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Autismus /Asperger / Anders sein

A

Angua

Gast
Du kannst auf der Seite von aspergia einen Selbsttest machen (der Augenpartientest wird auch in der psychiatrischen Diagnostik angewandt) http://www.aspergia.de/index.php?cat=Tests .
Auf diesen Seiten können auch Menschen, die (noch) keine gesicherte Diagnose haben, mitlesen und Fragen stellen: https://aspies.de/selbsthilfeforum/
https://www.asperger-forum.de/forum/
http://autismus.ra.unen.de.auties.net/

Es ist meist eine Anmeldung nötig und nicht alle Forenbereiche werden gleich freigeschaltet, aber für einen Überblick reicht es.
 
Zuletzt bearbeitet:

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*Moni*

Mitglied
Hi Andreas,

spannende Diskussion.
Ich habe drei Jahre mit Autisten gearbeitet und etliche Facetten kennen gelernt.
Du bist kein Asperger-Autist behaupte ich.

Hier:
https://autismus-kultur.de/autismus/autistische-zuege-erkennen-definition-und-merkmale.html
steht zB auch so schön. Zu jeder Autismus Diagnose gehört eine weitere Person mit autistischen Zügen.
Das behaupte ich zB von meinem Mann und die Beschreibung von dir (und deiner Kindheit) trifft beinahe voll auf meine Kindheit und mein Erleben zu. Ich bin nicht autistisch, eher im Gegenteil. Ich bin hochsensibel und erkenne Emotionen in einem Menschen, von denen diese Teils selbst nichts wissen wollen (Verdrängung, etc). Daher habe ich viele Probleme in Gesellschaft, da ich sehr stark die Emotionen der Menschen um mich herum erkenne und sie durch ihre Gestil etwas anderes zeigen. (Sie lachen, obwohl sie traurig sind, sie sind selbstbewusst, fühlen sich aber unzulänglich, etc)
Was ich damit sagen will.
Deine Symptomatik ist nicht ausschließlich geeignet eine Asperger Diagnose zu erhalten. Du könntest auch in eine ganz andere Richtung gehen zb introvertierter Hochbegabter/ Hochsensibler (und ja da gibt es auch welche drunter, die mit Emotionen nix anfangen können.
Ein Test hierzu:
Sensibel oder Hochsensibel? Test der Hochsensibilität.
(Kenne die Autorin)
Ach und übrigens könnte auch eine "einfache" Hochbegabung vorliegen. ;)
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Also ich hatte jetzt über ein Jahr beruflich jeden Tag mit Autisten zu tun. Was ich sagen kann ist, dass einige Leute mittlerweile soziale Probleme, Schüchternheit, Unsicherheit oder wenn sie einfach verschlossenere Typen sind mit einer Autismus-Diagnose erklären wollen. Seit ein paar Jahren ist das Thema in den Medien präsenter. Und deswegen habe ich das Gefühl, befassen sich die Leute jetzt mehr damit und konzentrieren sich auf die sozialen Probleme von Autismus.

Wir Menschen haben alle unterschiedliche Bedürfnisse bei sozialer Interaktion oder was Nähe und Distanz angeht. Es gibt sie einfach, Leute, die da nicht so ein großes Bedürfnis danach haben oder die aufgrund ihrer Geschichte unbeholfen sind bei sozialer Interaktion. Das hat aber nichts mit Autismus zu tun. Ich durfte jetzt auch ein paar Autisten kennenlernen, die das mit sozialen Kontakten ganz okay hinbekommen. Weil sie dahingehend sehr gefördert und positiv bestärkt wurden. Und weil es auch darunter Vertreter gibt, die sich soziale Kontakte, Freundschaften und Beziehungen sehr wünschen. Aber: es ist eine große Herausforderung für die meisten Autisten und einige scheitern daran. Oder ziehen sich zurück, weil sie sehr viel Ablehnung und Unverständnis erfahren mussten.

