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arbeiten vs. hartzen was findet ihr besser?

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Wer wie ich WENIGER Geld für einen anstrengenden job unter schlechten Bedingungen - werde ständig ungefragt "geduzt", obwohl ich 45 J.bin, war/bin anzüglichem Verhalten/Bemerkungen ausgesetzt, bekomme €7,7 brutto ,muss wirklich jedes Wochenende arbeiten , ohne dafür Zuschläge zu bekommen, kann keine Pausen machen, weil das Arbeitspensum immer am Limit ist. - für den muss eine kurze vorübergehende Phase der Arbeitslosigkeit keine Katastrophe sein, solange ALG die Existenz sichert. Da hier in Ö Behördenwege m.E vielfach krumm sind, fällt man/frau auch schon mal ohne eigenes Verschulden durchs soziale Netz. Da laut Statistk das Angebot an offenen Stellen kleiner ist als die Nachfrage nach Arbeitsstellen, gibt es eben Menschen für die keine Arbeit da ist. Diese Menschen erhalten eine Basisversorgung über Transferleistungen, und warten auf die nächste Job-Fluktation .
Wer den Sprung in den Arbeitsmarkt gar nicht mehr schafft, und sich in der stagnierenden Sparte von H4-Empfängern wiederfindet, dem geht es vermutlich persönlich langfristig schlechter als jemandem der arbeiten kann/darf. https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=-PXZiIdNHIw


