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arbeiten bis 70..oder 77..oder bis ?!

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Ich sag euch, es wird irgendwann mal so kommen, dass gearbeitet werden muss bis man den A... zukneift.
Ich als 69er Baujahr muss auch bis 67 schuften, OB ich dann allerdings einen Vorteil habe, vor Leuten, die (aus welchen Gründen auch immer) wenig bis gar nichts in die Rentenkassen gezahlt haben, ist mehr als fraglich. Stichwort "Einheitsrente".

Zum Glück haben mein Mann und ich jeweils eine private RV abgeschlossen, auch für unsere beiden Kinder bereits (20 und 17Jahre), man kann nie früh genug damit anfangen. Außerdem bin ich in der glücklichen Situation, dass wir eine betriebliche VBL haben, die komplett vom Arbeitgeber gezahlt wird. Finanziell werden wir also im Alter nicht schlecht dastehen, zumal die Abträge für´s Haus dann auch wegfallen, da sie abgezahlt sind. Aber wer weiss, ob man das Rentenalter überhaupt noch erreicht?! Und wer weiss, was den regierenden Herrschaften bis dahin einfällt, um an DIE Kohle auch noch ranzukommen?

Insoweit stimme ich mit Rohrputzer überein, die liebsten Rentner sind dem Staat die, die ihr Leben lang gebuckelt und fleissig in die Rentenkasse eingezahlt haben und dann genau mit oder kurz (sehr kurz) nach Renteneintritt den Löffel reichen.

Es ist ja nicht nur bei den Rentenkassen so. Die Krankenkassen sind um keinen Deut besser. Bei einer sehr liebe Bekannten von mir, die ab dem 01. Dezember in Rente geht, wurde im Oktober Krebs im Endstatium diagnostiziert. Da sie nun durch die Chemo die Haare verliert, wollte sie eine Perücke beantragen. Durch die Kasse abgelehnt, weil es sich für sie eh nicht mehr lohnen würde. Eingezahlt hat sie aber fleissig ihr Leben lang, ohne große Kassenleistungen in Anspruch genommen zu haben.

Da fällt einem echt nicht mehr viel dazu ein.
 
.......wieder eines von vielen Beispielen, wo die krass zunehmende Verrohung und Gleichgültigkeit deutlich zu Tage tritt.
Abartig. Würdelos.
Einfach nur noch zum kotzen.
Es ist doch wirklich schietegal, ob die Dame die Perücke nun zwei Wochen, oder zwei Monate trägt, oder sie sogar mitnimmt in die Grube.
Wegen so einem Pillepalle mit einem langjährigen Krankenkassenmitglied rumzulamentieren ist einfach nur noch menschenverachtend. Eben Versorgung auf geringstem Niveau. Immer muß hauptsächlich der andere Part stimmen, nämlich die Summe an Beiträgen. Minimaler Aufwand (Leistung) bei maximaler Beute (Beiträge), so ist unser System heute.
Und derlei Fälle gibt es leider, leider, leider zuhauf.
Am schlimmsten finde ich, das die "Gesellschaft" daran ""schuld"" ist und die Gesellschaft, das sind wir alle.
Wir wählen diese Deppen, die dann ihrerseits dafür sorgen, das andere Künstler bzw. Nichtskönner in solche Positionen kommen, wo sie dem Volk richtig schön schaden können mit ihren bahnbrechenden Ideen, Hauptsache ist, sie profilieren sich und fallen weiter hoch.

Irgend ein kluger Mensch hat mal formuliert:
Mensch sein heißt, sich schämen, beim Anblick einer Not, auch
dann, wenn man sprürbar selber keine Mitschuld an ihr hat

Man kann´s nur besser machen, in seiner unmittelbaren Umgebung, seinen Kindern vorleben, das "es" auch anders geht.
Und seinen Teigenen Teil dazu beitragen, die Welt menschlich zu verbessern, wo es einem eben möglich ist.
 
Wahrscheinlich wird man dann mit über 70 jahren mit dem Rollstuhl an den Arbeitsplatz geschoben.
Und wenn dann der ein oder andere den Löffel abgibt , kann er sich ja auch gleich auf der Arbeit in den Sarg fallen lassen.
 
