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Angst- und Panikattacken

@Milena226 ich wollte dich kurz fragen, ob sich bei dir etwas ins positive geändert hat, oder nicht?
Ich wollte euch kurz auf dem Laufenden halten.
Bin leider noch immer im Krankenstand.
Das Gespräch mit der Schulaufsicht hatte (also Vorgespräch zur Schulleitung) und das war leider ein Reinfall. Der Mann hat sehr den Schulleiter gedeckt und ich erlebte starkes Gaslighting.
Ich hörte dann Sachen wie "Ja, klar ist das Konkurrenzkampf. Dann müssen sie sich eben durchboxen."

Danach passierte über anderthalb Wochen nichts. Danach bekam ich eine Mail von der Schulleitung mit der Info, dass man an einem Termin planen würde. Noch habe ich keinen Termin für ein abklärendes Gespräch.
Es nervt mich sehr an, da ich, wenn ich mich nicht verrechnet habe, in 2 Wochen ins Krankengeld falle und genau das eigentlich vermeiden wollte. Zeitnahe Klärung ist im öffentlichen Dienst leider nicht möglich. Bitte drückt mir die Daumen.

Was die Panikattacken angeht wird es langsam besser. Ich hab jetzt die zweite Woche keine Alpträume mehr und kann mich ein bisschen entspannen. Insofern war die Krankschreibung goldrichtig. Leider ist die Gewissheit in die Hölle zurück zu müssen nicht so aussichtsvoll.
Die Schulaufsicht stellte mir auch nicht in Aussicht, dass ich wechseln kann. Dafür wären sie nicht zuständig.
 
A

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Re: Angst- und Panikattacken
Wie armselig.
Manchen Menschen wünschte man sich dass sie sich selbst begegnen. Sie würden schreiend vor sich weglaufen.

Vielleicht solltest du genau den (Therapeuten) aufsuchen, wenn du annimmst, dass dein Rat sich über alle anderen stellt.

Ich habe hier mal zwei Zitate aufgeschrieben, die Du Dir selbst mal zu Herzen nehmen solltest. Du bist im Umgang mit Menschen geschult und pädagogisch ausgebildet. Trotzdem lese ich hier Dinge, die ich so von meinen Lehrern nicht hinnehmen würde. Wenn ich einem Lehrer in einem vertraulichen Gespräch - und nichts anderes ist das hier - den Rat geben würde einen Therapeuten aufzusuchen und er gibt mir diese Antwort, dann würde dieser Lehrer gegebenenfalls irgendwann mit Konsequenzen rechnen müssen. Hier sind Menschen, die schreiben, um Dir zu helfen. Ist mal einen Gedanken wert.

Du hast Angst - und Panikattacken (dazu später mehr) und suchst nach Hilfe. Das ist gut und das finde ich auch sehr vernünftig. Gerade als Lehrer ist es sehr wichtig, Mental stabil zu sein. Ich habe auch schon Lehrer gesehen, die aufgegeben haben und trotzdem weiter unterrichten. Es ist ein harter Beruf. Und er ist gnadenlos im Kollegium und der Verwaltung. Da gibt es kaum Mitleid, da gibt es kaum Mitgefühl, wer als Lehrer nicht funktioniert, der wird von den Schülern gefressen und von den Kollgegen fallen gelassen. Leider ist das so. Und nicht nur als Lehrer.


cucaracha hat eine sehr gute und - wie ich finde - passende Definition gegeben. Darauf schriebst Du:
Das ist eine Definition aus dem Märchenbuch und nicht praxistauglich. Bei der Mehrheit sieht das anders aus. Oder woher meinst du kommt die hohe Burn out Quote? Und das sind wahrlich keine Leute, die das nicht hatten. Der Job heute ist auf Verschleiß angelegt und deshalb scheiden viele schon vorab aus. Keiner meiner Kollegen arbeitet bis 65. Die werden entweder vorher krank oder gehen weit vorher freiwillig.

Die Definition von cucaracha war und ist korrekt. Und ja, es gibt genau darum eine hohe Burn-Out-Quote. Aber ich erlebe auch sehr sehr viele mental extrem starke Menschen, die oft auch gleichzeitig mit sehr viel Empathie arbeiten. Das gibt es sehr oft im Lehrerberuf. Und ja, ich erlebe auch Lehrer, die psychisch an der Belastungsgrenze arbeiten - wie Du auch.
Der Job ist nicht umsonst extrem hoch bezahlt. Das ist so, weil der Job sehr belastend ist. Nicht umsonst gibt es ein Refferendariat, wo ich es mehr als einmal gesehen habe, das angehende Lehrer sich hinterher umorientieren. Weil sie verstanden haben, warum der Job so hoch bezahlt ist. Nicht wenige Kollegen entscheiden sich auch dazu, in andere Jobs zu wechseln.