Zitat : Marx forum-de
Kapital 1.670-677
3. Progressive Produktion einer relativen Überbevölkerung oder industriellen Reservearmee
Wir hatten im Abschnitt 1. dieses Kapitels gesehen, dass jede Akkumulation von Kapital ohne technische zusätzliche Arbeitskraft nötig macht. Jede Akkumulation, die eine technische Verbesserung bringt, ändert dagegen die Kapitalzusammensetzung und macht entweder Arbeitskraft ganz überflüssig, oder saugt weniger Arbeitskraft ein als die bisherigen Kapitale gleicher Größe.
Dieses Einsaugen und Ausstoßen von Arbeitskraft wird noch intensiviert durch die zyklischen Bewegungen von Aufschwung, Hitzephase, Abschwung und Depression.
Das Kapital schafft daher sowohl eine industrielle Reservearmee für seine ständig wechselnde Arbeitsnachfrage, andererseits ist die Existenz dieser Reservearmee absolute Bedingung für die reibungslose Akkumulation des Kapitals.
„Wenn aber eine Überschussarbeiterbevölkerung notwendiges Produkt der Akkumulation ... ist, wird diese Überbevölkerung umgekehrt zum Hebel der kapitalistischen Akkumulation, ja zu einer Existenzbedingung der kapitalistischen Produktionsweise. Sie bildet eine einsatzbereite industrielle Reservearmee, die dem Kapital ganz so absolut gehört, als ob es sie auf seine eigenen Kosten großgezüchtet hätte.
Sie schafft für seine wechselnden Verwertungsbedürfnisse das stets bereite ausbeutbare Menschenmaterial, unabhängig von den Schranken der wirklichen Bevölkerungszunahme.“ K. Marx, Kapital I.: 661.
4. Verschiedne Existenzformen der relativen Überbevölkerung.
Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation
„Die relative Überbevölkerung existiert in allen möglichen Schattierungen. Jeder Arbeiter gehört ihr an während der Zeit, wo er halb oder gar nicht beschäftigt ist. Abgesehen von den großen, periodisch wiederkehrenden Formen, welche der Phasenwechsel des industriellen Zyklus ihr aufprägt, so dass sie bald akut in den Krisen erscheint, bald chronisch in den Zeiten flauen Geschäfts, besitzt sie fortwährend drei Formen: flüssige, latente und stockende.“ K. Marx, Kapital I.: 670.
1) fließende Form der Arbeitslosigkeit:
Das Ausstoßen von Arbeitskraft in schrumpfenden Branchen und Betrieben sowie von Großbetrieben, die Arbeitskraft abbauen, sowie das Einsaugen von Arbeitskraft in den expandierenden Branchen und Betrieben ruft einen ständigen Wechsel der Arbeit hervor, der durch längere oder kürzere Arbeitslosigkeit unterbrochen ist. Arbeitslosigkeit ist hier ein Übergangsstadium zu neuer Beschäftigung.
„In den Zentren der modernen Industrie ... werden Arbeiter bald ausgestoßen, bald in größerem Umfang wieder eingesaugt, so dass im großen und ganzen die Zahl der Beschäftigten zunimmt, wenn auch in stets abnehmendem Verhältnis zur Produktionsleiter. Die Überbevölkerung existiert hier in fließender Form.“ K. Marx,
2) latente (=versteckte) Arbeitslosigkeit: Das betrifft solche Arbeitsverhältnisse, die direkt in Arbeitslosigkeit münden oder nur Scheinalternativen zu Arbeitslosigkeit bieten: z.B. ältere Arbeiter, die bald entlassen werden oder Arbeiter in schrumpfenden Branchen und Betrieben: „Der Konsum der Arbeitskraft durch das Kapital ist zudem so rasch, dass der Arbeiter von mittlerem Alter sich meist schon mehr oder minder überlebt hat. Er fällt in die Reihen der Überzähligen oder wird von einer höheren auf eine niedrigere Staffel hinabgedrängt. Gerade bei den Arbeitern der großen Industrie stoßen wir auf die kürzeste Lebensdauer.“ K. Marx, Kapital I.: 671.
„Sobald sich die kapitalistische Produktion der Agrikultur ... bemächtigt hat, nimmt mit der Akkumulation des hier funktionierenden Kapitals die Nachfrage für die ländlichen Arbeiterbevölkerung ab, ohne dass ihre Repulsion, wie in der nichtagrarischen Industrie, durch größere Attraktion ergänzt wäre. ... Der Landarbeiter wird daher auf das Minimum des Lohns herabgedrückt und steht mit einem Fuß stets im Sumpf der Verarmung. Heute gibt es viel versteckte Arbeitslosigkeit bei Zeitverträgen, in vielen staatlichen „Fortbildungsmaßnahmen“, Gelegenheitsjobs, „neue“ Selbständigkeit auf der Flucht vor der Arbeitslosigkeit.
3) stockende Arbeitslosigkeit bei unregelmäßiger Beschäftigung:
„Die dritte Kategorie der relativen Überbevölkerung, die stockende, bildet einen Teil der aktiven Arbeiterarmee, aber mit durchaus unregelmäßiger Beschäftigung. Sie bietet so dem Kapital einen unerschöpflichen Behälter verfügbarer Arbeitskraft.
Ihre Lebenslage sinkt unter das durchschnittliche Normalniveau der arbeitenden Klasse... Maximum der Arbeitszeit und Minimum des Lohns charakterisieren sie.
Wir haben unter der Rubrik der Heimarbeit ihre Hauptgestalt bereits kennen gelernt.“ K. Marx, Kapital I.: 672.
(Heute sind es vor allem Arbeitsverhältnisse in Teilzeit und in Zeitverträgen, die in diese Kategorie gehören. wb)
4) Die Armen:
„Der tiefste Niederschlag der relativen Überbevölkerung endlich behaust die Sphäre der Armut. Abgesehen von Vagabunden, Verbrechern, Prostituierten, kurz dem eigentlichen Lumpenproletariat, besteht diese Gesellschaftsschicht aus drei Kategorien.
Erstens Arbeitsfähige...
Zweitens: Waisen- und Armenkinder...
Drittens: Verkommene, Verlumpte, Arbeitsunfähige. Es sind namentlich Individuen, die an ihrer durch die Teilung der Arbeit verursachten Unbeweglichkeit untergehen, solche, die über das Normalalter eines Arbeiters hinaus leben,
endlich die Opfer der Industrie, ... Verstümmelte, chronisch Kranke, Witwen etc.
Die Armutsbevölkerung bildet das Invalidenhaus der aktiven Arbeiterarmee und das tote Gewicht der industriellen Reservearmee....
Sie gehört zu den toten Kosten der kapitalistischen Produktion, die das Kapital jedoch großenteils von sich selbst ab auf die Schultern der Arbeiterklasse und der kleinen Mittelklasse zu wälzen weiß.“ K. Marx, Kapital I.: 673.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn im "demokratischen Rechtsstaat" Sklavenhaltung salonfähig gemacht worden ist, dann ist das absoluter Quatsch, und ich fange jetzt nicht zum hundertsten Mal mit der gängigen Sanktionspraxis an. 🙄

