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Aussichtslose Situation - Paranoider, Alkoholabhängiger Vater!

Basilikum

Mitglied
Hallo ihr Lieben,


ich weiß ich bin hier vielleicht nicht ganz richtig aber ich habe keine Ahnung wohin ich mich wenden soll, vielleicht sind hier ja ein paar Experten die mir weiterhelfen können.


Mein Vater (jetzt 75Jahre alt) ist schon seit Jahren Alkoholkrank, er trinkt nicht täglich aber er ist Gelegenheitstrinker und landet seit 10 Jahren auch immer wieder mal Volltrunken im Krankenhaus. Seine Art war schon immer sehr schwierig, er ist ein sturer Mensch, der Meinungen anderer nur schwer annimmt, damals vor 2 Jahren war er auch noch aggressiv und gewalttätig als ich (25w) noch Zuhause gewohnt hatte.


Seit 4 Jahren ist es richtig schlimm mit ihm geworden. Es kommt mir so vor als wäre er paranoid oder schizophren. Denn er denkt die Nachbarn reden dauernd über ihn und würden ihm etwas schlechtes antun wollen, er denkt sogar sie würden ihn als Hitlerjunge beschimpfen (er hat damals die Hitlerzeit mitgemacht) Das Problem ist, er schreit, nein er brüllt sogar zu den Fenstern raus, wenn er glaubt die Leute reden über ihn und das Tag und Nacht. Ich persönlich habe nie gehört, das die Leute seinen Namen nennen oder gar schlecht über ihn reden, ich kann nicht einmal aus dem 4. Stock verstehen was die Leute unten im Hof oder in den Wohnungen reden. Es war damals schon schlimm für mich, wenn ich von der Arbeit nach Hause gekommen bin und schon von weiten sein Gebrülle gehört habe. Er schreit sogar einfach mitten in der Nacht einfach rum. Auch geht er Nachts meist raus um dann zu trinken. Tagsüber verlässt er eher selten die Wohnung. Wenn man ihn darauf anspricht so sagt er, er würde doch nur hin und wieder laut reden und auch nur weil die Leute ihm und seiner Familie schlechtes wollen. Sobald man zu ihm sagt, wir sollten mal zum Arzt oder mit ihm zu einer Beratungsstelle gehen so blockt er sofort ab, er möchte nicht zum Arzt da er ja nicht verrückt ist. Beim Hausarzt war er schon seit mindestens 15 Jahren nicht mehr. Weder ich noch meine Mutter haben Zugang zu ihm. Er hat zwar viele Geschwister doch die haben seit vielen Jahren den Kontakt zu ihm aufgrund seines Charakters abgebrochen.


Das witzige ist außerhalb verhält er sich nicht so, wenn man ihn draußen auf der Straße treffen würde, würde man nur denken, das er ein alter netter Mann ist der eben viel Spricht und manchmal etwas mürrisch und laut ist.
Doch ist er Zuhause dann nimmt das Unheil seinen Lauf.
Die Polizei hatte ihn mal volltrunken mit nach Hause gebracht und wir meinten, dass er wieder aggressiv werden würde und dass es besser ist wenn sie ihn wieder mitnehmen, die haben das Lachen angefangen und meinten er seie der friedlichste Mensch überhaupt.
Die Ärzte in der Klinik (wenn er mal wieder volltrunken aufgefunden wurde) wollten mir auch nicht so recht glauben, wenn ich von den Umständen Zuhause berichtete und nach einem Neurologen verlangte. Ich habe schon sämtliches ausprobiert, Polizei, Beratungsstellen der Caritas/Diakonie, Ärzte in der Klinik aber alle wollen meinen Worten keinen Glauben schenken. Die einzigen die, die Umstände kennen sind die Nachbarn die alles Live miterleben. Diese sind gerade dabei Unterschriften zu sammeln damit die Wohnung gekündigt wird. Die Nachbarn halten es eben nicht mehr aus mit seinen täglichen Gebrülle. das macht mich echt fertig, denn meine Eltern sind echt Arm und ich selbst habe für einen Umzug nicht das Geld. Allein schon bei diesem Gedanke wird mir ganz schlecht! Hinzu kommt noch das meine Mutter Krebskrank ist, ihn aber nicht verlassen möchte, da sie Angst hat ihm könne etwas zustoßen.


