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Ausbildung abbrechen?

GenerousFly

Mitglied
Hallo, ich bin 21(w) und mache momentan eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten im Krankenhaus und bin seit August diesen Jahres im zweiten Lehrjahr. Ich habe in der Schule einen Schnitt von 1.5 und lerne seit einem Jahr für meine Zwischenprüfung im März. Mein Zeugnis sah im 1. Jahr so aus :

Abrechnung (PAB2) : 2
Medizinische Assistenz 1
Anatomie (PAB1) : 2
Politik : 2
Religion : 1
Sport1
Wirtschaft : 2
Praxismanagement : 1
Deutsch : 2

Meine Ausbildung absolviere ich momentan in der HNO-Ambulanz. Ich war am Anfang recht schüchtern, weil ich eine soziale Phobie habe. Das hat sich aber gelegt und führe mittlerweile Prick-Tests durch und sogar Rhinomanometrien (Nasendurchflusstest). Ich habe am Anfang auch relativ viel Lob bekommen. Mein eigentliches Problem ist jedoch die Blutabnahme. Ich habe es mit einer Kollegin letzte Woche gemacht und es hat sogar so gut geklappt, dass sie meinte : ja, du brauchst mich jetzt sogar nicht mehr.

Hinter meiner Vorgesetzten renne ich mittlerweile seit Januar hinterher, doch auf meine Anfragen, wann sie mir zeigen wolle, wie man Blut abnimmt kam immer nur : ja, ja. Bald. Wir sind 3 Auszubildende, eine hat abgebrochen. Ihr hat meine Vorgesetzte sogar erlaubt bei ihr selber Blut abzunehmen. Wenn ich gefragt habe, hieß es : ach, ne. Der hat mir schon Blut abgenommen, brauchst du nicht mehr. Gestern meinte sie zu mir, dass es noch nicht klappen würde(komisch, die andere Kollegin meinte doch, dass es klappen würde?). Heute hat sie vor einem Patienten die Stoppuhr angemacht und meinte, dass ihr das viel zu lange mit der Blutabnahme dauern würde. Vor dem Patienten, sagte sie : du bist jetzt im zweiten Lehrjahr. Irgendwann muss das klappen und schneller gehen. Natürlich habe ich aus Nervosität daneben getroffen. Bei dem einen ist mir die Nadel rausgeflutscht, weil ich zu weit oben rein gestochen habe. Das war mir unglaublich peinlich und ich habe mich echt inkompetent gefühlt. Natürlich habe ich es dann den Rest des Tages aus Angst bei niemandem mehr probiert. Meine Hände zittern sowieso und für den Patienten wäre es auch nicht schön gewesen.

Ich habe mich die letzte Woche gefreut, dachte ich hätte das Thema hinter mir gelassen. Aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass jeder in meiner Klasse es kann. Eine Kollegin /Mitschülerin von mir meinte sogar einmal zu mir :

Wie, du kannst noch keinen venösen Zugang legen? Ich hab das am ersten Tag direkt an Patienten gemacht!

Oder :

Blutabnahme ist doch leicht!

Der Druck, der auf meinen Schultern lastet, macht mich verrückt. Mittlerweile überlege ich sogar, die Ausbildung abzubrechen und einen ganz normalen Bürojob zu machen.

Ich bin nur noch bis Dezember in der Ambulanz. Danach bin ich für einen Monat in der Notaufnahme und dann in der Kinderchirurgie. Zwischendurch auch 2 Monate in der Abrechnung.
 
Zuletzt bearbeitet:

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der Alte

Mitglied
Hallo,

lass dich nicht durch solche Bemerkungen runter ziehen. Du solltest dich lieber Fragen ob dir der gewählte Beruf Spaß macht. Wenn du diese Frage mit 'Ja' beantwortest dann ist der Weg für dich doch klar, oder? Egal welchen Beruf du erlernst, es wird immer Momente geben wo deine Fähigkeiten nicht richtig gewertet bzw. bewertet werden. Wenn du also weiter machen willst, dann suche das Gespräch mit deiner Vorgesetzen, unter 4 Augen und kläre das Problem. Wenn es sich so nicht klären lässt, dann suche das Gespräch mit dem nächsten Vorgesetzten.

LG
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Du bist jetzt gerade mal im zweiten Ausbildungsjahr und du machst die Ausbildung ja um etwas zu lernen, da musst du nichts sofort gut können.
Wenn dir die Ausbildung grundsätzlich gefällt und die Blutabnahme jetzt dein einziges Problem ist, dann lass dich da nicht verunsichern.

Ich glaube die Blutabnahme ist etwas, vor dem alle, oder zumindest die meisten Azubis, Bammel haben. Und die, die es können, erzählen das dann eben auch gerne und sind stolz auf sich. Das hilft dir jetzt wenig, weil du dich dadurch unter Druck gesetzt fühlst. Und den spürst du natürlich auch, wenn jemand mit Stoppuhr hinter dir steht und dich zu langsam findet.

Ich würde auch sagen, dass du nochmal mit deinen Vorgesetzten sprechen solltest. Und in Bezug auf deine Mitschüler: jedem fällt etwas anderes schwer. Ihnen fällt vielleicht das Blut abnehmen leicht, dafür haben sie mit anderen Sachen ihre Schwierigkeiten.
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Warum solltest du die Ausbildung abbrechen?

Gibt es in der Klinik bzw. im Rahmen der Berufsschule keine Betreuer, an die du dich wegen des Problems mit deiner Vorgesetzten wenden kannst?
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Ich finde auch nicht, dass Du abbrechen solltest.
Es gibt immer Zeiten in der Lehre, die besser und schlechter sind und Leute mit denen man besser oder schlechter auskommt.
Das wird später , wenn Du ausgelernt hast , auch nicht anders sein.
Daher wäre es schade und völlig umsonst jetzt hinzuschmeißen.
 

wt15309

Aktives Mitglied
ohjeeeee, was für Probleme.
Sag mal, das meinst du doch nicth im Ernst- Ausbildung abbrechen weil du die Vene nicht triffst.
Was machst du wenn du wirklich schwierige Aufgaben hast? Davonlaufen?
Ruhig bleiben, mit etwas Übung kannst du es auch.
Ausserdem muss einer der Erste sein der es kann und jemand der Letzte.
 

bocksrogger

Aktives Mitglied
Jetzt abbrechen ist auch keine Lösung weil du dann woanders wieder bei 0 anfängst. Und die Erfahrung zeigt leider, das "Abbrecher" dann auch die nächste Ausbildung zu einem hohen Prozensatz wieder abbrechen. Da gab es ein Zitat aus den VDI Nachrichten "Sie tun es immer wieder".

Meine Ex wr auch MFA und hatte nicht so gute Noten wie du, und konnte auch ich nicht Blut abnehmen, (musste sie beim Orthopäden/Chirugen auch weniger) Aber sie hat es auch durchgezogen (zumindest 1x in ihrem Leben)
 

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