Hartz IV wird dann abgeschafft. Dann gibt es nur noch die Tafel. Und die Senioren bilden Banden, überfallen die paar Jugendliche, die es noch gibt, klauen denen das Taschengeld, damit sie ihre Medikamente bezahlen können.

erinnert mich an die Rentnergang die etliche Sparkassen überfallen hat - leider wurden sie geschnappt - dazu fällt mir nur noch eines ein
Zitat:
"...denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht"
 
Habe mir mal alles gerade in einer Arbeitspause durchgelesen.

Hat eigentlich mal jemand einen konkreten und auch realistischen Vorschlag, wie man dieses Szenario ändern könnte?

Nur durch darüber jammern und sich aufregen ändert sich nichts.
 
GUTE Idee, mit ner anständigen Änderung !!
Ich habe keinen Plan, wie man das ändern könnte.
Wir haben alle Angst vor dem Horrorszenario "Alter", wir wissen, wie es heute ist.
Die arbeitende Bevölkerung muß immer mehr stemmen und deckeln mit ihren Beiträgen. Immer mehr müssen aus öffentlichen Kassen versorgt werden (egal, ob nun Rentner oder Sozialhilfeempfänger oder......) aber die Zahl der BeitragsEINzahler, die sinkt, weil es immer mehr Arbeitslose und immer weniger Kinder gibt.
Das alles hat man bei der Schaffung des Generationenvertrages damals nicht bedacht, damals gab es, die BRD war ja im Aufbau, viele Kinder und viele Jobs.
Ich denke mal, aussteigen ist nicht.
Die heutigen Renter haben a) in den meisten Fällen genug Beiträge erbracht um heute selber in Würde Rente zu beziehen und b) ihrerseits als sie noch arbeiteten bereits Rentner mit ihren Beiträgen unterstützt, die wurden und werden ja nicht explicid für den einzelnen individuell angelegt.
Und mehr Kinder........ja, die BRAUCHT das Land.
Aber das grenzt vielfach bereits an Luxus, die "Kämpfe" gehen ja schon bei der Krippensuche (Kindergarten, gute weiterführende Schule, Hort.......) los, das überlegt sich mancher.
Bleibt vermutlich wirklich nur das selber-vorsorgen.
Und wer das finaziell nicht kann, wobei da völliger Quatsch ist, denn glaubt man den Politiker-Deppen in Berlin, ist das ja alles nur ""gefühlt"", wir bilden uns ja nur ein, das alles teurer geworden ist, der ist dann halt im Alter auf die dann hoffentlich immer noch existierende Solidargemeinschaft angewiesen.
Soll heißen: ich habe keine Lösung, aber vielleicht findet sich ja noch jemand mit einer zündenden Idee.
Denn das Dilemma kann ja kein Dauerzustand bleiben, merkt man ja am zunehmenden Zynismus in Gesprächen und das ist ganz egal, mit wem man sich unterhält, ich kenne kaum noch jemanden, der richtig zufrieden ist und positiv in die Zukunft blickt.
 
