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Arbeiten bis zum Umfallen

M

Maria Magdalena

Gast
Guten Tag,
ich habe ein Anliegen und weiß so recht nicht weiter bzw. mir einfach mal Luft machen. Ich habe seit 2 Jahren einen neuen Job (bin 57) und war froh, dass ich endlich was gefunden habe und finanziell ist es ok. Ich arbeite für 2 und Chef erkennt nicht, was ich alles so wegschaffe am Tag, ich mache täglich Überstunden die natürlich nicht bezahlt noch vergütet werden. Ich mache das, weil ich sonst gar nicht mehr hinterherkomme. Daheim arbeite ich auch noch teilweise. Die beiden anderen Damen, wobei eine die schon länger da ist sehr gechillt damit umgeht. Kommt jeden Tag zu spät, telefoniert oft privat und surft im Netz. Chef weiß das, aber lässt es so laufen. Hat ja keine Konsequenzen für Sie, Narrenfreihat. Die andere geht während der Arbeitszeit einkaufen, wenn er nicht da ist (kriegt er nicht mit) und überarbeitet sich auch nicht. Die beiden (wir sind 4 Peronen, und jeder macht was anderes im Grunde). Beide waren zusammen im Urlaub, ich war davor. Ich hatte erstmal ewig viel aufzuarbeiten nach meinem Urlaub und die andere, langjährige Kollegin hat mir auch noch was hinterlassen und ich habe Überstunden gekloppt, damit ich ihr nichts zurück lasse. Wie dem auch sei, brauchte ich natürlich meine Zeit um alles aufzuarbeiten, musste dann noch die Telefonate von den anderen und Chef annehmen (habe auch noch die Zentrale unter mir, neben tonnenweise anderer Arbeiten), für die Anderen teilweise noch mitarbeiten und ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe bzw. bin immer noch nicht durch damit. Die Kollegin hat mir dann noch von Ihrem Mist was dagelassen, die andere meinte, die hat sich nicht überschlagen. Mein Chef hatte mir dann eine Mail weitergeleitet, die ich bearbeiten soll und ihr darunter wohl geschrieben (wenn sie das nicht schaffen würde, soll sie mir das geben). Die ist sehr raffiniert und keine Ahnung was die dem alles erzählt, bei mir ist es egal, ob der Tisch zusammenbricht. Dann der Knaller vom Chef, ich solle doch dieses dringend heute machen. Ich erklärt, dass das nicht machbar war. Er beharrte, dass es die letzten Jahre aber schaffbar war. Das aber das Telefonaufkommen so massiv ist, im Grunde müsste eine Person nur für die Zentral da sein, juckt ihn nicht und denkt ich würde trödeln. Ich habe das gesagt, er meinte nein, dass würde er nicht denken. Wenn er aber meint, es ist machbar, dann heißt es doch ich bummel. Was ich so alles am Tag wegschaffe, keine Ahnung wie und auch durch die Mittagspause arbeite ich. Ja, neuen Job suchen, aber mit 57 wohl so gut wie unmöglich, denn ich muss ja auch soviel verdienen, dass ich meine Bude weiterbezahlen kann und günstiger Wohnen ist hier am Ort unmöglich und ich weiß, was man mir damals bieten wollte als Lohn, davon kann man alleine kaum leben in der heutigen Zeit. Ich bin traurig, dass er nicht sieht was ich alles so arbeite und die anderen machen sich den Lenz und gestern wäre ich fast aufgestanden und hätte gesagt, mach deinen Mist doch alleine, vielleicht siehst du dann mal, was nicht mehr läuft. Ich ackere und ackere ....Ich weiß keine Lösung. Immer dieser Druck, das muss ich schaffen, dies muss ich schaffen und auch das...Ich will das nicht mehr.
 

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kasiopaja

Aktives Mitglied
Die Lösung wäre, Deine vereinbarte Arbeitszeit einzuhalten und in der so viel abzuarbeiten, wie möglich und der Rest bleibt halt liegen.
Bei den anderen funktioniert das doch auch, ohne dass sie jemand beklagt bzw. denen ist es egal.
Du bist ansonsten der Esel auf dem alles abgeladen wird, bis er zusammenbricht.
Warum auch nicht? Du arbeitest ja tapfer weiter, beklagst Dich nicht groß und bekommst es ja tatsächlich hin.
Allerdings zu unmöglichen Bedingungen und dazu noch unbezahlt, was die Überstunden angeht.
An Deiner Stelle würde ich überdenken, ob das so weitergehen soll und kann.
 