Ich denke auch nicht, dass du ein Asperger bist. Ich will betonen, dass ich keine Fachfrau bin. Das kann nur ein Psychiater abklären und ausreichend testen. Und wenn du das Gefühl hast, dass du eine konkrete Antwort brauchst, würde ich es machen. Stehst du unter Druck oder Stress deswegen? Wenn Nein, dann kannst du doch die längeren Wartezeiten entspannt hinnehmen und das Thema dann abklären.

Kein Autist, den ich kenne, würde sich so ausdrücken, wie du es tust. Auch die Fähigkeit, dich und andere zu reflektieren, erlebe ich bei dir.

Was ich noch unbedingt loswerden möchte: es stehen viele Pauschalisierungen und sehr einseitige, teilweise veraltete Ansichten und Wissen über Autismus im Netz, bzw. sind auch in Büchern noch zu finden. Auch so mancher "Experte" ist eigentlich von der alten Schule. Dass man Autismus tiefgehender erforscht und anerkennt, ist erst seit mehreren Jahren so und nicht schon seit Jahrzehnten der Fall.

Beiß dich da nicht so fest an den Begabungs-Themen, den Interessen oder der Intelligenz. Dass sehr viele Autisten hochbegabt sind oder herausragende Inselbegabungen haben, stimmt so nicht. Oft wirkt es auch nur salopp gesagt so, als wären sie absolut begabt bei einem Thema. Denn Autisten neigen öfters dazu, regelrecht besessen von bestimmten Bereichen zu sein und sie sind dann sehr pflichtbewusst, engagiert und können einen unglaublich langen Atem besitzen.

Bei mir auf der Arbeit wird ständig gesagt "Kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten." und es ist echt so.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Beiß dich da nicht so fest an den Begabungs-Themen, den Interessen oder der Intelligenz. Dass sehr viele Autisten hochbegabt sind oder herausragende Inselbegabungen haben, stimmt so nicht. Oft wirkt es auch nur salopp gesagt so, als wären sie absolut begabt bei einem Thema. Denn Autisten neigen öfters dazu, regelrecht besessen von bestimmten Bereichen zu sein und sie sind dann sehr pflichtbewusst, engagiert und können einen unglaublich langen Atem besitzen.
Das kann ich auch bestätigen. Oftmals ist es einfach so, dass sie sich eben sehr beharrlich mit einer Sache befassen und dann natürlich totale Experten auf dem Gebiet sind: Das hat jetzt nichts mit einer exorbitanten naturbegabung zu tun, sondern ist schlicht dem geschuldet, dass man nunmal Experte wird, wenn man sich total intensiv mit einer Sache befasst.
ich denke auch auf dem Gebiet werden Autisten oft missverstanden.
Viele Problem, die Autisten haben, haben nicht-Autisten ganz genauso: Nur ist eben ein Unterschied, wie sich diese Probleme auswirken.
ZB gibt es natürlich ne Menge Leute, die Zwangshandlungen durchführen, weil ihnen diese Sicherheit geben. Auch Autisten haben oft zwanghafte Verhaltensweise, die ihnen Sicherheit geben, aber trotzdem ist im Erleben und in der Wirkung auf andere ein neurotischer Zwang etwas ganz anderes, als ein Zwang, den ein Autist haben kann.
 

Reignoverme

Aktives Mitglied
Was mich an der diskussion ein bisschen wundert, daß ist die tatsache, daß so einige meinen, sie könnten das unterscheiden, ob nun jemand asperger hat oder nicht.

Asperger ist ja nicht so etwas wie schnupfen, wo man 3 symptome zusammenzählt und dann sagen kann, er hat oder er hat nicht.

Asperger bestht ja aus einer vielzahl von typischen anzeichen und nicht jeder hat alle und nicht jeder gleich stark ausgeprägt. Und jedes einzelne für sich kann auch andre gründe haben, aber wenn man eine vielzahl davon vereinigt, dann ist man halt einer.

