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angst vor dem tod und kommt da noch was?

  • Starter*in Starter*in urmel56
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Hallo Invader,
bitte genehmige mir gerade mal, dass ich diesen Satz zitiere...

Für mich ist das eben nicht verständlich und es gibt eine Menge Kulturen auch, Die feiern den Tod sogar.

Es gab Gelehrte, Weise und hervorragende Persönlichkeiten, weit vor Seneca und Konfuzius.
Schaut Euch die Totenbücher der alten Kulturen und ihre Meisterwerke an und versucht mal, ein bisschen was zu verstehen.


Ohne zu wissen, welche Kulturen du genau ansprichst, behaupte ich mal, dass die Menschen dort sehr gläubig waren. Wenn ich fest daran glaube, dass nach dem Tod ein wundervolles Leben auf mich wartet, bleibt ja gar kein Platz mehr für Unbekanntes wie ich es angesprochen habe.

Solchen Personen werfe ich dann aber vor, dass sie blind den Glauben ihrer Gesellschaft annehmen und sich selbst keine Gedanken gemacht haben. Jeder müsste doch zumindest einräumen, dass keine Person wissen kann, was nach dem Tod ist. Damit auch kein Prediger in diesen Kulturen. Somit müsste man einen gewissen Grad an Unsicherheit behalten, dass das vielleicht doch nicht stimmt, was mir da erzählt wird, selbst wenn ich es ansich glaube.
 
Das ist mir zu "billig", sorry.

"Solche Menschen" haben sich vielleicht weit mehr mit allerlei Anderem, was Du vielleicht nie sehen wirst beschäftigt, und sind entsprechend Weitsichtig, verständnisvoll und Uns/Euch auch wohl-gesonnen.🙂


Egal wie weitsichtig und mir überlegen eine deiner Personen (nenn mal Namen) auch war, es bleibt dabei, dass sie nicht hundertprozentig wissen konnte, was nach dem Tod sein wird. Und trotzdem gab es Prediger, die nur eine Wahrheit zugelassen haben. So entstanden dann Kulturen, wo der Durchschnittsbürger sein Gehirn auf Durchzug gestellt hat und alles glaubte, z.B., dass das Paradies auf ihn wartet und er es nicht hinterfragte.
 
Traurig die Menschen welche keine Hoffnung haben.

Traurig ist es eher, dass einige Menschen Hoffnung brauchen. Das bedeutet nämlich, dass ihr jetziges Leben sie nicht zufriedenstellt. Das kann bei einem unheilbar Kranken der Fall sein, der sich ein Leben nach dem Tod ohne diese Krankheit wünscht, aber auch bei einer depressiven Person, die hofft, dass jegliche Existenz mit dem Tod abgeschlossen ist und sie erlöst wird. Beide Fälle enthalten Hoffnung, also das Hoffen auf eine ihrer Meinung nach bessere Zukunft.

Hoffnung birgt immer das Potential für Enttäuschung. Desto größer die Hoffnung, desto größer wird auch die Enttäuschung sein, falls der erhoffte Fall nicht eintritt. Hoffnung ist auch oft Ausdruck von Naivität. Nämlich dann, wenn es zwei Möglichkeiten gibt, die eintreffen können. Man hofft auf Möglichkeit A und die nicht gewollte Möglichkeit B wird komplett ignoriert, da sie einem nicht gefällt.

Man sollte aber immer für alle Möglichkeiten offen sein und nüchtern betrachten, was für Möglichkeit A und was für Möglichkeit B spricht. Natürlich hofft man beim Roulette darauf, dass man auf die richtige Zahl gesetzt hat, aber die Hoffnung darf nicht so groß sein, dass man sein gesamtes Ersparnis darauf setzt. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit zu verlieren viel größer.

Auch bei der Frage, was nach dem Tod sein wird, sollte man nicht blind auf etwas hoffen, sondern sich damit auseinandersetzen. Lustigerweise trifft das Argument mit der großen Enttäuschung bei zu großer Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod nicht zu. Entweder gibt es ein Leben nach dem Tod, dann trifft das Erhoffte ein oder es gibt kein Leben nach dem Tod, dann hätte man aber kein Bewusstsein mehr und könnte somit auch keine Enttäuschung fühlen.

Wenn also beide Fälle nicht negativ sind, dann ist es nicht mehr von allzu großer Bedeutung, was tatsächlich nach dem Tod passiert. Man kann beruhigt sein vergängliches Leben leben und muss im Bezug auf dieses Thema kein trauriger Mensch sein.
 
Übrigens bin ich nicht der Einzigste, der nicht an ein "Leben nach dem Leben" ( schon allein das ist satirisch ) glaubt. In einer der letzten Spiegel-Ausgaben wurde das anhand von Umfragen untersucht. Und da waren es ein Dittel bis zur Hälfte der Bundesbürger, die keinen "Himmel" oder "Hölle" mehr abnehmen. Es darf auch erinnert werden, daß einer der letzten Päpste das "Fegefeuer" abgeschafft hat. Da wäre also noch Platz nach oben.
 