Mein Hirn denkt schon länger angestrengt... 😉
An der Entwicklung der Altersverteilung werden wir wohl nichts ändern können, außer es gibt eine Seuche, die eine größere Menge alter Leute dahinrafft. (Wäre nur schade, wenn gleichzeitig auch viele Junge draufgehen würden, so wie damals bei der Hongkonggrippe). Also müssen wir wohl lernen damit umzugehen, dass es a) mehr alte als junge gibt und b) müssen die älteren lernen, dass sie leider von den jüngeren nichts erwarten dürfen (weder finanziell noch zuwendungstechnisch, weil die alle selber so viel arbeiten müssen).
Wer es also geschafft hat, genug zur Seite zu legen, bis sein (leider noch immer nicht auf dem Bodenblech aufgedrucktes) Haltbarkeitsdatum erreicht ist, der kann vielleicht einen gewissen Standard aufrecht erhalten, den er sich angewöhnt hat. Es darf halt nix dazwischen kommen, z.B. dass sein abbezahltes Haus abbrennt oder sowas.
Wenn man nicht genug zur Seite gelegt hat, weil es nicht ging und gerade mal zum "Leben" gereicht hat: es ist doch besser, man muss nicht am Ende sagen, man hatte ausschließlich Wunschträume im Leben und konnte sich keinen einzigen erfüllen aus Sparsamkeit fürs Pflegeheim.
Konsequenterweise müsste man dann freiwillig auf einen langen Herbst des Lebens wie man ihn gewöhnt war verzichten (und z.B. dahin umziehen, wo man sich die Wohnung und das Essen noch leisten kann?) und dafür vorher gelebt haben, sofern das neben der zeitraubenden Arbeit überhaupt möglich ist.
Was hilft mir aber ein langes, "gepflegtes" Luxusende mit Ganzkörperlähmung durch zwei Schlaganfälle????
Aber um unsere Kinder müssen wir uns keine Sorgen machen: sie werden lernen (müssen) damit zurechtzukommen wie es ist. Selbst für alles verantwortlich, mit Abgaben in horrender Höhe von ihrem Arbeitslohn. Sie selbst sind es dann nicht anders gewöhnt... Nur für uns, die wir uns jetzt "umstellen" müssen auf "es gibt viel, viel weniger, wenn ihr mal alt seid", ist es einen Tick schwerer, denke ich.
Vielleicht lebt doch die barocke Einstellung "carpe diem" wieder auf. Denn morgen könnte es zu Ende sein mit dem, was man bis dahin hatte...?!
 
Habe mir mal alles gerade in einer Arbeitspause durchgelesen.

Hat eigentlich mal jemand einen konkreten und auch realistischen Vorschlag, wie man dieses Szenario ändern könnte?

Nur durch darüber jammern und sich aufregen ändert sich nichts.

Konkret - Regierungssturz
real - kein ganzflächich organisierter Widerstand vorhanden
Fazit - es wird weiter gemeckert und gejammert und wir lassen uns weiter aussaugen - und bleiben die willigen Marionetten einer unkompitenten Regierung
 
Konkret - Regierungssturz
real - kein ganzflächich organisierter Widerstand vorhanden
Fazit - es wird weiter gemeckert und gejammert und wir lassen uns weiter aussaugen - und bleiben die willigen Marionetten einer unkompitenten Regierung


Und was soll ein Regierungssturz bewirken?

Das kann nur das Parlament, also der Bundestag. Alles andere wäre verfassungswidrig.

Und wo wirst z.B. Du oder ein anderer Bürger ausgesaugt?

Wo ist ein Bürger, der sein Wahlrecht in Anspruch genommen hat, eine willige Marionette einer inkompetenten Regierung?

Ich kann mich erinnern, dass in einem alten Thread, ich glaube auch Du, wenn ich mich irre bitte ich um Verzeihung, ausgesagt hast, dass Du nicht wählen gehst.

Hallo Cheney und Thomas,

1. das mit den gesellschaftlichen Normen ist die Definition für legitime Regierung - Was diese allerdings unter gesellschaftliche Normen verstehen, frage ich mich auch - es kann ja wohl kaum im Auge des Betrachters liegen,
dann muß ich wohl davon ausgehen, das unsere Regierung einen Blindenhund braucht

2. ich bekenne mich zu der Fraktion der Nichtwähler, weil ich keine Nägel ohne Köpfe wählen möchte - auch keine Notnägel

Damit gibt der Nichtwähler seine Kompetenz ab und begibt sich selber in die Inkompetenz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn die gesetzlichen Hemmnisse irgendwann mal beseitigt sein sollten - dann wird man selbstverständlich eine einheitliche, steuerfinanzierte Grundrente einführen. Was sonst? Darauf läuft alles hinaus.
Und wenn - was einige hier anzusnehmen scheinen, sie aber allesamt kaum erleben werden - das Geld der Steuerzahler dafür nicht reicht, wird man nicht umhinkommen, andere Dinge zu besteuern.
 
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