Ich hab auch keine bestätigte diagnose, aber als ich durch zufall über den begriff asperger gestolpert bin und nich da mal reingelesen hab, kam es mir vor, als würde ich nach hause kommen. Als hätte jemand in dem keller licht gemacht, in dem ich seit 40 jahren in dunkelheit gesessen hab. Was ich am wichtigsten fand, war die erkenntnis, das ich nicht einfach ein paar schrauben locker hab und ich nicht der einzige bin, der dieses "wrong planet" syndrom hat.

Allein dadurch das man "sich erklären" kann. Andere z.b. wissen läßt, das man mit gestik, mimik, körpersprache wenig bis nichts anfangen kann, das hilft schon ungemein. Ich hab mein leben lang versucht, so zu sein, wie alle anderen, unglaublich schlecht geschauspielert und genickt, auch wenn ich manchmal nichts verstanden hab. Das tue ich jetzt nicht mehr. Ich weis, das ich eben so bin wie ich bin, versuche das menschen ein bisschen zu erklären, denen ich näher komme und hab nicht mehr ständig angst, sachen falsch zu machen, oder was falsches zu sagen, so wie das früher der fall war.

Mittlerweile haben ja viele schonmal was von Asperger gehört und wissen, das solche menschen unter umständen mal ein bisschen sonderbar erscheinen oder auch mal die totalen nullchecker sind. Wenn man sich also mit dem satz "Ich bin Asperger" ganz gut erklären kann, was machts dann für einen unterschied, ob man das nun schriftlich hat oder nicht?

Ist ja jetzt nicht so, das man umsonst bus fahren kann, oder sonstige vergünstigungen dadurch hat. Bei manchen kommentaren hatte ich das gefühl, als würde der eine oder andre denken, manche würden das wort asperger nur nutzen, um sich mit fremden federn zu schmücken. Aber wenn ich mich schon mit irgendwas brüsten oder wichtig machen wollen würde, dann sicher nicht damit.
 

Bergere.S

Aktives Mitglied
Wenn man sich also mit dem satz "Ich bin Asperger" ganz gut erklären kann, was machts dann für einen unterschied, ob man das nun schriftlich hat oder nicht?
Weil es die tatsächlichen Asperger Autisten stört. Kann man in Asperger-Foren zigfach nachlesen.


Ist ja jetzt nicht so, das man umsonst bus fahren kann, oder sonstige vergünstigungen dadurch hat. Bei manchen kommentaren hatte ich das gefühl, als würde der eine oder andre denken, manche würden das wort asperger nur nutzen, um sich mit fremden federn zu schmücken. Aber wenn ich mich schon mit irgendwas brüsten oder wichtig machen wollen würde, dann sicher nicht damit.
Als Asperger ist man etwas Besonderes, man ragt aus der grauen Masse der Normalos hervor. Das ist für viele schon Motivation genug, um sich die Aspergerselbstdiagnose herbeizuphantasieren.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
"Mittlerweile haben ja viele schonmal was von Asperger gehört und wissen, das solche menschen unter umständen mal ein bisschen sonderbar erscheinen oder auch mal die totalen nullchecker sind. Wenn man sich also mit dem satz "Ich bin Asperger" ganz gut erklären kann, was machts dann für einen unterschied, ob man das nun schriftlich hat oder nicht?"