Ist eine ganz normale Reaktion auf Ausbeutung.
Völlig überzogen. In unserem ach so "ausbeuterischen" Staat bekommt selbst der Faulste noch das Existenzminimum, ohne auch nur einen Finger dafür rühren zu müssen. Guck' doch mal, ob du es in Russland bei Typen wie Monsieur Putin oder in einem afrikanischen oder südamerikanischem Staat oder auch nur in Italien oder Spanien ebenso gut hast wie hier. Wenn's dir hier nicht passt, kannst du im Übrigen gern jederzeit auswandern - in der Bundesrepublik Deutschland werden im Gegensatz zur früheren DDR Bürger, die sich nichts zuschulden kommen lassen, nicht eingesperrt und vor allem nicht von gewissenlosen Volkspolizisten eiskalt abgeknallt, wenn sie versuchen, das Land zu verlassen.
 
Völlig überzogen. In unserem ach so "ausbeuterischen" Staat bekommt selbst der Faulste noch das Existenzminimum, ohne auch nur einen Finger dafür rühren zu müssen. Guck' doch mal, ob du es in Russland odereinem afrikansichen oder südamerikansichem Staat oder auch nur in Italien oder Spanien ebenso gut hast wie hier. Wenn's dir hier nicht passt, kannst du im Übrigen jederzeit auswandern - in der Bundesrepublik Deutschland werden im Gegensatz zur früheren DDR Bürger, die sich nicht zuschulden kommen lassen, nicht eingesperrt und auch nicht von gewissenlosen Volkspolizisten eiskalt abgeknallt, wenn sie versuchen, das Land zu verlassen.
Was hast du denn für ne romantische Verblendung, angesichts über einer Million Sanktionen jährlich, davon viele Totalsperrungen, so einen Beitrag zu verzapfen?
 
Was hast du denn für ne romantische Verblendung, angesichts über einer Million Sanktionen jährlich, davon viele Totalsperrungen, so einen Beitrag zu verzapfen?
Wer wird denn "sanktioniert" und "gesperrt"? Doch nur die Stinkfaulen, die jedes Jobangebot für eine Zumutung halten, weil sie nicht arbeiten wollen, obwohl sie es könnten. In unserem Staat muss niemand verhungern. Aber wie gesagt: Es zwingt dich niemand, hier zu bleiben, falls du den Luxus, den die Bürger in Ländern wie etwa Somalia und Äthiopien genießen, bevorzugst.
 
Wer wird denn "sanktioniert" und "gesperrt"? Doch nur die Stinkfaulen, die jedes Jobangebot für eine Zumutung halten, weil sie nicht arbeiten wollen, obwohl sie es könnten. In unserem Staat muss niemand verhungern. Aber wie gesagt: Es zwingt dich niemand, hier zu bleiben, falls du den Luxus, den die Bürger in Ländern wie etwa Somalia und Äthiopien genießen, bevorzugst.
Werde ich machen über kurz oder lang. Brauche im Übrigen nur noch zu Fuß rüber. 😉

Sanktioniiert wird willkürlich, inklusive illegaler Sparvorgaben vom Bund und internen Sanktionsvorgaben bzw. Hitlisten - trifft also jeden, je nach Lust und Laune, so jedenfalls mein Eindruck.

Und man kann sich doch nur wiederholen: verhungerter Sklave - schlechter Sklave.
 
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