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Ihr tut immer so, als wenn Hartz für den Staat billig und das BGE zu teuer wäre...
Doch es ist genau umgekehrt.
Ich lese das ein BGE im Jahr 1 bis 1,3 Billionen kosten würde.
Portion Control meinte:Ich persönlich sehe das ehrlich gesagt anders als du. Die frühere Sozialhilfe war mir ein Dorn im Auge weil genug Schindluder damit getrieben wurde. Dieses System unterstütze jeden Faulenzer.
Ohne jetzt die tausend Seiten vorher gelesen zu haben, senfe ich einfach mal dazu:
Das, was mir am BGE nicht aufgeht, ist, wo die Armen wirklich entlastet werden, ausser bei der Sanktionsfreiheit und dem Jobsuchdruck. Ich erinnere mich an eine Zeit vor Hartz IV (ja, ich bin schon so alt), wo es eine Sozialhilfe gab, die tatsächlich auf den Bedarfsfall ausgelegt war. Sprich: Wenn einem die Waschmaschine kaputt ging, hat man einen Antrag gestellt und bekam das nötige Kleingeld dafür dann vom Sozialamt. Ebenso beim Kleidergeld, Renovierungsgeld, etc. Dinge, die mit Hartz IV komplett weggefallen sind. Genau DAS ist es, was ich finde, was lebensrettend ist und den Beziehern die größten Existenzsorgen (und somit auch Auslöser von mannigfaltigen psychischen Erkrankungen) lösen würden. Nicht mehr die ständige Angst im Nacken zu haben, dass mal etwas größeres kaputt geht, was man sich dann nicht leisten kann, oder per Darlehen von seinem eh schon zu wenigen Geld dann über Monate abstottern muss. Hinzu kommt, dass man tatsächlich Kranke mit Arbeitslosen in einen Topf geworfen hat und ihnen die selben finanziellen Mittel zugestanden hat, allerdings mit dem Unterschied, dass der lediglich Arbeitslose, aber grundsätzlich Arbeitsfähige sich etwas dazu verdienen darf, wovon er einen höheren Teil selbst behalten darf, als der Kranke, der gezwungen ist, mit dem, was er bekommt, hinzukommen. Chancenlos, etwas an seiner Situation zu ändern. Mehrbedarfe bei Behinderung und so weiter wurden immer weiter gestrichen. Mittlerweile ist sogar Krebs kein zulässiger Grund mehr, einen Mehrbedarf zu beantragen. Die Menschen werden mit einem viel zu geringen Geld ausgestattet, ohne tatsächlich erfolgsversprechende Möglichkeit, dort wieder rauszukommen und arm gehalten.
Der Kranke hat nunmal viel weniger Optionen, als ein Gesunder. Und der Kranke hat, je nach Krankheit, auch mehr Ausgaben zu tätigen. Für Medikamente, Therapien, etc.
Das BGE würde genau diese Freitag-der-13.-Fälle nicht lösen. Es wäre wieder ein "Hier hast du Geld, sieh zu, wie du damit klarkommst, mehr gibts nicht". Völlig davon abgesehen, dass andere Städte auch andere Preise haben, andere Mieten, anderes alles. Während das Landei mit seinen 1000 Euro BGE gut leben kann, kriegt der Münchener wohl nichtmal seine Wohnung damit finanziert. DAS sind die Fragen, die mich bei dem Thema beschäftigen. Denn wie ich es drehe und wende - lediglich ein BGE, das im Grunde so hoch ist, wie derzeitiges Hartz IV, verbessert die Situation nicht. Dazu müsste es schon so hoch sein, dass man davon auch tatsächlich mehr zur Seite legen kann, als jene 1,50€, die man jetzt auf den Regelsatz drauf bekommt "zum sparen für wichtige Dinge". Alles natürlich vorausgesetzt, wir reden von einem BGE, welches wirklich ein Leben in Würde und ohne Existenzsorgen ermöglichen soll. Soll es das nicht, sondern lediglich weiter Menschen in Angst und Not vor der nächsten Rechnung leben lassen (was bei der Natur des Menschen, immer jemanden zu brauchen, auf den man herabschauen kann, zu 90% wahrscheinlicher ist, als erstgenannte Option), dann ignoriert bitte meinen gesamten Beitrag.
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