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angst vor dem tod und kommt da noch was?

  • Starter*in Starter*in urmel56
  • Datum Start Datum Start
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Hallo

Ich arbeite in der Altenpflege und habe schon einige Bewohner beim Sterben begleitet. Viele hatten Angst vor dem Tod, vor dem loslassen. Einige hatten Schmerzen, die wir gelindert haben. Einige haben berichtet in ihrer Sterbephase, das sie liebe Menschen sehen, die sie abholen kommen. Manche haben Richtung Himmel gegriffen und nach ihrer Mutter gerufen. Plötzliche Stille, und auf nachfrage ein Ja, Mama ist da.
Ich glaube das nach dem Tod noch was kommt. Was?Keine Ahnung, aber ich denke, wir sehen unsere lieben voraus gegangenen wieder. Die Angst versuchen wir zu nehmen, durch eine schöne Atmosphäre und man merkt das der Sterbende ruhiger wird.

Lg
 
das hört sich alles sehr friedvoll an und ich möchte doch auch keine angst haben denn es ist richtig was peaceberg schreibt,das ende des irdischen daseins ist fakt also warum angst haben vor etwas was man eh nicht ändern kann.
aber wie stelle ich diese angst ab?

eigentlich glaube ich auch an ein dasein auf der anderen seite vieleicht würde ich es gerne wissen aber es geht nun mal nicht.
gerne würde ich die denkweise von peaceberg annehmen gibts da ein geheimrezept?

l.g.urmel
 
Nein, Angst vor dem Tod habe ich nicht. Angst vor dem Danach?? Nein, das habe ich für meinen Teil nicht.
Ich weiß, ich sehe es ja, daß meine Kinder ihr Leben meistern, auch ohne mich.

Ich habe Bange, daß sie das, was kommt, überfordern wird; Angst um meine Kinder und Kindeskinder, daß das, was kommen kann, unmenschlich sein wird.

Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe dann Ruhe. Ruhe, die ich jetzt oft vermisse, aber zum Leben gehört, standhaft, tapfer bis auf seinen natürliches Ende hin, im Hier zu sein, zu leben.

Als ich mal unlängst meinem Sohn sagte, wie sehr ich bereue, in diese Welt Kinder gesetzt zu haben, bat ich ihn quasi um Verzeihung, weil ich ja nicht wirklich wußte, wie schlecht diese Welt ist bzw. geworden sei. Ich sagte: "Wie konnte ich nur so eigensüchtig sein und meinen Kindern das antun!" Da hat er mich beruhigt, er meinte, daß ich mir die Vorwürfe nicht machen bräuchte, denn ich hätte ihnen j e t z t die Chance gegeben, wie sie jeder unserer Vorfahren gehabt und genutzt hat. Alle Generationen vor uns, mußten im Leben bestehen, Krankheiten, Kriege, Not, Elend, alles das bestehen, um das Leben (und Wissen) weiterzureichen, an die nächste Generation. Unsere Vorfahren haben Wege gefunden, alles das zu überleben, sonst würde es uns nicht geben. Denn die Welt sei ja schon immer schlecht und das Leben immer schwer gewesen.

Ja, er hat er mich beruhigt... nun, ich habe meine "Arbeit" gar nicht so schlecht gemacht, ich sehe es ja und kann mich und meine Nachkommen eigentlich (noch) glücklich schätzen. Auch, weil ich nach jedem Tal, was ich durchschreiten mußte, gemeint habe, daß ich doch Glück im Unglück hatte, denn: . . . es hätte doch alles noch viel schlimmer kommen können.😉

Nun bin ich grad mal wieder in so einem Tief und weiß nicht, wie es weitergehen wird und eigentlich wünsche ich mir endlich Ruhe.... aber da ist noch das fast 13 Monate altes Mädelchen meiner Tochter, da hab ich ja grad noch ein paar Pflichten als Oma übertragen bekommen. . . jetzt paßt es grad noch gar nicht, abzutreten . . .

FG
 
Zuletzt bearbeitet:
aber wie stelle ich diese angst ab?


Ich weiß nicht, wie du sie abstellen kannst.

Kann es vielleicht sein, dass es besser wäre, nicht gegen die Angst zu kämpfen?
Dass es vielleicht besser sein könnte, in die Angst richtig reinzugehen, sie zu akzeptieren?

Denn, ist es vielleicht nicht so, dass, wenn du gegen diese Angst kämpfst, auch gegen dich selbst kämpfst?

Kann es vielleicht sein, dass, wenn du dich darauf richtig einlässt, etwas Neues entstehen kann?
 
Ich denke, dass alle Menschen Angst vor dem Tod haben. Einige geben es zu - andere nicht - andere widerum beschäftigen sich nicht mit dieser Frage, unterdrücken erfolgreich jeden Gedanken daran und "merken nichts". Wenn wir akzeptieren, dass es jemanden gibt, der durch den Tod hindurch gegangen ist und wieder kam, wir ihm nachfolgen können und es tun, dann brauchen wir keine Angst mehr haben. Trotzdem wird die Angst immer wieder nach uns greifen. Aber wir müssen und brauchen uns nicht mehr von ihr einschüchtern lassen, sofern wir dem nachfolgen, der den Tod besiegte.
Als ich durch eine Krebserkankung dem Tod nahe war, gab es Situationen, in denen ich keine Angst zu sterben hatte. Jetzt bin ich gesund und manchmal merke ich, dass mich der Tod erschreckt oder "nur" einschüchtert. Dann denke ich daran, dass ich durch meinen Glauben mich nicht ängstigen muss. Es ist dann wie vor einer Abschlußprüfung, vor der man Angst hat, es aber nicht muß, weil man gut gelernt hat. Beim Tod ist es etwas anders. Wir können nichts tun, um den Tod zu besiegen. Wir können das Leben danach - wie immer es aussehen mag - auch nicht bestimmen. Wir müssen schon dem vertrauen, der durch den Tod ging und wieder kam.
Es gibt Menschen, die z.B. glauben, dass mit dem Tod alles aus ist oder wir alle unsere Verstorbenen "auf einer grünen Wiese" wieder treffen. Für diese Annahmen gibt es keine Zeugen. Dafür, dass Jesus starb und wiederkam, gibt es viele Zeugen.!
 
