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Angst vor den Feiertagen

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Also an Weihnachten und Sylvester kann ich das noch nachvollziehen.
An diesen beiden Tagen merkt man auf jeden Fall, dass es irgendwie "besondere" Tage sind und die Menschen da feiern.
Da alleine zu sein, stelle ich mir wirklich nicht schön vor.


Aber an allen anderen Feiertagen (wie z.B. Ostern) verstehe ich die Aufregung nicht.
Das sind für mich normale Tage wie alle anderen auch. Ich merke noch nicht mal einen Unterschied zu anderen Tagen, außer dass die Geschäfte vielleicht zu haben und mehr Schulkinder unterwegs sind, da sie vielleicht frei haben.
 
Keine Aufregung. Musst ja auch nicht verstehen. War nur eine Frage an alle, wie sie das empfinden. Deine Antwort ist eine davon. Danke.
 

Aber an allen anderen Feiertagen (wie z.B. Ostern) verstehe ich die Aufregung nicht.
Das sind für mich normale Tage wie alle anderen auch. Ich merke noch nicht mal einen Unterschied zu anderen Tagen, außer dass die Geschäfte vielleicht zu haben und mehr Schulkinder unterwegs sind, da sie vielleicht frei haben.

Für gläubige Christen dürfte Ostern das wichtigste religiöse Fest des Jahres sein: Jesus ist auferstanden.
Dementsprechend ist es für praktizierende Christen sicherlich schwer, an Ostern allein zu sein.
 
Ich wohne 5 Jahre hier.................:mad::mad::mad:
Ich glaube, auch das kenne ich irgendwie. Vor 10 Jahren war ich Alkoholiker und sehr viel alleine. Und verzweifelt. Ich hatte keine Ahnung, wie ich aus der Situation wieder herauskommen sollte. Schwankte zwischen Resignation und dem Gedanken, dass es doch einen Weg geben muss.

Ich glaube, meine ersten Schritte waren sowohl klein, als auch wichtig. Ich habe damals experimentiert.

Zuerst habe ich mich an einem Tag betrunken, an dem ich gut drauf war, und gar keine Lust auf Alkohol hatte. Ich mußte das Zeug regelrecht herunterwürgen. Das mag jetzt bescheuert klingen, aber an dem Tag wurde mir bewußter, dass mein Alkoholismus nicht grundsätzlich vorhanden war, sondern Situationsbedingt war. Dieses Experiment muss man aber nicht unbedingt wiederholen. 😉

Mir wurde auch bewußt, dass ich mir angewöhnt hatte, auf jede etwas größere Belastung mit Alkohol zu reagieren. Wobei alleine schon meine Verzweiflung ausreichen konnte, um diesen Schritt zu gehen.

Es kam ein Tag, wo etwas total blödes passierte, was aber nicht wirklich schlimm war. Es hatte mich nur im ersten Augenblick umgehauen. An dem Tag wagte ich das Experiment, mich einmal nicht zu betrinken. Und ich habe erstaunt festgestellt, dass mir das Problem am nächsten Morgen egal war, es war verschwunden.

Im Laufe der Jahre habe ich häufiger experimentiert, habe nach und nach seltener mit Alkohol reagiert. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, mir Situationen bewußter zu machen. Manchmal bevor ich getrunken habe, meist aber erst danach. Und ich habe überlegt, wie ich in Zukunft mit einer Situationen umgehen könnte. Meist bestand die Lösung zuerst nicht darin, dass ich mich anders verhalten habe, ich habe meine Einstellung verändert. Indem ich die Situation genauer betrachtet habe, mich gefragt habe, wie sie zustande kommt, was ich wie und wo verändern könnte, um besser mit ihr umgehen zu können. Das konnte Tage, Wochen, oder auch länger dauern, bis ich etwas durchschaut habe, und verbessern konnte.

Seit nicht allzulanger Zeit beobachte ich auch, was mir gut tut, und was mir nicht gut tut. Und ich versuche zu sortieren, und Situationen zu vermehren, die mir gut tun.

Heute wage ich mich auch an komplexere Probleme heran. Was nicht heißt, dass ich nicht auch mal abstürzen könnte. Alles steht noch etwas wackelig, so dass mich größere Herausforderungen hinfallen lassen können. Erst Januar und Februar bin ich wieder abgestürzt, hatte schon das Gefühl, wieder dort zu landen, wo ich einmal war. Inzwischen habe ich es abgefangen, und arbeite nun daran, eine größere Lebensveränderung stückchenweise hinzubekommen.

Ich glaube, es hat auch eine Rolle gespielt, dass ich nicht perfekt sein muss. Mittelmäßig reicht vollkommen aus. Und ich bin auch nicht für das Leid der Menschen verantwortlich, sondern für meine kleine, mittelmäßige Welt.

Naja, ich habe angefangen, mein ganzes Leben umzusortieren, und bin immer noch dabei. Eigentlich stehe ich immer am Anfang, halt am Anfang von dem, was in Zukunft auf mich zukommen wird.

