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angst vor dem tod und kommt da noch was?

  • Starter*in Starter*in urmel56
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Liebe Urmel,

um ehrlich zu sein, kann ich deine Angst vor dem Tod nur bedingt nachvollziehen. Aber vielleicht helfen dir ja meine Fragen und Gedanken, dir über deine Angst klarer zu werden. (Ich find das oft hilfreich...)

Zunächst möchte ich ein wenig von meiner Sicht erzählen.

Früher hat mir eher die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod angst gemacht. Ich hab mir gewünscht, dass irgendwann alles vorbei ist. Endgültig. Damals hatte ich oft Angst. Einfach vor dem Leben, vor dem Morgen... Und das sollte ewig so weitergehen? Nein! Ich wollte, dass irgendwann Schluss ist. Und ich hab gehofft, dass Gott mir diesen Wunsch erfüllt.

Heute hat sich diese grundsätzliche Angst vor dem Leben (ziemlich) gelegt. Und ich kann mir plötzlich vorstellen, dass in einem Leben nach dem Tod tatsächlich alle Mühsal und Sorge vorbei ist. (Kein "Friede-Freude-Eierkuchen-Leben", sondern ein ICH, das wirklich stark ist... Schwer zu beschreiben... Egal...)

Trotz dieser inzwischen positiven Einstellung zu einem Leben nach dem Tod, macht mir der Gedanke, dass danach vielleicht auch einfach nichts kommen könnte, keine Angst. Deshalb an dich die Frage: Was genau macht dir Angst bei dem Gedanken, irgendwann einfach nicht mehr zu existieren? Kannst du das näher beschreiben/erklären? Du schreibst, du wünscht dir sehr, alle deine Lieben wieder zu treffen. Was genau wäre schlimm daran, wenn es nicht so wäre? Ist da irgendwas wichtiges noch offen, ungesagt? Etwas, von dem du hoffst, dass du nach dem Tod noch die Chance hättest, das zu klären? Oder ist es ganz was anderes? Vielleicht magst du da mehr erzählen?

Herzliche Grüße
M.
 
habe schlimme angst vor dem tod und frage mich ob damit alles zu ende ist?
sehe ich meine lieben einmal wieder?
ist gott dort?
ich möchte meine angst so gerne auf ein normales level herunter bringen.
wie steht ihr zu diesem thema?

Mir würde der Gedanke, es gäbe ein Leben nach dem Tod, ehr Angst machen, na, vielleicht nicht wortwörtlich "Angst" aber ich finde diesen Gedanken...völlig abstrus. Auf mein Leben hier und jetzt habe ich einen gewissen Einfluss und weiß im Großen und Ganzen, woran ich bin; was soll denn in einem Leben nach dem Tod mit mir passieren? Wo? Als was? Warum? Alles Leben? Alles was jemals gelebt hat?

Hier könnte man jetzt viele ach so weise Sprüche zitieren um den eigenen Standpunkt zu bekräftigen, ich fasse mich aber kurz; der Tod ist für mich schlichtweg das Ende, Punkt, aus und Feierabend. Wichtig ist mir, dass der Prozess des Sterbens hoffentlich ohne Qualen vonstatten geht und ich bis dahin wirklich mein Leben erfüllt gelebt habe, das wünsche ich mir.

Wenn du Angst vor dem Tod hast, hast du auch Angst vor dem Leben?
 
habe schlimme angst vor dem tod und frage mich ob damit alles zu ende ist?
sehe ich meine lieben einmal wieder?
ist gott dort?
ich möchte meine angst so gerne auf ein normales level herunter bringen.
wie steht ihr zu diesem thema?

l.g. urmel

Sorge nicht um das was kommen mag,
weine nicht um das was vergeht,
aber sorge dich selbst nicht zu verlieren
wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit
ohne den Himmel in dir zu tragen.

Welcher Himmel das ist, das entscheidest Du selbst:

Dort treffe ich dann meinen Vater,
dort treffe ich meine Mutter.
Dort treffe ich dann meine Brüder und Schwestern
und alle Anderen aus meiner Ahnenreihe, von Beginn an.

Sie rufen bereits nach mir.
Sie bitten mich meinen Platz zwischen ihnen einzunehmen.
Hinter den Toren von Walhalla,
wo die Tapferen in Ewigkeit leben.


Entscheidend für die Lebenden im Hier und Jetzt ist nicht das was uns tatsächlich widerfahren wird wenn wir dereinst aus diesem Leben scheiden.
Entscheidend ist lediglich die uns Lebendige durchdringende Kraft jenes inneren Bildes das wir vom Jenseits in uns tragen.
 
hallo ihr lieben,

interessant wie verschieden die meinungen sind!! wie ich finde ein sehr interessantes thema lasst uns darüber diskutieren aber nicht streiten das wäre meine bitte🙂
ich wurde gefragt wovor ich konkret angst habe das wäre einmal das verlassen müssen meiner kinder denn alle anderen die mir etwas bedeutet haben sind schon verstorben.
mag sein das es daran liegt weil mein sohn eine behinderung hat und ich ihn dann nicht mehr beschützen kann,meine tochter psychisch auch nicht auf der höhe ist,manische depression.
vieleicht aber auch das ich sterbe bevor ich gelebt habe,versteht ihr was ich meine?
ich bin seit über 20 jahren angstkrank und ja ich bin in therapie mittlerweile die dritte.
mein leben ist durchzogen von kummer und sorgen was aber nicht heissen soll das ich unglücklich bin,ich habe den besten mann an meiner seite den ich mir wünschen kann und er hat bisher alles mit mir gemeinsam getragen aber ich möchte doch einfach nur mal eine zeit ohne sorgen leben können.
erst heute hat es uns wieder erwischt,mein junge hat einen hodentumor und wird am freitag operiert:wein:

ja und dann die ungewissheit,doof ich weis denn die hat doch jeder hier auf erden aber das ist halt so.
ich hoffe ich konnte mich einigermaßen mitteilen!

