hmmm...
einiges in deinem Schreiben kann ich nachvollziehen, anders macht mich sehr nachdenklich.
Ehrlich gesagt finde ich es sehr schade, dass sie Dich nicht anzeigt. Denn zum einen wäre es für sie wichtig, eine klare Grenze zu ziehen und für Dich wäre es auch wichtig.
Mich beunruhigt, dass Du schon mal einschlägig aufgefallen bist, auch wenn das schon 17 Jahre her. Gut finde ich, dass Du selbst therapeutische Hilfe gesucht hast.
Ich habe aber das Gefühl, dass Dir diese Therapie jetzt, nach 17 Jahren, nicht mehr ausreichend hilft.
Auf einiges Deiner Sachen möchte ich gezielt eingehen...
ich halte deswegen nicht viel davon, weil
1. die Termine nicht oft genug sind (ich lebe in Berlin, also in einer Großstadt, in der es VIELE solcher "Probleme" gibt!)
2. ich es dadurch auch nicht ungeschehen machen kann
3. sie mir dadurch auch nicht wieder verzeihen wird!
1. gerade in Berlin gibt es aber doch auch viel mehr Angebote als in kleinen Städten. Es gibt ja auch Alternativangebote zu einer "echten" Therapie.
Was hältst Du denn von der These "besser alle zwei Wochen an einem Problem arbeiten als gar nicht"?
2. Das stimmt. Ungeschehen kannst Du dadurch nichts machen. Aber Du könntest daran arbeiten, dass dein "Vulkan", der 17 Jahre geschwiegen hat, nicht wieder losbricht. Glaubst Du wirklich, dass Du das durch Selbssuggestion alleine schaffst?
3. Unter dem Gesichtspunkt Beziehung sollte sie Dir auch nicht verzeihen, denn so wie ich das aus der Distanz einschätze, wäre es gut, wenn ihr euch aus dem Weg geht. Grundsätzlich würde ich eher jemanden verzeihen, der an seinem Problem sichtbar arbeitet, als wenn er das nicht tut. Was meinst Du?
ICH brauche das nicht – brauche keine Gewalt, um mich „auszudrücken“ !!!!!!!!!
Warum ist es Dir in dem Moment nicht gelungen, Deine erlernte Strategie - Umdrehen, Weggehen - anzuwenden?
Warum konntest Du Dich in dem Moment eben doch nur über Gewalt ausdrücken?
Was war in diesem Moment anders als in den Momenten, die in den 17 zwischendurch hattest, wo Du weggehen konntest?
Ich habe diese Sch… Ausraster in meinem Kopf so weit nach hinten geschoben – das war ein großer Fehler !!!!!!
Vielmehr hätte ich es bereits nach meiner ersten Handgreiflichkeit NIE WIEDER zu solch einer Situation hätte kommen lassen DÜRFEN!!!!!!
Weder, dass sie mich so derart „provoziert“ – noch, dass ich ausraste !!!!!!!
BEIDES hätte – schon nach dem ersten Mal – NICHT mehr passieren dürfen !!!!
Menno…..ich weiß es doch – aber leider erst jetzt, erst im Nachhinein!
Und dennoch planst Du ein weiteres Treffen mit ihr und strebst somit ja nicht eine emotionale Trennung an. Denn Du beschäftigst Dich sehr mit diesem Treffen und es klingt so, als hättest Du, wenn auch sehr geringe, Hoffnungen in dieses Treffen gesetzt, trotz aller Unsicherheit...
Wieso hast Du es dazu kommen lassen? Warum hast Du nicht den Schlussstrich gezogen? Kannst Du das erklären?
Für mich war es damals UNVORSTELLBAR, gegen eine Frau Gewalt anzuwenden – erst Recht nicht gegenüber Jemandem, den man ja lieb hat……für den man Gefühle hat!
vielleicht sind gerade diese starken Gefühle eine Ursache?
Ich habe deshalb dieses Beispiel gewählt, weil ich damit ausdrücken wollte, dass ich bei meiner Ex JEDES MAL Warnschüsse abgegeben habe….
……ihr JEDES MAL gesagt habe, sie möge mich BITTE nicht weiter provozieren, nicht weiterhin mit mir „spielen“….
……mich nicht immer & immer verarschen (sorry, aber an einem Abend sagen, dass man den Anderen liebt und mit ihm glücklich ist – und am nächsten Tag Schluss machen bezeichne ich als „Verarschung“!!!)….
Ich habe ihr gesagt, dass sie da bei mir einen „wunden Punkt“ findet……ich mit ihrer Art nicht umgehen kann !!!!!!
Aber anstatt FRÜH GENUG zu erkennen, dass sie mir nicht gut tut…….mich immer wieder auf´s Neue verletzt….
hier gehst Du sehr stark auf eine Rechtfertigung. Mir ist schon klar, was Deine Freundin da gemacht. Alles andere als fair, eine gewisse Art von psychischer Gewalt.
Und Gewalt erzeugt Gegengewalt. Aber genau das ist ein Punkt, an dem man arbeiten kann und arbeiten muss.
Es reicht nicht, wenn Du Deinem Gegenüber Deinen "wunden Punkt" nennst, wenn der emotional oder aus anderen Gründen nicht in der Lage ist, das zu erkennen.
Beispiel: Du würdest wohl auch keine Partei für einen V*** ergreifen, der einer Frau erklärt: "Eigentlich tue ich niemanden was, aber wenn Du so extrem kurze Hosen trägst, dann löst das eben dieses Verlangen in mir aus". Schwierig oder? Man würde schon erwarten, dass derjenige an seinem wunden Punkt arbeitet...