Ich erzähle Dir das, weil ich diese Jahre kenne, in denen sich alles zu wiederholen scheint. Und weil ich glaube, dass Du auch einen Weg finden kannst, auf dem Du dort herauskommst.

Günter
 
Hallo Quasimodo,

du weißt selbst, daß es nichts bringt sich seinen Frust noch zu ertränken, hm.

Es ist traurig, daß du alleine bist.
Aber ganz alleine bist du nicht, es gibt sehr viele Menschen, die alleine sind. Ich z.B. auch und auch ich habe ein leichtes Wehmutsgefühl in mir. Meine Feiertage habe ich immer mit meiner Mutter verbracht, die leider schon gestorben ist. Meine Geschwister wohnen alle weit weg.

Es liegt nun an uns selbst!

Wollen wir heulen und uns im Selbstmitleid vergraben?

Nein, das wollen wir nicht!! Du doch auch nicht!

Gibt es in deinem Ort keine Christengemeinde wo du hingehe kannst?
Und gibt es keine Kirche? Sicher gibt es die, aber ich verstehe dich schon, dir geht es um ganz was anderes, du fühlst dich alleine und nicht gebraucht.
Du weißt ganz genau wer dich braucht.

Es tut mir sehr leid, daß es dir so schlecht geht. Kannst du nicht ein Buch schnappen und in die Natur gehen?
Mir hilft das als ganz gut. Ich freue mich über jedes Blümchen und grade jetzt im Frühling blüht es so schön.

Vieleicht powerst du dich auch körperlich mal wieder richtig aus. Fahrrad? Inliner? Oder einfach Joggen. Der Körper wird es dir danken. Und dein Gemüt auch 🙂

LG

Omana
 
@ soulfire
Das ist mir durchaus klar - trotzdem danke der Aufklärung.

Trotzdem kann ich das nicht nachvollziehen - aber naja, ich feier ja noch nicht mal meinen eigenen Geburtstag in irgendeiner Weise.

Meine Oma kocht und isst morgen z.B. kein Fleisch *kopfkratz*
Das mache ich natürlich ohne zu murren mit.


@ quasimodo
Das mit dem Alk kann ich auf jeden Fall nachvollziehen, aber bitte lass den Mist.
Ich darf momentan keinen Schluck Alk trinken für einige Zeit, weil meine Leberwerte sehr schlecht waren/sind (weil ich zu lange und viel gesoffen habe).
Lass es bei dir nicht erst soweit kommen.

Jetzt wo ich einigermaßen gesund lebe (kein Alk, keine Kippen, Sport, viel Sonne) und meiner Leber Gutes tue, wirkt sich das auf meine gesamte Stimmung aus - bin einfach besser drauf als sonst.
Versuch das auch mal 🙂
 
Hallo Quasimodo,

du weißt selbst, daß es nichts bringt sich seinen Frust noch zu ertränken, hm.

Es ist traurig, daß du alleine bist.
Aber ganz alleine bist du nicht, es gibt sehr viele Menschen, die alleine sind. Ich z.B. auch und auch ich habe ein leichtes Wehmutsgefühl in mir. Meine Feiertage habe ich immer mit meiner Mutter verbracht, die leider schon gestorben ist. Meine Geschwister wohnen alle weit weg.

Es liegt nun an uns selbst!

Wollen wir heulen und uns im Selbstmitleid vergraben?

Nein, das wollen wir nicht!! Du doch auch nicht!

Gibt es in deinem Ort keine Christengemeinde wo du hingehe kannst?
Und gibt es keine Kirche? Sicher gibt es die, aber ich verstehe dich schon, dir geht es um ganz was anderes, du fühlst dich alleine und nicht gebraucht.
Du weißt ganz genau wer dich braucht.

Es tut mir sehr leid, daß es dir so schlecht geht. Kannst du nicht ein Buch schnappen und in die Natur gehen?
Mir hilft das als ganz gut. Ich freue mich über jedes Blümchen und grade jetzt im Frühling blüht es so schön.

Vieleicht powerst du dich auch körperlich mal wieder richtig aus. Fahrrad? Inliner? Oder einfach Joggen. Der Körper wird es dir danken. Und dein Gemüt auch 🙂

LG

Omana



Einfache Antwort auf all deine Fragen, die ich sehr ernst nehme: Nein. Mit einer sozialen Phobie ist das nicht möglich. Aber danke.
 
Quasi, bestünde denn nicht die Option, den Pfarrer mal einzuladen?
Das ist ja nur ein einzelner mensch, wäre das auszuhalten?
Die machen doch öfter mal besuche in ihren gemeinden, vielleicht kannst du ihm dein Anliegen schreiben?
 
Wär nen eigentlich normaler Gedanke, hm? Ich kenns von früher aus meiner alten Gemeinder auch so.
Der Pastor hier sagte schon vor Jahren mitten in eine Depression hinein mal zu mir (bzw. mailte mir dies): "Nimm dein Leben selbst in die Hand". Und verschwandt aus selbigem....
Noch Fragen....?:wein:
 
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