Ich habe versucht oft mit ihm zu reden, ihn zu verstehen, ihm das Gefühl zu geben, dass er nicht allein ist, aber all das bringt nichts.
Ich bin mittlerweile selbst nahe einer Depression und kann so langsam nicht mehr damit umgehen.


Es wäre wirklich das einfachste, wenn mein Vater einfach zum Psychiater/Neurologen geht und er einen Therapieplatz bekommen würde, damit das Ganze mal behandelt wird.
Aber wie soll ich das machen, wenn er nicht will? Ich meine er ist ja nicht entmündigt, somit bin ich ja irgendwie machtlos...


Habt ihr vielleicht noch eine Idee was ich tun könnte oder an wen ich mich wenden könnte????
 

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jaune

Mitglied
Liebe Basilikum,

leider hab ich keinen rat für deinen vater.

mein vater ist auch so. er trinkt auch, brüllt rum und all das, was du beschreibst. er ist zwar nicht so krass paranoid aber dennoch.

meine psychologin sagt, er ist ein hoffnungsloser fall. wenn er sich selbst keine hilfe sucht wird er auch keine annehmen. du kannst ihn nicht zu seinem glück zwingen.

aber du musst was für dich tun. dich macht das alles fertig. du musst da raus. zieh aus. denk an dich. eine depression nur aus loyalität zu haben, ist das den preis wert? denn er wird sich nicht ändern.

zuerst müssen du und deine mutter da raus. und dann begreift er vielleicht endlich, dass es so nicht mehr weiter geht. dann holt er sich vielleicht hilfe.

bitte, du musst dich außer gefahr bringen. ausziehen und nicht runterziehen lassen.

ich gehe ja auch weg.
mein vater hat viel zu meiner psychischen krankheit beigetragen.

bitte, lass es bei dir nicht so weit kommen.
zieh die notbremse und komm erst mal bei freunden unter.
dein vater kommt schon zurecht.

ich wünsche dir sehr viel glück und kraft,
jaune
 

Basilikum

Mitglied
Liebe Jaune,

vielen lieben Dank für deine Worte!!!


Ich bin schon vor einem Jahr fluchtartig von zuhause ausgezogen. Das war ein großer Schritt für mich, denn ich war psychisch echt fertig.
Ich selbst habe mich in Sicherheit gebracht, doch meine Mutter ist noch bei ihm und ich werde manchmal "verrückt" vor Sorge! Genau das hatte mich all die Jahre dazu gebracht daheim zu bleiben. Ich habe echt Angst um sie vor allem weil sie selbst krank ist sie hat Krebs. Ich kann sie nicht dazu bewegen, dass sie da raus geht. Das belastet mich echt sehr.
Schlimm finde ich dass mich mittlerweile Nachbarn kontaktieren und auch der Vermieter meiner Eltern, dass wenn es so weiter geht, dass ihnen Wohnung gekündigt wird. Das wäre wirklich der Untergang für meine Mutter, denn finanziell sind sie beide hoch verschuldet.
Das macht mir große Sorgen! Das wäre wirklich furchtbar!


Vielleicht hast du recht und ich sollte erst mal schauen, dass es mir gut geht. Vielleicht sollte ich wirklich mal zum Psychologen (genau das habe ich all die Jahre vermieden), denn depressiv bin ich schon längst, es verfolgt mich ja alles immer und immer wieder und das hindert mich eben daran glücklich zu sein. Vielleicht sollte ich mir da echt mal Gedanken machen, nur ist das so furchtbar schwer meine Mutter sozusagen in Stich zu lassen, da sie ja sonst immer für mich da ist...


Danke Jaune und dir auf deinem Wege alles erdenklich Liebe!