Es gibt auch Studien und Umfragen, die belegen dass immer mehr Menschen glauben was ich glaube. Und nun? Was haben wir nun davon?Richtig, jeder von uns glaubt exakt das woran er vorher auch schon geglaubt hat. Außerdem glaube ich keiner Studie und Umfrage, die ich nicht selber in Auftrag gegeben habe😀 Jede Zeitung/Zeitschrift hat ihre Ausrichtung und die von "Spiegel" ist atheistisch. Mit Sicherheit haben die ihr eigenes Klientel befragt.
 
Ich weiß nicht wie der Spiegel ausgerichtet ist - ich nehme aber an, daß er in diesem Fall keine eigene Umfrage gemacht hat. Sondern eben Material von anderen verwendet.
Erklärt es aber mit dem gesunden Menschenverstand. Angesichts der immer weiter auftauchenden Beweise für das Entstehen der Erde etc. fällt es immer mehr Menschen schwer, an diese seltsamen Geschichten zu glauben. ( was jetzt aber die christliche Religion betrifft
Ich hab das Heft irgendwo rumliegen, aber wirklich keine Zeit jetzt zu suchen.
 
Menschen ohne Hoffnung sind also in ihrem Leben zufriedener?😀

Im Prinzip schon. Hier ein paar Beispiele: Wenn ich schon reich bin, muss ich nicht mehr auf den Lottogewinn hoffen. Wenn ich gesund bin, muss ich nicht auf Heilung hoffen. Wenn ich in einer glücklichen Beziehung bin, muss ich nicht mehr auf die große Liebe hoffen.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wenn ein zufriedenstellender Zustand schon erreicht ist, muss man nicht auf etwas besseres hoffen.


Was hat denn der Tod mit der Kirche und dem Fegefeuer zu tun?
Gestorben wurde schon hunderttausende Jahre vorher, bevor überhaupt jemand mal an Kirchen geglaubt hat.

Schade, dass das nicht so geblieben ist. Der Tod ist natürlich und hat ansich nichts mit Kirche zu tun, aber sag das mal der Kirche. Die beansprucht das Thema doch für sich.


Hier noch was für die Christen:

"Ein ueberzeugter Atheist, der gerade gestorben ist, findet sich selbst auf einmal in einem dunklen Gang wieder. Er entdeckt ein Schild: "Zur Hoelle". Er hat keine andere Wahl als dem Gang zur Hoelle zu folgen. Er trifft nach geraumer Zeit an eine Tuere, die nicht verschlossen ist. Der Atheist betritt die Hoelle und traut seinen Augen nicht. Heller Sonnenschein, angenehme Temperaturen, Palmen, Meeresstrand, alle 100 Meter eine Strandbar, froehliche Menschen tummeln sich, kurzum paradiesische Verhaeltnisse. Der gerade verstorbene Atheist geht am Strand entlang, bis er ploetzlich eine Gestalt mit einem Pferdefuss und einem Schwanz in einem Strandkorb sitzen sieht. Er geht auf die Gestalt zu und fragte diese, ob er denn der Teufel sei. Dieser bejaht dies und begruesst den Neuankoemmling in der Hoelle aeusserst herzlich. Er schickt den Atheisten nach dem Geplauder an eine der Strandbars, um sich dort einen Drink zu besorgen. Der Atheist holt sich einen Drink und schlendert am Strand entlang um die Hoelle weiter zu erkunden. Zwischen Duenen entdeckt er ein grosses, tiefes Loch. Neugierig blickt er in die Tiefe und erschreckt sich fuerchterlich. Er sieht am tiefen Grund von diesem Loch wimmernde, unbekleidete Menschen. Es lodert ein heisses Feuer und wilde Bestien schlagen auf die Koerper der Menschen ein. Sogleich rennt der Atheist verwirrt zum Teufel und fragt aufgeloest, was denn das fuer ein Loch sei? Der Teufel versteht die Frage nicht und so fragt der Atheist nochmals nach dem tiefen Loch mit dem Feuer, den Bestien und den Menschen dort hinten bei den Duenen. Ach, meint der Teufel, Das ist fuer die Christen, die wollen das so.."
 
Wer reich ist hat also auch keinelei Hoffnung wenn seine Frau erkrankt ist, dass sie wieder gesund wird?

Genau. Denn wer reich ist, bekommt schnell eine neue Frau. 🙄

Die Krankheit der Frau hat doch nichts mit dem Vermögen zu tun. Du musst schon verschiedene Hoffnungen auch den passenden Umständen zuordnen.

Im Leben gibt es irgendwo immer etwas, das nicht optimal ist, also kann man da noch auf irgendwas hoffen. Aber es ging darum, dass ein Mensch, der weniger hofft, zufriedener ist. Das ist doch ganz klar, denn in seinem Leben sind mehr Dinge für ihn zufriedenstellend als bei einer anderen Person, die noch auf vieles hofft.

Ich hoffe zum Beispiel auf 10 Dinge, die entreten sollen. Nach einer Weile sind 3 eingetreten, dann bin ich doch zufriedener, oder? Jetzt hoffe ich nur noch auf 7 der vormals 10 Dinge. Also bin ich zufriedener und gleichzeitig hoffnungsloser.



Ja, Gott ist dort (wie aich hier), mit dem Tod ist nicht alles zu Ende. Und das, was kommt, ist weitaus schöner als das, was wir hier auf der Erde aushalten müssen....

Das ist doch einfach nur Blabla.
 
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