Das macht arbeitsrechtlich einen Unterschied, zum Beispiel. Asperger-Autisten gelten als Schwerbehindere, sie genießen besonderen Kündigungsschutz und andere Formen des nachteilsausgleiches. In der Schule steht ihnen ein Assistent zu und auch im Studium erhalten sie auf Antrag Entlastung.
Es gibt keinen Autismus ohne Wahrnehmungsdifferenz.
"Bisschen anders sein" hat NICHTS mit Autismus zu tun. Und es sind auch keine "Nullchecker". Es sind Menschen, die täglich darum kämpfen, zwei Systemen gerecht zu werden und möglichst wenig aufzufallen.
Es ist eine gravierende, folgenschwere Behinderung.
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Sorry, es ist einfach ein Unterschied, ob ich mich als "Außenseiter" oder als "anders" empfinde im Hinblick auf soziale Kontakte oder ob ich per Psychiater die Diagnose Autismus habe. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt eine Dunkelziffer unter Autisten, die keine Diagnose haben, aber ich habe das Gefühl für manche ist es einfacher, ihre Probleme mit Autismus zu erklären, als sich anderweitig zu reflektieren und zu hinterfragen. Viele beschränken sich überwiegend darauf, dass Autisten Schwierigkeiten mit sozialer Interaktion haben oder oft "verschrobene Nerds" sind. Nur, das passt auch auf einen Haufen Leute, die keine Autisten sind. Autismus ist so viel mehr als das. Kognitiv, neurologisch. Nur irgendwie begreifen das einige Leute nicht oder übergehen das ständig. Die lesen dann, dass Autisten die Attribute besitzen, die sie auch anders machen, von der Masse abheben und häufig zu Außenseiter in Gruppen machen und da fühlt man dann eine Verbundenheit.

Natürlich gibt es den Satz "Kennst du einen Autisten, kennst du einen Autisten" nicht umsonst. Aber es gibt trotzdem Merkmale, die sich durchziehen und Punkte, an denen man es festmachen kann. Ich würde sagen, diese Merkmale und Punkte sind verschieden ausgeprägt und kommen unterschiedlich zum Ausdruck. Es ist auch mitunter ein großer, entscheidender Unterschied, wie ein Autist bisher gefördert und unterstützt wurde. Was es für ein Umfeld gibt. Viele Autisten machen nicht umsonst ein Sozialkompetenztraining. Schon das alles kann zu Unterschieden führen.

Und so allgemein, es bleibt als Behinderung eingestuft. Ich denke, was es so tricky macht ist, dass in den Medien Autisten oft als verschrobene Genies und Außenseiter, die aber auch liebenswert sind, dargestellt werden. Nur nicht die anderen Herausforderungen und Probleme. Oder es gibt durchaus Autisten, die leben und arbeiten wie jeder andere auch. Die sind nicht minderbegabt. Man sieht, bzw. merkt das dann nicht immer offensichtlich, je nach Einzelfall. Aber es bleibt eine Behinderung.

Ehrlich, ich habe Kinder kennengelernt, die sind in einen Overload gekommen, weil der eingeübte Zeitplan nicht eingehalten werden konnte, weil der Lehrer krank war und plötzlich ein Vertretungslehrer da war. Eine riesen Sache mitunter, deren Auswirkungen die ganze Woche zu spüren sind, auch wenn das vielleicht nur ein Tag war. Ausflüge mussten wir wochenlang vorher thematisieren und einüben mit den Kindern. Strategien durchsprechen, wenn es zu viel wird. Es gibt Autisten, die halten die Konsistenz von bestimmten Essen nicht aus. Die ziehen dunkle, große Sonnenbrillen an, weil sie im Sommer die Sonne nicht aushalten. Deren Arbeitsplatz muss mit Klebeband begrenzt werden. Die weinen und sind fix und fertig, weil sie nicht verstehen, was dieser eine Gesichtsausdruck bedeutet und wissen nicht, ob derjenige wütend auf die ist. Die ziehen sich plötzlich mitten im Unterricht aus, weil das neue Shirt sich unerträglich anfühlt. Oder man muss es mit der Naht nach außen drehen. Weil sie es nicht anders aushalten. Die können nur mit Timer arbeiten, egal um was es geht und 5 Minuten vor Schluss der Arbeitseinheit muss man das ankündigen. Sonst kommt die Überforderung. Und wenn man egal welche Aufgabe nicht in einzelne Arbeitsschritte und Regeln zerlegt und übt, scheitern sie in den Situationen und kommen in den Overload. Ich musste mit einem Autisten selbst einüben und jeden Morgen durchgehen, wie er sich richtig umzieht. Dann wie er aufs Klo geht. Dann was er sich wie herrichten muss, damit er in den Unterricht starten kann. Und das Tag für Tag. Und dass er das nach fast einem Jahr selbst geschafft hat, war dann ein riesen Erfolg. Auf "kleinste" Veränderungen musste man die Kinder oft wochenlang vorbereiten. Teilweise sogar Anleitungen schreiben, was sie wie tun sollen. Es gab ein Kind, wenn im Mäppchen nicht die Stifte in der exakten Reihenfolge waren, wie sie sein müssen, war der ganze Tag im Eimer. Dann war alles durcheinander und er kam nicht mehr klar. Es gibt Autisten, die können sich keine Gesichter merken. Die können sich Leute nur anhand anderer Merkmale einprägen.