LG, Basilikum
 

jaune

Mitglied
Liebe Basilikum,

es ist sehr gut, dass du ausgezogen bist. das war der erste schritt in die richtige richtung.

ein guter freund sagt mir immer, man soll immer zuerst an sich denken und das tun, was einem gut tut. und dann kommen erst die anderen. das ist gesunder egoismus und er beschützt dich.
eine depression ist kein pappenstiel. du solltest zum psychologen gehen. der kann dir vielleicht auch mit deinem vater helfen und deiner mutter.
meine psychologin hat mir sehr mit meiner familie geholfen.

und dass deine mutter krank ist, ist noch ein grund, dass sie schleunigst weg von ihm soll. denn er tut ihr psychisch nicht gut. denn so was ist eine große belastung. so was kann sich auch negativ auf den heilungsprozess auswirken.

danke für deine lieben wünsche!
du schaffst das schon!

jaune
 

Monk

Aktives Mitglied
Hallo ihr Lieben,


ich weiß ich bin hier vielleicht nicht ganz richtig aber ich habe keine Ahnung wohin ich mich wenden soll, vielleicht sind hier ja ein paar Experten die mir weiterhelfen können.


Mein Vater (jetzt 75Jahre alt) ist schon seit Jahren Alkoholkrank, er trinkt nicht täglich aber er ist Gelegenheitstrinker und landet seit 10 Jahren auch immer wieder mal Volltrunken im Krankenhaus. Seine Art war schon immer sehr schwierig, er ist ein sturer Mensch, der Meinungen anderer nur schwer annimmt, damals vor 2 Jahren war er auch noch aggressiv und gewalttätig als ich (25w) noch Zuhause gewohnt hatte.


Seit 4 Jahren ist es richtig schlimm mit ihm geworden. Es kommt mir so vor als wäre er paranoid oder schizophren. Denn er denkt die Nachbarn reden dauernd über ihn und würden ihm etwas schlechtes antun wollen, er denkt sogar sie würden ihn als Hitlerjunge beschimpfen (er hat damals die Hitlerzeit mitgemacht) Das Problem ist, er schreit, nein er brüllt sogar zu den Fenstern raus, wenn er glaubt die Leute reden über ihn und das Tag und Nacht. Ich persönlich habe nie gehört, das die Leute seinen Namen nennen oder gar schlecht über ihn reden, ich kann nicht einmal aus dem 4. Stock verstehen was die Leute unten im Hof oder in den Wohnungen reden. Es war damals schon schlimm für mich, wenn ich von der Arbeit nach Hause gekommen bin und schon von weiten sein Gebrülle gehört habe. Er schreit sogar einfach mitten in der Nacht einfach rum. Auch geht er Nachts meist raus um dann zu trinken. Tagsüber verlässt er eher selten die Wohnung. Wenn man ihn darauf anspricht so sagt er, er würde doch nur hin und wieder laut reden und auch nur weil die Leute ihm und seiner Familie schlechtes wollen. Sobald man zu ihm sagt, wir sollten mal zum Arzt oder mit ihm zu einer Beratungsstelle gehen so blockt er sofort ab, er möchte nicht zum Arzt da er ja nicht verrückt ist. Beim Hausarzt war er schon seit mindestens 15 Jahren nicht mehr. Weder ich noch meine Mutter haben Zugang zu ihm. Er hat zwar viele Geschwister doch die haben seit vielen Jahren den Kontakt zu ihm aufgrund seines Charakters abgebrochen.


