G
Gast
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Hallo,
ich stehe momentan in Lohn und Brot, bekomme aber, abgesehen von einem Job, kaum einen vernünftigen Stundensatz bzw. angemessenen Lohn.
Da ich in der derzeitigen Situation entsprechend unzufrieden bin, bewerbe ich mich weiter. Aber es ist fast überall das Gleiche:
Es werde unmögliche Ansprüche bzgl. des Bewerberprofils gestellt: im Idealfalls mehrere abgeschlossene Ausbildungen, alle möglichen Office-Applikationen können, gefühlt 10 Sprachen sprechen können.
Hinzu kommt, dass selbst viele Jobs, bei denen man in früheren Zeiten mal ein anständiges Gehalt bekam, z.B. als Bürokraft, Empfangsmitarbeiter oder Dozent, in vielen Fällen auch nur auf 450 Euro Basis oder Mindestlohn laufen.
Es werden erhöhte Ansprüche gestellt, für die man z.T. einen Akademikerstatus haben muss und dennoch sind diese Jobs völlig unterbezahlt.
Bei Fremdsprachenkorrespondenten wird mittlerweile überwiegend der Abschluss des Europasekretärs gefordert, und diese Jobs sind häufig auch nicht gut bezahlt. Bei anderen Anstellungen werden oft Werkstudenten gewünscht, weil für diese keine Abgaben seitens des AGs geleistet werden müssen.
Bei Unterrichtstätigkeiten aller Art laufen die Modalitäten nur in Richtung Honorar. Mitunter wird bei mobiler Nachhilfe nur 12 Euro bezahlt - meine Güte, man muss zu den Schülern ins Haus dann gehen und hat häufig weite Anfahrtswege. Wer macht diese Jobs eigentlich? Davon kann man bestenfalls als Azubi oder Student sich das Taschengeld aufbessern. Gefordert werden in den Stellenprofilen aber häufig Universitätsabsolventen bzw. Doktoranden. Ich muss da unentwegt lachen bei diesen Stellenangeboten.
Zum anderen ist jedem klar, dass wenn solche Stellen auf Honorarbasis laufen, diese auch jederzeit abgesagt werden können - genauso wie man keine Lohnfortzahlung hat. An der Stelle fragt man sich: wer auf Dauer so leben kann und will. Das kann man alles nur mal für kurze Zeit so praktizieren.
Bei einigen Bürotätigkeiten, die ich kürzlich sah, ist es ebenso, dass diese auf Honorarbasis ablaufen. Ok, Honorar 20 Euro ist ok, aber man hat ja trotzdem das Problem: was ist im Krankheitsfall? Man zahlt hohe Beträge an die Kranken- und Rentenversicherung. 😉
Ich habe insgesamt den Eindruck, dass sich die Arbeitgeber so ziemlich aus der Pflicht nehmen wollen. Am liebsten 450 Kräfte oder Werkstudenten. Es fehlt wirklich noch, wenn nur noch ehrenamtliche Tätigkeiten angeboten werden. 😀
Lange Zeit war es mir nicht klar, weil ich nicht großartig in der Situation des mich Bewerbens war, wie schlimm das wirklich ist. Ich habe recht lange studiert und eine Weile in meinem studierten Beruf gearbeitet. Nun bin ich in der Rolle des modernen Arbeitssuchenden, der zusehen muss, dass er sich nicht nur ausbeuten lässt. Ich will jetzt hier keineswegs "Mindestlohn die 1000.", damit ansteuern, sondern mir geht es um diese Bezahlungsmodalitäten an sich. Die 8,50 Euro stören mich nicht alleine.
Ich wäre z.T. schon froh, wenn ich einen Job mit Mindestlohn hätte, bei dem ich wenigstens 20-30 Stunden pro Woche arbeiten könnte. Zusätzlich kann man immer noch einen 450 Euro Job machen.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich langsam keinen Bock mehr.