Es geht darum, dass man mit einer offiziellen Diagnose mehr Unterstützung und Hilfe bekommt. Z.B den Zeitausgleich. Oder besonderen Kündigungsschutz. Oder Förderungen. Und wenn man so glasklar denkt, man ist ein Autist, kann man auch gleich zum Psychiater gehen und sich das per Diagnose bestätigen lassen. Weil "einfach so" leben Autisten nicht im Alltag. Und sollte man wirklich Autist sein, kann man viel erreichen, wenn man dahingehend arbeitet. Dabei geht es nicht darum, sich zu verbiegen oder an die Masse anzupassen. Sondern für sich selbst mehr Lebensqualität zu erreichen (wenn man einen Leidensdruck hat) und vorallem zu verstehen, was da abläuft, warum das so ist und was man tun kann, um sich besser zu fühlen.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Danke Fifu, so ähnlich habe ich das auch erlebt, bzw ähnliche Erfahrungen gemacht. Da ist nichts mit "einfach so". Da steckt auch viel harte Arbeit dahinter, die ein Autist leisten muss und kann, um für sich Lebensqualität zu finden und sich im Leben zurecht zu finden.


Ehrlich, ich habe Kinder kennengelernt, die sind in einen Overload gekommen, weil der eingeübte Zeitplan nicht eingehalten werden konnte, weil der Lehrer krank war und plötzlich ein Vertretungslehrer da war. Eine riesen Sache mitunter, deren Auswirkungen die ganze Woche zu spüren sind, auch wenn das vielleicht nur ein Tag war.
Oftmals sind die Auswirkungen so stark und auch für Leute, die sich nicht auskennen nicht vorhersehbar. Also in welch tiefe Kriese ein Mensch mit Autismus fallen kann, wenn er sozusagen "zu viel" bekommt, lässt sich für Menschen ,die sich nicht auskennen kaum verhersehen. Das ganze äußert sich dann nicht selten in agressivem oder autoagressviem Verhalten. Zumindest so wie ich das beobachten konnte.
 

Reignoverme

Aktives Mitglied
Als ich noch zur schule ging, da hab es sowas wie eine asperger diagnose noch garnicht. Als ich hilfe gebraucht hätte, galt ich schlicht als sonderling und schwer erziehbar. Alles was ich bekam, war eine einladung zum schulpsychologen und anschließend einen betreuer vom jugendamt, dessen einzige sorge war, das ich morgens pünktlich in der schule bin.

Ich hab mein ganzes leben versucht herauszufinden, was mit mir nicht stimmt und mußte zwangsläufig lernen mit situationen und menschen irgendwie klar zu kommen und mich irgendwie mit der welt zu arrangieren und dinge und menschen zu meiden, die mich überfordern.

Damit, das vielleicht einige 12 jährige erbost sind, das ich mich zu unrecht mit ihrem "hart erarbeiteten" titel schmücke kann ich leben. Im gegensatz dazu freue ich mich für jeden, der heutzutage hilfe bekommt und nicht allein in nem dunklen keller sitzt, so wie es mir lang genug ging.

Ich wollte hier auch keine diskussion vom zaun brechen, sondern einfach nur mal meine sicht der dinge ein bisschen schildern.
 

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