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Apokatastasis - eine umstrittene Lehre

Was denkt ihr über die Lehre der Apokatastasis (Allversöhnung)

  • Weiß nicht

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  • Ich glaube ausgleichende Gerechtigkeit fordert die Verdammnis zu endloser Qual

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  • Ich glaube Gott schenkt nur den Gerechten ewiges Leben, die Bösen werden nicht mehr sein.

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  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    6
  • Umfrage geschlossen .
Hallo ein Mensch,

Kolosser 1:20 spricht davon, dass „alle Dinge“ mit Jesus versöhnt werden (Elberfelder Bibel).

Alle "Dinge" entspricht nicht dem griechischen Text, ta panta bedeutet "das All" - Geschöpfe die ewig Verdammt sind, sind wohl kaum mit Gott versöhnt, oder wörtlicher ausgesöhnt (beidseitige Versöhnung)

Wenn ich nun als Überschrift setze KEINE ALLVERSÖHNUNGSLEHRE sondern GERICHT, EWIGE Verdammnis und ewiges Leben passt der Text genauso, denn Jesus hat ja alle Dinge mit sich versöhnt und der der es wahrnimmt, darauf einzugehen, trägt den Nutzen davon. Vor allem hat er die Dinge versöhnt, die im Weg standen, nämlich das Todesurteil Gottes in Eden. Vorher war nichts versöhnt, alles standen unter dem Urteil Gottes, dann aber, war diese Sperre weg und wer möchte, kann den Weg hinüber zur Rettung gehen.

Was "Dinge" angeht siehe oben

Gemäß 1. Kor. 15:22, werden „alle“ lebendig gemacht werden, damit meinst du wohl, dass sei ein weiterer Hinweis, weil da alle steht. Na ja, es werden ja auch Gerechte und Ungerechte auferstehen, heißt es in Johannes, die einen zum Leben, die anderen zum Gericht, was dann gem. Offenbarung wiederum den Feuersee bedeuten kann.

"Lebendig machen" besagt mehr als nur auferstehen, hier ist dem Kontext nach nicht von der Auferstehung zum Gericht die Rede, von jenen die in den See des Feuers geworfen werden, heißt es sie erleiden einen zweiten Tod (Off. 20🤐4), wer einen zweiten Tod erleidet, kann kaum lebendig gemacht worden sein.

Ich erinnere mich, du behauptest evtl. zwar, die im Feuersee werden doch wieder kommen und dann nochmal eine Chance bekommen, aber das steht ja nirgends, du leitest es aber wohl ab aus Erklärungen über gewisse Worte über Zeiten usw. , was mir zu vage ist, aber was du natürlich tun kannst. Dochen sehen wir weiter deine Texte an, die auf die Allversöhnung deuten sollen.

Die Offenbarung spricht viel in Bildern, vll. sollte man sie in Hinblick auf allerletzte Dinge nicht überbewerten.

Lukas 3:6 bezieht sich ja wohl in erster Linie darauf, dass die Menschen damals „alles Fleisch“ Jesus als Messias erkennen konnten, mehr lese ich da nicht heraus.

Die Stelle ist zugegeben sehr vage

Johannes 1:9 ist eine allgemeine Aussage, dass Jesu Licht jedem in der Welt zugänglich sein würde.

Für mich ist die Stelle sehr explizit, - alle Menschen

Das ist wieder so ein Text ein Mensch, je nachdem unter welche Überschrift ich ihn setze, passt er dazu und dazu, zur Allversöhnungslehre, aber er widerspricht auch der anderen Sichtweise nicht. Das heißt für mich, ob es eine Allversöhnung gibt, kann ich nicht an solchen Texten ablesen, ich muss andere Kriterien finden.

Johannes 12:32, ja klingt verführerisch. Wir hatten schon mal die Diskussion, dass es Übersetzungen gibt, die statt „alle Menschen“ alle Arten von Menschen schreiben und das auch begründen.

"Alle Menschen" steht garnicht im Text, sondern nur "alle", was den Vers etwas abschwächt, die Übersetztung die du meinst ist offenbar die Neue Welt Übersetzung, auch wenn sie stellenweise sehr präzise ist, nimmt sich an anderen Stellen große Freiheiten, die den Sinn gerade zu entstellen, so z.B. in 1. Timotheus 4🤐0.

Entweder von dieser Begründung hängt es ab oder Jesus sagte dies verallgemeinernd, nicht um diese Lehre zu stützen, denn tatsächlich zieht er ja auch alle Menschen, darum hat er den heiligen Geist verheißen und das Predigen der guten Botschaft (Matth. 24🤐4 und Kap. 28) vorausgesagt. Ja, er zieht alle, aber die Entscheidung bleibt trotzdem bei jedem.

