https://www.mopo.de/hamburg/polizei/messerattacke-am-hauptbahnhof-mindestens-acht-verletzte/
Das ist heute bzw. gestern abend bei uns passiert. Kein Schubser, "nur" Messer. Eine deutsche Frau, 39 Jahre alt. Geisteszustand wir noch überprüft...
Ich kann das Unbehagen nachvollziehen, und doch kann man inzwischen jederzeit in derartige Situationen geraten. Es muss nicht der Bahnsteig sein. Akut gerechnet habe ich mit so etwas nach dem 11.9.01, und mir überlegt, wie ich mit anderen schnell genug samt Rad aus der S-Bahn komme.
Im Alltag benutze ich inzwischen meistens mein Fahrrad, Öffis nur bei Arztterminen, die weiter weg liegen. Aber ich fahre auch Bahn - am Wochenenden zu Ausflügen, ansonsten zu Urlaubsreisen. Inzwischen ist es Zufall, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Es gibt keinen absoluten Schutz und keine Vorsichtsmaßnahme, es sei denn, man sperrt sich selbst in einen Hochsicherheitstrakt.
Wahrscheinlicher als ein derartiges Attentat ist bei mir täglich ein Unfall auf den Straßen durch Autofahrer oder andere Radler. Da habe ich täglich jede Menge Gefahrensituationen, dass ich oft aus Angst nur noch aufschreie, wenn es besonders knapp wird. Gestern, vorgestern, und so viele Male davor. Vorsicht ist mein täglicher Begleiter. An manchen Tagen bin ich einfach nur froh, wenn ich abends unversehrt wieder nach Hause komme. Ich habe aber keine Angst, morgens aus dem Haus zu gehen und loszufahren. Das Leben ist insgesamt risikoreicher geworden, und damit muss ich eben leben und aufpassen. Mehr habe ich nicht in der Hand.