Lass dich doch nicht noch zusätzlich hier so runterziehen.
Du bist doch um die 40, wenn ich das richtig im Kopf habe, hast ein Studium geschafft und physisch beeinträchtigt bist du auch nicht. Möchtest du die restlichen (wahrscheinlich zig Jahrzehnte (!!!) ) selbstmitleidig auf dem Sofa fristen und das Gefühl haben, eigentlich überflüssig zu sein? Ja, dann musst du aufgeben.
Ich kann verstehen, dass dieses erneut Misserfolgserlebnis erst einmal frustriert. Es zeigt m. E. aber auch, dass du dich noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt hast, welche Jobs noch für dich passend sind. Und ganz sicher gibt es sie.
Kannst du dazu nicht einmal mit der Integrationsfachkraft in den Austausch gehen? Oder vielleicht gibt es hierfür auch jemanden vom Jobcenter, der dich entsprechend beraten kann.
Du musst dazu allerdings mal ehrlich zusammenstellen, was du nicht kannst, was du nur sehr begrenzt kannst und den Job generisch beschreiben, von dem du dir vorstellst, dass du ihn erledigen könntest.
Träum doch mal "Ich wünsche mir einen Job, in dem es nicht laut und hektisch zugeht, in dem ich keine Geschwindigkeit X für die Verrichtung erreichen muss, in dem man mir Verständnis entgegen bringt, dass ich nicht immer gleich konzentriert bin, ..." und wenn du dann das Ideal zusammengestellt hast, dann schau, wo du Zugeständnisse machen könntest. Niemand kann in deinen Kopf schauen, da musst du die Infos schon deinerseits preisgeben.
Vielleicht denkst du mal "out of the box" - wenn z. B. die Zusammenarbeit mit Tieren oder auch Pflanzen bisher kein Thema war, vielleicht wäre auch das etwas? Ich erwähnte auch schon den Wachdienst. Was ist z. B. mit der Arbeit in Museen? Da geht es i. d. R. ruhig zu.
Hier in diesem Thread finde ich es jedenfalls gerade schlimm, dass dir nicht im Kollektiv Mut gemacht wird, stattdessen eher in Einbahnstraßen gedacht. Du bist zu jung, um aufzugeben - vor allem mit den Voraussetzungen, die du noch erfüllen könntest.