Das Gute daran ist, dass du jetzt weißt, dass es in diesem Unternehmen nicht weitergeht und nach vorne schauen kannst.
Bevor du dich konkret neu orientierst, bedarf es aber eines ehrlichen Blickes darauf, was du leisten kannst, zu leisten bereit bist und was du vielleicht erst noch erledigen solltest. Hat dich tatsächlich der dich überfordernde Job in die mentale Krise gestürzt, dann dürfte dieser Stress ja bald Geschichte sein und es dir wieder besser gehen. Oder ist es bereits eine echte Erkrankung gewesen, die du behandeln/therapieren lassen solltest, bevor du in das nächste Beschäftigungsverhältnis startest? Stabilisierst du dich nicht vorher, ist das nächste Negativerlebnis wahrscheinlich vorprogrammiert.
Auch solltest du dich m. E. fragen, ob du fachlich im richtigen Job und wie leistungsfähig du überhaupt bist. M. E. können sich immer weniger Unternehmen noch ein gemütliches Vor-sich-Hinarbeiten leisten. 40 Stunden sind auch eine völlig gängige Arbeitszeit ohne jegliche Überstunde. Auch das ist nicht selbstverständlich, unsere HRler arbeiten regelmäßig mehr. Wenn dich die 40 Stunden schon gestresst haben, wäre für dich ein Teilzeitjob vielleicht sogar besser. Kämst du mit dem geringeren Gehalt aber wirtschaftlich klar? Kann solch ein Job deine spätere Rente hinreichend sichern? Weniger Stunden zu arbeiten muss man sich mittel- und langfristig erst mal leisten können; man rutscht da schnell in etwas hinein und dann doch aufzustocken gibt der Job dann womöglich nicht her und du musst wieder neu suchen.
Ich glaube, das sind alles Aspekte, die du für dich zunächst klären solltest, bevor du eine neue Bewerbung auf den Weg gibst.