1. Johannes 2:2 zeigt m. E. lediglich, dass Jesus Opfer auch Menschen, die nicht zur „kleinen Herde“ (Luk. 12:32; Offenb. 3:21) gehören, zu denen, die Jesus damals im Urchristentum ansprach, abdeckt, wie Offenbarung 21 und 22 (Heilung der Nationen) zeigt.

In Römer 5 zeigt Paulus, dass durch das Opfer Jesu „viele“ (Elberfelder) in einen gerechten Stand gesetzt werden, was ja auch stimmt. Nicht alle werden in dem Stand bleiben oder ihn annehmen.

Römer 5🤐8 spricht von allen, Vers 19 von "den Vielen", mit bestimmten Artikel, "diese Vielen" sind analog zu "allen" in Vers 18 und meinen dementsprechend ebenfalls ausnahmslos alle.

Galater 6:8-10 oder Hebräer 2 oder Hebräer 10:26-31 zeigt m. E., dass es keien automatische Allversöhnung bedeuten kann, was du aus den Texten herausliest.

In Römer 11:32 wird ja auch nur berichtet, dass Gott allen Barmherzigkeit erweist. Das tut er, indem er allen das Angebot ewigen Lebens vorlegt. Das allein ist der Akt der Barmherzigkeit, den man annehmen kann oder nicht und darin kommt der "Wille Gottes", das was er gern hätte zum Ausdruck, mehr steckt da m. E. nicht dahinter. Er hat noch nie seinen Willen Geschöpfen ausgezwungen oder sie solange gedriezt, bis sie zur Einsicht kommen, das erscheint mir abwegig. Hingegen hat er viel Zeit eingeräumt, und viele Möglichkeiten, dass jemand seine Hand ergreifen kann (so die Bibel).
Der letzte von dir angeführte Text zeigt ja schon, dass er „besonders“ Treue rettet, aber eben auch andere, wenn sie.... usw.
Da man also anhand der Text nicht sicher gehen kann, weil sie unter einer anderen Überschrift auch nicht stören würden, muss man die Frage Allversöhnung oder nicht mit anderen Kriterien entscheiden, meine ich.
Laut Allversöhnung wäre der Tod dann Gottes Zuchtmittel, um letztlich doch noch alle.... usw.
Aber der Tod ist vom Teufel verursacht und dieser wird in den Feuersee geschleudert und auch seine Mittel.
Es ist nirgends in der Bibel ein immer wieder auferstehen gepredigt, durch dass dann die, die laut Offenbarung 21., 22 in den Feuersee kommen wieder kommen.
In 1. Mose 3🤐5 steht auch das Urteil über Satan und die Dämonenengel, nämlich „Kopf zermalmen“ ewiger Tod, also Feuersee. Schon das zeigt, dass die Texte, wo steht, das Jesus allen Rettung bietet, nicht so zu verstehen sind, dass allen Rettung aufgezwungen wird, sondern geboten wird, alle könnten, wenn sie wollten, nicht aber der Teufel und seine Dämonen, denen wurde das Todesurteil schon damals gesprochen. Sie waren ja auch nicht „unvollkommene Sünder“, die unabsichtlich Sünder wurden, weil sie Adams Nachkommen waren. Nein, sie sündigten bewusst, nicht aus Unvollkommenheit und jeder, der nach der in der Offenbarung benannten Heilung der Nationen am Ende der Dinge wieder sündigt, ist wieder vollkommen, wie der Engel Satan es auch war, für diese gibt es kein zweites Opfer (Hebräer 9:28), sie kommen und bleiben daher im Feuersee (ewiger Vernichtung). Nur aus dem Scheol gibt es eine Wiederkehr, nicht aus dem Feuersee, darum heißt es ja Feuersee.
Ein Mensch, les auch mal Matthäus 12:32. Dort wird doch deutlich, dass nicht alle gerettet werden, sondern, dass es einen ewigen Tod gibt. Auch in Matthäus 20:28 erschient nicht dieses „alle“, sondern das Wort „viele“, was m. E. zeigt, dass die Wortwendugnen alle nur das Angebot an alle sind, die Möglichkeit.
Na ja, ich hör erst mal auf, ist ein harter Brocken dieses Thema. Und es würde mich nicht wundern, wenn dir diese Hinweise nicht genügen. Meine Gefühle dazu gehen aber in die Richtung, die ich darzulegen versuchte. Zum Glück ist das ein Thema, was keinem irre machen muss, was er heute tun kann, um zu Gott zu finden und ob so oder so, ist es, wie du selbst schon schriebst keien gottentehrende Lehre, weder das eine noch das andere.
Von daher . . . 🙂

Sigi

ich bin auf ein paar deiner Argumente eingegangen und hab sie in blauer Farbe in deinen Post geschrieben, aber es ist keine Angelegenheit wegen der wir uns streiten sollten.
 