Liebe Grüße,
Gast
ich stehe momentan in Lohn und Brot, bekomme aber, abgesehen von einem Job, kaum einen vernünftigen Stundensatz bzw. angemessenen Lohn.
Da ich in der derzeitigen Situation entsprechend unzufrieden bin, bewerbe ich mich weiter. Aber es ist fast überall das Gleiche:
Es werde unmögliche Ansprüche bzgl. des Bewerberprofils gestellt: im Idealfalls mehrere abgeschlossene Ausbildungen, alle möglichen Office-Applikationen können, gefühlt 10 Sprachen sprechen können.
Hinzu kommt, dass selbst viele Jobs, bei denen man in früheren Zeiten mal ein anständiges Gehalt bekam, z.B. als Bürokraft, Empfangsmitarbeiter oder Dozent, in vielen Fällen auch nur auf 450 Euro Basis oder Mindestlohn laufen.
Es werden erhöhte Ansprüche gestellt, für die man z.T. einen Akademikerstatus haben muss und dennoch sind diese Jobs völlig unterbezahlt.
Bei Fremdsprachenkorrespondenten wird mittlerweile überwiegend der Abschluss des Europasekretärs gefordert, und diese Jobs sind häufig auch nicht gut bezahlt. Bei anderen Anstellungen werden oft Werkstudenten gewünscht, weil für diese keine Abgaben seitens des AGs geleistet werden müssen.
Bei Unterrichtstätigkeiten aller Art laufen die Modalitäten nur in Richtung Honorar. Mitunter wird bei mobiler Nachhilfe nur 12 Euro bezahlt - meine Güte, man muss zu den Schülern ins Haus dann gehen und hat häufig weite Anfahrtswege. Wer macht diese Jobs eigentlich? Davon kann man bestenfalls als Azubi oder Student sich das Taschengeld aufbessern. Gefordert werden in den Stellenprofilen aber häufig Universitätsabsolventen bzw. Doktoranden. Ich muss da unentwegt lachen bei diesen Stellenangeboten.
Zum anderen ist jedem klar, dass wenn solche Stellen auf Honorarbasis laufen, diese auch jederzeit abgesagt werden können - genauso wie man keine Lohnfortzahlung hat. An der Stelle fragt man sich: wer auf Dauer so leben kann und will. Das kann man alles nur mal für kurze Zeit so praktizieren.
Bei einigen Bürotätigkeiten, die ich kürzlich sah, ist es ebenso, dass diese auf Honorarbasis ablaufen. Ok, Honorar 20 Euro ist ok, aber man hat ja trotzdem das Problem: was ist im Krankheitsfall? Man zahlt hohe Beträge an die Kranken- und Rentenversicherung. 😉
Ich habe insgesamt den Eindruck, dass sich die Arbeitgeber so ziemlich aus der Pflicht nehmen wollen. Am liebsten 450 Kräfte oder Werkstudenten. Es fehlt wirklich noch, wenn nur noch ehrenamtliche Tätigkeiten angeboten werden. 😀
Lange Zeit war es mir nicht klar, weil ich nicht großartig in der Situation des mich Bewerbens war, wie schlimm das wirklich ist. Ich habe recht lange studiert und eine Weile in meinem studierten Beruf gearbeitet. Nun bin ich in der Rolle des modernen Arbeitssuchenden, der zusehen muss, dass er sich nicht nur ausbeuten lässt. Ich will jetzt hier keineswegs "Mindestlohn die 1000.", damit ansteuern, sondern mir geht es um diese Bezahlungsmodalitäten an sich. Die 8,50 Euro stören mich nicht alleine.
Ich wäre z.T. schon froh, wenn ich einen Job mit Mindestlohn hätte, bei dem ich wenigstens 20-30 Stunden pro Woche arbeiten könnte. Zusätzlich kann man immer noch einen 450 Euro Job machen.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich langsam keinen Bock mehr.
Liebe Grüße,
Gast