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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Genau so ist es. Die wenigsten begreifen das aber - in ihrer Traumtänzerei. Und sie begreifen noch weniger, daß der Geldsegen uns Unternehmer geradezu herausfordern würde, die entsprechenden Preise zu erhöhen.

Zunächst, Verehrtester, zielt die Forderung nach einem BGE nicht auf die Unternehmer, sondern auf den Staat. Dass ihr Unternehmer davon profitieren würdet, liegt auf der Hand. Darüber sollte sich ein Selbständiger aber freuen, anstatt hier wehzuklagen.
 
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen
@ mikenull

Die Preise kannst du immer erhöhen. Wenn du nicht gerade ein Monopol hast, wird sich das bei dir allerdings negativ auf die Nachfrage auswirken wenn man den Kram dann woanders billiger bekommt. 😛
 
Was hat denn ein möglicher BGE-Bezieher von mehr Geld, wenn es die Unternehmen zu Preissteigerungen benutzen? Was hat den nder möglche BGE-Bezieher wenn die Preise hochgehen -und er selbst noch einen Teil seiner BGE-Einkünfte über wesentlich höhere Verbrauchssteuern bezahlt? Ihr glaubt alle ans Schlaraffenland.....
 
Zunächst, Verehrtester, zielt die Forderung nach einem BGE nicht auf die Unternehmer, sondern auf den Staat. Dass ihr Unternehmer davon profitieren würdet, liegt auf der Hand. Darüber sollte sich ein Selbständiger aber freuen, anstatt hier wehzuklagen.

Kann ich so unterschreiben. Ich bin ja selbständig und große Verfechterin des BGE.

Die steigenden Mietpreise hast du ja jetzt schon und sehr viele Arbeitgeber sind leider eben nicht gewillt, mehr Gehälter zu bezahlen. Das Problem besteht also jetzt schon.

Alleine durch steigende Lebenshaltungs- und Mietkosten muss ich ja als Selbständige meine Preise erhöhen. Ganz unabhängig vom BGE. Und wenn man den Grundzweck vom BGE sieht, müsste da halt auch von Regierungsseite eine Obergrenze für Mieten gesetzt werden oder dass diese eben nicht easy innerhalb eines Jahres explodieren und erhöht werden dürfen. Was ja jetzt schon gesetzlich der Fall ist.

Und wenn man endlich anfangen würde, das Mindest-Einkommen bei Versicherungen herabzusetzen und nicht bei 2000+ Euro zu lassen, wäre das auch eine sehr solide Sache mit dem BGE.
 
Hab neulich einen Zeitungskommentar dazu gelesen, daß bestimmte kleine Praxen (Physiotherapie glaub ich) im Schnitt 15 % Privatversicherte haben, die aber etwa die Hälfte aller Leistungen ausmachen. Nur mit Kassenpatienten könnten viele dieser Praxen dichtmachen. Was sich natürlich auf die Verfügbarkeit der Praxisleistungen auswirken täte, denn eine geschlossene Praxis ist eine, wo keinem Patienten mehr geholfen wird.
 
Was hat denn ein möglicher BGE-Bezieher von mehr Geld, wenn es die Unternehmen zu Preissteigerungen benutzen? Was hat den nder möglche BGE-Bezieher wenn die Preise hochgehen -und er selbst noch einen Teil seiner BGE-Einkünfte über wesentlich höhere Verbrauchssteuern bezahlt? Ihr glaubt alle ans Schlaraffenland.....

Alle Vorstellungen vom Grundeinkommen gehen davon aus, dass Preissteigerungen ausgeglichen werden. Das Grundeinkommen muss also dynamisch sein. Um die reale Kaufkraft des Grundeinkommens zu sichern. Kann auch die Veränderung der Rahmbedingungen für manche Märkte (z.B. Miet-und Immobilienmarkt) sinnvoll sein.

Das Grundeinkommen verteilt Geld um, ähnlich wie andere politisch gewollte Umverteilung z.B. bei Sozialtransfers und Subventionen. Das Preisniveau ändert sich dadurch nicht, denn die Geldmenge wird nicht größer und der Geldumlauf wird nicht beschleunigt.