Das witzige ist außerhalb verhält er sich nicht so, wenn man ihn draußen auf der Straße treffen würde, würde man nur denken, das er ein alter netter Mann ist der eben viel Spricht und manchmal etwas mürrisch und laut ist.
Doch ist er Zuhause dann nimmt das Unheil seinen Lauf.
Die Polizei hatte ihn mal volltrunken mit nach Hause gebracht und wir meinten, dass er wieder aggressiv werden würde und dass es besser ist wenn sie ihn wieder mitnehmen, die haben das Lachen angefangen und meinten er seie der friedlichste Mensch überhaupt.
Die Ärzte in der Klinik (wenn er mal wieder volltrunken aufgefunden wurde) wollten mir auch nicht so recht glauben, wenn ich von den Umständen Zuhause berichtete und nach einem Neurologen verlangte. Ich habe schon sämtliches ausprobiert, Polizei, Beratungsstellen der Caritas/Diakonie, Ärzte in der Klinik aber alle wollen meinen Worten keinen Glauben schenken. Die einzigen die, die Umstände kennen sind die Nachbarn die alles Live miterleben. Diese sind gerade dabei Unterschriften zu sammeln damit die Wohnung gekündigt wird. Die Nachbarn halten es eben nicht mehr aus mit seinen täglichen Gebrülle. das macht mich echt fertig, denn meine Eltern sind echt Arm und ich selbst habe für einen Umzug nicht das Geld. Allein schon bei diesem Gedanke wird mir ganz schlecht! Hinzu kommt noch das meine Mutter Krebskrank ist, ihn aber nicht verlassen möchte, da sie Angst hat ihm könne etwas zustoßen.


Ich habe versucht oft mit ihm zu reden, ihn zu verstehen, ihm das Gefühl zu geben, dass er nicht allein ist, aber all das bringt nichts.
Ich bin mittlerweile selbst nahe einer Depression und kann so langsam nicht mehr damit umgehen.


Es wäre wirklich das einfachste, wenn mein Vater einfach zum Psychiater/Neurologen geht und er einen Therapieplatz bekommen würde, damit das Ganze mal behandelt wird.
Aber wie soll ich das machen, wenn er nicht will? Ich meine er ist ja nicht entmündigt, somit bin ich ja irgendwie machtlos...


Habt ihr vielleicht noch eine Idee was ich tun könnte oder an wen ich mich wenden könnte????

Solange er nicht andere gefährdet - laß ihn doch seine letzten Jahre so leben wie wer will. In dem Alter kann man von heute auf morgen tot umfallen ( wie meine Vater).
 
M

Mea

Gast
Was mich irritiert, zur Hitlerzeit war dein Vater ein kleiner Junge, wie kann er da mitmachen :confused:

Wenn er mal wieder im Krankenhaus landet, würde ich alles erzählen, vielleicht kannst du ihn dann zwangseinweisen lassen, das wäre in dem Fall wahrscheinlich das Beste auch für ihn selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
C

Christine22

Gast
Du arbeitest Dich dabei auf, wenn Du versuchst, die Verantwortung für Deine Eltern zu übernehmen. Wenn auch ihr Verhalten völlig unverständlich ist - sie sind erwachsen. Deine Mutter sollte verstehen, daß sie vielleicht ohne diesen cholerischen Alkoholiker mehr Chancen hat, zu überleben. Du kannst ihr Deine Hilfe anbieten, sollte sie aussteigen wollen, mehr kannst (und solltest) Du nicht tun. Deinen Vater wirst Du nicht ändern können.
 

Basilikum

Mitglied
Was mich irritiert, zur Hitlerzeit war dein Vater ein kleiner Junge, wie kann er da mitmachen :confused:
Oh man... Mitmachen meine ich auch nicht in dem Sinne von er war Soldat. Er hat nur die Zeit eben miterlebt, was ihn wiederrum geprägt hat. Immerhin war er zu der Zeit 10 Jahre alt und hat keine schönen Dinge erlebt!!!

Wenn er mal wieder im Krankenhaus landet, würde ich alles erzählen, vielleicht kannst du ihn dann zwangseinweisen lassen, das wäre in dem Fall wahrscheinlich das Beste auch für ihn selbst.
Das habe ich doch schon gemacht! Das Problem ist ja (das hatte ich geschrieben) das er außherhalb sein Verhalten ändert und mir somit niemand Glauben schenkt, wenn ich von den Zuständen Zuhause berichte, sprich es nimmt mich niemand ernst!
 

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