Nein, ein Mensch, da liegt mir auch nicht dran, darüber zu streiten.

Ich geh heute auch gar nicht auf deine Einwände ein, weil es eben zu dem Thema schwer ist, sich über einen einzelnen Text so oder so herum zu äußern. Es ist nun mal so, dass durch EINEN Menschen, wie es heißt, die Sünde in die Welt kam und durch EINEN anderen Menschen Jesus Christus diese in die Welt gekommene Sünde, das heißt ihre Auswirkungen vollständig aufgehoben werden kann, so dass wirklich ALLE die Gelegenheit haben gerettet zu werden. Ob das nun jeder wahrnimmt, ob es Gottes Wille ist, für den er alles tut oder ob es Gottes Wille ist, den er erzwingt, geht aus der Betrachtung eines einzelnen Textes nicht letztlich hervor.

Ich sehe halt da die Zusammenhänge, das Gesamtbild und beiß mich, um dieses zu untermauern nicht an der Auslegung eines Textes fest, wenn sie denn auch gegen das mir einleuchtende Gesamtbild sein könnte. Aber ich verstehe natürlich auch, welche Gedanken oder Motive hinter der Allversöhnungslehre stehen, wenn man diese Gedanken als background dahinter schiebt, könnte man natürlich zu dem Schluss kommen, dem du zuneigst.

Gruß Sigi
 
Aber ich verstehe natürlich auch, welche Gedanken oder Motive hinter der Allversöhnungslehre stehen, wenn man diese Gedanken als background dahinter schiebt, könnte man natürlich zu dem Schluss kommen, dem du zuneigst.

ich denke wir können uns darauf einigen, dass es die Hölle wie die Katholiken und Evangelikalen es lehren nach der Bibel nicht gibt und das dies eine abscheuliche Blasphemie ist. Und das es letztendlich Gottes Sache ist, wie vielen er das zukünftige Leben schenkt oder ob Er dem ein oder anderen Unverbesserlichen tatsächlich das Dasein nimmt und dass es auch für die ungläubig Verstorbenen und für jene die nie von Christus gehört haben eine Chance gibt an der kommenden Welt Anteil zu haben.
 
ich denke wir können uns darauf einigen, dass es die Hölle wie die Katholiken und Evangelikalen es lehren nach der Bibel nicht gibt und das dies eine abscheuliche Blasphemie ist. Und das es letztendlich Gottes Sache ist, wie vielen er das zukünftige Leben schenkt oder ob Er dem ein oder anderen Unverbesserlichen tatsächlich das Dasein nimmt und dass es auch für die ungläubig Verstorbenen und für jene die nie von Christus gehört haben eine Chance gibt an der kommenden Welt Anteil zu haben.

stimmt, immerhin würde man dann nach dem bibl. Grundsatz leben: "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet"

🙂

Gruß Sigi
 
auch wenn es bisher keine schwerwiegende Einwände aus biblischer Sicht gegen die Lehre der Apokatastasis gab, möchte ich doch noch einmal auf die gängigsten eingehen; das wären zunächst die Begriffe "ewig" (griech. aiõnios) und "Ewigkeit" (griech. aiõn), die im Neuen Testament auch in Bezug auf zukünftige Strafe verwendet werden.

Zunächst einmal zu beiden Begriffen in der deutschen Umgangssprache:

"Ewig" benutzen wir fast inflationär, in allen möglichen Situationen und das ohne bewusste Übertreibung, 15 Minuten an der Supermarktkasse können durchaus ewig sein. Wir sprechen auch oft von Ewigkeiten, ohne dass dies in bewusster Übertreibung geschieht oder unseren Sprachempfinden widerstrebt, "Ich habe dich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen", dabei kann es sich um Jahrzehnte oder Jahre handeln, "Ewigkeit" und "ewig" bedeutet im Deutschen also durchaus nicht intrinsisch "endlos", kein Engländer hingegen würde sagen, "I haven't seen you for eternities", sondern er würde eher sagen "I haven't seen you for ages", wir hingegen würden nicht "Zeitalter" sagen, sondern eher "Ewigkeiten", was wiederum nahelegt, dass nach deutschem Sprachempfinden "Ewigkeit" und "Zeitalter" durchaus Synonyme sein können, auch diverse deutsche Wörterbücher führen für "Ewigkeit"/"ewig" die Bedeutung "lange Zeit" an.

