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Aussehen...Zwanghafte Gedanken....fühle mich alleine

Mach mal ein Foto mit Mund und Nase drauf, daß man sich das ansehen kann, danke.

Ich muß Dir ganz ehrlich sagen, daß ich im ganzen Leben nicht auf sowas geachtet habe. Du bist zu sensibilisiert diesbezügl., dass du auf jede Geste achtest.
 
Eine meiner Schwestern dachte von sich, sie hat eine unmögliche Nase, sie war stets sehr betroffen, wenn jemand über ihre Nase redete. Ein typischer Wahn, mehr war es nicht. Bei dir ist es doch auch nichts anderes, du bist besessen von dieser Geschichte und richtest alles danach aus.
Kaum denkst du nur an das, biste drin in diesem lästigen, hartnäckigen Gedanken-spiel, immer wieder steigst du drauf ein, immer reagierst du darauf, du fällst praktisch immer drauf rein auf dieses Spiel.
Wie bei meiner Schwester. Nase, das reichte und sie wurde starr.
Bei mir war das lange mit einer anderen Sache, da brauchte ich auch nur dran denken und schon flossen die Tränen. Komisch, nicht wahr?
Du wärst bald darüber hinweg, wenn du ein paar Mal hintereinander einfach anders reagierst, wenn du das Wort "Mund" andenkst. Falle mal NICHT zu Boden, sobald du diesen Ideen folgst, bleib mal stehen. Reagiere endlich nicht wie eine Wahnsinnige, bleib komplett neutral, oder übe dich darin, extra an deinen Mund zu denken, von sieben bis halb acht jeden Tag sei verkrampft, sei extrem betroffen, sei sehr, sehr traurig und so richtig verzweifelt und dann steh auf und geh Geschirr abwaschen, oder deine Katze streicheln. Man kann nicht absichtlich verkrampft sein, wenn man will, dass man verkrampft ist.
 
Es ist schwer, überlegen zu werden....zugleich eigentlich einfach.
Ich war in der Schulzeit schnell am erröten, das war schrecklich. Je mehr ich verhindern wollte rot zu werden, umso tiefroter wurde meine Gesichtsfarbe. Dann habe ich von diesem Tipp gehört, sei absichtlich rot, nimm dir vor, so rot zu werden, wie nur geht und nichts passierte, ich wurde nicht rot.
Das hat etwas mit seinem Willen zu tun, wenn du willst, dass du so richtig nervös bist, dann liegt die Nervosität bei dir, in deiner Hand. Du bestimmst über sie. Ich weine jetzt, wenn ich diese Szene ins Gedächtnis rufe, dann fange ich so richtig zu heulen an, was passiert, es gelingt nicht. Aus der faule Zauber. Das ist doch auch mit dem Lachen ähnlich, wenn man will, dass man lacht, dann kommt kein echter Lacher mehr. Oder wenn man sich selbst kitzelt, dann funktioniert das auch nicht wirklich.
Mach dir dieses Wissen zu eigen. Das sind Tricks, die mehr bewirken, als lange und breit in Therapie darüber zu gehen.
Ich wünsche dir trotzdem eine Therapie, rein deshalb, weil da wer gegenübersitzt, der mindestens eine Stunde lang nur für dich da ist, bezahlt, extra nur für dich. Lass dich verwöhnen, lass dich trösten und mal alles rausklagen, was in dir an Jammer sitzt. Dann steh auf und gönne dir eine leckere Portion Sahnetorte.
Trällere daheim laut vor dich hin, oder falls du ein Auto hast, dann dreh die Scheiben hoch und brülle laut, schreie, sing laut, lerne Flöte spielen, mach mit einem Kaugummi fette Blasen und freu dich endlich, weil du raus bist.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass du morgen noch dazu in der Lage bist, gleich Hilfe zu rufen, wie heute. Da hat sich sicher schon etwas geändert. Wie wenn man ein Geheimnis nicht mehr als Geheimnis abhandelt, es ist Licht drauf, ab da ist es nicht mehr brisant. Schwer zu erklären, wieso, aber das ist einfach so.

Lieben Gruß

Holunderzweig
 
Problematisch an der ganzen Sache ist nicht dein Aussehen, sondern dass Du nach eigener Aussage beruflich nichts erreicht hast und die widerwärtigen Mobber am heutigen Tag vielleicht verheiratet mit Kindern im Eigenheim sitzen.
Deswegen:
Therapie bezüglich der eigenen Wahrnehmung. Danach dann: Aussehen als gegeben hinnehmen und dann planen, ob man noch eine Ausbildung macht, studiert usw.
Wenn es dann doch zwischendurch aufs Aussehen zurückkommt mit den eigenen Gedanken:
Menschen wie Herr Altmeier wurden Wirtschaftsminister und immens kritische Menschen wie bspw. Ich haben Menschen im Beruf nie nach Äußerlichkeiten oder „Macken“ beurteilt. Die haben wir nämlich alle!
 
Ich haben Menschen im Beruf nie nach Äußerlichkeiten oder „Macken“ beurteilt. Die haben wir nämlich alle!
Schämst du dich noch, oder bist du schon erwachsen...

Macken werden so lange bekritelt, solange man nicht drübersteht. Das wird natürlich überprüft indem man stichelt und Bemerkungen macht. Unbewusst spürt man, wo jemand unsicher ist und zufällig gibts immer welche, die sticheln. Das hört auf, wenn man sich nichts mehr draus macht. Prüfung bestanden... Reifeprüfung.
 

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