinzu kommt, dass man tatsächlich Kranke mit Arbeitslosen in einen Topf geworfen hat und ihnen die selben finanziellen Mittel zugestanden hat, allerdings mit dem Unterschied, dass der lediglich Arbeitslose, aber grundsätzlich Arbeitsfähige sich etwas dazu verdienen darf, wovon er einen höheren Teil selbst behalten darf, als der Kranke, der gezwungen ist, mit dem, was er bekommt, hinzukommen. Chancenlos, etwas an seiner Situation zu ändern. Mehrbedarfe bei Behinderung und so weiter wurden immer weiter gestrichen. Mittlerweile ist sogar Krebs kein zulässiger Grund mehr, einen Mehrbedarf zu beantragen. Die Menschen werden mit einem viel zu geringen Geld ausgestattet, ohne tatsächlich erfolgsversprechende Möglichkeit, dort wieder rauszukommen und arm gehalten.

Der Kranke hat nunmal viel weniger Optionen, als ein Gesunder. Und der Kranke hat, je nach Krankheit, auch mehr Ausgaben zu tätigen. Für Medikamente, Therapien, etc.

Das BGE würde genau diese Freitag-der-13.-Fälle nicht lösen. Es wäre wieder ein "Hier hast du Geld, sieh zu, wie du damit klarkommst, mehr gibts nicht". Völlig davon abgesehen, dass andere Städte auch andere Preise haben, andere Mieten, anderes alles. Während das Landei mit seinen 1000 Euro BGE gut leben kann, kriegt der Münchener wohl nichtmal seine Wohnung damit finanziert. DAS sind die Fragen, die mich bei dem Thema beschäftigen. Denn wie ich es drehe und wende - lediglich ein BGE, das im Grunde so hoch ist, wie derzeitiges Hartz IV, verbessert die Situation nicht. Dazu müsste es schon so hoch sein, dass man davon auch tatsächlich mehr zur Seite legen kann, als jene 1,50€, die man jetzt auf den Regelsatz drauf bekommt "zum sparen für wichtige Dinge". Alles natürlich vorausgesetzt, wir reden von einem BGE, welches wirklich ein Leben in Würde und ohne Existenzsorgen ermöglichen soll. Soll es das nicht, sondern lediglich weiter Menschen in Angst und Not vor der nächsten Rechnung leben lassen (was bei der Natur des Menschen, immer jemanden zu brauchen, auf den man herabschauen kann, zu 90% wahrscheinlicher ist, als erstgenannte Option), dann ignoriert bitte meinen gesamten Beitrag.

Hallo Persis,

Die Sozialhilfe war sehr teuer, nicht weil die Menschen etwa mehr Geld bekamen, sondern weil es viele Ämter und Verwaltungs- und Personalkosten gab.
Da könnte man jetzt seitenlang schreiben.

Zudem war man sehr in einer menschenunwürdigen Abhängigkeit des jeweiligen Amtes oder Sachbearbeiters.
Nicht jeder hatte den Mut oder die Kraft, gegen Willkür anzugehen. Denn die gab es reichlich.
Sozialhilfeempfänger wurden sogar genötigt umzuziehen, damit eine andere Kommune Kostenträger wurde.

Das alles gehört abgeschafft!

Dein engagierter Beitrag sagt doch im Grunde nur, dass Hatz4 zu wenig ist!
Das ist gewollt! Das ist bekannt.

Wenn man jedoch logisch denkt, dann fallen einem doch sofort zwei Gruppen ein, wo man Verwaltungskosten einsparen könnte, was das BGE jedoch vom Grundsatz her leisten würde. Kinder und Menschen mit Dauerkrankheit.
Daher das System in Bausch und Bogen abzulehnen, mit der Begründung des Einzelfalles, halte ich für völlig falsch.

Bei dem was du schreibst, wären zudem ja auch im Krankheitsfall die Pflegeversicherung und die Krankenkasse gefragt.

Und da ich genügend mit der Materie zu tun hatte, Menschen begleitete, weiß ich wie unverschämt manche Verwaltungsangestellte sind und sich wie "Graf Koks von der Halde" aufführen, als wäre es eigenes Geld.

Obwohl es im Sozialgesetzbuch verankert ist, beraten die "Fallmanager" nicht oder nur ungenügend!

Sogar massive Rechtsverstöße kenne ich.
Man kann es einfach darstellen, wer sich nicht auskennt, wer nicht die Kraft hat, sich zu wehren, der ist hoffnungslos verloren und in seinen Rechten und sogar seiner Würde beschnitten.

Nein, eine Rückkehr zur Sozialhilfe wäre fatal.

Hartz hindert die Menschen sich eine bezahlte Arbeit zu suchen, daher der perfide Versuch immer mehr Druck aufzubauen und Schikanen zu schaffen.
Und schikaniert, denunziert und verleumdet, wird bisweilen reichlich.

Nun kommt immer das Dauerargument mit der Behauptung, dass doch einige gar nicht arbeiten wollen!
Das stimmt im Einzelfall auch!

Haben wir denn Arbeit für alle die auskömmlich wäre?
Bringen wir diese doch in Arbeit!
Hat nicht genau der Staat eine Förderung für Unternehmer geschaffen, die massivste Ausbeutung betreiben.
Hat Hartz nicht dazu geführt, dass überall der Lohn gedrückt wird?

Alles Dinge, die ein BGE verhindern würde.
Der Mensch wäre wieder eigener Herr seiner Arbeitskraft!

Ich bin der Meinung dass ein BGE nicht alles das leisten kann, also jedem Einzelfall, den du beschreibst, gerecht zu werden. Doch das kann kein Sozialsystem der Welt!
Es werden immer Einzelschicksale geben, das persönliche Los.
Ein Staat sollte auch nicht gezwungen werden, bis ins Detail alles regeln zu wollen, das ging bekanntlich mehrmals schief.

Ich sage das mal platt:
Wenn man in München Mietwucher betreibt, dann ist das ein Produkt aus Angebot und Nachfrage und zu wenig Wohnungsbau.
Es muss aber auch nicht jeder in München wohnen!
Frühe Kapitalisten holten sich ihre Arbeiter zu sich, indem sie Wohnungen bauten. Warum nicht heute!

Mit dem BGE habe ich die Möglichkeit einen gewissen Druck aufzubauen, der dringend notwendig ist.

Deutschland hat übrigens viele Probleme, weil die Betroffenen alles zerreden, sich spalten und letztlich alle verlieren, weil Lobbyisten längst gehandelt haben und alles verhindern, was für den Menschen gut wäre.

Goethe sagte:
Sie streiten sich, so heißt’s, um Freiheitsrechte;
Genau besehn, sind’s Knechte gegen Knechte.





 
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