üllö

Mitglied
Ist dein Arbeitsvertrag nach 2 Jahren unbefristet?
Wenn ja, würde ich Dienst nach Vorschrift machen und mir von den nicht ausgelasteten (?) Kolleginnen keine Arbeit (Urlaubsvertretung) zuschanzen lassen.
 
M

Maria Magdalena

Gast
Die Lösung wäre, Deine vereinbarte Arbeitszeit einzuhalten und in der so viel abzuarbeiten, wie möglich und der Rest bleibt halt liegen.
Bei den anderen funktioniert das doch auch, ohne dass sie jemand beklagt bzw. denen ist es egal.
Du bist ansonsten der Esel auf dem alles abgeladen wird, bis er zusammenbricht.
Warum auch nicht? Du arbeitest ja tapfer weiter, beklagst Dich nicht groß und bekommst es ja tatsächlich hin.
Allerdings zu unmöglichen Bedingungen und dazu noch unbezahlt, was die Überstunden angeht.
An Deiner Stelle würde ich überdenken, ob das so weitergehen soll und kann.
Der Chef macht dann immer Druck, dies und das muss noch raus, knallt mir alles dahin.
 

Basilikum_01

Mitglied
Überstunden können in den Augen mancher Chefs auch ein Zeichen dafür sein, dass der Arbeitnehmer zu langsam ist. Sage deinen Kolleginnen, dass du künftig erst deine Arbeit erledigst und nur in Ausnahmefällen und wenn du fertig bist weitere Tätigkeiten übernimmst, aber auch diese nur bis zu deinem Feierabend und nicht darüber hinaus. Die Damen können sich gern bei den Chefs beschweren, an dem klärenden Gespräch, das dann sicherlich stattfinden wird, ist dir viel gelegen. Du bist ja kein junges Huhn mehr (nicht böse gemeint, ich bin es auch nicht mehr) und hast eine Menge Lebenserfahrung. Also duck dich nicht weg und leide leise vor dich hin, sondern ändere etwas. Ich weiß, das sagt sich so einfach, aber vielleicht rennst du auch offene Türen ein.
 
M

Maria Magdalena

Gast
Ist dein Arbeitsvertrag nach 2 Jahren unbefristet?
Wenn ja, würde ich Dienst nach Vorschrift machen und mir von den nicht ausgelasteten (?) Kolleginnen keine Arbeit (Urlaubsvertretung) zuschanzen lassen.
Ja, mein Vertrag ist unbefristet. Bei mir sieht der Chef ja, was ich gemachte habe, zumindest die ganzen Diktate, Abrechnungen etc. bei den anderen, die können auch was liegen lassen, dass fällt keinem auf. Viele Dinge sind leider wichtig und müssen bearbeitet werden, auch die, die mir dann überlassen werden. Die eine meinte ja, sie reißt sich nicht mehr den Hintern auf und klatscht mir dann auch noch Sachen hin, damit sie dann zeitig Feierabend machen kann um dann in Urlaub zu gehen. Ich habe Überstunden gemacht, damit nichts liegen bleibt, außer die Massenhafte Ablage, da sagte ich ihr aber, soll sie lassen. Mein Chef nimmt die auch immer in Schutz und meint noch, dass hat sie leider nicht geschafft. Bei mir macht er Stress und Druck. Ich würde am liebsten gehen. Meine Kollegin meinte mal zu mir, dass die Arbeit nicht gerecht zwischen ihr und mir verteilt ist, aber das wird Sie wohl kaum den Chef sagen.
 