Hab wierder nicht alles gelesen, und poste trotzdem. Angst vor dem Tod, womit soll ich da anfangen ? Praktisch - dass mein Dad die von einem Krankenhaus- Bettnachbarn etwas nehmen konnte, und der geweint hat, als mein Dad entlassen wurde, ein Jahr vor seinem Tod? Religiöse Angst, sag ich da mal. Wir armen Sünderlein würden bestraft für unsre Erfahrung.

Und kommt da noch was ? Meine (Noch) Frau war überzeugte Atheistin, dass da nichts mehr käme danach. Als ihre Mutter gestorben ist, und auch ihr Freund nach mir tödlich verunglückt ist, hat sie nach ihrer Aussage gespürt, dass die ne Zeitlang da waren, und heute ist sie ǘberzeugt, da kommt noch was.

Ich denke das auch, und seid gelassen, lasst es auf euch zukommen. Und lasst euch von keiner Religion oder Konfession Angst einjagen. Die Zeiten, wo man uns weismachen wollte, es gäb einen strafenden Gott, sollten doch abgehakt sein.

Peter
 
das hört sich alles sehr friedvoll an und ich möchte doch auch keine angst haben denn es ist richtig was peaceberg schreibt,das ende des irdischen daseins ist fakt also warum angst haben vor etwas was man eh nicht ändern kann. aber wie stelle ich diese angst ab?

Nachdem du dir ja schon Gedanken über deine Ängste gemacht hast und weißt, was sich hinter ihnen verbirgt; vielleicht fehlt dir nur noch der Schritt, dieses Gefühl der Angst bzw. Ungewissheit zu akzeptieren, in dein Leben bzw. Gefühlswelt zu integrieren und dir damit den Umgang zu erleichtern?

Grundsätzlich denke ich, ist es diese starre, verhärtete Haltung, nicht akzeptieren bzw. wahrhaben zu wollen dass man einige Dinge im Leben (und der Tod gehört nunmal dazu) eben nicht ändern kann. Dann bleibt es jedem selbst überlassen ob er diesen Schritt der Akzeptanz und des Loslassens schafft oder sich auf ein weiteres Leben verlässt.
 
aber wie stelle ich diese angst ab?

Gar nicht.
Warum solltest Du die Angst abstellen?

Wie jede andere Regung Deines Gemütes, wie etwa Lust, Freude, Trauer, Neugier, Zorn und dergleichen, hat auch die Angst ihre Daseinsberechtigung.

Die Frage ist nur, wie Du damit umgehst.

Bist Du die Lust, die Freude, die Trauer, der Zorn oder die Angst und unterwirfst Du Dich diesen Gemütszuständen, oder bist Du der Herr und Gebieter in Deinem Reich ?

Setze Dich auf Deinen Thron und übernimm die Regierung über Deinen Urmel.

Lass Deinen Urmel ruhig Lust empfinden ..... aber erlaube ihm nicht sich ihr wahllos hinzugeben.
Lass Deinen Urmel ruhig Trauer empfinden ..... aber erlaube ihm nicht in ihr zu ertrinken.
Lass Deinen Urmel ruhig Angst empfinden .... aber erlaube ihm nicht sich ihr zu unterwerfen.

Du bist ein geistiges Wesen.
Und wenn Dein Urmel zum Spielball seiner Wahrnehmungen wird dann nur deshalb, weil Du Dich auf einer Ebene Deines Bewusstseins niedergelassen hast, von der aus Du die Herrschaft über Deinem Urmel nicht erkennst.

Die Angst ist wie ein Freund der es gut mit Dir meint, der aber nicht wirklich wissen kann was gut für Dich ist.
 
Gar nicht.
Warum solltest Du die Angst abstellen?

Wie jede andere Regung Deines Gemütes, wie etwa Lust, Freude, Trauer, Neugier, Zorn und dergleichen, hat auch die Angst ihre Daseinsberechtigung.

Die Frage ist nur, wie Du damit umgehst.
Die Angst ist wie ein Freund der es gut mit Dir meint, der aber nicht wirklich wissen kann was gut für Dich ist.

Nee, also die Angst als guten Freund auffassen, kann ich nur dann, wenn sie mich hindert, etwas Dummes zu tun, wie blindlings auf eine stark befahrene Strasse zu laufen. Ansonsten ist Angst lebensfeindlich, von der es sich zu befreien gilt.
 
das hört sich alles sehr friedvoll an und ich möchte doch auch keine angst haben denn es ist richtig was peaceberg schreibt,das ende des irdischen daseins ist fakt also warum angst haben vor etwas was man eh nicht ändern kann.
aber wie stelle ich diese angst ab?

eigentlich glaube ich auch an ein dasein auf der anderen seite vieleicht würde ich es gerne wissen aber es geht nun mal nicht.
gerne würde ich die denkweise von peaceberg annehmen gibts da ein geheimrezept?

l.g.urmel

Peaceberg glaubt an Jesus, Auferstehung, Leben nach dem Tod durch Taufe. Das ist mein Geheimrezept, Du wolltest es wissen. Dafür empfehle ich das neue Testament zu lesen.
 
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