Das griechische Wort aiõn wurde wohl zu dem lateinischen aevum, dem gotischen aiws und daraus zu dem deutschen ewe, heute Ewigkeit. Keines dieser Worte bedeutete ursprünglich "endlos", auch nicht das lateinische aeternum, das zu dem englischen eternal wurde. Ewe bedeutete wohl ursprünglich "Lebenszeit", "lange Zeit" und wenn wir ehrlich sind benutzten wir die Worte "Ewigkeit" und "ewig" in der Umgangssprache heute noch in demselben Sinne.

Ein Beispiel aus der Bibel:

Psalm 119:44 nach der Lutherbibel von 1984:

Ich will dein Gesetz halten allezeit, immer und ewiglich.

In Römer 7🤐 hingegen heißt es:

Wisst ihr nicht, liebe Brüder - denn ich rede mit denen, die das Gesetz kennen -, dass das Gesetz nur herrscht über den Menschen, solange er lebt?

"immer und ewiglich" so der Wortlaut der Lutherbibel kann in diesem Falle nur "auf Lebzeit" meinen, dies ist nur ein Beispiel von vielen, lesenswert diesbezüglich sind folgende Links:

Was versteht die Bibel unter "Ewigkeit"?

Wie sich die "Ewigkeit" einschlich

Von besonderer Problematik in Hinblick auf die Lehre der Apokatastasis scheint Matthäus 25:46 zu sein:

Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Ältere Übersetzungen übersetzten anstatt "Strafe" oft mit "Pein", dies entspricht jedoch nicht dem griechischen Text, kolasis meinte in klassischen Griechisch eine Strafe die bessernd wirken soll. Nun, "ewige Strafe" würde noch nichts über die Natur der Strafe sagen; auch völlige Vernichtung, ewige Auslöschung, ewiger Tod wäre "ewige Strafe" - mir geht es hier jedoch nicht um die Natur der Strafe, sondern ob diese im Gesamtkontext der Bibel als endlos verstanden werden muss.

Zumindest an der Endlosigkeit des ewigen Lebens will kaum jemand rütteln auch wenn fraglich ist, ob man die Endlosigkeit des zukünftigen Lebens von dem mit "ewig" übersetzten Wort ableiten kann; ist nun das ewige Leben endlos, liegt der Schluß nahe, mit der ewigen Strafe verhielte es sich ebenso. Dies, so logisch es zunächst klingt, lässt sich biblisch nicht stichhaltig begründen, das beste Beispiel hierfür liefert Römer 16:25-27 (Schlachter 2000 Übersetzung):

Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bekanntgemacht worden ist bei allen Heiden, um Glaubensgehorsam zu bewirken - ihm, dem allein weisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit! Amen.

Sowohl Zeiten, die nun ein Ende fanden, als auch Gott werden in ein und demselben Satz mit "ewig" benannt.

Der biblische "Ewigkeitsbegriff" steht also in keinem Gegensatz zur Lehre der Apokatastasis, hierzu ist auch folgender Link sehr interessant:

Ewig oder endlos?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ein Mensch!

Ich bin ja durchaus religiösen Themen zugeneigt und will auch nicht meckern. Allerdings ist meine Fähigkeit, längere Beiträge zu lesen, gerade in letzter Zeit sehr eingeschränkt. Wenn Du also gerne eine Antwort von mir möchtest, wäre es schön, wenn Du den Gedanken Deines letzten Beitrags etwas kürzer fassen könntest, sagen wir mal ein Drittel der jetzigen Länge und ich könnte es schaffen 🙂. Oder das wichtigste in Fettdruck?
 
@ EuFrank, der Beitrag war nicht insbesondere an dich gerichtet, sondern an jeden der Interesse hat, die 'Umstrittenheit' des Themas, zumindest in christlichen Kreisen, bewog mich dazu etwas ausführlicher zu schreiben.

Zum Inhalt in Kürze, die Bibel scheint an manchen Stellen tatsächlich von "ewiger" Strafe zu sprechen und wäre somit unter Umständen in sich selbst widersprüchlich; nun bedeutet aber "ewig" in deutscher Umgangssprache nicht zwingendermaßen "endlos", ebenso bedeuteten die biblischen Wörter, die mit "ewig" übersetzt wurden ursprünglich nicht "endlos", sondern bezeichneten lediglich das, von dem der Horizont bzw. das Ende (noch) nicht ersichtlich war, oder eben Lebenszeit, oder das was sich über ein oder mehrere Zeitalter (Äonen) erstreckt; was in den angegebenen Links noch weiter ausgeführt wird.
 
