Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Arbeitszeitbetrug? Bitte um Rat.

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 123429
  • Datum Start Datum Start
Ich verstehe nicht, was da Arbeitszeitbetrug ist. Arbeitszeitbetrug ist, wenn ich mich morgens im HomeOffice in den PC einlogge, mich dann aber erst mal nochmals ne Stunde aufs Ohr haue, ohne das zumindest als Pause o.ä. zu deklarieren. Bzw. im Büro alles mache, außer arbeiten (etwa nen Liebesroman lese, während die Kunden vergeblich versuchen, durchzuklingeln). (Mache ich natürlich alles nicht, aber nur um mal Beispiele zu nennen).

Du betrügst nicht, denn du leistest deine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ja ab.
Dass du nicht vor 6:30 einstempeln sollst, liegt wohl daran, dass der Chef dich weder früher gehen lassen will (als Ausgleich), noch die Zeit bezahlen. Solange er es dir anordnet, nicht früher zu kommen, kann er die Bezahlung der 20min verweigern, weil er diese nicht vertraglich vereinbarte Zeit nicht annehmen muss.

Das mit dem - ich nenne es mal "Nachttarif" gilt nur vor 6. Deshalb dürfen wir z.B. auch nicht ohne extra Genehmigung unsere Gleitzeit vor 6 beginnen.

So, zur gewünschten Überstunde vom Chef: sage ihm klipp und klar, dass du zwar bereit bist, Überstunden zu machen, aber nur wenn er sie a) schriftlich anordnet und b) dir vorlegt, wie du dafür entschädigt wirst (also ob du sie ein anderes Mal abfeiern kannst, sammeln zwecks extra Urlaubstag oder ob sie ausbezahlt werden). Ohne schriftliche Anordnung machst du nichts. Und lass dich nicht auf was wie "Überstunden sind mit dem Lohn mit abgegolten" o.ä. ein - das gilt nur in gehobenen Positionen bzw. wenn man branchenunüblich gut bezahlt wird. Wenn dein Chef dir also nicht gerade 50% mehr bezahlt als in eurer Branche üblich, kann er gratis Überstunden nicht verlangen.
 
Hm. So einfach mag das nicht sein. Innert Nachtschichten wird auch mehr bezahlt und wenn jemand bewusst in dieser Zeit Überstunden arbeitet, obwohl für diese Zeit ein anderer Tarif vorgesehen ist und die Arbeitszeiten vorgegeben sind, dann kostet das dem AG mehr und andere AN, die sich an die Kernzeiten halten und bspw. innerhalb dieser Zeit Überstunden machen, bekommen für dieselbe Überstunde weniger Geld.
Ist doch ne ganz einfache Rechnung.
 
Guten Abend, eine Frage wegen Arbeitszeiten.

Ich verstehe es nicht so richtig. Ich habe Arbeitszeiten von 6.30 Uhr - 14.30 Uhr.
Manchmal komme ich früher, weil ich manche Aufgaben nicht schaffe.
Früher durfte ich mich, auch um 6.10 Uhr einstempeln, aber jetzt meint mein Chef ich dürfte mich erst um 6.30 Uhr einstempeln, wegen Arbeitszeitbetrug, ich weiß nicht ob das tatsächlich wahr ist. Heute z.B. war er sauer, weil ich um 14.30 Uhr mich ausgestempelt habe. Es war viel los, es war wenig Personal vorhanden, ich habe letzte Nacht auch schlecht geschlafen.
Zuhause angekommen, bin ich direkt ins Bett gefallen.

Was ist denn eigentlich erlaubt? Früher arbeiten nein, länger arbeiten ja. Das passt irgendwie nicht zusammen oder ist das normal?

Ganz einfach.

Der Arbeitsvertrag regelt die Zeiten.
Früher oder später ist nicht.
Der AG hat das Recht, Überstunden an zu ordnen - falls vertraglich vereinbart.
Das bedeutet dass er aktiv werden muss, wenn mehr zu tun ist.
Ansonsten würdest Du bei Mehrarbeit selber aktiv werden, bekämst aber die Zeit nicht bezahlt, da er es nicht angeordnet hat.