Es ist keine allgemeine Preiserhöhung zu erwarten, aber eine andere Struktur der Preise. Güter und Dienstleistungen, die überwiegend unangenehme Arbeit erfordern, könnte in der Tat teurer werden. Anderseits zeigt sich bereits heute eine günstige Entwicklung, beispielsweise bei der Open-Source-Bewegung, die durch das Grundeinkommen einen mächtigen Schub erhalten wird. Hier entstehen viele Dinge allein aus der Motivation heraus, etwas zu schaffen. Die Ergebnisse sind herkömmlichen Produkten durchaus ebenbürtig, ja zum Teil sogar leistungsfähiger, und sie werden kostenlos oder zu niedrigen Preise bereitgestellt. Ähnlich preisdämpfend wirken auch regional vernetzte Wirtschaftsformen, die ebenfalls durch das Grundeinkommen erleichtert werden.
 
Ich denke leider nicht, dass sich bei den Krankenversicherungen etwas ändern wird. Dass gerade bei Selbständigen das Mindesteinkommen 2000+ herangezogen wird und sie danach versichert werden, egal wie viel sie tatsächlich verdienen, wurde ja sehr häufig kritisiert. An sich zahlen die Selbständigen ja schon mehr Aufschläge als Festangestellte, weil z. B. auch Zinsen berechnet werden. Die SPD und CDU sehen da trotzdem keinen Handlungsbedarf. Es gibt ja gerade eine größere Petition dagegen laufen. Fix hat dann schon mal eine Versicherung nochmal das Mindesteinkommen erhöht.

Meiner Meinung nach wird das mit der Zeit ähnlich so werden wie in den USA: nur noch die reichsten und Besserverdiener können sich eine solide, gute Krankenversicherung leisten. Oder die Leistungen werden so arg verschmälert und eingeschränkt für die Normalverdiener, dass man bei noch sehr viel mehr einiges draufzahlen oder vollständig selbst bezahlen muss.
 
Kann ich so unterschreiben. Ich bin ja selbständig und große Verfechterin des BGE.

Die steigenden Mietpreise hast du ja jetzt schon und sehr viele Arbeitgeber sind leider eben nicht gewillt, mehr Gehälter zu bezahlen. Das Problem besteht also jetzt schon.

Alleine durch steigende Lebenshaltungs- und Mietkosten muss ich ja als Selbständige meine Preise erhöhen. Ganz unabhängig vom BGE. Und wenn man den Grundzweck vom BGE sieht, müsste da halt auch von Regierungsseite eine Obergrenze für Mieten gesetzt werden oder dass diese eben nicht easy innerhalb eines Jahres explodieren und erhöht werden dürfen. Was ja jetzt schon gesetzlich der Fall ist.

Und wenn man endlich anfangen würde, das Mindest-Einkommen bei Versicherungen herabzusetzen und nicht bei 2000+ Euro zu lassen, wäre das auch eine sehr solide Sache mit dem BGE.

Schönes neues Profilbild 🙂

Ich gebe dir durchaus Recht, dass mehr Geld für Sozialschwache nicht zwangsläufig eine Nullnummer ist.

Ganz unberechtigt ist der Einwand dennoch nicht. Es geht letztlich darum was sich der Mensch leisten kann. Und natürlich hindert niemanden einen Vermieter daran zu sagen "Hey mein Mieter bekommt jetzt 100 € mehr als früher vom Amt, also erhöhe ich seine Miete um 100 €, er kanns ja bezahlen!" Die Mietpreisbremse hat sich ja vielfach als unwirksam erwiesen.

Meine persönliche provokante Meinung zum Thema war und ist, dass ein "Totschmeißen mit Geld" nicht hilft, sondern man Rechte der Menschen stärken muss, sei es im Arbeitsrecht oder im Mietrecht.
Ein soziales Netz muss es geben, aber primär müssen Menschen Chancen bekommen. Gibt es zu wenig günstigen Wohnraum hilft kein BGE. Gibt es keinen vernünftigen Kündigungsschutz, kann selbst der fleißigste kein Leben planen, denn selbst mit BGE ist der Fall dann mitunter tief.
 
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