Überstunden können in den Augen mancher Chefs auch ein Zeichen dafür sein, dass der Arbeitnehmer zu langsam ist. Sage deinen Kolleginnen, dass du künftig erst deine Arbeit erledigst und nur in Ausnahmefällen und wenn du fertig bist weitere Tätigkeiten übernimmst, aber auch diese nur bis zu deinem Feierabend und nicht darüber hinaus. Die Damen können sich gern bei den Chefs beschweren, an dem klärenden Gespräch, das dann sicherlich stattfinden wird, ist dir viel gelegen. Du bist ja kein junges Huhn mehr (nicht böse gemeint, ich bin es auch nicht mehr) und hast eine Menge Lebenserfahrung. Also duck dich nicht weg und leide leise vor dich hin, sondern ändere etwas. Ich weiß, das sagt sich so einfach, aber vielleicht rennst du auch offene Türen ein.
Basilikum, der Chef ist eh immer misstrauisch. Er sieht einfach nicht, was ich am Tag so wegkloppe, dass ist das Problem. 40-50 Anrufe pro Tag und dann noch der normale Alltagskram, was total viel ist. Alleine wie viele Mails ich mittlerweile beantworte, Kunden helfe, dass kriegt er nicht mit. Er sieht nur wie viel Diktate ich habe und wann die abgearbeitet sind - er unterschreibt - und denkt, 2 Minuten gesprochenes Diktat sind 2 Minuten schreiben. Das dauert bis so ein Brief mit Nachbearbeitung fertig ist. Die Diskussion hatte ich auch schon. Ich habe so viele Aufgabengebiete, 1000 Unterbrechungen am Tag durch Telefon, immer wieder rausgerissen und dennoch schaffe ich soviel weg. Das würde keiner von denen da lange durchhalten. Ich bin deutlich stabiler als die Jüngeren Kollegen. Meine Vorgängerin hat das Weite gesucht, die hatte Glück und fand noch was. In meinem Bereich geht es auch um Schäden, wo man sich direkt kümmern muss, da kann man leider nichts liegenlassen.. Wir sind eh unterbesetzt und dieses Jahr ist noch wer gegangen und wird nicht ersetzt so dass ich noch mehr dazubekommen habe. Einfach nicht machbar ohne Überstunden, aber wie kann ich ihm klar machen, was ich so alles wegarbeite? Der findet immer ein Gegenargument. Und leider ist es so, wenn ich aus dem Urlaub komme, liegt alles noch da, dann brauche ich erstmal eine Zeit, alles aufzuarbeiten. Es macht keinen Spaß, dass macht da krank.
 

kasiopaja

Aktives Mitglied
Basilikum, der Chef ist eh immer misstrauisch. Er sieht einfach nicht, was ich am Tag so wegkloppe, dass ist das Problem. 40-50 Anrufe pro Tag und dann noch der normale Alltagskram, was total viel ist. Alleine wie viele Mails ich mittlerweile beantworte, Kunden helfe, dass kriegt er nicht mit. Er sieht nur wie viel Diktate ich habe und wann die abgearbeitet sind - er unterschreibt - und denkt, 2 Minuten gesprochenes Diktat sind 2 Minuten schreiben. Das dauert bis so ein Brief mit Nachbearbeitung fertig ist. Die Diskussion hatte ich auch schon. Ich habe so viele Aufgabengebiete, 1000 Unterbrechungen am Tag durch Telefon, immer wieder rausgerissen und dennoch schaffe ich soviel weg. Das würde keiner von denen da lange durchhalten. Ich bin deutlich stabiler als die Jüngeren Kollegen. Meine Vorgängerin hat das Weite gesucht, die hatte Glück und fand noch was. In meinem Bereich geht es auch um Schäden, wo man sich direkt kümmern muss, da kann man leider nichts liegenlassen.. Wir sind eh unterbesetzt und dieses Jahr ist noch wer gegangen und wird nicht ersetzt so dass ich noch mehr dazubekommen habe. Einfach nicht machbar ohne Überstunden, aber wie kann ich ihm klar machen, was ich so alles wegarbeite? Der findet immer ein Gegenargument. Und leider ist es so, wenn ich aus dem Urlaub komme, liegt alles noch da, dann brauche ich erstmal eine Zeit, alles aufzuarbeiten. Es macht keinen Spaß, dass macht da krank.
Warum genau willst Du die Fehlplanungen Deines Chefs ausbaden?
Es ist seine Firma und er muss zusehen, dass es läuft.
Er spart Mitarbeiter und Löhne auf Deinem Rücken.
Warum machst Du das mit?
Du könntest Du auch nebenher einen anderen Job suchen oder zumindest mal 14 Tage krank sein, dann sieht er schon, was so liegen bleibt, wenn Du nicht da bist.
 
Warum genau willst Du die Fehlplanungen Deines Chefs ausbaden?
Es ist seine Firma und er muss zusehen, dass es läuft.
Er spart Mitarbeiter und Löhne auf Deinem Rücken.
Warum machst Du das mit?
Du könntest Du auch nebenher einen anderen Job suchen oder zumindest mal 14 Tage krank sein, dann sieht er schon, was so liegen bleibt, wenn Du nicht da bist.
Du hast recht, ich bin vermutlich noch nicht an dem Punkt wo ich sage, ist mir doch egal, ich mache das was ich schaffe, der Rest bleibt liegen. Krank sein, da müsste ich mindestens mal 6 Wochen weg sein, der Rest wird liegenbleiben bis auf Kleinigkeiten. Ich konnte mal sehen, wie viel ich alleine am Tag am Telefon hänge, das hatte ich ihm mal gezeigt, und seitdem ist die Funktion für mich nicht mehr zugänglich. Ja, ich bin der Depp der alles macht, sich um alles kümmert und als Dank? Ja, ich bin selbst schuld..
 

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