@ EuFrank, der Beitrag war nicht insbesondere an dich gerichtet, sondern an jeden der Interesse hat, die 'Umstrittenheit' des Themas, zumindest in christlichen Kreisen, bewog mich dazu etwas ausführlicher zu schreiben.

Zum Inhalt in Kürze, die Bibel scheint an manchen Stellen tatsächlich von "ewiger" Strafe zu sprechen und wäre somit unter Umständen in sich selbst widersprüchlich; nun bedeutet aber "ewig" in deutscher Umgangssprache nicht zwingendermaßen "endlos", ebenso bedeuteten die biblischen Wörter, die mit "ewig" übersetzt wurden ursprünglich nicht "endlos", sondern bezeichneten lediglich das, von dem der Horizont bzw. das Ende (noch) nicht ersichtlich war, oder eben Lebenszeit, oder das was sich über ein oder mehrere Zeitalter (Äonen) erstreckt; was in den angegebenen Links noch weiter ausgeführt wird.
Ja, das habe ich jetzt gelesen. Und wie lautet die Frage?
 
Hi ein Mensch, bist ja tief in die Höhen des Studiums gestiegen 😀

Nein, Spaß beiseite, deine ganzen Quellenangaben sind schon eine Wucht. Leider bin ich momentan nicht in der Lage, das alles nachzulesen.

Nur ein Gedanke: Wie lange dauert der ewige Tod laut Bibel, das ist doch das, was dich zu dem Studium der Bedeutung von Ewigkeit bewegt, wenn ich das richtig verstehe.

Es gäbe viel zu studieren, um sich zu einigen, was wohl mit der Ewigkeit gemeint sein könnte, die sich auf jenen bezieht. Andererseits, sind wir auf dieses Studium angewiesen? Es heißt doch sie kämen in den Feuersee. Steht in der Bibel irgendwo, dass es einmal den Feuerseee nicht mehr geben wird? Solange solche Texte nicht vorhanden sind, "brennt" er für mich, das heißt, hält dieser durch ihn veranschaulichte Tod an. Würde er aufgelöst, würden ja auch Tod und Hades, die laut Offenbarung 20-22 dort hineingeworfen wurden, wieder daraus frei werden. Das gibts aber doch gar nicht, denn niemand kann da nochmal hineinkommen. Man kommt nur einmal in den Hades in den Tod, der aufgrund der ererbten Sünde die Folge für uns alle ist (lt. Bibel).

Für mich ist durch diese Überlegung die Frage, wie lange bleiben die Toten im Feuersee erstmal geklärt. Ob Gott irgendwelche neuen Offenbarungen in späterer Zeit darüber abgibt, weiß keiner. Jetzt hab ich jedenfalls keine exakten Anhaltsgründe, daran zu glauben, dass der Feuersee einmal geleert würde. Außer du hast Stichhaltiges dagegenzuhalten.

Ich grüße dich

Sigi
 
Ja, das habe ich jetzt gelesen. Und wie lautet die Frage?

keine Frage, ich wollte lediglich Informationen zur Diskussion in den Raum stellen, insgeheim hoffe ich schon seit langem auf jemanden zu treffen, der in Thematik ähnlich bewandert ist und evtl. mit den Schriften Platos und Aristoteles besser vertraut als ich um meine "Erkenntnisse" ggf. zu bestätigen oder auch zu widerlegen.

Nur ein Gedanke: Wie lange dauert der ewige Tod laut Bibel, das ist doch das, was dich zu dem Studium der Bedeutung von Ewigkeit bewegt, wenn ich das richtig verstehe.

"ewiger Tod" ist in der Form kein biblischer Begriff, ich wage so weit zu gehen, dass "Ewigkeit" selbst kein biblischer Begriff ist, sondern eine rein philosophische Idee, wie jene der unsterblichen Seele und bei beidem finden wir Plato als einen "Hauptverantwortlichen".

Siehe auch hier: http://www.hilferuf.de/forum/gesellschaft/81000-philosophie-theologie-begriff-ewigkeit.html

Steht in der Bibel irgendwo, dass es einmal den Feuerseee nicht mehr geben wird?

der Gesamtkontext der Bibel impliziert das in meinen Augen.
 

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