g.l.g. urmel
 
Na, dir hat das Leben bislang aber wirklich übel mitgespielt, es tut mir leid das alles zu lesen...

ich wurde gefragt wovor ich konkret angst habe das wäre einmal das verlassen müssen meiner kinder denn alle anderen die mir etwas bedeutet haben sind schon verstorben.
mag sein das es daran liegt weil mein sohn eine behinderung hat und ich ihn dann nicht mehr beschützen kann,meine tochter psychisch auch nicht auf der höhe ist,manische depression.
vieleicht aber auch das ich sterbe bevor ich gelebt habe,versteht ihr was ich meine?
ich bin seit über 20 jahren angstkrank und ja ich bin in therapie mittlerweile die dritte.
mein leben ist durchzogen von kummer und sorgen was aber nicht heissen soll das ich unglücklich bin,ich habe den besten mann an meiner seite den ich mir wünschen kann und er hat bisher alles mit mir gemeinsam getragen aber ich möchte doch einfach nur mal eine zeit ohne sorgen leben können.
erst heute hat es uns wieder erwischt,mein junge hat einen hodentumor und wird am freitag operiert:wein:

...und deine Ängste und Befürchtungen sind mehr als verständlich; du magst Klarheit haben und die Ungewissheit, ob und was nach dem Tod kommt und was du bis dahin in deinem Leben und für deine Kinder ausrichten und pflegend / helfend in die Wege leiten kannst, möglichst ablegen. Wenn das eigene Leben so von Ängsten durchzogen ist, erscheint die Vorstellung nach Klarheit und einer zweiten Chance ziemlich plausibel. Halt nicht nur als "zweite Chance" sondern villeicht sogar als "Wiedergutmachung" für das, was man im ersten Leben leider durchmachen musste.

Ich stecke natürlich nicht in deiner Haut, aber würde ich es, würde ich - als Ungläubiger der ich bin - und ich handhabe es auch so, dafür sorgen dass ich (wie du selbst andeutest) alles dafür tun um es meinen Kindern und Hinterbliebenen so angenehm wie möglich zu machen und sie versorgt zu wissen, die Zeit nutzen und auch mich selbst nicht vergessen; was sind meine Wünsche? Was möchte ich unbedingt getan haben bis zum Tag X? Was sollte ich besser nicht aufschieben? Welche Länder und Kulturen möchte ich bereits haben? Was kann ich meinen Hinterbliebenen hinterlassen?

Mich persönlich hat die Gewissheit der Einmaligkeit meines Lebens, zumindest seit der Überschreitung des 30. Lebensjahres, motiviert, jeden Tag zu nutzen und mir nichts entgehen zu lassen, zudem hat mir diese Überzeugung gegen meine eigenen Ängste und Hemmungen geholfen, schlichtweg mit dem Gedanken, mir nichts entgehen zu lassen und mich ins Zeug zu legen, denn irgendwann würde ich es bereuen, einige Dinge nicht getan zu haben.

Ist aber nur meine Sicht der Dinge.

Alles Gute für die OP deines Sohnes am Freitag!
 
Ich finde ja, jeder Mensch kann sich selbst seine Sicht der Dinge aus. Ich persönlich habe mich entschieden, dass der Tod nicht das Ende ist. Und ich bete jeden Tag um irgendwann bestätigt zu werden! 🙂
 
Ich glaube, dass es nach dem Tod eine andere Seite gibt, auf der das Gras grüner ist und zu der wir alle zurückkehren. Ich denke auch, dass Wiedergeburt möglich ist, und dass uns jedes Leben etwas lehrt. Deshalb habe ich auch keine Angst mehr vor dem Tod, sondern kann ihn als Teil des Lebens akzeptieren. Unausweichlich ist er sowieso nicht. Wieso also Angst davor haben? Die meisten fürchten ja nicht den Tod an sich, sondern das Unbekannte daran.
Ich habe mal eine interessante Theorie gelesen, die sich ebenfalls mit der Wiedergeburt befasste. Dabei ging es darum, dass jedes Leben eine Art Ausgleich ist. Wenn man in einem Leben beispielsweise mit Depressionen zu kämpfen hatte, zählte man im darauf folgenden Leben zu den glücklichen Menschen. So hat es sich praktisch ausbalanciert.
Ganz egal, was du glauben magst, ob an Himmel und Hölle, an Wiedergeburt, ein Leben nach dem Tod oder an das absolute Nichts, jeder stirbt einmal. Der Tod gehört nunmal zum Leben dazu, wie die Butter aufs Brot 🙂
 
meine lieben,

ich danke euch für eure antworten,bitte seid nicht böse das ich mich so kurz fasse aber ich bin durch den wind denn morgen hat doch mein junge die op!!

also alles liebe

urmel
 
Hallo Urmel56,


der Tod ist natürlich, so wie die Geburt und das Altern auch. Warum sollte man davor Angst haben? Lass Dich darauf ein, das ist das Einfachste was Du tuen kannst! Nutze die Zeit, welche Dir bleibt. Hast Du keinen Gott im Leben erkannt, bleibt Dir nur die Hoffnung. Erst wenn die Hoffnung stirbt, ist das menschl. Leben dahin. Lass keiner Angst zu das diese Deine Hoffnung vertrieben wird.

Der eine glaubt an dies der andere an jenes, die Wahrheit wird sich letztendlich zeigen.

Grüße P
 
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