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Angst vor Alter und Einsamkeit

Ich bin so gut wie 60 und bei mir steht ebenfalls ein Umzug an und wie du habe auch ich keinen.
deine Mutter wird wie wir alle nicht ewig leben. Alleine zu leben muss nicht heißen das man vereinsamt oder einsam ist. was man dann braucht ist Ablenkung und damit meine ich nicht das Internet sondern ein Hobby. gehst du gerne in die Natur, hast du ein Hobby?

Mir ist Einsamkeit völlig fremd, ich weiß meine tage zu füllen und das solltest du auch lernen, deine Tage füllen.
Vielen Dank Shorn 🙏
 
Du musst unter die Leute! Du brauchst ganz viel Training, gerade weil du introvertiert bist. Sonst verkümmern die Fähigkeiten, mit anderen Menschen Kontakt aufzubauen immer mehr. Wie wäre es denn, wenn du dir ein Hobby suchst? Wenn du gern draußen in der Natur unterwegs bist, könntest du dich einem Wanderverein anmelden. Oder du gehst bowlen, Skat spielen, Dart spielen, Billiard, schließt dich einer Kochgruppe an (oder gründest selbst eine) oder einem Fotoclub. Sind alles nur Beispiele... nimm dir etwas, was dich interessiert und schau, ob es da was in der Nähe gibt. Hast du alte Kontakte, die du ausgraben und wieder aufleben lassen kannst? Eine Partnerin ist das Eine, aber Freunde und Bekannte sind ein wichtiges Fundament für deine psychische Gesundheit. Und wenn es dir gut geht, du in dir ruhst und mit Freunden etc. zufrieden bist, kommt die Partnerschaft oft von ganz allein, weil man als Zufriedener eine ganz andere Ausstrahlung hat als ein verzeweifelt Suchender.
An jedem Ort gibt es auch andere Menschen, die neu dort sind. Ich finde die Idee eines Neuanfangs gar nicht so schlecht, eine Ortsveränderung bringt manchmal einen Energieschub, den du nutzen kannst, um alte Pfade zu verlassen.
Wenn es kein spezielles Hobby gibt, kannst du dich auch einfach in einem vor Ort ansässigen Verein engagieren. Irgendetwas gibt es immer, wo auch helfende Hände gesucht werden. Und wenn es der Heimatverein ist, der das Herbstfest organisiert. Oder du bist handwerklich begabt und bietest Nachbarschaftshilfe an. Kleine Schritte sind besser als gar keine - es ist nie zu spät.
Alles Gute!
Ich danke dir sehr für die vielen lieben und guten Ratschläge 🙏Ich habe es schon auch mit Eigeninitiative versucht. Aber durch die schlechten Erfahrungen die ich in der Vergangenheit damit gemacht habe, einen soliden Freundeskreis aufzubauen, bin ich immer vorsichtiger geworden.Ich dachte zeitweise, ich komme nur mit falschen Leute zusammen.Ich bin eben auch ein sensibler Mensch und leider etwas misstrauisch. Alles keine gute Kombi.
 
Hallo Pluto,

ich möchte dir einen Rat geben. Beginne, solange deine Mutter noch lebt, gleichwertige Beziehungen aufzubauen. Ich habe das nicht gemacht und habe jetzt das Problem.

Wenn du das vorher nicht machst und dann deine Mutter als Bindungsperson weg bricht, kann das sonst richtig hart werden.

Ich würde dir auch empfehlen, da wo du jetzt wohnst zu bleiben. Vielleicht kannst du ja solche Beziehungen in den nächsten Jahren aufbauen und du bist so auch zumindest in einem vertrauten Umfeld. Es sei denn, es gefällt dir da nicht, dann ist umziehen natürlich eine Möglichkeit.

Ich finde es zum Beispiel immer sehr tröstlich, wenn ich hier in den Geschäften mit den Angestellten Kontakt habe, wenn ich mit Namen angesprochen werde, man sich nach dem anderen erkundigt und sich ein bisschen unterhält. Mir würde das an einem fremden Ort fehlen. Aber ich weiß ja nicht, ob du das kennst und es bei dir auch so ist.

Gehst du denn irgendwohin, wo du mit anderen Menschen in Kontakt kommst? Irgendwelche Kurse, Fitnessstudio oder ähnliches?
Vielen Dank dir🙏 Mein einziger Kontakt zur Zeit ist die Arbeitskollegen und meine Mutter. Was du beschrieben hast in Bezug auf " Dingen am jetzigem Wohnort, Geschäfte reden und so",ist wahr. Das macht ja es mit dazu erschwert. Da ich ja schon 7 Jahre hier wohne.
 
Warum suchst Du Dir nicht Kontakte, die Deine Interessen teilen ? Sollte doch heute kein Problem mehr sein, es gibt nahezu für alle Aktivitäten/ Interessengebiete Mitmacher / Gruppen, etc.......


Bei mir ist es ähnlich, Familie keine - 10 Jahre gepflegt, bis es zu Ende ging, das war nicht einfach, also psychisch, dann das Leben mit Arbeit vollgepackt, die aber bald auch fertig ist ( Umbau / Renov, etc. ), j und die tägliche Gesellschaft von Leuten, kann ich mir sparen, entweder passen mir die Leute nicht oder die Interessen, aber es gibt auch manchmal Lichtblicke, man sollte halt wirklich selektieren , mit wem man regelmässig verkehrt.

Es gibt ein paar gute alte wirkliche Freunde, die aber eben auch weit weg sind , nur bei mir ist es nicht so, dass es mich stört, die meiste Zeit alleine zu verbringen.

Deshalb lasse ich die Dinge auf mich zukommen, bewege die Sachen aktiv, die ich priorisiere, das spart dann später unnötige Mehrarbeit.

Du hast aber ja extreme Sehnsucht nach einer Partnerin und da ist es immer gut, wenn man wirklich weiß was man will, dann kann man das formulieren, viele Menschen starten da in meinen Augen Versuche als Beziehungspartner, obwohl im Grunde im Vorfeld schon klar ist, das wird nix.

Aber das da niemand sein soll, der mit Dir was zu tun haben will - schwer zu glauben, weil es so viele verschiedene Menschen gibt.
Wenn Du aber nicht bekannt machst , dass DU gerne eine Partnerin hättest, die zu Dir passt und mit der Du glücklich werden kannst, dann wird die das ja nicht erfahren ....

also mein Tipp / Rat - gehe auf die aktive Suche und selektiere.
Danke dir sehr für deine wahren und ehrlichen Worte🙏🫶🏻
 
Durch einen Umzug verändern sich die Lebensumstände nicht von alleine. Wie auch, wenn du es an den jeweiligen Wohnorten nicht geschafft hast, dir ein soziales Netz aufzubauen?
Einsamkeit trägt man in sich und nimmt sie überall mit hin, durch Hoffnung alleine ändert sich nichts.

Was mir auffällt, jetzt ist es die Mutter, dann soll es eine Partnerin sein, auf die du dich stützen kannst.
Wie lange deine Mutter lebt, weißt du nicht. Warum willst du darauf warten, bis du etwas änderst.

Wenn du weißt, wohin du ziehen möchtest, könntest du dir an diesem Ort anschauen, was der anbietet. Vereine, Wandern, Schach, Tanzkurse, nebenan.de und jetzt schon anfangen, dort aktiv zu werden.

Ich bin auch älter, lebe schon lange alleine und bin vor knapp 2 Jahren umgezogen und habe mein soziales Umfeld verlassen müssen (trotz der Entfernung besteht aber regelmäßiger Kontakt)-
Ich habe schnell gemerkt, wenn ich hier nicht aktiv daran arbeite, neue Menschen kennen zu lernen, dann muss ich hier ohne Bekannte und Freunde auskommen. Das wollte ich nicht, also bin ich in einen Wanderverein, in einen Sportverein und in einen Schachverein (privat) gegangen. In bin regelmäßig in die Therme und in die Sauna und war viel draußen unterwegs.

Inzwischen habe ich einen kleinen Freundes- und recht großen Bekanntenkreis, auf den ich zurückgreifen kann. Auch, wenn ich viel Zeit für mich brauche und ich Einsamkeit nicht kenne und meinen Hobbys fröne, ist es schön, diese Menschen in meinem Umfeld zu haben.

Ich rate dir, aktiv zu werden, niemand klingelt an deiner Türe. Und du bist Ü50, nicht 90 und hast jede Chance, eine Frau kennen zu lernen.
Mein Problem ist ich habe nicht immer die Kraft dazu. Habe auch mit Depressionen zu kämpfen.
 
Ich bin Ü50 ein Mann und habe keine eigene Familie. Auch ist kein soziales Netzwerk vorhanden. Also im Grunde niemand.
Ich lebe mit meiner betagten Mutter im selben Mietshaus. Ich kümmere mich um sie wenn es nötig ist.
Ich befasse mich fast jeden Tag mit dem Gedanken, wenn sie nicht mehr ist. Das dies die nächsten Jahre der Fall sein kann.
Dann bin ich alleine an dem Ort wo ich jetzt wohne. Für mich steht fest, dass ich dann wenn alles erledigt ist, von hier wegziehen werde. Ich könnte es nicht ertragen, noch länger als es sein müsste, an einem Ort zu bleiben der voll von Erinnerungen ist.
Mein Problem ist aber danach, wo soll ich nur hinziehen? Ich bin schon sehr oft in meinem Leben umgezogen. Meist habe ich mir dadurch erhofft, dass sich meine Lebensumstände dadurch verändern werden. Diese Hoffnung ist aber nie erfüllt worden.
Meine großen Bedenken sind, dass ich wieder den Fehler mache. Ich wüßte schon wo ich gerne hinziehen würde. Es ist von meinem jetzigen Wohnort ca. 50-60 km weg. Die Mieten sind dort auch etwas günstiger. Aber was ist wenn ich mich dort nicht wohlfühle? Was ist wenn ich dort einsam und ein Anonymus bleibe? Ich bin leider ein introvertierter Mensch. Ich habe noch nie leicht Kontakt gefunden. Daher wird es schwierig sein für mich in einer anderen Stadt, da ich ja auch älter geworden bin. Ich kenne schon länger diese Stadt aber dennoch ist sie für mich weitgehendst noch unbekannt.
Man muss sich dann wieder in der neuen Wohnung und Umgebung einleben. Mein Gott das habe ich schon so oft hinter mir. Deswegen habe ich es so leid. Ich habe die ganzen Jahre gehofft, eine Frau kennenzulernen mit der ich alt werden kann. Einfach mein Leben mit ihr teilen und einen sicheren Hafen zu haben. Momentan weiß ich nicht was der beste Weg sein kann.
Freue mich über eure Gedanken und Ratschläge.
Hey Du, kannst Du Dir vorstellen, dich mal zu informieren über Gemeinschafts-Wohnprojekte, oder wäre das zuviel Kontakt?
 
Mein Problem ist ich habe nicht immer die Kraft dazu. Habe auch mit Depressionen zu kämpfen.

Zuerst einmal herzlich Willkommen hier an unserem Stammtisch lieber Pluto😍💐

Wir könnten ja gemeinsam nachdenken, überlegen, auflisten, wo man ansetzen könnte.

Ich bin bei mentalen Komplikationen nicht in der Lage einen Ausweg zu finden, deshalb mache ich zu solchen Zeit nichts, nur das Wichtigste. So überbrücke ich den Tag- nicht denken, nicht überlegen, die Fenster gehören poliert, die Leintücher von der Leine geholt, das Essen gekocht, die Schuhe in den Abstellraum, die Blumen gegossen usw. usf....... so mach ich, also während da oben Plemplem herrscht, wird derweil die Zeit genutzt, um mich vorzubereiten. Ich bereite mich oft drauf vor, wieder umzuziehen, weil auch ich sehr oft umgezogen bin, ist das immer einkalkuliert- es kann ja sein, dass das fällig wird.
Daher, das ist mal dran. Alles andere wird nach und nach mal ins Visier genommen, mal geguckt, mal geschaut, dann wirst du schon sehen...
FALLS deine Mama aufhören wird zu leben, oder du, ( man weiß das doch nicht, wie es kommt), hast du alles dafür hergerichtet? Fang an.
Sichte, sortiere, reinige, ganz nach dem Motto, egal, wie es kommt, ich bin bereit.
Kommt eine neue Liebe, bist du bereit, ist alles so, wie du stolz drauf wärst?
Kommts zu einem Umzug, hast du alles leicht und einfach nachher durch gute Planung und ein Konzept, was du mitnimmst, was nicht?
Weißt eh, lieber Pluto, du bist noch blutjung und alles andere als ein altes Eisen.
Du stehst angeblich vor einer Wand, die wird sich öffnen, rein deshalb, weil du dich hier eingeloggt hast. Einsamkeit gibts nicht mehr, wir sind da. 🙋‍♂️🙋‍♀️👫👩‍❤️‍💋‍👨
 
Wie viel kann deine Mutter noch? Gehts, dass ihr gemeinsam etwas tut, das diese Frau immer schon wollte? Zb verreisen über ein Wochenende. Nie weiß man, was kommt, wenn man es nicht versucht hat. Wenn man sich weigert, dann stecken Vorurteile dahinter, die sich oft nicht bewahrheiten. Zb das ist langweilig, oder anstrengend, oder uninteressant, nichts für mich usw. - das musst du mal probieren, wieder und wieder solche Sachen machen, die für andere erfreulich sind, nur für dich nicht.
Leider ist es so, wenn man depressiv ist, dann ist man praktisch denkend wie Depressive so denken, man macht all das, was Depressive so machen, man geht, wie Depressive gehen, man IST, wie Depressive so sind. Das bedeutet, es würde sich schon viel ändern, wenn du diesem mal nicht folgst, diesem Muster. Ein Depressiver würde nieeee eine kleine Fahrt machen mit einem Boot...der würde nieeee fein essen gehen mit seiner Mam...niemals würde der Kuchenrezepte ausprobieren, schon gar nicht genüsslich einen Kakao schlürfen mit Sahne drauf, in den PC schauen, welche schönen Gegenden es gibt auf der Welt, solche planen, solche Ausflüge- das lerne zu machen, dann merkst du, dass du dich anders fühlst zugleich. Du wechselst das Muster. Je länger man so eins lebt, umso eingavierter ist es. Es wird Widerstände geben, die nimm einfach hin.

Du kannst alles noch haben, dafür ist wirklich nötig, dass du dir Zeit gibst und nimmst, bis es klappt.
Es gibt zb unendlich viele beleidigte Frauen, die sehr leiden, weil sich niemand für sie interessiert und sie keinen lieben Mann gefunden haben, der mit ihnen etwas unternimmt.
Du könntest jetzt bereits Plätze suchen, wo es nett ist. Kuchenrezepte lernen, die leicht gelingen, oder deine Wohnung so herrichten, dass du froh bist, weil du sie hergerichtet hast, wenn du besucht wirst von jemand Lieben, den du irgendwo zufällig angetroffen hast bei einer Kur, oder bei einer Feier, oder bei einer Veranstaltung - ich will einfach nur sagen, halte durch, so wie es heute ist, ist es heute, was morgen ist, das steht alles noch offen.
 
Lieber TE, ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe auch eine depressive Ader und ich bin introvertiert. Ich kämpfe jeden Tag dagegen, dass dieser Treibsand mich nach unten zieht und irgendwie geht es immer weiter. Ich habe mir über die Jahre ein paar Strategien angeeignet. In Situationen, wo ich auf viele Menschen treffe und ich mich etwas verloren fühlen könnte... damals beim Studium oder heute z.B. beim Kita- oder Schulfest meiner Kinder... suche ich mir schon vornherein eine Aufgabe, damit ich nicht ungeschickt herumstehe. Den Waffelstand betreuen - hier, ich. Würstchen verkaufen - hier, ich. Aufräumen nach dem Fest - hier ich. Arbeitseinsatz usw. Ich habe etwas zu tun, komme automatisch und ganz unverfänglich mit Menschen in Kontakt. Natürlich wäre es noch einfacher gewesen, einfach nicht hinzugehen, die Situationen zu meiden, die anstrengend werden könnten. Auch das mache ich hin und wieder. Merke aber hinterher einen Unterschied in meiner Stimmung - die ist besser, wenn ich mich ins Getümmel gestürzt habe und für ein paar Stunden Teil von etwas war.
Wenn ich zu wenig unter die Leute gehe, wird meine Stimmung immer dunkler. Vielleicht ist es bei dir auch so und die Depression kommt in großen Teilen daher. Ich könnte es verstehen.
Ich möchte dir noch etwas erzählen. Der Vater einer Freundin von mir ist vor ziemlich genau 30 Jahren gestorben. Die Mutti war damals 50. Der Vater war ein Miesepeter, daher wusste die Mutti gar nicht so richtig, wie man lebt. Sie hat also mit 50 angefangen, dies zu lernen. Hat ganz kleine Schritte gemacht, sich vor die Tür getraut und sich Grüppchen angeschlossen, wo es irgendwie gepasst hat. Sie ist heute, mit 80, richtig gut drauf, fährt regelmäßig zum Wandern mit einer kleinen Wandergruppe und hat darüber hinaus mit Tanzen angefangen, fährt auch überregional auf Tanzveranstaltungen mit ihrer Tanzgruppe.
Du brauchst etwas Mut. Und Rückenwind, den du vielleicht hier, wenn du hier im Forum bleiben willst, bekommen kannst. Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche.
 

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