Du hast Dich dazu entschieden, diesen sehr harten Job zu machen. Bewusst entschieden. Und entscheidest Dich auch bewusst dafür, diesen Job weiterzumachen. Dann wirst Du dafür auch hart arbeiten müssen. Und - nach meiner Meinung - würde es Dir schon sehr helfen, wenn Du Dir therapeutische Unterstützung suchst. Denn - bei Kollegen oder gar der Schulleitung wirst Du hier keine Unterstützung finden. Mitleid gibt es da einfach nicht.

Nun zu Deiner Frage vom Anfang - denn darum geht es hier.
Du suchst Methoden, um mit Angst- oder Panikattacken klarzukommen. Da gibt es einige, die sehr gut helfen. Auch hierbei kannst Du Dich sehr gut von einem auf Angst spezialisierten Therapeuten beraten lassen - ich habe dadurch sehr viel gelernt und bin dadurch auch wieder Berufsfähig geworden.
Zu den Methoden:
Angst teilt sich in mehrere Stufen (1-10) ein, die in drei Zonen (1-3, 4-6, 7-10) zusammengefasst werden. Je nachdem, wie stark Du die Angst einschätzt, gibt es verschieden starke Skills, die Dir helfen aus der Angst zu kommen - der wichtigste Part. Welche Skills das sind, ist bei jedem anders. Bei manchen helfen Shocks, die die Angst unterbrechen (Teebaumöl auf der Zunge, Chilibonbons o.Ä.), mir hilft die mentale Ablenkung ganz gut (im Kopf selbst 'Stadt-Land-Fluss' spielen oder mathematische Probleme lösen. Physische Skills habe ich auch immer dabei (Igelball, Fidgets o.Ä.)
Bei extrem hohen Angststufen hilft dann evtl. die gezielte Prokrastination oder auch das Aufschreiben der aktuellen Gedanken und Ängste - und dann das durchlesen, wenn die Angst nicht mehr da ist. Dadurch lernt man sich selbst in den Situationen einzuschätzen und - wenn dann die Angst wiederkommt - sich zu erinnern und ins Gedächtnis zu rufen wie die Situation Angstfrei eingeschätzt wurde.
Das Alles kann Dir ein Therapeut natürlich viel besser erklären und von Grund auf beibringen - es sind die Grundlagen um mit Angst und Panik umzugehen. Wichtig ist immer, dich zunächst aus der Hochangst rauszuholen und dann erst andere Dinge zu tun.
Vielleicht hilft Dir das ein wenig. Ich wünsche Dir alles Gute.
 
Versuche zu wechseln und die Leute zu finden welche dafür zuständig sind ..
Ich sagte mehrfach, dass ich aus den angegebenen Gründen leider nicht so einfach wechseln kann.


Wenn ich einem Lehrer in einem vertraulichen Gespräch - und nichts anderes ist das hier - den Rat geben würde einen Therapeuten aufzusuchen und er gibt mir diese Antwort, dann würde dieser Lehrer gegebenenfalls irgendwann mit Konsequenzen rechnen müssen. Hier sind Menschen, die schreiben, um Dir zu helfen. Ist mal einen Gedanken wert.
Du vermischst hier etwas. Ich bin hier nicht als Lehrkraft, sondern als Mensch unterwegs. Außerdem bin ich streng genommen noch gar keine.

Welche Skills das sind, ist bei jedem anders. Bei manchen helfen Shocks, die die Angst unterbrechen (Teebaumöl auf der Zunge, Chilibonbons o.Ä.), mir hilft die mentale Ablenkung ganz gut (im Kopf selbst 'Stadt-Land-Fluss' spielen oder mathematische Probleme lösen. Physische Skills habe ich auch immer dabei (Igelball, Fidgets o.Ä.)
Bei extrem hohen Angststufen hilft dann evtl. die gezielte Prokrastination oder auch das Aufschreiben der aktuellen Gedanken und Ängste - und dann das durchlesen, wenn die Angst nicht mehr da ist. Dadurch lernt man sich selbst in den Situationen einzuschätzen und - wenn dann die Angst wiederkommt - sich zu erinnern und ins Gedächtnis zu rufen wie die Situation Angstfrei eingeschätzt wurde.
Das Alles kann Dir ein Therapeut natürlich viel besser erklären und von Grund auf beibringen - es sind die Grundlagen um mit Angst und Panik umzugehen. Wichtig ist immer, dich zunächst aus der Hochangst rauszuholen und dann erst andere Dinge zu tun.
Vielleicht hilft Dir das ein wenig. Ich wünsche Dir alles Gute.
Vielen Dank, aber ich bin aktuell Panikattacken frei.
In der Beratung gehen wir momentan auch eher andere Dinge an, die prioritär sind und das ist die Vorbereitung auf das Gespräch.
Ich sehe die Panikattacken eher als Anzeichen meiner starken Belastungsreaktion. Da mir die Zeit zu Hause mit starker Selbstfürsorge sehr gut getan hat und auch noch tut, hat sich das mittlerweile erheblich reduziert. Ich habe aktuell auch keine Alpträume mehr.
Um den Zustand weiter zu stabilisieren hat mein Arzt mir aber vorgeschlagen mich vorerst weiter krankzuschreiben.

Die Definition von cucaracha war und ist korrekt. Und ja, es gibt genau darum eine hohe Burn-Out-Quote.
Es gibt keine Definition wie ein guter Lehrer sein sollte oder worauf spielst du an? Das ist rein subjektives Empfinden und von jedem unterschiedlich bewertbar.
Hat dir irgendwas geholfen, was hier vorgeschlagen wurde oder hast du was anderes für dich gefunden?
Um ehrlich zu sein musste ich das nicht, da sich die Ruhe und meine Selbstfürsroge durch Sport und Bewegung so positiv ausgewirkt haben, sodass sich meine PAs von allein reduzierten.
Um den Zustand zu halten gehe ich auch weiterhin in die Krankschreibung.
 
Wenn du aber ausschließlich durch den Krankenstand regeneriest und nichts aktiv dazu beiträgst, bin ich überzeugt,dass die Panikattacken sofort wieder da sind, wenn du irgendwann gesundgeschrieben wirst.
 
Wenn du aber ausschließlich durch den Krankenstand regeneriest und nichts aktiv dazu beiträgst, bin ich überzeugt,dass die Panikattacken sofort wieder da sind, wenn du irgendwann gesundgeschrieben wirst.
Das mag sein.
Aber aktuell versuche ich ja auch einiges an der Gesamtsituation zu ändern und ich gehe erst wieder in den Dienst, wenn das Gespräch stattgefunden hat. Damit es zu keiner Verschlechterung kommt.
 
In solch einer Situation ist die Krankschreibung bestimmt das Beste.
Wie gesagt, ich würde gern erst dann wieder arbeiten, wenn das Gespräch war.
Blöd wäre es, wenn sie es erst dann ansetzen, wenn ich wieder arbeite.
Aber ich sehe Probleme, falls ich es nicht so mache.

1. Ich hätte die Kolleginnen wieder im Unterricht hinten bei mir sitzen inklusive aller Konsequenzen.
2. Die Schüler werden mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mehr gegen mich aufgebracht worden sein.

Was ich noch machen möchte:
Gespräch persönlich mit der Schulpsychologin, um mir einen Rat einzuholen.
Gespräch mit dem Eingliederungsmanagement. Vielleicht kann man auch da einen Wechsel erwirken.

Wenn ich das habe, habe ich alles an möglichen Instanzen ausgeschöpft
höherer BPR, Schulaufsicht, Psychologe, Eingliederungsmanagement, psychologische Beratung , Anwalt um den Vertrag zu checken.
Mehr geht dann nicht.
 
Du vermischst hier etwas. Ich bin hier nicht als Lehrkraft, sondern als Mensch unterwegs. Außerdem bin ich streng genommen noch gar keine.
Ich meinte schon Dich als Mensch. Ich würde nichts Anderes in Dir sehen. Das mit den Lehrern meinte ich eher allgemein. Ich arbeite eng mit Lehrern zusammen.

Vielen Dank, aber ich bin aktuell Panikattacken frei.
In der Beratung gehen wir momentan auch eher andere Dinge an, die prioritär sind und das ist die Vorbereitung auf das Gespräch.
Ich sehe die Panikattacken eher als Anzeichen meiner starken Belastungsreaktion. Da mir die Zeit zu Hause mit starker Selbstfürsorge sehr gut getan hat und auch noch tut, hat sich das mittlerweile erheblich reduziert. Ich habe aktuell auch keine Alpträume mehr.
Um den Zustand weiter zu stabilisieren hat mein Arzt mir aber vorgeschlagen mich vorerst weiter krankzuschreiben.
So leid es mir tut, aber gegen Angst wird es nicht helfen, nur krank geschrieben zu sein. Zur Stabilisierung ist das gut, wichtig und auch hilfreich. Aber es besteht die Gefahr, dass es zu Prokrastination wird... dass sich eine Angst vor dem Beruf aufbaut und verstärkt. Meiner Meinung nach ist es wichigt, so habe ich es auch gemacht, ich war nach meinem Burn-Out zwei Jahre Krank/Reha geschrieben. In der Zeit habe ich durch Theapie und auch einen Klinikaufenthalt daran gearbeitet, irgendwie wieder arbeitsfähig zu werden.
Es gibt keine Definition wie ein guter Lehrer sein sollte oder worauf spielst du an? Das ist rein subjektives Empfinden und von jedem unterschiedlich bewertbar.

Um ehrlich zu sein musste ich das nicht, da sich die Ruhe und meine Selbstfürsroge durch Sport und Bewegung so positiv ausgewirkt haben, sodass sich meine PAs von allein reduzierten.
Um den Zustand zu halten gehe ich auch weiterhin in die Krankschreibung.
Die Krankschreibung ist endlich..... irgendwann wirst Du Dich zwangsläufig wieder dem Beruf stellen müssen. Deswegen kann ich Dir nur raten, nutze die Zeit.
 

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