Frag den Chef doch mal, was genau er jetzt will...

Schließlich machst Du am nächsten Tag vor 6:30 das, was am Vortag um 14.30 liegen geblieben ist - oder?

Natürlich kann er Dich auch anweisen später zu kommen.
Dann bleibt es halt länger liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kann schon Arbeitszeitbetrug sein, wenn man zum Beispiel einstempelt, dann aber erst einmal Kaffepause macht.

Oder wenn, wie hier schon angemerkt, vor 6:30 Uhr ein höheres Geld gezahlt wird als nach 14:30 Uhr. Wobei ich das nicht als Betrug bezeichnen würde, sondern eben nach Ausnutzung der verschiedenen Tarife. Denn ich habe es so verstanden, dass Du ja dann auch wirklich arbeitest. Also wird nicht um die Arbeitszeit betrogen.

06:30 Uhr bis 14:30 Uhr sind exakt 8 Stunden. Macht Ihr keine Pausen oder habt Ihr eine 35-Stunden-Woche?

Klingt einfach auch nach schlechter Kommunikation. So lange Du Deine reguläre Arbeitszeit erfüllst, kann Dein Chef nicht mosern. Klingt nach kleinem Vorarbeiter in der Produktion oder Ähnliches, das sind oft kleine Geister.
 
Ich verstehe es auch nicht so ganz.
Wieviel Stunden sollst Du am Tag machen? Von 6.30 bis 14.30 Uhr sind es 8 Stunden.
Was ist mit Pausen? Die musst Du ja machen, bzw. sollten von der Zeiterfassung berücksichtigt werden.

Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber war es so eingestellt, dass die Zei von 6.30 bis 15.00 als Arbeitszeit gezählt und bezahlt wurde. Es waren auch Kollegen vor 6 Uhr da. Hat aber nicht gezählt. Warum auch? Was daran Betrug sein soll, erschließt sich mir nicht.

Hier fehlen also Infos um Deine Frage beantworten zu können.

Stehen alle Mitarbeiter bis 6.30 Uhr an der Stempeluhr, um bloß nicht um 6.28 Uhr an zu stempeln? Das wäre echt schräg.
 
Das kann schon Arbeitszeitbetrug sein, wenn man zum Beispiel einstempelt, dann aber erst einmal Kaffepause macht.

Das habe ich schon so oft in meinem Berufsleben erlebt.

Oder Leute, die zwar pünktlich kommen, dann aber erstmal 20 Minuten Kaffee trinken, danach noch 20 Minuten die Toilette aufsuchen und dann noch weitere 10 Minuten nutzlos vorm PC sitzen, weil der ja angeblich so "langsam hochfährt"...

Ich denke aber das der Chef mit "Betrug" etwas anderes meinen KÖNNTE.
Wenn jemand regelmäßig (wobei es hier vielleicht eher die Ausnahme war) 20 Minuten (und irgendwann sind es dann vielleicht 30 Minuten, oder 35 oder 40..) früher kommt, dann sammeln sich dadurch auch irgendwann jede Menge Überstunden an.
Pro Woche 100 Minuten.
Im Monat 400 Minuten.
Im halben Jahr 2400 Minuten = 40 Stunden!
Die der Mitarbeiter dann entweder anderweitig "abfeiern" oder ausbezahlt haben will...
Und wenn jemand 40 Überstunden macht, wie im oben genannten Beispiel, ohne das mit dem Chef abzusprechen, der betrügt auf gewisse Art und Weise seinen Arbeitgeber.
Nicht jeder macht Überstunden, weil er sich für die Firma "aufopfert" sondern ganz viele kalkulieren absichtlich die "paar Minuten" früher in ihre Planung mit ein, um das Gehalt aufzubessern oder im Sommer 3-4 Tage länger am Strand liegen zu können...
Habe ich ganz oft so erlebt.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 174) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben